Ich han Angst

Mein kaputter rechter KieferHilft mir traurig zu sein
Mein instabiler rechter FussHilft mir traurig zu sein
Mein schmerzempfindliches rechtes HandgelenkHilft mir traurig zu sein
Meine kraftlose rechte HandHilft mir traurig zu sein
Meine freigelegten ZahnhälseHelfen mir traurig zu sein
Meine schmerzempfindliche ehemalige Bruchstelle am SchlüsselbeinHilft mir traurig zu sein
Meine TrauerHilft mir weniger Angst davor zu haben

Ich han Angst. Das tuet mier Leid. Chanich irgendöppis für dich tue? NEI, ISCH GUET. MERCI. Bitte, gern gscheh.

Allfällige Vermögenswerte von Nicolas Maduro, welche sich auf schweizer Bankkonten befinden, sollen gesperrt werden.1 Mitglieder der aktuellen Regierung seien von der aktuellen Sperrung nicht betroffen.2 Für mich klingt das irgendwie ziemlich opportunistisch. Nicolas Maduro wird in einer völkerrechtswidrigen Aktion entführt und wenige Tage später werden seine potentiellen Vermögenswerte in der Schweiz gesperrt. Das potentielle Vermögen seiner Vize-Präsidentin, welche nun die Macht übernommen hat, soll aber weiterhin sauber sein? Macht man es sich da nicht ein bisschen gar einfach? Oder geschäftet man einfach mit jedem oder jeder, so lange er oder sie an der Macht ist?

Ich empfinde Truur.

Quellenverzeichnis:

  1. Indirekt zitiert aus Quelle: https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/bundesrat-sperrt-allfaellige-vermoegen-von-nicolas-maduro?partId=PHJ7AQhnH8LLuOrbPnIovRCfEBk#autoplay , abgerufen am 6.1.2026 um ca. 17.05 Uhr. ↩︎
  2. Indirekt zitiert aus Minute 2:46-2:56 aus einer Audiodatei, welche ich unter folgender URL gefunden habe: https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/bundesrat-sperrt-allfaellige-vermoegen-von-nicolas-maduro?partId=PHJ7AQhnH8LLuOrbPnIovRCfEBk#autoplay , abgerufen am 6.1.2026 um ca. 17.05 Uhr. ↩︎

Ich han Angst. Das tuet mier Leid. ALLES GUET.

Vielleicht war Z das erste Mal, wo ich mich bedingungslos geliebt habe.

Meine Mutter hat mich auch bedingungslos geliebt, aber weil mich mein Vater emotional missbrauchte, konnte ich diese von ihr nicht akzeptieren. Weil er ihr mindestens so wichtig war wie ich ihr.

Empfinde ich Truur? Ja. Das tuet mier Leid. DANKE FÜR DIS MITGFÜHL. Bitte.

Angst? JA? Nüd.

Es gibt verschiedene Gefühle. Als Kind hatte ich das Gefühl, dass ich mindestens vernachlässigt worden wäre, hätte ich Wut, Angst und Trauer gezeigt. Also hatte ich diese Gefühle verdrängt.

Heute bin ich zuallererst der Angst auf die Spur gekommen. Ich musste feststellen, dass die Angst mit 90% das übermässige Gefühl meiner ist. Wie kann ich mir das erklären, wo ich doch in einem Land lebe in dem Frieden herrscht?

Die Gefahr der Vernachlässigung hat bei mir als Kind Angst ausgelöst. Dieser Zusammenhang zwischen Wut & Angst und Trauer & Angst ist der Grund warum ich hauptsächlich Angst empfinde.

Heute versuche ich durch die Angst hindurch verzweifelt Kontakt mit meiner Wut und meiner Trauer aufzunehmen. Denn diese beiden Gefühle haben/wären in meinem Leben meiner Meinung nach..

Han ich Angst? Ja

Die SVP hat eine Kampagne, die die Bevölkerungszahl auf irgendwie und irgendwann auf irgendwie zehn Millionen beschränken will.1

  1. https://www.svp.ch/aktuell/kampagnen/keine-10-millionen-schweiz-nachhaltigkeits-initiative/ , abgerufen am 28.9.2025 um ca. 00.05 Uhr. ↩︎

Aus irgendeinem Grund kann ich hier mit nur 45% arbeiten ein gutes Leben führen und andererorts geht das nicht. Jeder Mensch verdient es ein gutes Leben führen zu können. Kann ein Mensch dies aus irgendwelchen Gründen nicht tun, dann muss man ihm helfen. Er soll ihn Sicherheit und Zufriedenheit leben dürfen.

