Ich habe Angst

Die Kombination aus meiner MUTTER und meinem VATER war für meine PSYCHISCHE Gesundheit fatal. Mein VATER, welcher mir Angst macht und meine Mutter, welche im Prinzip an eine Philosophie des ‚POSITIVEN DENKENS‘ GLAUBT.

Wie hätte ich da im Prinzip nur schon verstehen können, was Angst ist? Ich habe GEDACHT, dass ich meine GEDANKEN bin bzw. dass ich mit meinen GEDANKEN mein Leben beeinflussen kann und weil ich ein gutes Leben wollte, musste ich ‚POSITIV DENKEN‘ und deswegen hatten negative GEDANKEN keinen Platz und deswegen habe ich diese GEDANKEN so lange es ging (bis 2020) VERDRÄNGT und hatte bis dahin kognitiv überhaupt kein Verständnis von Angst und dementsprechend auch keinen Zugang zu meiner eigenen Angst.

Deswegen hatte ich immer so lange gar keine Angst bis ich extrem viel Angst hatte und war zum Beispiel so lange nicht wütend bis ich ausrastete.

Naja. Für alle da draussen: Es ist ein langer und steiniger Weg. Aber das Gute am Weg zur Akzeptanz aller Gefühle ist, dass der Körper immer nur so viele Gefühle zulässt, wie er auch ertragen kann. Deswegen muss man keine Angst vor seinen GEDANKEN haben. Denn sie werden nichts auslösen, was wir nicht tragen können.

Ich habe Angst

Damals im Kindes- und Jugendlichenalter hat mein Gehirn entschieden die Synapsen von meinem bewussten Denken zu meinen Gefühlen zu kappen.

Warum? Es war ein Trauma bzw. Traumata. Im Vordergrund stand meiner Meinung nach die Angst vor meinem Vater, welche von meiner Mutter nicht validiert worden war.

) Habe ich Angst vor meinem VATER? Ja.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

Ich darf Angst vor meinem Vater haben.

) Empfinde ich Wut auf meinen VATER? Ja.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

Ich darf auf meinen Vater wütend sein.

– Ich empfinde TRAUER

Bei uns in meiner Familie zuhause gab es immer verbale Gewalt von der Seite meines VATERs her. Bis vor kurzem war das meiner Mutter gar nicht bewusst bzw. sie hat meine Aussagen immer relativiert bzw. meinen Vater verteidigt bzw. die Situation schöngeredet.

Wie der Chauvinismus funktioniert – FRAUENHASS

Der Ehemann ist ein Narzisst und deswegen eifersüchtig auf seine Kinder. Immer wenn er sieht, wie die Mutter ihre Kinder liebt, wird er eifersüchtig und nutzt sein Machtmonopol zur Bestrafung aus. Deswegen hat die Frau Angst vor ihrem Mann und hält sich mit der Kinderliebe vor den Augen des Mannes zurück. Auch die Kinder leiden unter der Gewalt des Vaters. Aber weil die Frau genauso Angst vor ihrem Mann hat wie die Kinder, getrauen sich weder die Kinder noch die Mutter offen über ihre Angst bezüglich dem Vater/Mann zu sprechen. So bleibt diese Angst unausgesprochen und wird dadurch traumatisiert. Damit meine ich, dass wahrscheinlich mit der Zeit weder die Frau noch die Kinder überhaupt bewusst wissen, dass sie Angst vor ihrem Mann/Vater haben.

So nimmt das Unglück seinen Lauf:

Der narzisstische Vater wird den Kindern die Möglichkeit aufzeigen die Mutter zu hassen. Die Kinder werden merken, dass dieser Hass sozusagen erlaubt ist. Die Kinder empfinden auch Hass. Einerseits weil sie vom Vater nicht geliebt werden andererseits weil die Mutter sie anders behandelt, wenn ihr Vater da bzw. nicht da ist. Dieser Kontrast können sie sehen und bemerken und dann ist es nun am einfachsten die Mutter für die mangelnde Liebe verantwortlich zu machen. Der Frauenhass entsteht. Die Machenschaften des Vaters bleiben unentdeckt und sobald die männlichen Nachkommen damit begonnen haben den Frauenhass auszuleben, werden sie mit Scham– und Schuldgefühlen konfrontiert, welche sie erst recht unfähig machen den wahren Täter bzw. den wahren Feind (am Anfang der Vater und am Ende sich selbst) zu erkennen.

Mein Vater ist ein böser Mann.

Mein Vater ist ein Frauenhasser.

