Eine THEORIE
Wie GEWALT entsteht
Es gibt etwas, das einem Angst macht. Statt sich die Angst einzugestehen und sich mit ihr anzufreunden, versucht der Traumatisierte die Ursache der Angst zu bekämpfen.
Wie GEWALT entsteht
Es gibt etwas, das einem Angst macht. Statt sich die Angst einzugestehen und sich mit ihr anzufreunden, versucht der Traumatisierte die Ursache der Angst zu bekämpfen.
Kursiver Link bedeutet privater Beitrag.
Damals im Kindes- und Jugendlichenalter hat mein Gehirn entschieden die Synapsen von meinem bewussten Denken zu meinen Gefühlen zu kappen.
Warum? Es war ein Trauma bzw. Traumata. Im Vordergrund stand meiner Meinung nach die Angst vor meinem Vater, welche von meiner Mutter nicht validiert worden war.
Mein TRAUMA


Ich habe immer alles gemacht, um meinen ELTERN zu gefallen.
Der DANK dafür ist, das sie mich BEMITLEIDEN, weil sie GLAUBEN, dass ich PSYCHISCH KRANK bin.
Das macht mich unglaublich wütend.
Irgendwo, eines Tages begann der Teufelskreis. Der Kreislauf pflanzt sich folgendermassen fort:
{Ich habe ANGST. Ok. Ich darf ANGST haben.}
Die Frau oder der Mann sind wegen dem Gaslighting-Chauvinismus-Narzissmus–Missbrauchsteufelskreislauf, welcher sie selbst erlebt haben, ‚psychisch krank‘ geworden und können sich deswegen nicht adäquat um ihre Kinder kümmern. Die Familie hat zwei Kinder. Ein Mädchen und ein Junge. Das Mädchen musste als kleines Kind ihre Angst vor Vernachlässigung verdrängen. Nun, als sie erwachsen wird, ist sie immer noch voll dabei ihre Ängste vor was auch immer zu verdrängen. Sie sieht einen stark und mutig wirkenden Mann, bei welchem sie sicher ist, dass sie mit ihm keine Angst haben muss. Der Junge sucht die Liebe und Anerkennung, welcher er von seiner Mutter nicht bekommen hat..
{Angst? Ja. Bisch du da? Ja. Guet. Chanich irgendöppis für dich tue? Nei, isch guet.}
..in einer romantischen Beziehung mit einer Frau. Doch insgeheim verspürt er auch einen riesengrossen Hass auf Frauen, weil er die Wut, welche durch die Vernachlässigung seiner Mutter entstanden ist, nie wirklich aufgearbeitet hat. Da er sein Kindheitstrauma nie wieder erleben will, versucht er alles zu kontrollieren. Er beginnt die Frau in einen goldenen Käfig einzusperren und wenn sie sich dagegen wehrt, kommt der verdrängte Hass auf und richtet sich gegen seine Frau.
{Wie geht es mir jetzt? Ich habe Angst. Ok. Das ist gut.}
Ich hatte ‚ANGST VOR MEINEM VATER‘, doch diese ANGST hat niemand bemerkt.
Ablauf und Heilung einer (komplexen) posttraumatischen Belastungsstörung
ist, wenn man sich traumabedingt über seine Gedanken identifiziert.
Als KIND habe ich mich nicht getraut um die AUFMERKSAMKEIT meiner MUTTER zu betteln. Warum nicht? Unter anderem, weil ich ‚ANGST VOR DER EIFERSUCHT MEINES VATER HATTE‘. Dies war für mich TRAUMATISCH. Doch für mich GLÜCKLICHERWEISE konnte ich Jahre später das TRAUMA aufarbeiten. Ich konnte um die AUFMERKSAMKEIT von Z betteln.