Habe ich Angst? Ja.

Ich habe Angst, dass ich 55% arbeiten muss.

Empfinde ich Truur? Ja.

Ich sage nein zu einer Begrenzung der Bevölkerungszahl der Schweiz. Aus humanitären Gründen.

Han ich Angst? Ja. Maximau.

https://www.srf.ch/play/tv/chfilmszene/video/im-sog-der-angst?urn=urn:srf:video:7e5ef538-0ffb-4714-81e3-40215083a1a7

In diesem Film werden drei Personen porträtiert.{Han ich Angst? Ja.}

Ich denke, dass ich von diesen Folgendes lernen kann:

  • Bernerin: Die eigenen Grenzen, die man fühlt, akzeptieren lernen. (Grenzen erfahren und respektieren)
  • Mann: Der Umstand, dass man mit seiner eigenen Angst arbeiten kann. Bzw. sich mit dieser Angst beschäftigen und sich mit ihr anfreunden tut. (Angst kennenlernen)
  • Gastro-Frau: Dass man nicht immer so gemein zu sich selber ist, auch wenn der Körper vielleicht einmal etwas vermeintlich Sinnloses macht. (Selbstliebe)

Lieber Herr neuer Psychiater

Ich leide unter grosser Angst.

Alleine in der Wohnung geht es solange ich keine Geräusche höre und ich niemanden wahrnehme. Sobald ich mit Menschen zusammentreffe, kriege ich Angst. Ich bin ein sozialer Mensch und Beziehungen sind mir wichtig und ich leide darunter, dass ich nicht mehr und intensivere Beziehungen habe. Ich will keine Medikamente. Helfen Sie mir.

Han ich Angst? Ja.

Ich kann gegenüber anderen Menschen keine Schwäche bzw. Angst zeigen. Da es extrem anstrengend ist diese Angst zu unterdrücken und sie sich extrem schnell summiert, habe ich nicht die Energie längere Zeit um Menschen zu sein.

Han ich Angst? Ja.

Vor knapp vier Jahren hatte ich ein Kritikgespräch mit meiner Chefperson, meines damaligen Arbeitgebers, wegen meinem Verhalten am Arbeitsplatz:

Heute möchte ich dazu Folgendes sagen:

Ich war gegenüber meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen direkt, verbal aggressiv und bösartig, weil mir die Schranken im Umgang mit anderen Menschen gefehlt haben. Was sind diese Schranken? Eine gewisse Angst. Im Umgang mit meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen unterdrückte ich meine Angst. Dies ist nicht nur extrem anstrengend, es ist auch nur begrenzt funktional. Die Ängste bannen sich ihren Weg trotzdem und kommen dann auf andere Weise konzentriert zum Vorschein:

Ich hatte riesige Angst, dass ich Teil von einem verbrecherischen Konstrukt werden könnte, wenn ich das Trinkgeld annehme, das jemand anders abgerechnet hat, da ich die Abrechnung dann nicht kontrollieren konnte.

Han ich Angst? Ja.

Vor ca. 0.5-1 Jahr haben meine Eltern in unterschiedlichen Situationen mir folgendes gesagt:

Vater: «Du bist nicht psychisch krank.»

Mutter: «Du musst unbedingt mehr Psychotherapie in Anspruch nehmen.»

Empfinde ich Wut? Ja.

Meine Mutter hat in der Woche vom 10. März 2025 folgende Dinge getan:

  • Meinem Psychiater geschrieben
  • Mich besucht, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich das nicht wolle
  • Mir unterstellt, dass ich mich umbringen wollte

Diese Aktionen haben meim Vertrauen in meine Mutter stark erschüttert.

Habe ich Angst? Ja.

Was ich mir wünsche:

Dass sie sagen, dass ich das, was ich mache gut mache und dass ich mir keine Sorgen machen müsse.

Han ich Angst? Ja.

Empfinde ich Trauer? Ja.

Will ich mich mit diesem Gefühl verbinden? Ja.

Empfinde ich Selbstmitleid? Ja.

Gut.

Das machst du gut. Du darfst das machen, was du tust.

Han ich Angst? Ja.

Mein Kopf rast. Ich bin auf 180.