– Ich habe ANGST

Der Werdegang meines Vaters

Die Mutter meines Vaters war depressiv bzw. manisch depressiv. Als Kind wurde sie von ihrer eigenen Mutter gegenüber ihren Halbgeschwistern benachteiligt. Von den Halbgeschwistern gemobbt und von der Mutter verraten und kein eigener Vater. Die perfekte Kombination um sich später mit irgendwelchen eigenen psychischen Störungen herumschlagen zu können. Dann eine frühe Heirat mit einem unempathischen Mann. Schnell vier Kinder. Beginnender Alkoholmissbrauch. Scheidung und komplettes Abrutschen in Depression, Selbstmitleid und Tabletten- und Alkoholsucht. Mit ca. zehn Jahren waren alle die Geschwister meines Vaters bereits ausgeflogen und keine KESB hat verhindert, dass fortan mein Vater alleine mit seiner Mutter leben musste. Einerseits erfuhr er von meiner Grossmutter grosse Liebe, andererseits war der Substanzkonsum und die Sucht seiner Mutter dermassen eskaliert, dass mein junger Vater alleine den ganzen Haushalt schmeissen und dafür Sorgen musste, dass es überhaupt Essen im Haus gab. In dieser Zeit gab es auch zwei Suizidversuche meiner Grossmutter (von denen ich weiss) bei welchen meine Grossmutter zwei Mal mit der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht wurde, wo ihr Tod aus Überdosis glücklicherweise jeweils verhindert worden konnte. Nach solch einem Ereignis ging mein Vater am nächsten Tag einfach wieder zur Schule. Es gab keine psychologische Betreuung. Er war einfach komplett auf sich alleine gestellt (wahrscheinlich hatte er jeweils wahnsinnige Angst, dass es seine Mutter nicht überleben würde und er dann komplett alleine dastehen würde). Übrigens, zu seinem Vater hatte er ein schlechtes Verhältnis, weil dieser einfach eine neue Familie gegründet hatte und deswegen nur selten ABWERTEND präsent war. Männliche Personen mussten meinem Vater Angst gemacht haben, da er auch von Lehrern in der Schule geschlagen wurde. Mit 18 hat er meine Mutter kennengelernt. Zuerst hat meine Mutter noch in seinem Elternhaus gewohnt, bevor sie dann in eine eigene Wohnung gezogen sind. Mit mitte zwanzig wurde mein Vater Vater von mir.

Der Werdegang meiner Mutter

Sie war das mittlere Kind einer armen Familie. Als einzige Tochter wurde sie anders als die Jungen dazu genötigt der Mutter im Haushalt zu helfen. Sie wurde ganz klar in ihren Bedürfnissen und ihren Wünschen eingeschränkt und musste einem klar definiertem Rollenbild eines Mädchens entsprechen. Obwohl meine Mutter gute Noten geschrieben hatte, hatte ihr Vater für ihre Zeugnisse nie lobende Worte gefunden. Beide ihre Elternteile litten meiner Meinung nach unter Minderwertigkeitskomplexen. Nie war gut gut genug. Was ihr an ihrem Vater auch nicht gefallen hat, ist, dass dieser in seinem Verhalten offensichtlich immer irgendwie gehemmt war. Zu wenig Liebe und zu viel Angst.

