Vielleicht habe ich mehr Angst als andere.
Aber das spielt keine Rolle.
Was eine Rolle spielt, ist, dass ich mit meiner Angst arbeiten will. Denn diese Angst gibt meinem Leben einen Sinn.
Ich leide unter einer Wörterphobie
Diese Webseite ist die Konfrontationstherapie
Vielleicht habe ich mehr Angst als andere.
Aber das spielt keine Rolle.
Was eine Rolle spielt, ist, dass ich mit meiner Angst arbeiten will. Denn diese Angst gibt meinem Leben einen Sinn.
Am Anfang wurde mein Körper vergewaltigt.
Dann habe ich meinen Körper selbst vergewaltigt.
Mit ca. 21 Jahren hat mich mein Zahnarzt für die Weisheitszahnentfernung angemeldet. Ich war damals noch ein komplettes Opfer und wollte immer zeigen, dass ich stark und mutig bin. Ich konnte keine Schwäche zeigen und so habe ich natürlich eingewilligt.
Heute bereue ich jedoch, es getan zu haben. Auch bereue ich, dass mir mein Zahnarzt bei einem der vorderen Zähnen eine weisse Masse herausgespitzt hat, weil seither die Füllung schon mindestens zwei Mal herausgefallen ist und ich nun wesentlich weniger hübsch aussehe (es noch ein drittes Mal reparieren zu lassen, kotzt mich an).
Zu meinem Zahnarzt zu gehen, fühlte sich für mich an, wie ein Lamm, das zum Metzger geht. Immer hat er irgendetwas gefunden und sofort behandelt. Ich war komplett ahnungslos und habe mir neben Vorwürfen, immer auch noch Selbstvorwürfe gemacht: «Warum schaffe ich es nicht keine ‚Löcher‘ zu haben?» etc. Ich habe auch das Gefühl, dass der Zahnarzt jeweils nach Alkohol gestunken hat. Nie wurde ich für irgendetwas gefragt, höchstens überredet. Ok. Diese Aussage ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber ich fühlte mich auf jedenfall nicht ernst genommen und jeweils überrumpelt.
So, dann ging ich dann halt zum Weisheitszähneziehen.
Zuerst war ich überrascht, dass er es nicht selber machen wollte. Also musste ich, wohl oder übel, jetzt, nachdem ich eingewilligt hatte, zu einem anderen Typen gehen.
Dort angekommen, sagte dieser mir nach dem Röntgen, dass ich Glück hätte, da die Krankenversicherung den Eingriff bezahlen würde, da die Weisheitszähne extrem nahe beim Kiefer liegen. Wenn ich diese Zeilen schreibe, kommt bei mir eine unglaublich grosse Wut hervor. Das Schreiben fällt mir schwer.
Aber ich denke, dass das Schreiben hilft.
Also, das ‚Glück‚, das ich hatte, kann man wohl am ehesten mit dem Glück des ‚Hans im Glück‚ vergleichen. Also, wie ging die Geschichte weiter?
Sofort wurden mir Weisheitszähne gezogen. Wahrscheinlich auf einen Klacks zwei.
Ein paar Wochen oder Monate später, ging ich dann noch ein zweites Mal hin; für die zweite Entfernung.
So genau kann ich mich nicht mehr erinnern, da das alles schon ca. 18 Jahre zurückliegt.
Übrigens: Beim Schreiben dieses Textes fällt mir auf, dass meine Bauchmuskulatur extrem angespannt ist. Ist wohl ein Thema, dass eine körperliche Reaktion auslöst, wenn ich darüber schreibe.
Aber was waren die Nachwirkungen der zwei Operationen? Es geht mir nicht darum, genau zu beschreiben, was war, sondern den Weg zu heute, mit Bezug zu meinen heutigen Beschwerden, zu beschreiben.
Der Kiefer rechts knackt seither immer beim Kauen. Vor allem am Morgen.
Links wie rechts haben sich nach der Operation am Unterkiefer hinten unten und oben hügelförmige Knochenausbuchtungen gebildet.
Den Druckausgleich kann ich rechts viel schlechter ausführen als links. Grundsätzlich habe ich auch oft das Gefühl, dass sich im rechten Ohr ein Druck befindet, welcher nicht weggeht. Auch habe ich das Gefühl, dass ich auf diesem Ohr (rechts), grundsätzlich, schlechter hören kann und glaube, dass dies eine Konsequenz der Weisheitszahnentfernung ist.
Im Winter sind meine Zähne oben rechts oft kälter als die anderen, was ich als unangenehmes Gefühl empfinde. Diese Folge ist für mich logisch, weil es, beim hintersten Zahn oben rechts, es nach dem letzten Zahn steil bergauf geht und es nicht wie auf der linken Seite eine leicht abfallende Gewebeverbindung gibt, welche die Zähne mit Blut etc. versorgt.