KÖRPER und GEIST sind voneinander ABHÄNGIG. Der GEIST kann ohne den KÖRPER nicht leben. Was der KÖRPER ohne GEIST wäre, kann ich mir nicht vorstellen. Also liegt doch eigentlich der Schluss nahe, dass der GEIST nett zum KÖRPER sein sollte. Weil der KÖRPER eigentlich wie der Wirt des GEISTES ist. Doch ich wage zu behaupten, dass dies bei mir jahrelang nicht der Fall war. Es ist meine SCHULD. Aber ich kann mich erklären; ich war PSYCHISCH KRANK. Deswegen konnte ich meine Aufgabe nicht erfüllen. Das Ganze ist aus einem TRAUMA entstanden. Hier ist die Geschichte dazu: Mein VATER konnte mir keine BEDINGUNGSLOSE LIEBE zeigen (er kann es heute noch nicht – Wie geht es mir jetzt? Ich empfinde TRAUER.)
Da ich als KIND meinem VATER gefallen wollte und von ihm ABHÄNGIG war, VERTRAUTE ich ihm. Also strengte ich mich an die an BEDINGUNGEN geknüpfte LIEBE zu ergattern. Hierfür musste mein KÖRPER das tun, was ich für nötig hielt, damit ich die LIEBE meines VATERs erkaufen konnte. Leider hat es nie funktioniert und was mir davon als einziges übrig geblieben ist, ist ein total VERÄNGSTIGTER KÖRPER.

Wenn man als Baby oder als Kleinkind oder als (kleines) KIND nicht das bekommt, was man will und braucht, könnte ich mir vorstellen, dass man zuerst einmal Angst bekommt. Nützt diese Angst nichts, weil sie zum Beispiel von der Mutter oder dem Vater nicht gesehen/ignoriert wird, dann bleibt dem Kind noch die WUT. Wird diese Wut auch nicht gesehen bzw. sein Problem trotzdem oder gerade wegen der eigenen WUT nicht gelöst, dann wird die WUT nutzlos. Dies lernt das KIND und spart sich zukünftig die Energie für das bewusste wütend sein. Das Nichtfunktionieren der WUT ängstigt das Kind auch, weil es seine letzte Möglichkeit war seinem/r Bedürfnis/se Nachdruck zu verleihen. Deswegen wird beim KIND in einem solch krassen Fall der Vernachlässigung die WUT mit ANGST überspielt. Dies ist gleichbedeutend mit einem TRAUMA. Die TRAUMATISIERTE WUT kann später folgende Konsequenzen mit sich bringen:
Ein Event kann so lang anhaltend sein, dass man die durch den Event verursachte ANGST irgendwann nicht mehr versteht. Die gefühlte körperliche Angst wird zur neuen Realität an die man sich gewöhnt. Dann bleiben nur noch die Gedanken zur Angst (geistige Angst) und der Schluss liegt leider nahe diesen Gedanken die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich neu zu programmieren und die geistige Angst vollends zu löschen. Hiermit wären wir meiner Meinung nach bei einem Zustand psychischer Krankheit angelangt, weil der Geist nichts mehr von der körperlichen Angst weiss. Da nun Körper und Geist nicht mehr eins sind, versteht der Geist den Körper nicht (mehr). Mein GEIST verstand nicht, dass mein Körper durch die Angst vor meinem VATER blockiert war und dies frustrierte meinen Geist, was dazu führte, dass mein Geist seine Frustration an meinem Körper ausließ. Dieses ‚Mobbing‘ ängstigte meinen Körper zusätzlich. Ohne sich wieder bewusst mit seiner ANGST auseinanderzusetzen bleibt der Mensch für immer in seiner traumatischen körperlichen Angst gefangen, welche nun unter Umständen gänzlich durch den GEIST verursacht ist. Nachdem ich von meinem VATER zum OPFER gemacht wurde, machte ich mich weitere Jahrzehnte selbst zum Opfer. Das Opfer war der Körper und der GEIST der Täter.