Die Vermischung der Beiden

Meine Mutter hat in meinem Vater einen mutigen (scheinbar furchtlosen) Menschen gefunden von welchem sie dachte, dass sie mit ihm die Liebe, die Anerkennung sowie den Erfolg gewinnen könnte. Mein Vater war meiner Meinung nach schwersttraumatisiert und emotional im Kindesalter stehen geblieben. Seine Frau ersetzte seine Mutter ab Tag 1. Meine Mutter wurde dann ungewollt mit mir schwanger, als meine Eltern mitte zwanzig waren. Mein Vater wollte das Kind nicht. Meine Mutter hat sich dann kurzfristig von ihm getrennt und hat ihm gesagt, dass es sie für ihn nur zusammen mit dem noch ungeborenen Kind gäbe. Ich denke, dass die Vorstellung meines Vaters seine Frau zu verlieren bei ihm Todesängste hervorgerufen hat, weil er sein Trauma seine Eltern zu verlieren (Vater neue Familie und Mutter Suizidversuche) noch nicht verarbeitet hatte und so immer wieder in diese Gefühle (Todesangst) abrutschte. Emotional, denke ich, war es für ihn so wie wenn er sterben müsste, würde er seine Frau verlieren, da sie für ihn zu einer neuen Mutter bzw. Ersatzmutter wurde. Meine Mutter glaubte an die Macht des positiven Denkens. Sie glaubte, dass man nur glücklich werden könnte, wenn man auch an positive Dinge dachte. Sie war von Kurt Tepperwein fasziniert und hörte sich seine Kassetten an. Im neuesten Video von Kurt Tepperwein, welches ich auf YT gefunden habe, spricht dieser davon so wie wenn es selbstverständlich wäre, dass man gewisse positive Aspekte in seinem Leben erreichen könne. Mein Problem damit (ich habe mir die ersten fünf Minuten dieses Videos https://m.youtube.com/watch?v=SzKf8uOeRdY&pp=ygUPa3VydCB0ZXBwZXJ3ZWlu , abgerufen am 9.8.2026 um ca. 8.45 Uhr, angeschaut) ist, dass von negativen Dingen scheinbar nie die Rede ist. Doch wenn man negative Dinge einfach ausklammert, dann verdrängt man sie auf eine Art und dadurch verliert man die Kontrolle über sein Handeln, wenn man von seinen negativen Gefühlen übermannt wird. Die gefühlte Kontrolllosigkeit in diesen Situationen führt meiner Meinung nach dann zu einem schlechten Selbstvertrauen etc. und ist meiner Meinung nach der falsche Weg. So passierte in meiner Familie folgendes: Mein Vater sah seine männlichen Kinder als potenzielle Konkurrenten um die Gunst der Aufmerksamkeit seiner Frau und heimlichen Mutter. So begann er diese zu bekämpfen, was in Abwertungen meines Wesens mündete. Diese Abwertungen wollte oder konnte meine Mutter nicht sehen. Sie hat dagegen nie etwas Nachhaltiges unternommen bzw. hat das vor ihren Augen Geschehene Tag für Tag, oder Nacht für Nacht, erfolgreich verdrängt.

– Wie ich von meinen ELTERN MISSBRAUCHT wurde

Vater: Vor ihm durfte ich meine Gefühle nicht zeigen, weil ich die Gefahr als zu hoch einschätzte, dass er mich dann angreifen würde.

Mutter: Vor ihr durfte ich meine Gefühle nicht zeigen, weil ich die Gefahr als zu gross einstufte, dann von ihr vernachlässigt zu werden.

#zerstörteKindheit

#zerstörteJugend

#zerstörte?

Wie geht es mir jetzt? Ich habe ANGST.

Woher meine ÄNGSTE kommen könnten

Ich habe mich als KIND zu wenig gesehen gefühlt oder krasser gesagt; ich habe das Gefühl, dass ich zu wenig BEDINGUNGSLOSE LIEBE erfahren habe. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass ich meinen Eltern, speziell wahrscheinlich meinem Vater, gefallen musste. Ansonsten befürchtete ich vom Vater verstossen oder zumindest nicht geliebt zu werden. Deswegen war es mein Ziel so zu sein, wie er das wollte. Also habe ich ein Schauspiel aufgezogen, mit der Konsequenz, dass ich alle Gefühle, welche mir in diesem Moment als nicht zielführend erschienen sind, VERDRÄNGT habe. Dieses Korsett, welches ich trug, war meine damalige Identität. Erst über lange Jahre hinweg, beginne ich mich selbst zu entdecken und aus diesem engen Korsett auszusteigen. Dabei kommen aber langsam alle verdrängten Gefühle auch wieder hoch. Und da diese verdrängten Gefühle alle die damals vorhandene Angst des Verlassenwerdens, der Vernachlässigung und des Umgebrachtwerdens durch den Vater triggern, bleibt am Ende immer die Angst. Das ist der Preis für meine wahre Freiheit.

– Wie geht es mir jetzt? Ich habe ANGST. Ich darf ANGST haben

Vater/Traumatisierung/Gaslighting

Mein VATER hat mir keinen bewussten Umgang mit ANGST gelehrt (meine Mutter auch nicht) – im Gegenteil. ANGST zu haben wurde von meinem Vater als Schwäche angesehen und Schwäche wurde von ihm als etwas Negatives angesehen. Also versuchte ich keine ANGST zu haben und ich wage zu behaupten, dass mir das auch gelungen ist. Auch meine Mutter hat ANGST als etwas Schlechtes angesehen – ich habe das Gefühl, dass sie meine ANGST nie gesehen hat PLUS sie hat nie über solche Dinge gesprochen, weil sie bis heute teilweise davon überzeugt ist, dass man durch erzwungenes ‚positives Denken‘ ein besseres Leben führen kann, weil ANGST sozusagen zu noch mehr ANGST führt (Autobahntheorie). Wie geht es mir jetzt? Ich empfinde TRAUER. So habe ich schon als kleines KIND entweder keinen Umgang mit meinen GEFÜHLEN gelernt oder meinen Zugang dazu verloren.

