– Ich han Angst

Früher als Kind wollte ich öfters nicht Ski fahren gehen. Ich wurde dann öfters manipuliert, so dass ich schliesslich mitging. Ich habe das Gefühl, dass mein Willen als Kind zu oft übergangen worden ist.

Heute versuche ich meinen Willen wiederzuentdecken.

– Ich han Angst

Früher als Kind habe ich immer sehr blöd getan, wenn meine Eltern Besuch im Haus hatten. Meine Mutter denkt, dass ich das als Provokation ihr gegenüber gemacht hätte, weil es ihr immer wichtig war bei anderen Menschen einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Hier ist meine Theorie:

Ich hatte Todesangst vernachlässigt zu werden und hatte deshalb ein enorm grosses Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Dieses Bedürfnis habe ich aber nur in Anwesenheit von Besuch getraut zu zeigen.

Ungefähr so. Übrigens auf diesem Bild waren wir meiner Erinnerung nach bei meiner Grossmutter zu Besuch.

– Ich han Angst

Was passiert, wenn man traumatisiert ist? Man hat wahnsinnige Angst. Aber man merkt es nicht. Man weiss es nicht. Warum weiss man es nicht? Weil man gelernt hat nicht hinzuschauen. Warum hat man gelernt nicht hinzuschauen? Weil man gelernt hat, dass es sich nicht lohnt.

Empfinde ich ‚Wut auf meine Eltern‘? Ja.

– Han ich Angst vor minere Wuet gegenüber C? Ja

Meine Wut-Optionen:

  1. Weigern Löhne zu machen
  2. Weigern Löhne zu bezahlen
  3. Bankzugang von mir sperren lassen
  4. Kündigen
  5. Proaktiver Kontakt mit Mitarbeitern verweigern
  6. Mitarbeiter proaktiv über Betrug informieren
  7. Betroffene Organisationen über Betrug informieren
  8. Anzeige wegen Urkundenfälschung aufgleisen
  9. Weigern Löhne zu verändern

Ich han Angst. Ok. Sehr guet.

Ich habe Angst, dass Leute denken, dass ich Angst habe keine Angst zu haben.

Ich habe sehr oft Angst. Ich glaube, dass es keine Entscheidung von mir ist Angst zu haben. Die einzige Entscheidung, die ich getroffen habe, ist meiner Angst offen gegenüber zu sein. Meine Angst ist wie sie ist. Entweder liebe ich sie oder ich habe Angst sie zu verlieren. Die Angst ist mir sehr wertvoll. Plötzlich kann ich mit Selbstbewusstsein mein Ziel 80 Jahre alt zu werden verfolgen. Die Angst gibt mir irgendwie das Gefühl mich diesbezüglich unterstützen zu können. Sie erscheint mir diesbezüglich nützlich, hilfreich, gütig. Sie lässt mich diesbezüglich selbstwirksam und selbstsicher fühlen. Ich fühle mich diesbezüglich von ihr getragen. Ich empfinde Dankbarkeit und Hoffnung auf eine gemeinsame, lange Zukunft. In meinem Leben geht es darum zu leben und die Angst gibt mir hierfür eine glaubhafte Perspektive.