Nach diesen Erfahrungen ging ich ein paar Jahre nicht mehr zum Zahnarzt und danach hatte ich plötzlich extrem viele Löcher. Einfach mir selbst die Schuld zu geben. Aber ich hatte, grundsätzlich, meiner Meinung nach, immer eine sehr gute Zahnhygiene und so war mir diese plötzliche Häufung von Löchern zuerst ein Rätsel. Aber ich glaube, dass ich erst nach der Weisheitszahnentfernung Probleme mit Essensresten zwischen den Zähnen bekam, und dieses Problem überrumpelte mich mitte zwanzig völlig. Mein Zahnarzt war in der Zwischenzeit in Pension und ich ging nun zu seinem Nachfolger. Der sah sofort die Pendenzen und so flickte er wieder munter darauf los. Dies ist kein Vorwurf, aber, dass ich einfach komplett ahnungslos war und mich ausgeliefert fühlte, ist ein Ausdruck meines retrospektiv empfundenen Gefühlsempfindens.
Man geht zum Zahnarzt. Der röngt. Sagt dann, was er vorhat, er macht es und dann kommt eine Rechnung.
Leider ist die Geschichte hier noch nicht zu Ende. Oder sollte ich besser sagen: Leidensgeschichte?
Mein Biss ist seit den Weisheitszahnentfernungnen nur noch einseitig. Das heisst, dass der Bissimpuls von links ausgeht und die rechte Kieferseite mehr oder weniger einfach mitschwingt.
Weiter habe ich das Gefühl, dass sich der ganze Unterkiefer sich ein bisschen nach vorne verschoben hat. Jedoch nicht gleichmässig und daraus entstanden ist eine neue Bisskonstellation. Das heisst, dass meine Zähne, seither, meiner Meinung nach, anders zusammenfallen und zwar so, dass sich zwei Eckzähne beim Kauen immer berühren. Über die Jahre hinweg erodierten die beiden so weit, dass sie nun fast aneinanderpassen. Leider ist dabei so viel Zahnmaterial verloren gegangen, dass sich schon bloss ein Schmerz einstellt, wenn ich mit der Zunge über den oberen linken Schneidezahn fahre.
Zum allem Unglück leide ich heute noch unter einem anderen Problem: Bei vielen Zähnen und bei einigen sehr ausgeprägt, habe ich freigelegte Zahnhälse. Diese sind sehr sensibel und verursachen regelmässig Schmerzen. Diese Schmerzen schränken mich unter anderem dadurch ein, dass ich auf gewisse Lebensmittel verzichte (vor allem säurehaltige Lebensmittel).
Auch habe ich sogenannte Zahnfleischtaschen, welche gemäss meiner letzten Zahnärztin über 5mm tief sind. Sie sind voller Eiter. Diesen kann ich mit den Fingern aus den Taschen drücken. Nach ca. sechs Stunden sind die Taschen aber wieder gut gefüllt.
Eine Theorie:
Wir können unsere Angst nicht beeinflussen.
Abgesehen von einer körperlichen Abhängigkeit versuche ich mir Alkoholkonsum und das Inhalieren von irgendwelchen Stoffen folgendermassen zu erklären:
Das ‚Nuggeln‘ an einer Flasche, einem Glas, Becher oder einer Dose sowie das Trinken und Herunterschlucken erinnert uns unbewusst an unsere eigene Stillzeit, in der wir als Baby Muttermilch tranken und uns sicher und zufrieden fühlten.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Bin ich der Geist oder die Psyche?
Ich bin ich die Psyche.
Bin ich krank?
Nein.
Weisst du warum Demuth und Selbstbewusstsein Brüder sind?
Weil beides impliziert, dass man nicht alles kontrollieren kann.
Selbst ist der Körper.
Ich vertraue meinem Körper.
Ich habe Selbstvertrauen.
If I support UKRAINE,
RUSSIA will lose.
If RUSSIA loses,
IRAN loses as well.
If IRAN loses,
ISRAEL will win.
If ISRAEL wins,
GAZA will lose.
Dies ist eine Theorie und diese soll nicht dazu dienen irgendjemand zu diskreditieren. Es ist bloss ein Gedankenspiel:
In meiner Familie wurde nie über irgendetwas Negatives gesprochen. Das hat mir Angst gemacht.
Habe gerade wieder einmal ein Interview mit Herrn Daniel Lampart gehört.1 Ich möchte nicht sagen, dass ich politisch genau auf seiner Linie bin. Aber die Art und Weise wie er spricht, lässt bei mir irgendwie das Herz hüpfen. Vielleicht ist es die Betonung. Egal. Ich hörte ihm gerne zu. Und genau wie er unterstütze ich die Forderung nach acht Wochen Ferien für Lernende.!
Gib deinen Gedanken Platz.
Ich habe viel Angst. Angst heisst Angst vor dem Sterben. Leute fragen mich warum ich so oft Angst habe.
Die Antwort ist, weil ich oftmals andere Menschen geschlagen oder abgewertet habe. Ich habe Angst zu sterben, weil ich keine Grenzen kenne.
Finde ich schade. Trauer.
War schön. Danke.
In der <20 Minuten> Gratiszeitung habe ich die Geschichte von Herrn Vasily Naryshkin durch mehrmalige Berichterstattung ein bisschen kennengelernt. Ich würde sie folgendermassen zusammmenfassen:
Ein junger Russe will in Russland dem Militärdienst entgehen und flieht hierfür in die Schweiz. Doch das reicht nicht für einen positiven Asylentscheid:
«Gestern lief die Frist ab, während der er nach Ablehnung seines Asylgesuches freiwillig das Land hätte verlassen können.»1
Ich finde es sehr brutal diesem jungen und sympathischen Menschen in diesem Land keine offizielle Chance zu geben. Dies macht mich betroffen, traurig und nachdenklich. In diesem Beitrag geht es um Vasily. Doch stellvertretend für ihn, könnte man viele Menschen nennen.