Liegt es daran, dass ich Todesangst habe?

Ja. Ich glaube schon!!!

Warum habe ich Todesangst?

Es muss mit einem Trauma zu tun haben. Ich denke, dass es familienbedingt ist. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Eine Erklärung, dass es halt einfach meine Krankheit ist, will ich nicht akzeptieren.

Han ich Angst? Ja.

Die Vorstellung 90% der Zeit Angst zu haben, kann einem Angst{Han ich Angst? Ja. Ok.} machen. Doch nur, wenn man sich dieser Angst stellt, lernt man, dass die Angst zu sterben sich nicht erfüllt. Damit lernt der Körper oder der Geist oder die Seele oder das einte und das andere oder ich{Han ich Angst? Ja. Ok.}, dass Angst zeigen unbedenklich und ungefährlich ist. Danach können sich andere Gefühle zeigen. {Lachendes Smiley mit Zunge raus}{Han ich Angst? Ja. Scheisse}

Han ich Angst? Ja.

Wie man sich enttraumatisiert

Frage dich, wie es dir geht.

Lerne Angst kennen.

Verliere die Angst vor der Angst.

Lerne einen Umgang mit deiner Angst.

Arbeite mit deiner Angst {Han ich Angst? Ja}.

Sieh die Angst als dein Freund. {Han ich Angst? Ja}

Akzeptiere deine Angst.

{Han ich Angst? Ja}

Mit der Zeit wirst du merken, dass der bewusste Umgang mit deiner Angst nur ein Gedankenspiel ist.

Lass Angst einfach Angst sein.

Lerne, dass du Angst haben darfst.

{Han ich Angst? Ja. Easy.}

Han ich Angst? Ja.

Ich habe eine Theorie.

Zuerst aber die Vorgeschichte:

Mein Vater seine Eltern haben sich geschieden, als er ungefähr 10 Jahre alt war. Sein Vater hatte schon eine neue Frau und hatte mit ihr bereits eine neue Familie im gleichen Dorf gegründet. Die Arztpraxis des Vaters war immer noch im Elternhaus meines Vaters. Sein Vater praktizierte dort weiter. Angeblich soll er aber den Kontakt zu seinen Kindern komplett abgebrochen haben und sie komplett ignoriert haben. Die Geschwister meines Vaters waren alle schon älter und waren bei irgendwelchen Internaten untergebracht. Seine Mutter war bipolar und missbrauchte dabei Medikamente, zu welchen sie in der Arztpraxis immer noch Zugang hatte. Eines Tages versuchte sie sich damit umzubringen. Ein älterer Bruder meines Vaters fand sie als er an einem Wochenende in der Nacht nach Hause kam. Er rief die Ambulanz. Mein Vater bekam das alles mit, entschied sich aber alleine in seinem Kinderzimmer zu bleiben. Am nächsten Tag bekommt er mit, wie sein Vater, der von der Sache Wind bekommen hat, seinem grösseren Bruder Vorwürfe macht, warum er die Ambulanz gerufen hat. Aus seiner Sicht hätte er ohne die Ambulanz einfach ein Problem weniger gehabt. Mein Vater hat also in sehr jungen Jahren mitbekommen, dass er seinem Vater nicht nur egal ist, sondern auch, dass sein Vater eine Gefahr für seine Mutter ist. Da seine Mutter seine einzige Bezugsperson geblieben ist, muss das extrem traumatisierend gewesen sein. In seiner Kinderlogik war der Vater böse und gefährlich, aber es gab keinen Raum sich diesen Gefühlen zu stellen bzw. diese Gefühle zu verarbeiten.

Mit 25 Jahren wurde er mein Vater. Schon extrem früh projezierte er sein Trauma auf mich. Das heisst, dass er seine unterdrückte Wut und Angst auf, oder besser gesagt gegen, mich projezierte.

Heute bin ich 39 Jahre alt. Und in der Beziehung zu meinem Vater noch immer nicht viel weiter.

Ich war der, der ihm seine Mutter wegnehmen wollte. Dabei war ich doch bloss ein kleines Kind und es war MEINE Mutter.

Empfinde ich Wuet? Ja.

Der Körper ist 24 Stunden pro Tag damit{Angst} beschäftigt zu überleben. Kommt noch ein Geist dazu, der ihm das Leben schwer macht, geht er einfach vor die Hunde.

Han ich Angst? Ja.