– Ich habe ANGST

Ich tendiere noch heute dazu zu glauben, was ich DENKE. Früher war das vielleicht notwendig, weil ich das, was mein VATER über mich gesagt hat, nicht ernst nehmen konnte. Zu glauben, was ich denke, könnte man folglicherweise als eine Kompensationsstrategie bezüglich den Fake-News, welche mein VATER produziert hat, bezeichnen.

Früher hat mir mein Vater auch nie zugehört. Bzw. ich hätte mich nicht getraut ihm etwas zu erzählen.

Sozusagen musste ich meinen Gedanken glauben, weil ich sie niemandem erzählen konnte.

Wenn ich mich getraut hätte, meinem Vater meine Gedanken zu erzählen, weil ich keine ANGST gehabt hätte, hätte ich vielleicht schon früher bemerkt, dass ich nicht meine Gedanken bin, sondern das Gedanken einfach eine Seite der Medaille sind. Wie die andere Seite (Gefühle) muss man sie akzeptieren und sie kommen und verflüchtigen sich wieder. Ich habe sie aber viel zu ernst genommen und sie immer wieder versucht zu adaptieren bzw. sie zu sabotieren. Ich wollte einfach etwas sein, was ich nicht war. Eine Person, welche mein Vater mochte und liebte.

Ich dachte, dass ich meine Gedanken ändern könne. So hat es damit begonnen, dass ich mich selbst quäle und es vielleicht gefühlt nie schaffe im Moment zu leben.

Jeder Mensch hat seine eigenen Gedanken. Das macht ihn aus.

Ich darf meine GEDANKEN haben.

– Ich habe ANGST – Ich darf ANGST haben

KÖRPER und GEIST sind voneinander ABHÄNGIG. Der GEIST kann ohne den KÖRPER nicht leben. Was der KÖRPER ohne GEIST wäre, kann ich mir nicht vorstellen. Also liegt doch eigentlich der Schluss nahe, dass der GEIST nett zum KÖRPER sein sollte. Weil der KÖRPER eigentlich wie der Wirt des GEISTES ist. Doch ich wage zu behaupten, dass dies bei mir jahrelang nicht der Fall war. Es ist meine SCHULD. Aber ich kann mich erklären; ich war PSYCHISCH KRANK. Deswegen konnte ich meine Aufgabe nicht erfüllen. Das Ganze ist aus einem TRAUMA entstanden. Hier ist die Geschichte dazu: Mein VATER konnte mir keine BEDINGUNGSLOSE LIEBE zeigen (er kann es heute noch nicht – Wie geht es mir jetzt? Ich empfinde TRAUER.)

Da ich als KIND meinem VATER gefallen wollte und von ihm ABHÄNGIG war, VERTRAUTE ich ihm. Also strengte ich mich an die an BEDINGUNGEN geknüpfte LIEBE zu ergattern. Hierfür musste mein KÖRPER das tun, was ich für nötig hielt, damit ich die LIEBE meines VATERs erkaufen konnte. Leider hat es nie funktioniert und was mir davon als einziges übrig geblieben ist, ist ein total VERÄNGSTIGTER KÖRPER.

– Ich habe ANGST. Ich darf ANGST haben

ANGST VOR DER WUT

Wenn man als Baby oder als Kleinkind oder als (kleines) KIND nicht das bekommt, was man will und braucht, könnte ich mir vorstellen, dass man zuerst einmal Angst bekommt. Nützt diese Angst nichts, weil sie zum Beispiel von der Mutter oder dem Vater nicht gesehen/ignoriert wird, dann bleibt dem Kind noch die WUT. Wird diese Wut auch nicht gesehen bzw. sein Problem trotzdem oder gerade wegen der eigenen WUT nicht gelöst, dann wird die WUT nutzlos. Dies lernt das KIND und spart sich zukünftig die Energie für das bewusste wütend sein. Das Nichtfunktionieren der WUT ängstigt das Kind auch, weil es seine letzte Möglichkeit war seinem/r Bedürfnis/se Nachdruck zu verleihen. Deswegen wird beim KIND in einem solch krassen Fall der Vernachlässigung die WUT mit ANGST überspielt. Dies ist gleichbedeutend mit einem TRAUMA. Die TRAUMATISIERTE WUT kann später folgende Konsequenzen mit sich bringen:

