Zombies

Ich han Angst.

Es gibt Menschen, die argumentieren würden, dass sie keine Angst und keine Trauer und keine Wut haben. Dabei begreifen sie nicht, dass sie einfach Angst davor haben.

Habe ich Angst vor Zombies? Ja.

Auch ich war ein Zombie. Und bin es vermutlich immer noch. Ich weiss es nicht.

– Ich empfinde Manie

Eine Aussage von meinem Vater à la: «Es ist klar, dass man Schwierigkeiten hat sich in eine gute Position innerhalb der Klasse zu bringen, wenn man immer schlechte Noten schreibt» ist für mich extrem belastend. Warum? Erstens, weil die Aussage auf mich abzielt. Zweitens, weil der Psychologe bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von etwaigen schlechten Noten wusste.

Ich empfinde Truur.

– Ich han Angst

Eine Geschichte

Man ist traurig. Man hat aber Angst Trauer zu zeigen. Dann hat man Angst. Passiert das bei vielen Gefühlen, dann hat man viel Angst. Oder anders gesagt: Jedes traumatisierte Gefühl löst Angst aus. Wenn man fest traumatisiert ist, dann hat man praktisch nur noch Angst. Wenn man immer Angst hat, wie kann man dann die Angst noch identifizieren? Wie kann man wissen, dass man Angst hat, wenn sich das ganze Leben wie Angst anfühlt? Also vergisst man die Angst und dadurch den Schlüssel zum Zugang der traumatisierten Gefühle.

Angst ist der Schlüssel zum Zugang der traumatisierten Gefühle.

– Ich empfinde Truur

Ich denke, dass es normal ist, dass Kinder Todesangst davor haben vernachlässigt zu werden.

Früher durfte ich diese Angst nur in Anwesenheit von Besuch ausleben. Warum? Weil ich gespürt habe, dass ich dann in Sicherheit war. Sonst fühlte ich diese Sicherheit nicht. Mein Vater war unberechenbar und hat seelische Grenzen immer wieder überschritten. In seiner Anwesenheit einen spielerischen Umgang mit meiner Angst zu erlernen, wäre vielleicht wirklich lebensgefährlich gewesen. Warum? Weil er selbst nie Kind sein konnte und auch selbst nie einen Umgang mit Angst gelernt hatte. Meine Mutter

– Empfinde ich Truur? Ja. Schön bisch du da, ich han dich gern (Rehmann)

– Ich habe das Gefühl, dass diese Personen mehr Angst vor ihren Gefühlen haben als ich:

, Florian (2022)(#2), Janice (2024)(#11), Martin (2018)(#8), Siggi (2026)(#10),

– Ich bin mir nicht sicher, ob diese Personen mehr Angst vor ihren Gedanken haben als ich:

, Melanie (2025)(#5),

– Bei diesen Personen vermute ich, dass sie weniger Angst vor ihren Gedanken haben als ich:

Andrin (2022)(#4), Anita (2025)(#12), Annie (2019)(#6), Armon (2022)(#12), Livio (2020)(#1), Rahel (2021)(#7), Sandra (2024)(#3), Seraina (2025)(#9)