Es gibt viele Menschen, die gerne in der Schweiz leben würden.
Aber sie dürfen nicht.
Wieso?
Wenn alle Menschen sofort in die Schweiz kommen könnten, welche gerne hier leben möchten, würde sich die Schweiz wahrscheinlich von einer Sekunde auf die andere verdoppeln.
Empfinde ich Trauer?
Ja.
Noch ein kleiner Nachtrag zum ersten Tag in der Ukraine. Wir sind mitten durch riesige Wälder gefahren. Ich liebe Wälder und die Wälder, welche es hier im Flachland der Schweiz gibt, sind so klein, dass ich mich wundere, dass es darin überhaupt Wild gibt. Klammer geschlossen.
Die Strasse wurde grösser, mehr Verkehr. Es ging gegen Kiew zu. Ganz scheu, versuchte ich Zurken zu verstehen zu geben, dass ich mir gerne die Stadt Kiew anschauen würde. Die Antwort war kurz:
«Ich mag keine Städte.»
Zurken, Reise 2012
Ich fühlte mich nicht gesehen und nicht gehört. Ich hatte für meine Reise drei Monate eingeplant und wollte nicht schon in einer Woche die Hälfte absolviert haben.
Gegen Abend erreichten wir Kiew, welches ich nur von der Autobahn ein bisschen erahnen konnte. Wir fuhren einfach daran vorbei. Zurken suchte uns einen Schlafplatz auf der anderen Seite des Flusses. Seine Idee: Hinter einer Tankstelle in einem Agglo-Gebiet. Dann kamen plötzlich zwei Männer und verwickelten uns in ein Gespräch. In schlechtem Englisch stellten sie eine normale Frage. Doch schon bald wurde uns die ganze Sache unheimlich, denn die Männer schienen gar nicht an uns interessiert gewesen zu sein. Kurz bevor es zu einem Handgemenge zwischen mir und einem der Männer kam, rannte ich weg zur Vorderseite der Tankstelle. Dort standen ein paar junge ukrainische Männer (ca.18-22 Jahre alt). Ich sagte ihnen hastig und bestimmt, dass ich sofort ihre Hilfe brauchte. Sie folgten mir sofort und so rannten wir alle gemeinsam hinter die Tankstelle. Dort war Zurken wahrscheinlich auch in Bedrängnis geraten. Den Campingtisch wieder im Auto. Zurken und ich springen ins Auto und düsen davon…
Ich bin diesen hilfsbereiten jungen Ukrainer bis heute unendlich dankbar für ihre Hilfe. Ich denke, dass, ansonsten, die Sache zumindest für Zurken hätte böse enden können.
Lieber Zurken, hast du zu meiner Version noch etwas hinzuzufügen?
Liebe Grüsse
Letzten Dienstag hatte ich den Arzttermin wegen Tumorverdacht bei der Augenbraue vereinbart. Diesen Dienstag hatte ich mir die Hirntumortheorie ausgedacht. Montags ist der einzige Tag an dem ich ganztags arbeite.
Ich denke, dass viel Menschen angstgestört sind (Angst vor gewissen eigenen Gefühlen haben, weil diese traumatisiert sind). Insbesonders ältere Menschen. Warum? Weil man früher weniger über Gefühle redete und die Gemeinheiten an der Menschheit ausgeprägter waren (Verdingkinder, Krieg in Europa, Stigmatisierung psychischer Phänomene, Ausgrenzung von Minderheiten wie Homosexuellen oder Fahrenden, sexuelle Missbräuche in der katholischen Kirche etc.).
Die Wahrscheinlichkeit, dass ältere Menschen Angst vor gewissen eigenen Gefühlen haben und sich dieser nicht bewusst sind, ist meiner Meinung nach gross.
Wenn jetzt also zum Beispiel ein ihnen fremder Mensch sich bei ihnen telefonisch meldet, würde ihnen das wohl wie jeder anderen Person Angst machen. Dann kommen aber sofort die Bewältigungsmechanismen zum Verdrängen der Angst zum Zug:
Bewusste:
Unbewusste:
Der Schlüssel zu den Gefühlen liegt darin seine Gedanken zu respektieren.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Stellen Sie sich vor, dass Ihnen ein Haus gehört. Jedes Mal, wenn Sie ein Wort benutzen, öffnet sich eine Türe. Sie benutzen alle relevanten Wörter. Somit haben Sie Zugang zu allen Zimmer. Sie betreten diese ohne Angst. Denn Sie wissen, dass Sie gestern auch schon drin waren. Sie wissen wie die Zimmer (alle) aussehen, sie wissen, wann sie welches das letzte Mal geputzt und gestaubsaugt haben. Sie wissen, welches Mobiliar und welche Gegenstände sich darin befinden.