  • 1. Die betroffene Person hat den Zugang zu seiner WUT verloren. Das bedeutet folgendes: Die körperliche WUT bleibt funktional, aber durch das Trauma verschwindet die Möglichkeit der betroffenen Person dies zu erkennen bzw. das GEFÜHL zu managen. Dies hat folgende zwei Konsequenzen:
    • 1a) Ein Gefühl des Ausgeliefertseins
    • 1b) Negative Konsequenzen von seiten der Gesellschaft wegen unangepasstem Verhalten («Explodierens») und dadurch ein geringes Selbstwertgefühl der betroffenen Person.
  • 2. Jedes Mal, wenn in der betroffenen Person körperliche WUT aufkommt, kriegt die Person anstelle der körperlichen Wut körperliche ANGST oder körperliche PANIKATTACKEN. Bei ANGST bzw. Panikattacken springt der Fluchtmodus an. Obwohl das alles unbewusst vonstatten geht, meidet eine betroffene Person deswegen unbewusst immer Aktivitäten, welche die WUT und damit die ANGST triggern können. Ein Beispiel hierfür ist folgendes Beispiel: Man fährt Zug und sieht jemand, welcher die Füsse mitsamt seiner Schuhe auf den gegenüberliegenden Sitz legt. Diese Aktion provoziert WUT – mit der WUT kommt die Angst und mit der Angst kommt der Fluchtreflex. Mit der Konsequenz dass man zukünftig ÖV vermeiden und zwangsläufig immer einsamer und einsamer wird, weil schliesslich jede menschliche Interaktion das Potential hat WUT zu verursachen.

– Ich habe ANGST

Ich bin mein grösster Feind. Weil ich zu wenig bedingungslose LIEBE erfahren habe, habe ich als KIND einem Ideal meines VATERs und zu teilen sicher auch meiner MUTTER nachgeeifert. Dies habe ich verinnerlicht und stehe seither in einem ständigen Kampf mit mir selbst. Psychische Krankheit.

Empfinde ich ‚WUT auf meinen VATER‘? Ja.

– Ich habe ANGST

Ein Event kann so lang anhaltend sein, dass man die durch den Event verursachte ANGST irgendwann nicht mehr versteht. Die gefühlte körperliche Angst wird zur neuen Realität an die man sich gewöhnt. Dann bleiben nur noch die Gedanken zur Angst (geistige Angst) und der Schluss liegt leider nahe diesen Gedanken die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich neu zu programmieren und die geistige Angst vollends zu löschen. Hiermit wären wir meiner Meinung nach bei einem Zustand psychischer Krankheit angelangt, weil der Geist nichts mehr von der körperlichen Angst weiss. Da nun Körper und Geist nicht mehr eins sind, versteht der Geist den Körper nicht (mehr). Mein GEIST verstand nicht, dass mein Körper durch die Angst vor meinem VATER blockiert war und dies frustrierte meinen Geist, was dazu führte, dass mein Geist seine Frustration an meinem Körper ausließ. Dieses ‚Mobbing‘ ängstigte meinen Körper zusätzlich. Ohne sich wieder bewusst mit seiner ANGST auseinanderzusetzen bleibt der Mensch für immer in seiner traumatischen körperlichen Angst gefangen, welche nun unter Umständen gänzlich durch den GEIST verursacht ist. Nachdem ich von meinem VATER zum OPFER gemacht wurde, machte ich mich weitere Jahrzehnte selbst zum Opfer. Das Opfer war der Körper und der GEIST der Täter.

Für alle, die es nicht wissen; so sieht ANGST aus.

– Ich empfinde TRAUER

An was ich denke, wenn ich an meine Zeit mit meinem VATER DENKE:

  • – Mein VATER still
  • – Mein VATER wie er will, dass wir eine Freizeitaktivität seiner Wahl mit ihm ausüben
  • – Mein Vater wie er mich grundlos abwertet

Das Ganze wäre schon schlimm genug gewesen, wenn ich nur immer ihm zuliebe etwas für ihn hätte tun müssen. Aber das mit der Abwertung ist wirklich das Letzte. Ich hatte keinen Vater. Nur biologisch gesehen.

Ich konnte nie Kind sein. Schon als Kind musste ich für meinen VATER VERANTWORTUNG übernehmen oder anders gesagt; habe ich VERANTWORTUNG übernommen.

Deswegen ist es für mich keine Überraschung, dass ich heute unter einer ANGSTSTÖRUNG LEIDE. Weil ich mich bis heute nie der ANGST gestellt habe, die aufkommt, wenn ich mir vorstelle KIND zu sein.