Was ist mein Problem? Mein Problem ist, dass ich ANGST VERDRÄNGE, dass ich ANGST VERDRÄNGEN kann, dass ich ANGST sehr gut VERDRÄNGEN kann. Mit der Wirkung, dass ich gegen aussen oft furchtlos wirke, obwohl ich eigentlich ANGST habe. TRAUMATISIERTE Menschen, die mir ANGST machen wollen, sehen so gar nicht, dass sie ihr Ziel erreicht haben. Sie FÜHLEN sich durch mein furchtloses Auftreten provoziert und provozierter. Das bedeutet, dass ihnen der Umstand, dass sie offenbar keine furchteinflössende Wirkung haben, ANGST macht. Da TRAUMATISIERTE Menschen ANGST VOR IHRER ANGST haben, versuchen sie die ANGST zu bekämpfen. Wie? Indem sie mir noch mehr ANGST machen wollen. Diese Aktionen können für mich tatsächlich gefährlich werden.
Und weil ich weiss, dass ich wegen meiner furchtlosen Wirkung praktisch mit jedem TRAUMATISIERTEN Menschen in einen TÖDLICHEN Konflikt gelangen kann, vermeide ich den Kontakt zu Menschen. Aus Selbstschutz.
Der Preis, den man bezahlen muss, um ein Trauma aufzulösen, ist körperliche Angst zu haben.
GEWALTtätige Menschen sind TRAUMAtisiert. Das heisst, dass sie eigentlich ANGST vor ihrer ANGST haben, aber sich dieser ANGST nicht bewusst sind. Sachen, die ihnen ANGST machen, bekämpfen sie deswegen. Sie WOLLEN sich nicht mit ihrer ANGST auseinandersetzen. Deswegen bekämpfen sie alles, was bei ihnen ANGST auslöst. Sie WOLLEN oder können ihre ANGST nicht aushalten.
Mein Problem ist, dass ich keinen Zugang zu meiner ANGST habe. Das ist mein TRAUMA.
Ich empfinde TRAUER.
Der Glaube, dass wir unseren Körper steuern können, beruht auf einem Trauma. Der Glaube dient dazu die Angst vor dem Nichbeeinflussbaren zu verdrängen.
Wenn man ein spezifisches Gefühl nicht auslebt, weil man Angst vor den Konsequenzen hat.
Man ist traurig. Man hat aber Angst Trauer zu zeigen. Dann hat man Angst. Passiert das bei vielen Gefühlen, dann hat man viel Angst. Oder anders gesagt: Jedes traumatisierte Gefühl löst Angst aus. Wenn man fest traumatisiert ist, dann hat man praktisch nur noch Angst. Wenn man immer Angst hat, wie kann man dann die Angst noch identifizieren? Wie kann man wissen, dass man Angst hat, wenn sich das ganze Leben wie Angst anfühlt? Also vergisst man die Angst und dadurch den Schlüssel zum Zugang der traumatisierten Gefühle.
Angst ist der Schlüssel zum Zugang der traumatisierten Gefühle.
Wenn man zum Beispiel traurig ist und weinen möchte, man das aber aus Angst nicht tut.
Wenn man spezifische Sachen gesagt hat, sind spezifische negativen Sachen passiert. Unbewusst denkt man, dass die negativen Dinge mit den Sachen, die man gesagt hat, zusammenhängen. So beginnt man diese spezifischen Sachen nicht mehr zu sagen/denken. Leider ist diese Konditionierung falsch, denn die negativen Dinge wären so oder so passiert. Dadurch, dass man jetzt aber diese spezifischen Dinge nicht mehr sagt/denkt, hat man ein Stück weit den Zugang zu sich selbst verloren.