Wenn Sche spricht, schenke ich ihm meine Aufmerksamkeit. Wenn Sche nicht spricht, schenke ich EL meine Aufmerksamkeit – oder ich schlafe.
Niemand weiss, was der Sinn des Lebens ist.
Höre deinen Gedanken zu.
Als Kind hatte ich immer Angst vor Hexen.
Vor welcher Hexe hatte ich wohl Angst?
Eine liebe Mutter. Aufmerksamkeit. Vater kommt. Keine Aufmerksamkeit. Ein latent aggressiver Vater, der einem jederzeit grenzüberschreitend angreifen kann. Keine Mutter.

Früher gab es eine Zeit in der es besser war nicht auf Sche zu hören. Mit der Zeit habe ich Sche vergessen. Dann war ich ein orientierungsloser Mensch. Mit dem Geist kann man die Theorie verstehen. Doch nicht die Praxis. Heute versuche ich einen Dialog mit mir selber zu führen. Ich spreche mit Sche. Ich frage Sche. Ich höre Sche zu.
Habe ich Angst?
Ja.
Wow, wie mutig ist denn das, dass ich mich meiner eigenen Angst stelle?
Smiley mit grossen leuchtenden Augen..
Das Wetter war schön. Die Stimmung war gut. Wir tauchen in ein riesiges Land ein. In Lviv sehen wir im vorbeifahren eine unmoderne Stadt mit Pflastersteinen. Fast alle Autos scheinen uralt zu sein. Viele sind auch aus der Zeit der Sowjetunion und haben es kommerziell nie in die Schweiz geschafft. Durch die Stadt gefahren, sind wir nicht lange. Ausserhalb der Stadt sehen wir das neue, für die Fussball-EM gebaute, Stadion. Es glänzt silbrig und sieht schön aus. Alles ist unglaublich ländlich und die Natur wird omnipräsenter. An der Strasse fahren wir immer wieder an ganz kleinen Dörfern vorbei. Die Häuser sind dann einfach der Hauptstrasse entlang gebaut und es sieht nach einem gemütlichen, ruhigen Leben aus. Doch, wenn man Menschen auf den Felder arbeiten sieht, merkt man, dass die grossen Landwirtschaftsmaschinen noch nicht wirklich angekommen sind. Man sieht auch viele Pferde und Esel im Arbeitseinsatz. Ich bestaune alles und schiesse viele Fotos. Mir gefällt die Landschaft und die Einfachheit. Endlich einmal machen wir bei einem Restaurant halt und wir essen traditionell ukrainisch. Es ist lecker. Es gibt dort auch einen kleinen See um den ich alleine herumspaziere. Ich überlege mir, wie es wäre, eines Tages hier zu wohnen. Ein einfaches und ruhiges Leben. Am Abend halten wir an einem eher kleinen Hotel. Zurken übernachtet im Auto und ich gönne mir das Hotelzimmer. Ich geniesse es meine Ruhe zu haben und endlich wieder duschen zu können und ein richtiges Bett zu haben.
Das nächste, was mir zu unserer Reise einfällt, ist die Polnisch-Ukrainische Grenze. Polen war für mich schon extrem exotisch, aber was mich nun erwartete, war die völlige Ungewissheit. Wir übernachteten gerade nach der Grenze auf einem Parkplatz in der Nähe einer Tankstelle. Es war schon dunkel und ich lief ein bisschen umher. Auf der Hauptstrasse zwischen Polen und der Ukraine gab es viele Holzhütten. Eine war noch geöffnet und man konnte dort unter anderem irgendwelche Lebensmittel kaufen und was mir in Erinnerung geblieben ist, sind die vielen offenen Bonbons (einzeln verpackt), die angeboten wurden. In der Holzhütte herrschte ein dämmriges Licht und ich wunderte mich, was der nächste Tag erhellen würde.
Deswegen hat der Körper Angst. Der Geist kannte früher keine Angst. Deswegen konnte ich das nicht begreifen.
Ich hatte gerade eine Panikattacke währendessen ich alleine bei mir zu Hause am Computer sitze und meine Buchhaltung mache.
Das Urvertrauen bedeutet, dass man dem Leben eine gewisse Lockerheit entgegenbringt. Es ist wie es ist, weil es in Ordnung ist, wie es ist.
Wenn es aber für eine längere Zeit wirklich nicht in Ordnung ist, wie es ist, dann verändert sich etwas. Die Psyche versucht sich vor der Realität zu schützen, indem sie den Denkmotor anlässt. Die Gedanken werden stärker als die Gefühle und die Gedanken können die Situation bedingungslos schönreden. Diese Gedanken können zum Beispiel sein: Die Welt da draussen ist gar nicht so schlecht, sondern nur du bist es. Aha, dann ist die Welt da draussen ja gar nicht so schlecht und ich kann gut damit leben…
Seitenhieb: Auf diesem Level ist Zurken.
Männer haben keine Angst.
Frauen wissen nicht, dass sie Angst vor Männer haben.
..ging ich davon aus, dass ich nicht in Ordnung sei. Dass ich nur so sein sollte, wie es mein Vater wollte. Dieses Weltbild impliziert, dass ich für mein Wesen und meine Taten, sogar für meine Gedanken verantwortlich bin. Heute weiss ich, dass ich einfach bin. Sozusagen der Zuschauer eines Films, den man mein Leben nennen könnte. Deswegen kann ich ihm auch vergeben, was er mir angetan hat. Weil er keinen Einfluss darauf hatte.