– Ich empfinde ERSCHÖPFUNG

Eine Theorie zur verdrängten WUT

Mein VATER hat ANGST vor seiner WUT. Dies habe ich als KIND bemerkt. Ich habe es von ihm gelernt. Ihm abgeschaut. Da wir in unserer Familie aber auch nicht über ANGST gesprochen haben und die ANGST die WUT überdeckt hat, habe ich gar nicht gewusst, dass ich ANGST vor meiner WUT hatte. Dadurch habe ich nicht nur keinen Umgang mit meiner WUT erlernt, sondern auch keinen Zugang dazu. Meine WUT war für mich eine komplette Blackbox. Da ich dieses GEFÜHL nicht erkennen konnte, konnte ich dafür auch kein Ventil oder konstruktiven Ausdruck finden. So summierte sich die WUT oder kam für mich jedenfalls jeweils komplett überraschend zum Ausdruck. So stand ich jeweils nach meinen Ausbrüchen einerseits vor Scherbenhaufen und andererseits konnte ich mir mein eigenes Handeln nicht erklären. Dieses Gefühl der OHNMACHT und der Selbstunwirksamkeit prägte und prägt mein Leben seither.

– Ich empfinde Trauer

An einem solchen Tag im Sommer 2003..

An einem solchen Tag im Sommer 2003 wurde mir die Mission aufgetragen mit meinem Vater zu wandern. Es ging den Grand Canyon hinunter. Mehr wusste ich nicht. Ich war halt jung und uninformiert. Meine Aufgabe war es mit meinem Vater mitzugehen. Nachdem ich auf dem Nachuntenweg immer wieder Schilder gelesen hatte, dass es verboten sei ohne Übernachtungsreservation den Weg bis nach ganz unten anzutreten, begann ich mir ein klein bisschen Sorgen zu machen. Nach ein paar Stunden Wanderung gelangten wir schliesslich bis zu dem Punkt an dem Tageswanderungen (ohne Übernachtungsreservation im Camp am Fluss) erlaubt waren. Als mein Vater dort schnell weiterging, blühte es mir: Mein Vater wollte in einem Tag bis zum Fluss hinunter und am selben Tag wieder rauf. Urplötzlich waren wir alleine auf dem Wanderweg.

Einmal mehr wurde mir klar, dass es dabei nicht um mich ging, sondern um die Bedürfnisse meines Vaters. Wie mein ganzes bisheriges Leben wurde ich von meinen Eltern dazu benutzt meinen Vater zu begleiten. Niemand hat sich dabei für mich interessiert. Ausser wenn ich auf der Wanderung bei Temperaturen von 50 Grad krepiert wäre.

Das nenne ich Missbrauch. Ich hatte nie eine Wahl. Ich wurde nie gefragt. Ich war einfach der Trottel vom Dienst, der einfach mitkommen musste. Mein einziges Recht, welches ich besass, war das Existenzrecht.

Mein Vater war damals älter als ich es heute bin.

– Empfinde ich TRAUER? Ja

  1. Vater wertet sein Kind ab.
  2. Kind hat Angst.
  3. Kind hat Angst wegen seiner Angst abgewertet zu werden.
  4. Kind versucht seine Angst zu verstecken.
  5. Kind verliert den Zugang zu seiner Angst und potentiell anderen Gefühlen wie zum Beispiel Trauer und Wut.
  6. Kind wird erwachsen.
  7. Mensch handelt wegen seinen Gefühlen, aber weiss nicht, was für Gefühle er hat.
  8. Deswegen weiss Mensch nicht warum er so handelt wie er handelt.
  9. Dies gibt dem Menschen das Gefühl nicht handlungsfähig zu sein. Der Mensch fühlt sich klein, ausgeliefert und verloren.
  10. Aber wahrscheinlich hat er auch Angst sich diese Gefühle einzugestehen.
  11. Also bleibt die Angst.
  12. Doch auch diese muss er sich zuerst eingestehen.
  13. Erst dann kann er den Weg zurückgehen um angstfrei Angst-, Wut-, Trauer– oder Schwächegefühle identifizieren zu können und dadurch ein gewisses Mass an Selbstwirksamkeit und damit verbunden Glück zu erfahren.