13

– Ich empfinde Truur

Chronologie einer Sache, die mich traurig macht

  1. «Guten Tag, Sie sind jetzt schon ca. anfangs zwanzig. Es ist jetzt wirklich Zeit, dass wir ihre Weisheitszähne ziehen.»
  2. Ok. Wenn es sein muss.
  3. «Gut dann melde ich Sie jetzt an.»
  4. Warum anmelden, machen das nicht Sie?
  5. «Nein, nein. Das macht ein Kollege von mir. Ein Spezialist.»
  6. «Guten Tag, Sie haben Glück, denn ihre Weisheitszähne liegen so, dass die Krankenversicherung den Eingriff bezahlt. Ich ziehe grad jetzt zwei und bei einem anderen Termin die letzten zwei».
  7. Nach den zwei Sitzungen:
    • Neuer «Biss» (obere und und untere Zähne berühren sich neu in einer neuen Konstellation)
    • Kiefer knackst auf der rechten Seite praktisch bei jedem Biss/Kauen
    • Mühe am Morgen den Mund zu öffnen
    • Immer im Winter, wenn es kalt ist, auf der rechten Seite kalte Zähne
    • Linkslastige Abnutzung der Zähne, da es unmöglich geworden ist rechts die oberen und unteren Zähne sich berühren zu lassen bevor es die linken tun.
    • Auf dem rechten Ohr ein verändertes Hörgefühl:
      • Grundsätzliches Gefühl eines passiven Hörens
      • Schwierigkeiten Druckausgleich zu machen, so dass ein unglücklicher Ohrendruck über mind. Wochen beständig bleiben kann (schlechteres Hören)
  8. Kurze Zeit nach der Operation hatte ich zum ersten Mal entzündetes Zahnfleisch wegen Lebensmittelresten zwischen den Zahnzwischenräumen

Vielleicht hätte ich heute die wunderbarsten und schönsten Zähne, hätte ich diese Eingriffe nicht gehabt. Ich hätte viel Geld gespart, weil mir viele Füllungen von ‚Löchern‘ erspart geblieben wären. Hätte weniger Schmerzen aufgrund empfindlicher, freigelegter Zahnhälse. Hätte keine oder nur unbedeutende Zahnfleischtaschen. Hätte eine bessere Mundhygiene und einen frischeren Atem. Hätte weniger Hemmungen eine Frau zu küssen.

– Ich empfinde Truur

Ich habe herausgefunden wie der Muskel heisst, welcher mir damals, ca. 2008, bei der Weisheitszahnentfernung zerschnitten und zerstört wurde: Musculus pterygoideus medialis
oder auf deutsch: Innerer Flügelmuskel

Das Ganze macht mich dermassen traurig. Wenn ich das Ganze wieder einmal mit Suchmaschinen recherchiere, fühle ich mich wie in einem Hyperfokus. Wie ein Detektiv, welcher auf der Spur seiner ganzen verdrängten Angst, Wut und Trauer ist. Ich verbringe Stunden damit. Es macht mich so traurig.

Als ob es nur diese eine Ursache für all meinen Schmerz geben würde.

Auch kann ich mich 100% mit ehemaligen Verdingkindern identifizieren. Denn diese wurden nicht oder nur in seltenen Fällen aus Nächstenliebe genommen. Meist, weil man sie als Arbeitskräfte gebrauchen wollte. Oft (ich möchte nicht sagen meist) wurden sie aber auch wie Menschen zweiter Klasse behandelt. So fühle ich mich in meinen Job auch. Meine Aufgabe ist es die ‚Löhne‘ zu machen. Ich muss diese so machen, wie es mein Chef will. Das heisst unkorrekt und gegenüber den Mitarbeitenden betrügerisch. Doch gegen aussen bin ich für alles verantwortlich. Und wenn irgendjemals ein Fehler auffliegt, wird er einfach sagen, dass ich Schuld daran wäre und er mir im besten Wissen und Gewissen vertraut hätte. So werde ich auch missbraucht. Und mein Missbrauch liegt darin, dass ich andere missbrauchen muss. Zur Erinnerung: Im KZ mussten auch Häftlinge die zukünftigen Gaskammeropfer verführen und manipulieren, damit sie alle schön brav die Kleider auszogen und in die Gaskammer watschelten. Das ist jetzt meine Aufgabe. Dafür darf ich im schön warmen Büro sitzen und muss mir meine Hände nicht effektiv schmutzig machen.