Der Körper darf sich selbst krank machen, der Körper darf sich selbst zerstören. Der Körper darf sterben. Es ist sein Leben.
Warum ich Angst vor mir selber habe.
Weil meine Eltern Angst vor mir haben.
Warum haben meine Eltern Angst vor mir?
Weil sie Angst vor mir selber haben.
Meine Mutter hat sich kürzlich von mir distanziert.
Damit hat sie ihre eigene Angst vor sich selbst überwunden.
Damit hat sie mir Grenzen gesetzt.
Diese Grenzen geben mir Halt.
Ich empfinde weniger Angst vor mir selber, weil ich von meiner Mutter lernen kann, dass es auch ohne geht.
«Elvis sieht einen Mann, denkt, dass dieser gut aussieht. Denkt dann, dass er wegen diesem Gedanken vielleicht schwul sein könnte und bekommt dann Angst».
interpretiert/indirekt zitiert aus Minute 2:46-3:30 vom Interview
Elvis wollte nicht schwul sein.
Er glaubt es auch nicht. Von nun an versucht er diesen Gedanken zu verdrängen, ja sogar zu bekämpfen.
Erst als er einen konkreten Umgang mit seiner Angst zu finden versucht, verschwindet der Zwangsgedanke, dass er schwul sein könnte.
Elvis ist nicht homophob. Aber der Gedanke schwul zu sein, löst bei ihm Angst aus.
Retrospektiv kann Elvis zu dem Moment, als er den Mann gesehen hat, bei welchem er gedacht hat, dass er gut aussieht, zurückschauen und sagen:
«In diesem Moment kam die Angst und diese Angst ging einfach nicht mehr weg.»
Interpretiert/indirekt zitiert aus Minute 05:25-05:30 vom Interview
Ich gehe davon aus, dass Elvis vor der Zeit als er den Zwangsgedanken hatte, angstgestört war. Dass heisst, dass er kein bewusstes Verständnis von seinen Ängsten hatte. Somit möchte ich sagen, dass ihm seine Zwangsgedanken den Weg dazu geebnet haben.
Das besagte Interview findet man unter https://www.srf.ch/audio/rehmann/meine-gedanken-wollten-mir-meine-identitaet-rauben?id=180a10fb-920b-4688-82b7-86b490ba0199#autoplay , zuletzt abgerufen von mir am 28.05.2025.

Als Kind habe ich mindestens in Anwesenheit meines Vaters zu wenig positive Aufmerksamkeit bekommen. Weil ich Angst vor der negativen Aufmerksamkeit meines Vaters hatte, habe ich mich zurückgezogen und auch keine positive Aufmerksamkeit eingefordert. Ich wollte dies kompensieren, indem ich selbst Dinge erreichen würde, auf welche ich selbst stolz sein konnte. Zum Beispiel mit weniger Nahrung als die anderen auskommen.
Ich habe soeben deine Benutzerrechte eingeschränkt. Nun kannst du Beiträge nur noch einreichen und nicht mehr direkt veröffentlichen. Ich habe das als allgemeine Vorsichtsmassnahme gemacht, um rechtliche Probleme eher verhindern zu können.
Übrigens; zum Thema Kategorien und Schlagworte:
Du kannst die Kategorie sowie die Schlagworte für deine Beiträge frei wählen. Wenn du willst, dass deine zukünftigen Beiträge auch weiterhin in der Kategorie ‚Konversation MiSchEL-Zurken‘ erscheinen, dann einfach diese Kategorie anwählen. Falls du es nicht schaffst diese anzuwählen oder du eine neue Kategorie/neues Schlagwort für einen Beitrag haben willst, einfach am Ende des Beitrages diese Info vermerken, damit ich dies für die jeweiligen Beiträge richtig umsetzen kann.
Falls du keine andere Kategorie als die ‚AAStandardkategorie‘ angewählt hast und keine Anmerkungen vorgenommen hast, werde ich die Kategorie ‚Konversation MiScheEL-Zurken‘ anwählen.
Früher hatte ich Angst vor Angst, Wut und Trauer. Wahrscheinlich noch immer. Weil ich Angst vor Angst, Wut und Trauer habe, habe ich sehr sehr oft Angst. Vielleicht habe ich auch noch Angst vor anderen Gefühlen. Vielleicht habe ich grundsätzlich Angst vor Gefühlen. Es ist eine grosse Erkenntnis zu erkennen, dass ich unter Angst leide. Ich leide unter Angst. Angst vor meinen Gefühlen. Nicht nur, aber allzuoft. Diese Angst vor meinen Gefühlen ist eine Angst vor mir selber. Dies ist eine zweite grosse Erkenntnis. Früher mag diese Angst berechtigt gewesen sein, aber heute bin ich handlungsfähig. Das heisst, dass ich mich vor Gefahren wehren kann. Ich weiss, dass ich meine Gefühle verteidigen kann. Ich bin handlungsfähig und weiss, dass meine Gefühle wertvoll sind. Es gibt aber nicht diese und jene Angst. Es gibt nicht die gute und die falsche Angst. Es gibt nur die Angst. Diese umarme ich. Gefühle zu haben, bedeutet zu leben. Ich lebe mit meiner Angst auch wenn mir diese heute oft irrational erscheint. Ich würdige sie und danke ihr: Danke!