– Ich habe Angst

Wenn man seit Kindesbeinen immer vom Vater für dumm verkauft wird, dann löst das eine grosse Wut aus. Leider machte mir die seelische Gewalt meines Vaters dermassen Angst, dass diese Wut keinen Platz fand. Als Teenager und bis vor kurzem erlebte ich meine Wut immer wieder in der Form unkontrollierbarer heftiger Wut– und Gewaltausbrüche. Heute würde ich mir die Diagnose ‚Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung‘ geben. Warum? Weil ich immer am Grübeln bin, mich immer verunsichert fühle. Darf ich das? Darf ich wütend sein? Was ist Wut? Wut macht mir Angst. Ich habe Angst. Entweder habe ich Angst oder ich kann meine Wut nicht kontrollieren. Das nimmt mir jegliches Selbstbewusstsein. Ich habe Angst vor mir selbst. Ich bin ein seelischer Krüppel. Von meinem Vater unter den Augen meiner Mutter gemacht. Schande.

– Ich han Angst

Wie ich mein Aufwachsen erlebt habe

Mein Vater war emotional mir gegenüber immer grenzüberschreitend. Es gab viel seelische Gewalt, die ich nicht verstand und die mir Angst gemacht hat. Meine Mutter kommt aus einer Familie, in welcher man irgendwie daran glaubt, dass man immer positiv denken müsse. Dies wurde mir irgendwie von ihr eingeimpft. Meiner Meinung nach hat sie die Gewalt meines Vaters gegenüber mir nicht sehen wollen oder hat meiner Meinung nach überhaupt nicht adäquat darauf reagiert. Ich finde, dass solche Gewalt ein absolutes No-Go ist und demnach ein Scheidungs- und Trennungsgrund. Meiner Meinung nach gehört das Kindeswohl an erster Stelle. Obwohl der Missbrauch oft genug vor den Augen meiner Mutter passierte, hatte das für meinen Vater nie echte Konsequenzen. Am nächsten Tag war alles vergessen und wieder gut. Wie gesagt hat mir das Verhalten meines Vaters grosse Angst gemacht. Doch niemand scheint diese Angst gesehen oder darauf reagiert zu haben. Auch nicht Verwandte. Mit meiner Angst war ich einfach komplett alleine.

– Es geht darum Gedanken zu enttraumatisieren

Wenn einem der Vater als Kind sagt, dass man ein Versager ist, dann macht einem dieser Gedanke extrem Angst, weil er mit der Gefahr verbunden ist vom Vater verlassen zu werden. Also ist von nun an dieser Gedanke traumatisiert. Nie wieder wollen wir diese Angst erleben und diese Angst ist mit dem Gedanken gekoppelt ein Versager zu sein. Aber hey, es ist nur ein Gedanke und Gefühle gehören zum Leben dazu.

– Ich empfinde Manie

Angst? JA? Bisch du da? JA. Guet. Das froit mich.

Ich kann nicht in der freien Wildbahn mit meiner Mutter und meinem Vater zusammen sein. Warum nicht? Weil ich Angst vor meinem Vater habe.

Ich han Angst.

Vielleicht gilt es einfach einmal diese Angst ernst zu nehmen und nicht zu vergewaltigen.

– Ich empfinde Manie

Eine Aussage von meinem Vater à la: «Es ist klar, dass man Schwierigkeiten hat sich in eine gute Position innerhalb der Klasse zu bringen, wenn man immer schlechte Noten schreibt» ist für mich extrem belastend. Warum? Erstens, weil die Aussage auf mich abzielt. Zweitens, weil der Psychologe bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von etwaigen schlechten Noten wusste.

Ich empfinde Truur.

Ich han Angst

Als Baby hatte ich Angst (vor etwas oder jemandem). Deswegen habe ich geschrien. Da meine Mutter und mein Vater angsttraumatisiert sind und waren, konnten sie meine Angst nicht sehen. Sie konnten mein Problem nicht erkennen. Deswegen konnten sie mir auch nicht helfen. Das habe ich irgendwann einmal begriffen. Also habe ich das Weinen eingestellt. Doch die Angst war immer noch da. Was macht man, wenn man eine negative Situation nicht ändern kann? Man akzeptiert sie. Also habe ich die Situation so akzeptiert wie sie ist. Jetzt war nur noch die Angst selbst das Problem. Also habe ich diese abgestellt. So habe ich den Zugang zu meiner Angst verloren.

Ohne Angstbewusstsein konnte ich gefährliche Situationen nicht richtig einschätzen bzw. analysieren. Mein Körper reagierte auf dem Niveau eines Tieres. Fight, Flight or Freeze. Kämpfen, Flüchten oder Erstarren. Ich hatte nicht die Fähigkeit auf Situationen adäquat bzw. erwachsen zu reagieren, weil ich immer noch keinen bewussten Zugang zu meiner Angst hatte. Jetzt versuche ich den Zugang zu meiner Angst zu enttraumatisieren. Ich mache das, indem ich über meine Angst nachdenke und über sie spreche. So erhoffe ich mir, dass sich unser Verhältnis normalisiert und sie mir helfen kann gefährliche Situationen zu erkennen und ich ihr helfen kann in gefährlichen Situationen vernünftig zu reagieren.