Gefühle können traumatisiert werden. Bei mir war es vielleicht Angst und Trauer. Was passiert, wenn ein Gefühl traumatisiert ist? Und was bedeutet es überhaupt, wenn ein Gefühl traumatisiert ist?

Was es bedeutet, wenn ein Gefühl traumatisiert ist:

Gefühle sind körperlich. Sie existieren immer. Aber man kann sie ‚leugnen‘. Umgangssprachlich nennt man dies auch ‚Verdrängen‘. ‚Verdrängen‘ heisst nichts anderes als entweder nicht über ein traumatisiertes Gefühl nachzudenken oder nicht darüber zu sprechen. Denn, wenn der Geist ein traumatisiertes Gefühl benennen würde, würde im Hirn eine Verbindung zu diesem Gefühl passieren. Da das Gefühl aber traumatisiert ist, löst diese Verbindung sofort Angst aus. Die natürliche Reaktion ist dann, dass wir versuchen nicht weiter über das traumatisierte Gefühl nachzudenken, damit die Angst verschwindet.

Was für Konsequenzen kann so eine Traumatisierung auslösen?

Durch die Traumatisierung verlieren wir sozusagen die Freiheit zu denken und zu sagen, was wir wollen. Die Maschine Mensch gerät sozusagen in ein Ungleichgewicht. Dies ist natürlich frustrierend. Als Kompensation dafür suchen wir die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Da dies jedoch nicht natürlich ist, führt es zu einer Vergewaltigung des Körpers, welche uns langfristig schädigt, und dem Geist dadurch langfristig die Grundlage seiner Existenz entzieht. Wir alle sterben einmal. Dies (angstvermeidendes Verhalten) aber ist selbstzerstörerisch und führt zu einem Suizid auf Raten.

Das Leid im Gaza ist für mich unvorstellbar

Aber auch hier in der Schweiz sehe ich Lebewesen, die leiden. Ich denke, dass sie leiden: Rindvieher haben viele Schmeissfliegen um ihre Augen. So wie es aussieht, trinken diese den Augensaft der Rindvieher. Wahrscheinlich würden Schmeissfliegen auch meinen Augensaft trinken. Ich aber habe Hände und kann mich gegen sie wehren. Ein weiteres Problem ist auch die Hygiene bei den Kühen. Deren Exkremente bieten einen guten Ort für die Schmeissfliegen ihre Eier zu legen. Da die Kühe mehr oder weniger viel Zeit in den immer gleichen Ställen und Weiden verbringen, können sie vor den optimalen Vermehrungsbedingungen der Schmeissfliegen auch gar nicht davon.

Empfinde ich Truur? Ja.

Ein ganz normaler Arbeitstag. Je länger der Tag geht, desto mehr steigere ich mich in die Sachen hinein. Schliesslich bin ich auf 180 Grad. Ich weiss nicht mehr wo oben und unten ist. Mein Kopf dröhnt – mein Körper ist verspannt. Ich empfinde Wut. Ja, es ist nicht alles so gelaufen, wie es in der Firma hätte laufen sollen. Aber erstens ist es nicht meine Schuld, zweitens ist es nicht so schlimm, aber mein Körper dreht komplett durch. Morgen wieder ein Tag im Bett. Verdammt! Warum?????

Anleitung Narzissten machen:

Vater lieblos. Oft abwesend. Mutter, welche Angst vor ihrem Mann hat. Sich dieser Angst aber nicht bewusst ist und in der Abwesenheit ihres Mannes ein besonderes Verhältnis zu ihren Kindern aufbaut und diese in ihre innerste Gefühlswelt einweiht.

Ein paar Gedanken

  • Ich höre gerne Robin Rehmann, weil ich so etwas über Menschen lernen kann.
  • Ich kann mir ca. 20 Telefonnummern merken.
  • Auf der Arbeit bemerke ich immer wieder, dass ich mir gewisse Details merken kann. Zum Beispiel weiss ich die Nummer einer Strasse eines Kunden, obwohl ich vielleicht vor einer Woche nur einmal damit zu tun hatte.