Der Gedanke Angst, Wut, Trauer, Depression assoziere ich mit dem Tod. Weil ich Angst vor dem Tod habe, spreche ich nicht darüber. Deswegen
Am nächsten Tag fuhren wir hauptsächlich auf der Autobahn von Deutschland nach Polen in Richtung Südosten. Ich war zum ersten Mal in Polen und bestaunte alles, obwohl man ja eigentlich von der Autobahn nicht so viel sieht. Irgendwann gingen wir davon weg. Und ich durfte das erste Mal fahren. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dir das nicht so gefiel. Und es sollte das letzte Mal gewesen sein. Ich kann mich noch an ein polnisches Restaurant erinnern, aber weder dass wir drin waren noch dort gegessen hätten (habe gerade Hunger). Egal. Am Abend waren wir wieder auf der Autobahn, aber dieses Mal ging es ca. auf der Höhe von Krakow nach Osten oder sogar Nordosten? Ich kann mich daran erinnern, dass die Sonne auf unserer Fahrt genau hinter uns lag. Westen war genau die Richtung in welche wir nicht fuhren. Es war eine schöne Abendstimmung. Übernachtet haben wir auf einem Raststättenparkplatz. Ich ging in den Imbiss und schaute dort an der Bar den Champion’s League Final bis sie mich um ca. 10.00 Uhr hinausschmiessen, weil die Öffnungszeit abgelaufen war.
Am nächsten Morgen machte ich wieder Katzenwäsche. Es war das zweite Mal hintereinander.
Sprechen ist die Verbindung zwischen Körper und Geist. Schreiben auch.
Gedanken sind Gedanken. Gedanken sind immer Gedanken. Gedanken sind nie etwas anderes. Dies hier sind Gedanken, die mein Körper in ein Gerät tippt.
Ich höre mir gerade einen Podcast zu diesem Thema an. Das Thema berührt mich gerade sehr. Dies weil ich glaube, dass ich auch davon betroffen war. Von ca. 2012-2020 habe ich wahrscheinlich zu wenig Kalorien zu mir genommen. An etwas kann ich mich dabei besonders erinnern; An die Spaghettiportionen, die ich mir jeweils machte. Sie waren etwa drei Mal kleiner als die, die ich heute mache. Dass ich eine Verhaltensstörung hatte, hätte ich niemals geglaubt.


Wenn Sche spricht, höre ich ihm zu. Denn ich bin sein Vater. Wenn EL tut, dann schaue ich ihm zu. Denn ich bin sein Vater.

Wie ich angstgestört wurde:
Ich habe mir gedacht, dass mich mein Vater umbringt, wenn ich nicht dies und das tue.
Der Gedanke wurde dann zu einem Reflex und hat sich auf alles ausgeweitet.
Oftmals wenn wir zusammen sind, habe ich das Gefühl, dass du damit beginnst mich abzuwerten. Warum solltest du dies tun? Vielleicht weil du Angst bekommst. Eine Ausdrucksweise von Angst ist Kampf. Warum solltest du vor mir Angst haben? Vielleicht, weil du auch vor deinem Vater Angst hattest. Vielleicht auch zurecht. Und weil du die Erfahrung gemacht hast, dass man vor dem Vater Angst haben muss, willst du mich sozusagen vertreiben. Sozusagen also, um mich vor dir zu schützen. Dementsprechend hättest du also Angst vor dir selber.
Wenn man Angst oder die Todesangst grundsätzlich in seinem Leben verleugnet, kommen Phobien. Ihr Ziel ist es dem Geist (auf eine schonungsvolle Art?) verständlich zu machen, dass Angst vor dem Sterben vorhanden ist.
Wie ich gerade aus der Sendung von SRF ‚Echo der Zeit‚ vernommen habe, hat Afghanistan angeblich das Spiel Schach verboten.
Hoffentlich verbietet die Schweizer Regierung nicht das Bloggen.
Dies ist der Titel eines Artikel, welcher angeblich am 6.4.2016 auf https://www.fritzundfraenzi.ch/erziehung/kinder-brauchen-anerkennung-und-nicht-lob/ erschienen ist. Autor des Artikels ist Jesper Juul. Ich veröffentliche diesen Beitrag einzig und alleine deshalb, weil mir dieser Titel gefällt.
«Ich habe mir gedacht: Es darf ALLES passieren, auch der Tod. Alles, was kommt, ist richtig. Alles, was passiert, ist das, was auch passieren soll. Dann hat man keine Angst und man kann die Reise genießen. So geht es mir auch mit dem Leben: Alles, was kommt, ist richtig.»
Zurken am 13.05.2025 um 00.44 Uhr
Ich glaube nicht, dass man sich einfach einmal etwas denken kann und dann bleibt das für immer und ewig. Ich glaube nicht, dass es deinem Körper egal ist, ob er tot oder lebendig ist. Vielleicht kannst du dir so etwas denken. Ich glaube aber nicht, dass du deine Gedanken bist. Sie sind nur ein Teil von dir.