– Ich empfinde Truur

Ich denke, dass es normal ist, dass Kinder Todesangst davor haben vernachlässigt zu werden.

Früher durfte ich diese Angst nur in Anwesenheit von Besuch ausleben. Warum? Weil ich gespürt habe, dass ich dann in Sicherheit war. Sonst fühlte ich diese Sicherheit nicht. Mein Vater war unberechenbar und hat seelische Grenzen immer wieder überschritten. In seiner Anwesenheit einen spielerischen Umgang mit meiner Angst zu erlernen, wäre vielleicht wirklich lebensgefährlich gewesen. Warum? Weil er selbst nie Kind sein konnte und auch selbst nie einen Umgang mit Angst gelernt hatte. Meine Mutter

– Ich han Angst

Als mein Vater ausgerastet ist, als ich ca. drei Jahre alt war, weil ich für seinen Geschmack nicht schön genug ass, hätte ich Angst vor ihm haben können.

Ich hätte Angst vor ihm haben können, dass er..

  • mich umbringt
  • Oder
  • mich verlässt

Das Erste ist nicht passiert und das Zweite wollte ich verhindern.

Wie? Indem ich meine Angst verdrängt habe und ihm gezeigt habe..

..dass alles gut ist.

Heute holt mich die Angst ein. Ich kann sie nicht länger verdrängen. Ich stelle fest, dass es egal ist, ob ich Angst habe oder nicht. Ich bleibe am Leben.

Ich han Angst

Ich habe gerade einen neuen Begriff gelernt:

Traumabonding

https://de.wikipedia.org/wiki/Traumabindung

Angst? Ja? Bisch du da? Ja.

Mein Hauptmissbraucher war mein Vater. Meine Nebenmissbraucherin war meine Mutter. Warum war sie nur Nebenmissbraucherin? Weil sie innerhalb der Familie keinen grösseren Einfluss hatte.

– Ich han Angst

Mein Vater war das Oberhaupt meiner Familie. Mein Vater hat mir nicht vermittelt, dass ich gut so bin, wie ich bin. Aus dieser Ablehnung habe ich, weil ich es nicht besser wusste, mich angefangen selbst abzulehnen. Weil mein Vater sozusagen mein Gott war, sah ich keinen anderen Weg als ihm zu glauben und ihm zu vertrauen. Also war ich das Problem. Aber damit ich damit umgehen konnte, habe ich meinen Körper zum Sündenbock gemacht. Dadurch habe ich Geist und Körper getrennt. Denn diese Trennung hat mir sozusagen wieder Sicherheit gegeben. «Es ist nicht alles verloren – ich kann den Körper noch anpassen.» «Es ist nicht meine Schuld – es ist die Schuld meines Körpers.» So konnte ich weiter daran glauben, dass ich die Gunst meines Vaters gewinnen könne.

Tatsächlich wurde ich dadurch psychisch krank und habe mich selber begonnen fertig zu machen. Mit diesem Problem der falschen oder bösen Glaubenssätze habe ich bis heute zu kämpfen.

Dabei wäre es eigentlich ganz einfach:

«Ich bin wunderbar.»

Ich empfinde Truur

Mein Vater hat mich seit Kindesbeinen immer wieder angegriffen. Meine Mutter hat mich dagegen nicht effektiv verteidigt. Die Angriffe und die Ohnmacht haben bei mir Angst ausgelöst, aber die Angst verlassen zu werden war stärker, so dass ich nach Wegen gesucht habe die Angst zu verdrängen. Dies ist mir auch gelungen. So bin ich dann ins Leben gegangen. Als Mensch, welcher den Zugang zu seinen Gefühlen verloren hat. Als emotionaler Krüppel, weil ich als Kind bis heute von meinem Vater psychisch missbraucht wurde.

Ich empfinde Truur

«Wenn meine Frau mir etwas über Michel erzählte, fühlte ich mich unter Druck mit Michel zu schimpfen, weil ich dachte, dass das von mir erwartet würde. Ich wollte meiner Frau damit zeigen, dass ich auf ihrer Seite stand.»
«Michel hatte sich ein schönes Leben aufgebaut. Sein Bruder gehorchte ihm auf Schritt und Tritt und auch meine Frau hat er manipuliert, so dass ich es als meine Aufgabe sah ihm eins auf den Deckel zu geben nachdem ich nach Hause kam.»