Für meinen Vater war meine Mutter seine Mutter und ich nur ein lästiger Konkurrent. Auch meine Mutter ist nicht emanzipiert, sondern sie ist und war immer damit beschäftigt meinem Vater zu gefallen und ich Kind musste warten bis mein Vater wieder weg war. Dieses Falsche hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Vertrauen konnte ich nie. Gefühlslos funktionierte ich immer in Todesangst um irgendwelchen Menschen zu gefallen. Menschen wie diese Zahnärzte, die mich verführten und mich dann verstümmelten. Hier, auf dem oben gezeigten Bild, kann ich mein ganzes Unglück sehen. Ich kann es sehen und beweisen. Es ist der Beweis, dass ich mir das nicht einbilde. Irgendjemand hat diesen Muskel zerschnitten. Hat sich nicht dafür entschuldigt. Ich habe diesen Menschen zwei Mal in meinem Leben gesehen. Wahrscheinlich hat er gewusst oder geahnt, was er angerichtet hat, aber er hat mich wie Dreck weggeworfen und genau das passiert jetzt schon wieder. Und dass meine Mutter immer noch mit meinem Vater zusammen ist, obwohl dieser immer psychische Gewalt gegen mich einsetzt, wenn ich ihr zu nahe komme, zeigt, dass sie überhaupt Nichts begriffen hat und, dass ich ihr Liebesgesäufze nicht ernst nehmen kann.

Truur? Ja. Bisch du da? Ja.

Ich empfinde Truur wege mine Zäh

Ich kann zum Beispiel nicht zuerst die Zähne des rechten Teils des Oberkiefers mit den Zähnen des rechten Teils des Unterkiefers berühren lassen. Zuerst berühren sich immer die Zähne des linken Teils. Warum? Weil bei der Weisheitszahnentfernung auf der rechten Seite ganz viele Sehnen und Muskulatur unwiderruflich zerstört wurde.

Warum ich unter einer Zahnphobie leiden könnte

Meinem Vater war es immer sehr wichtig gute und gesunde Zähne zu haben. Das war mir bewusst. Da er ein Löwe war vor dem ich Angst hatte, habe ich wahrscheinlich einen potentiellen Tod mit Zahnproblemen in Verbindung gebracht. Oder anders gesagt Zahnprobleme mit einem potentiell tödlichen Angriff eines Löwen in Verbindung gebracht. Es gab Zeiten, da habe ich nach jeder Mahlzeit Zahnseide verwendet.

Um Geld zu sparen teilweise auch gebrauchte, obwohl ich nie Geldprobleme hatte.

Warum bloss hatte meine Mutter einen Löwen geheiratet? Warum bloss hat sie es zugelassen, dass dieser ihre Babies angriff? Warum hat mir niemand geholfen?

Eine traurige Theorie

Ich hatte Angst vor meinem Vater. In seiner Gegenwart getraute ich mich nicht mich selbst zu sein. Ich schaltete jegliche Gefühlsregungen ab. Ich war nicht mehr da. Heute habe ich Angst vor all meinen Gefühlen, weil ich dieses Trauma (es war ein Trauma, weil ich irgendwann gar nicht mehr begriffen hatte, dass ich Angst (vor meinem Vater) hatte) noch nicht verarbeitet habe.

Ich empfinde Truur

Leider kann ich nicht anhand von Röntgenaufnahmen beweisen, was für eine Veränderung am Kiefer durch die Weisheitszahnentfernung vonstatten ging. Aber ich bin..

  1. der festen Überzeugung, dass eine Verschiebung vorgekommen ist und..
  2. dass die Verschiebung grundsätzlich folgendermassen beschreibbar ist:
    • Unterkiefer nach vorne
    • Unterkiefer rutscht nach links, weil er auf der rechten Seite nicht mehr richtig gehalten wird, wegen zerstörter Muskulatur, Sehnen etc.
Dieses Bild vergleicht meine Zähne oben 2007 und unten heute, nach der WeisheitszahnOP, welche vermutlich 2008 stattgefunden hat.
Hier ist nochmals ein Bild, welches auf eine potentielle Linksverschiebung des Unterkiefers hindeutet.