Wenn ich (Mi) Sche Fragen stelle, beantwortet er sie. Wenn ich ihm die richtigen Fragen stelle, dann ist er mit EL verbunden. Dann sind wir Mi–Sche–EL.
Leben bedeutet demgegenüber was Sche sagt tolerant zu sein. Tolerant zu sein, wenn Sche nichts sagt. Positiv zu denken über das, was EL tut.
Bin ich traurig? Ja.
Habe ich Minderwertigkeitskomplexe? Ja.
Brauche ich viel Aufmerksamkeit? Ja.
Macht mir Aufmerksamkeit Angst? Ja.
Bin ich depressiv? Ja.
Wird sich das je ändern? Nein.
Bin ich sensibel? Ja.
Scheint das alles irgend einen Sinn zu machen? Nein.
Scheisse.
Was mach ich jetzt den ganzen Tag?!?!?!?!
Dies ist ein Alarm. Achtung. Gefahr droht.
In diesem Moment brennt mein Darm innerlich. Bildlich gesprochen fühlt sich der Darm wie glühende Kohlen an.
Dies ist nicht das erste Mal. Aber ich mache mir ziemliche Sorgen, weil die Stuhlgangfrequenz in den letzten Tagen erhöht war: Mittwoch 18.00 Uhr, Donnerstag 14.00 Uhr und Freitag 12.00 Uhr. Gründe für die Alarmstufe 4/5 könnten meiner Meinung grundsätzlich Stress sein sowie das Essverhalten. Gestern habe ich zum Beispiel 0.5l Cola Zero getrunken sowie ein proteinhaltiges Fleischersatzprodukt konsumiert. Währenddem ich diesen Text schreibe, bemerke ich wie sich die Kohlen abkühlen. Trotzdem belasse ich als Warnung und Denkzettel den Text so wie er ist.
Zu verstehen, dass wir nicht in der Lage sind eine Antwort auf diese Frage zu bekommen.
| Viele Menschen setzen sich keine Ziele, weil sie Angst vor der Reaktion von sich selber haben, wenn sie das Ziel nicht erreichen. | Stell dir einmal vor wir könnten unsere Körper steuern. Rein Hypothetisch. Würdest du es machen? Nein. Warum nicht. Schuster, bleib bei deinen Leisten. |
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen..
Wenn ich (Mi) Sche Fragen stelle, beantwortet er sie. Wenn ich ihm die richtigen Fragen stelle, dann ist er mit EL verbunden. Dann sind wir Mi-Sche-EL.
Wenn du dir deiner Angst bewusst bist, musst du dir keine Sorgen machen, denn du weisst, dass der Körper sich mit Kämpfen, Flucht oder Erstarren adäquat gegen potentielle Gefahren wehren wird..
| Viele Menschen setzen sich keine Ziele, weil sie Angst vor der Reaktion von sich selber haben, wenn sie das Ziel nicht erreichen. | Stell dir einmal vor wir könnten unsere Körper steuern. Rein Hypothetisch. Würdest du es machen? Nein. Warum nicht. Schuster, bleib bei deinen Leisten. |
Viele Menschen setzen sich keine Ziele, weil sie Angst vor der Reaktion von sich selber haben, wenn sie das Ziel nicht erreichen.
Hast du (manchmal) Angst vor dir selbst?
Mein Körper hat Angst vor meinem Geist.
Jeder Mensch hat Angst. Angst ist ein natürliches Gefühl, welches uns vor dem Tode schützt. ‚Angst‘-traumatisierte Menschen sind sich ihrer Angst nicht bewusst. Damit fehlt wie ein Ventil. Die Angstgedanken, sozusagen das Abfallprodukt der Angst, summieren sich und führen zu einer blockierenden Wirkung.
Han ich Angst?
Ja.
Angst vor was?
Ich han Angst vor mir selber.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Angst vor was? Angst vor potentiell gesundheitlichen Konsequenzen eines Zeckenbisses!
War vor ca. sieben Stunden im Wald und hatte vorhin die ganze Zeit, währenddem ich einen Film schaute, an einer spezifischen Stelle an meinem Hoden herumgespielt. Ich dachte mir nichts dabei, ausser das es sich dabei um einen entzündeten Pickel handeln könnte. Zum Glück schaute ich es mir vorhin an. Es war eine ganz kleine Zecke. Sie war zu klein für meine Zeckenkarte, so dass ich sie kurzerhand mit einem Zahnarztcarfer herausriss. Ich hatte keine Geduld für lange Scherereien.
Will ich mich mit der Angst vor gesundheitlichen Konsequenzen durch den Zeckenbiss verbinden?
Ja.