Erster Streich

2010 ging ich nach der Arbeit zu einem Kollegen, welcher damals in Zürich sein Geschäft hatte. Ich ging einfach vorbei ohne mich vorher anzumelden. Wir redeten ein paar Minuten. Irgendwie fühlte ich mich herausgefordert und ich wollte herausfinden, ob ich zu einer Prostituierten gehen könnte. Ich weiss nicht einmal mehr, wie ich auf das Thema kam, aber auf einmal hatte ich dieses Ziel vor Augen. Ich glaube, dass ich vorher noch nie darüber nachgedacht habe. Aber vielleicht brachte er mich irgendwie auf die Idee und dann wollte ich mir sofort beweisen, dass ich das könne oder so. Auf alle Fälle ging ich schnurstracks zur Langstrasse und hatte CHF 100 mit. In einem Nebenquartier sah ich eine verdächtige Frau. Ich habe sie angesprochen und es hat sich dann herausgestellt, dass sie tatsächlich eine Prostituierte war und sie bereit war. Sie hatte oben ihre Wohnung oder so. Es war keine ‚Wohnung-Wohnung‘. Es war genau so eingerichtet für Sex. Ich weiss nicht, ob sie die Wohnung alleine bezahlte oder wie das genau lief. Alles war perfekt vorbereitet und es war der perfekte Ort. Ich glaube, dass es tatsächlich so ein rotes Licht gab.

Ehrlich gesagt, fand ich das eine tolle Erfahrung und mir war die Frau sehr sympathisch. Sie kam aus Litauen und ich fragte nach ihrer Nummer. Sie gab mir sie. Ich glaube, dass ich ihr nach ein paar Jahren tatsächlich einmal geschrieben habe.

Empfinde ich Trauer?

Ja.


Nachtrag am 17.7.2025:

Ich glaube, dass es 2011 gewesen ist und nicht 2010. Aber 100% sicher bin ich mir nicht. 90%.

Fünfter und letzter Streich

Zwei Jahre später in Pattaya, Thailand. Ich suchte eine Bar in der ich ein bestimmtes Fussballspiel schauen konnte. Alles war draussen und es war ein angenehm warmer Abend. Ich fand eine passende Bar, trank ein Bier und schaute das Spiel. Irgendwie war es so, dass man so wie an einer Bar stand. Neben mir stand eine Frau. Sie war nett und wir redeten ein bisschen. Sie war älter als ich. Ich mochte sie. Am Ende des Abends fragte sie mich, ob sie zu mir in mein Hotel kommen dürfe. Ich überlegte kurz. Warum nicht. Ich fand sie wirklich nett, lieb… toll. Es war schön mit ihr. Es war eine gute Erfahrung.

Han ich Angst?

Ja.

Bereue ich es?

Nein.

Warum nicht?

Weil ich hoffe, dass es auch für sie eine gute bzw. schöne Erfahrung war. Es fühlte sich nicht falsch an, so wie beim dritten Streich gegen Ende des Aktes.

Empfinde ich Trauer?

Ja.

Hatte ich Sex mit ihr?

Ja.

Habe ich sie dafür bezahlt?

Ja.

Vierter Streich

Ich war in China. Nach einem ganzen Tag Sehenswürdigkeiten anschauen, war ich durstig oder hungrig. Ich glaube durstig. Also ging ich in einen kleinen Shop in der Nähe meines Hotels. Es war ein kleiner Laden mit Getränken, Chips und solchen Sachen. Neben der Verkaufstheke war ein Sofa. Darauf lag eine Frau. Sie schlief. Sie hatte einen grossen Ausschnitt. Ich nahm ein Getränk (Cola?) und wollte bezahlen. Die ältere Frau an der Theke zeigte auf die schlafende Frau. Sie gestikulierte. Ich verstand, dass die Verkäuferin ihre Zuhälterin war. Wir verhandelten den Preis. Danach wurde die Frau geweckt und ich durfte hinter die Ladentheke kommen. Ich wurde in eine Halle geführt. Es war eklig. Es war eine kleine Fabrikhalle oder so und es war nur Beton und so. Irgendwie gab es so etwas wie Vorhänge. Diese Vorhänge ermöglichten ein Mindestmass an Privatsphäre. Naja.

Muss ich den Rest auch noch erzählen?

Es war nicht so schön, weil ich mich beobachtet fühlte, aber ich hatte den Akt durchgezogen.

Draussen trank ich mein Getränk (Cola?) und ging zurück ins Hotel.

Bin ich ein Arschloch?

Nein.

