Ich habe Angst

Die Kombination aus meiner MUTTER und meinem VATER war für meine PSYCHISCHE Gesundheit fatal. Mein VATER, welcher mir Angst macht und meine Mutter, welche im Prinzip an eine Philosophie des ‚POSITIVEN DENKENS‘ GLAUBT.

Wie hätte ich da im Prinzip nur schon verstehen können, was Angst ist? Ich habe GEDACHT, dass ich meine GEDANKEN bin bzw. dass ich mit meinen GEDANKEN mein Leben beeinflussen kann und weil ich ein gutes Leben wollte, musste ich ‚POSITIV DENKEN‘ und deswegen hatten negative GEDANKEN keinen Platz und deswegen habe ich diese GEDANKEN so lange es ging (bis 2020) VERDRÄNGT und hatte bis dahin kognitiv überhaupt kein Verständnis von Angst und dementsprechend auch keinen Zugang zu meiner eigenen Angst.

Deswegen hatte ich immer so lange gar keine Angst bis ich extrem viel Angst hatte und war zum Beispiel so lange nicht wütend bis ich ausrastete.

Naja. Für alle da draussen: Es ist ein langer und steiniger Weg. Aber das Gute am Weg zur Akzeptanz aller Gefühle ist, dass der Körper immer nur so viele Gefühle zulässt, wie er auch ertragen kann. Deswegen muss man keine Angst vor seinen GEDANKEN haben. Denn sie werden nichts auslösen, was wir nicht tragen können.

– Bin ich FASSUNGSLOS? Ja. Warum?

Weil ich heute noch mehr als gestern davon überzeugt bin, dass ich tatsächlich unter einer ‚apikalen Paradontitis‘ von Zahn26 und/oder Zahn27 leide.

Das zu AKZEPTIEREN, fällt mir enorm schwer. Warum? Weil eine ‚apikale Paradontitis‘ von Zahn26 und/oder Zahn27 schwere Folgen hätte. Ich MÜSSTE irgendwie (mindestens) die ENTZÜNDUNG unter dem ZAHN26 wegbringen. Die Pulpa (das Zahninnere) wäre von der Entzündung wahrscheinlich auch betroffen bzw. wahrscheinlich sogar der Hauptherd. Also müsste, um die ENTZÜNDUNG zu BEKÄMPFEN, man die Pulpa, und somit den Zahn abTÖTEN. Eine Wurzelbehandlung, wie man das nennt, wäre also meiner Meinung nach das Mindeste, was mir blüht.

Dabei kenne ich meinen Zahnarzt erst seit letztem Jahr und war erst einmal bei ihm in Behandlung und nun muss ich im zarten Alter von wenigen dutzend Jahren bereits einen massiven Eingriff ausführen lassen, welcher wahrscheinlich nicht nur tausende von Franken kostet, sondern auch eine Ära einleitet, welche man den VERLUST der Zähne‘ nennen könnte.

Ich glaube nun zu wissen, wie sich zum Beispiel eine Krebsdiagnose anfühlt, weil es für mich ähnlich schlimm und überraschend ist. Die Zeit, in der ich mich auf Sachen konzentrieren kann, welche mein Leben verbessern, ist vorbei. Heute beginnt eine neue Zeitrechnung. Diese neue Zeitrechnung nenne ich ‚die Zeit, in welcher ich mich auf Sachen konzentrieren muss, welche meine Lebensdauer im besten Fall verlängern‘.

Ich kann es nicht FASSEN. Ich bin absolut FASSUNGS– und sprachlos. Alles scheint das zu relativieren. Dieses Unglück überstrahlt alles. Es erinnert mich an das Rehmann-Interview mit Raissa von 2025, welche sich darin mit ihrer absolut TÖDLICHEN KrebsERKRANKUNG konfrontiert.

Dadurch wirkt auf mich jetzt tatsächlich alles andere komplett sinnlos. Ich lebe nur diesen einen Moment und nehme nur diesen einen Moment wahr. Alles andere kann ich mir eben nicht vorstellen. Was bleibt ist die rationale Überzeugung, dass das Leben eben doch trotzdem weitergehen wird. Ich bin schockiert.

– Ich habe ANGST

Ich tendiere noch heute dazu zu glauben, was ich DENKE. Früher war das vielleicht notwendig, weil ich das, was mein VATER über mich gesagt hat, nicht ernst nehmen konnte. Zu glauben, was ich denke, könnte man folglicherweise als eine Kompensationsstrategie bezüglich den Fake-News, welche mein VATER produziert hat, bezeichnen.

Früher hat mir mein Vater auch nie zugehört. Bzw. ich hätte mich nicht getraut ihm etwas zu erzählen.

Sozusagen musste ich meinen Gedanken glauben, weil ich sie niemandem erzählen konnte.

Wenn ich mich getraut hätte, meinem Vater meine Gedanken zu erzählen, weil ich keine ANGST gehabt hätte, hätte ich vielleicht schon früher bemerkt, dass ich nicht meine Gedanken bin, sondern das Gedanken einfach eine Seite der Medaille sind. Wie die andere Seite (Gefühle) muss man sie akzeptieren und sie kommen und verflüchtigen sich wieder. Ich habe sie aber viel zu ernst genommen und sie immer wieder versucht zu adaptieren bzw. sie zu sabotieren. Ich wollte einfach etwas sein, was ich nicht war. Eine Person, welche mein Vater mochte und liebte.

Ich dachte, dass ich meine Gedanken ändern könne. So hat es damit begonnen, dass ich mich selbst quäle und es vielleicht gefühlt nie schaffe im Moment zu leben.

Jeder Mensch hat seine eigenen Gedanken. Das macht ihn aus.

Ich darf meine GEDANKEN haben.

– Ich habe ANGST

Was ist eine ANGSTSTÖRUNG?

Eine ANGSTSTÖRUNG ist, wenn man ‚ANGST VOR DER ANGST‘ hat.

Doch was können Hinweise auf ANGST sein?

Negative GEDANKEN.

Negative GEDANKEN können einem ANGST machen.

Doch negative GEDANKEN können auch ein Hinweis auf vorhandene ANGST sein.

Das heisst, wenn man von einer ANGSTSTÖRUNG genesen will, muss man die ‚ANGST VOR DER ANGST‘ ablegen. Auf die GEDANKEN umgemünzt heisst das, dass man diese akzeptieren muss. Das heisst die negativen GEDANKEN AKZEPTIEREN. Denn sie sind die wahre ANGST. Wenn wir die ANGSTSTÖRUNG besiegen wollen, müssen wir die wahre ANGST AKZEPTIEREN.

Lieber Zurken 6

Akzeptanz