..hast du mich in Leipzig abgeholt. Ich war extrem nervös. Ich wusste nicht, ob du kommst. Ich hatte diese Reise monatelange vorbereitet und nun stand ich da und wartete auf dich. Du kamst. Am selben Abend fuhren wir nach Dresden. In der Nähe der Altstadt hatten wir auf einem tollen Parkplatz unser erstes Lager. Es war ein schöner Parkplatz. Es war kein Parkplatz Parkplatz. Es war ein Platz in der Nähe des Flusses? Ein Freund von dir war auch dort. Er zeigte uns voller Stolz sein Hightech-Camping-Mobil. Unser Auto war einfach, aber auch einfach handzuhaben. Wir gingen sogar noch mit diesem Freund gemeinsam in die Stadt. Ich gönnte mir ein bisschen Zeit für mich selbst. Der erste Tag unserer Reise war vorbei.
Wenn man an etwas nicht denken darf, dann darf man es nicht sagen.
Wenn man etwas sagt, dann darf man es denken.
Eine Theorie:
Mein Vater hat mir schon seit Kindesbeinen immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich komplett von seiner Laune abhängig bin. Dies so, dass ich seine Laune von meiner Überlebensfähigkeit abhängig machte. Bis jetzt konnte ich sehr gut kurze Phasen der Angst überbrücken. Überbrücken könnte man auch ignorieren nennen. Doch über die Jahre hat mein Leistungsvermögen immer abgenommen. Vielleicht weil das Fass der Angst irgendwann voll war. Seit ein paar Jahren gestehe ich mir kognitiv ein, dass ich Angst haben könnte.

Ich war gerade auf der Schweinefarm und habe ein Schwein gesehen mit einer riesigen Fleischschwulst unterhalb des Bauches. Das muss genau an der Stelle sein, wo sich der Penis des Schweins befindet. Also hat sich beim eingezogenen Penis vermutlich eine Infektion ergeben, welche das ganze Gewebe derart vergrösserte. Ich gehe nicht davon aus, dass es sich dabei um einen Tumor handelt. Erstens, weil sich die Schwulst genau beim Penis befindet und zweitens, weil ich solch ähnliche Schwulste auch bei anderen Schweinen an der genau gleichen Stelle gesehen habe.


..du weisst, dass der Körper sich mit Kämpfen, Flucht oder Erstarren adäquat gegen potentielle Gefahren wehren wird.
Was ich ganz oben schreibe, muss nicht zwangsläufig etwas mit dir zu tun haben…
Ich freute mich sehr nach Wuppertal zu kommen. Dies weil ich bis dahin Westdeutschland noch sehr schlecht kannte. Wuppertal bleibt mir in sehr spannender Erinnerung. Die Häuser, die Ortsbilder, die malerische Landschaft und die unglaublich futuristisch aussehende Luftschwebebahn. Aber auch die vielen Obdachlosen und Betrunkenen, die am frühen Morgen unterwegs waren, machten einen Eindruck auf mich. Irgendwann kam ich dann zu dir und das erste was ich sah, war dein unglaublich cooles Mobil in einer sehr speziellen naturnnahen Farbe. Gleich nachdem wir die ersten Worte gewechselt haben, hast du mir gesagt, dass ich mitfahren dürfe.
> Seither ist er dort im Gefängnis.
Ist das deine Antwort auf meinen Eintrag über Ausreden? Dann muss ich mein Hirn ankurbeln, um herauszufinden, wie du das meinst. Herr Zurken, interpretieren Sie Michel! Meinst du damit, man sollte mich einsperren? Das wohl nicht.
Oder du meinst, wenn man eine Reise tut, muss man Angst haben, eingesperrt oder überfallen zu werden? Ja, stimmt. Kann alles passieren. Egal, was man tut, kann immer was passieren.
Wir beide hatten ja in Kiew eine Art Überfall, du erinnerst dich? Du hast doch cool reagiert, bist nach vorn gelaufen und hast Verstärkung geholt, und wir konnten wegfahren. Alles gut gegangen. Witzig war, dass du das vorausgesehen hast. Offenbar hattest du mal wieder Angst, und in dem Fall ist es tatsächlich passiert. Aber wenn man immer Angst hat, kann man so eine Reise nicht genießen, dann sollte man es besser lassen. Oder die Angst vorher wegmachen.
Ich habe mir gedacht: Es darf ALLES passieren, auch der Tod. Alles, was kommt, ist richtig. Alles, was passiert, ist das, was auch passieren soll. Dann hat man keine Angst und man kann die Reise genießen. So geht es mir auch mit dem Leben: Alles, was kommt, ist richtig.
Ich finde es sehr toll, dass du nicht nachtragend bist. Im Gegenteil, du bist unkompliziert und tolerant.
Anfangs Mai hatte ich ein Treffen mit meinem Vater bei dem ich erkannt habe, dass eine Freundschaft zu ihm zurzeit keinen Sinn macht. Dies ist und macht mich sehr traurig.
Ich habe eine Idee. Im zweiten Teil unserer Konversation könnten wir uns gegenseitig unsere gemeinsame Reise erzählen.
Ich beginne.
Ich suchte erfahrene Reisende auf einem Forum (bisher war ich noch nie östlicher als Budapest). Unkomplizert wie du bist, ergab sich ein Emailaustausch. Ich hatte meinen eigenen Van und wir wollten zusammen fahren. Dann hatte ich einen Autounfall (Totalschaden) und ich fragte dich, ob ich bei dir im Auto mitkommen dürfte. Du hast mich daraufhin nach Wuppertal eingeladen, um mich kennenzulernen.