Dritter Streich

Ich blieb mindestens noch eine Nacht in diesem Hotel. Das Zimmer war schimmlig und voller Kakerlaken. Als ich eines Abends um ca. 21.30 Uhr dem Boulevard richtung Hotel zurückging, sprach mich eine Frau an. Es war eine ältere Frau. Irgendwann verstand ich, was sie wollte. Sie wollte mir eine Prostituierte an die Hand geben. Ich handelte einen Preis mit ihr aus. Ich gab ihr das Geld. Sie sagte einer jungen Frau, dass sie mit mir gehen soll. Die Frau war wirklich jung. Auf jeden Fall viel jünger als ich. Wir haben nicht miteinander gesprochen. Auf dem Hotelbett ging es dann los. Ich fand es toll. Die junge Frau gefiel mir. Ihr gefiel das Ganze aber nicht. Sie fragte, ob ich schon fertig sei. War ich nicht. Ich wollte weitermachen, weil ich noch nicht fertig war. Sie musste also noch ein paar Minuten warten.

Was empfinde ich?

Empfinde ich Trauer?

Ja.

Empfinde ich Scham?

Ja.

Tut es mir Leid?

Ja.

Han ich Angst? Ja.

Liebe Eltern, seid mir nicht böse..

Ich glaube, dass mir mein Vater, hinter dem Rücken meiner Mutter, immer wieder das Gefühl gegeben hat, dass mein Leben in seinen Händen ist und dass er dieses beenden kann. Es war subtil. Es machte mir Angst. Aber ich konnte meiner Mutter das nicht erklären, weil sie Angst selber nicht verstand. Also war die Angst nutzlos. Einmal fuhr ich mit meinem Vater nach Luzern. Wir sprachen über Suizid. Plötzlich beschleunigte er sein Fahrzeug und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung einer Mauer. Ich habe lange nicht darüber gesprochen (bzw. jetzt ist es das erste Mal), weil ich schon ein Teenager war und ich nicht schwach erscheinen möchte.


Anmerkung im nachhinein:

Wenn ich mich recht erinnere, kann es sogar sein, dass ich es meiner Mutter erzählt habe. Ja, ich glaube, dass ich es ihr erzählt habe..

Han ich Angst? Ja.

Ich habe vorhin ein YT-Video gesehen, welches zeigt, wie ein russischer Drohnenschwarm, nacheinander, Drohne für Drohne, einen gepanzerten Personentranporter der ukrainischen Armee angreift. Die Schäden am Fahrzeug nehmen mit jedem Einschlag zu. Irgendwann kommt das Fahrzeug zum Stillstand. Die Hintertür geht auf und zwei Männer gehen langsam aus dem Fahrzeug. Im nächsten Moment fliegt eine Drohne durch die Hintertür und explodiert im inneren des Fahrzeugs heftig. Diese Explosion, im inneren des Fahrzeugs, hätte kein Mensch überleben können. Die zwei, die vorhin aus der Hintertür kamen, hat diese Explosion wahscheinlich zusätzlichen Schaden zugefügt. Dann fliegt die Kameradrohne, welche auch explosiv ist, kurz vor der Ladetüre auf den Boden und explodiert. Diese Explosion hat den zwei sicherlich auch geschadet. Vielleicht hat sie sie getötet. Vielleicht sofort. Vielleicht nicht unmittelbar. Und dann besteht ja rein theoretisch immer noch die Möglichkeit für weitere Drohnenangriffe. Heute habe ich mit zwei ukrainischen Männer gesprochen.

Empfinde ich Wut? Ja

«Kinder brauchen Anerkennung und nicht Lob»

Irgendetwas ist hier faul

So ziemlich egal, was ich mache; mein rechter Arm und mein rechtes Bein sind irgendwie lahm und scheinen nicht richtig zu funktionieren. Dies kann ich zu einem gewissen Grad mit Brüchen und Verletzungen aus der Vergangenheit erklären. Es ist aber auch der Allgemeinzustand der leidet. So fühlen sich zum Beispiel meine Beine öfters ‚gummig‘ an. Grundsätzlich kann ich sagen, dass es bei gutem Schlaf grundsätzlich besser ist. Aber ich will auch sagen, dass es grundsätzlich schlecht ist und mich massiv einschränkt. Ich kann nicht weit gehen, nicht weit Velofahren, und ich kann mir auch nicht vorstellen eine körperlich anstrengende Arbeit zu verrichten. Empfinde ich Trauer? Ja.

Ich empfinde Trauer, Wut und Angst.