Ich habe keine Kraft mehr all die damit verbundenen Beschwerden zu beschreiben, die ich mit den Konsequenzen der Weisheitszahnoperation 2008 in Verbindung setze. Ich habe das Gefühl, dass es für mich im Moment zu schmerzhaft wäre.

Aber, ich habe die Kraft meinen Unmut darüber auszudrücken, wie folgendes einfach so möglich wurde:

  • Zwei Elternteile missbrauchen ihren Sohn, so dass dieser..
    • ..denkt, dass Missbrauch etwas Normales ist.
    • ..nicht weiss, dass man zu etwas auch Nein sagen kann.
    • ..kein Vertrauen in sich und die Welt hat.
  • Schicken ihn alleine zu einem Zahnarzt, der offensichtlich unnötige Eingriffe macht (weisse Teilstücke der Zähne wegmacht und mit Füllungen ersetzt).
  • Sie sich nicht darum kümmern.
  • Der Missbraucherzahnarzt mir ab 18 immer wieder ins Gewissen redet, dass ich meine Weisheitszähne ziehen soll.
  • Der Missbraucherzahnarzt, nachdem ich einwillige, sagt, dass er den Eingriff gar nicht selbst macht, sondern, dass er mich hierfür weiterschickt (der Missbrauchte wurde schon in diesem Fall von den Missbrauchereltern weitergeschickt und wird jetzt noch einmal weitergereicht).
  • Der Weisheitszahnmissbraucher mir sagt, dass ich Glück hätte, weil die Krankenkasse den Fall übernehmen werde, aber eigentlich damit meint, dass es schwierig ist die Weisheitszähne überhaupt zu entfernen, weil sie (noch) so nah beim Kiefer sind.

Niemand hat mir gesagt, dass man einen solchen Eingriff gut überlegen sollte, geschweige denn was die Risiken davon sind.

Das macht mich auch wütend.

Was kann ich daraus Positives gewinnen?

Diese Beschwerden sind so offensichtlicher Natur, dass ich mir kritische Fragen stellen muss, welche ein noch viel grösseres und drastischeres Unglück offenbaren.

Insofern könnte man sagen, dass mich die von der Operation betroffenen Zähne tatsächlich weise gemacht haben.

Ich empfinde Truur.

Ich han Angst. Chanich irgendöppis für dich tue? NEI, SCHRIB DIN TEXT KOLLEG.

Eine Theorie

Wenn man über längere Zeit in einer spezifischen, alltäglichen Situation Angst empfindet wie zum Beispiel Angst haben vor einer Person oder Angst haben Angst zu zeigen, dann gewöhnt man sich an die Angst. Aus irgendwelchen Gründen hat man nicht gekämpft und ist nicht geflohen. Also gewöhnt man sich an die Angst. Aber wenn die Angst normal wird, wie soll man dann überhaupt noch erkennen, dass man Angst hat, oder ob man Angst hat? Man kann es nicht. Auch im Weltall gewöhnt man sich irgendwann an die Schwerelosigkeit und dann merkt man es irgendwann gar nicht mehr, dass es eigentlich etwas Spezielles, Aussergewöhnliches ist. Ergo kann man ziemlich bald die Angst gar nicht mehr erkennen. Man verhält sich so, als ob es Angst gar nicht geben würde.

Ich empfinde Truur

«Wurde ca. 2008 von meinem Zahnarzt für Weisheitszahnentfernung zu ihm geschickt. Nachdem er ein Röntgenbild gemacht hatte, sagte er, dass ich Glück hätte, weil die KK den Fall bezahlen würde. Heute würde ich sagen, dass ich Pech hatte, weil beim Eingriff meine rechte Kiefermuskulatur nachhaltig geschädigt wurde. Kiefer knackst jeden Morgen und kauen geht hauptsächlich links + weitere Beschwerden. Ich würde nie in meinem Leben wieder dorthin gehen.»

Michel am 19.1.2025 auf Google Rezensionen.