– Han ich Angst? Ja

Vor was?

Vor Lohnentzug und Lohnabzug.

Beides hat mir C schon mehrmals angedroht.

Ich arbeite schon über 90% meiner Gesamtarbeitsdauer 45%, aber einen schriftlichen Vertrag habe ich nur über 40%.

Dies schürt bei mir die Angst, dass mir schliesslich die Beweise fehlen, falls es einmal tatsächlich zu einem Lohnabzug kommt.

Ich habe Angst, dass C dann argumentieren würde, dass ich mir die Löhne jeweils selber ausgezahlt habe, er mich aber zu 40% angestellt habe und ich mir deswegen ungerechtfertigterweise 45% ausgezahlt habe.

Sehr geehrter C

Ich respektiere deine Entscheidung Berufsbeiträge bei Mitarbeitern abzuziehen, auch wenn sie mehr als 30 Tage arbeitsunfähig sind. Aber ich kann den betroffenen Mitarbeitern 1, 2, 3 und 4 nicht in die Augen schauen und sie guten Gewissens z. B. um neue Arbeitsunfähigkeitszeugnisse anfragen. Für mich wäre das verlogen und ungerecht. Vielen Dank für das Verständnis.

Ich han Angst

Ich habe mich heute geweigert die Löhne zu bezahlen, weil mein Chef C bei mehreren betroffenen Langzeitkranken oder Langzeitverunfallten sich geweigert hat..

  • den betroffenen Mitarbeitern die Berufsbeiträge dieses Monates nicht mehr vom Lohn abzuziehen
  • bereits fälschlicherweise früher abgezogene Berufsbeiträge zurückzuerstatten.

Grob gesagt wäre die Regel, dass wenn jemand länger als 30 Tage arbeitsunfähig ist, man ihm keine weiteren Berufsbeiträge abziehen darf.

Ich han Angst

Beim letzten Lohnlauf habe ich bei einem neuen Mitarbeiter seinen ersten Monatslohn so angepasst, dass ein Neulingsabzug mit drin war. Dieser Neulingsabzug habe ich gemacht, weil mein Chef dies so verlangte.

Die Logik hinter diesem Abzug versuche ich an einem Beispiel zu erklären: Man sagt, dass jemand zum Beispiel im Januar nur 24 Tage gearbeitet hat, wenn er am 1. Januar begonnen hat und das Lohnabrechnungsdatum der 24. Januar ist.

Um dies lohntechnisch umzusetzen, überschreibt man die Berechnungen der Software, welche den vollen Monatslohn ausbezahlt hätte.

Bei mir persönlich wurde das nicht gemacht, aber bei mehreren anderen, die seither gekommen sind.

Ich finde diese Praxis unfair und wahrscheinlich auch nicht rechtens. Vor allem deshalb, weil ich weiss, dass bei einer Person, welche die Unternehmung nach kurzer Zeit wieder verlassen hat, dieser Abzug nicht wieder zurückgegeben wurde. Insgesamt wurden dieser Person also einfach 6/30 eines Monatslohnes nie ausbezahlt.

Die betroffene Person hat uns dann kontaktiert und wollte wissen, was hier los sei. Die Aufgabe ihm das zu erklären, wurde mir übertragen. {Empfinde ich Wuet? Ja.} Ich habe das dann gemacht. {Ich empfinde Truur.}