Vor ein paar Posts habe ich eine YT-Url veröffentlicht. Unter dieser Url findet man ein Video über den sexuellen Missbrauch eines Mädchens durch ihren Stiefvater. Es ist das schrecklichste Video, das ich je gesehen habe. Zum ersten und einzigen Mal habe ich es mir vor ein paar Wochen angeschaut. Es hat mich traumatisiert und geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Einmal hört man das Mädchen sagen «muss das jetzt sein?» und der Stiefvater sagt irgendwie «ja, das muss jetzt sein» und vergewaltigt sie.
Ich han Angst.
Es fällt mir schwer darüber zu schreiben, obwohl es nur ein Film/Reportage/Doku ist und alle kinderpornographischen Inhalte gepixelt waren..
Stell dir vor: Das Mädchen wird erwachsen und ihr gefällt etwas nicht – wird sie sich dann noch getrauen zu sagen: «Muss das jetzt sein?»
Durch den Missbrauch wird dem Kind also die Sprache genommen.
Man kann Angst haben vor Trauer und Wut und anderen Gefühlen. Aber Angst haben vor Angst ist doch irgendwie ein Widerspruch. Was bleibt? Die Angst. Deswegen kommt immer zuerst die Angst. Das ist immer das erste Gefühl, welchem man begegnet, wenn man sich auf den Weg macht Traumata aufzulösen.
Stell dir vor du hättest das Gefühl, dass dich jemand umbringen/vernachlässigen könnte, so dass du sterben könntest, wenn du nicht das tust, was diese Person sich von dir wünscht. Was würdest du dann tun?
Ich würde denken, dass ich alles tue, um dieses Schicksal zu vermeiden. Diese Illusion ist ein Trauma. Warum? Weil ich das tue, damit ich mich nicht mit meiner Angst beschäftigen muss.
Als mein Vater ausgerastet ist, als ich ca. drei Jahre alt war, weil ich für seinen Geschmack nicht schön genug ass, hätte ich Angst vor ihm haben können.
Ich hätte Angst vor ihm haben können, dass er..
Das Erste ist nicht passiert und das Zweite wollte ich verhindern.

Wie? Indem ich meine Angst verdrängt habe und ihm gezeigt habe..

..dass alles gut ist.
Heute holt mich die Angst ein. Ich kann sie nicht länger verdrängen. Ich stelle fest, dass es egal ist, ob ich Angst habe oder nicht. Ich bleibe am Leben.
Was ist ein Trauma?
Ein Trauma ist, wenn einem (gewisse) Dinge, Menschen, Situationen Angst machen, obwohl die Situation eigentlich gar nicht gefährlich ist, weil diese Dinge, Menschen, Situationen einem an etwas erinnern, das früher einmal gefährlich war.
Enttraumatisieren kann man die Gegenwart, indem man die traumatischen Erlebnisse bespricht. So dass die Gefühle von damals wieder hervorkommen. Man diese Gefühle in einer anderen Umgebung ein
Was ist ein Trauma?
Ein Trauma ist, wenn man zwanghaft versucht Menschen zu gefallen bzw. Menschen zu bekämpfen, obwohl dies eigentlich gar nicht mehr nötig ist.
Man tut es, weil man Angst hat vor der Todesangst. Aber erst, wenn man die Angst akzeptiert, wird aus der Angst vor der Angst einfach Angst und das problematische Verhalten sollte verschwinden.
Ich habe gerade einen neuen Begriff gelernt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Traumabindung
Angst? Ja? Bisch du da? Ja.
Mein Hauptmissbraucher war mein Vater. Meine Nebenmissbraucherin war meine Mutter. Warum war sie nur Nebenmissbraucherin? Weil sie innerhalb der Familie keinen grösseren Einfluss hatte.
Mein Vater war das Oberhaupt meiner Familie. Mein Vater hat mir nicht vermittelt, dass ich gut so bin, wie ich bin. Aus dieser Ablehnung habe ich, weil ich es nicht besser wusste, mich angefangen selbst abzulehnen. Weil mein Vater sozusagen mein Gott war, sah ich keinen anderen Weg als ihm zu glauben und ihm zu vertrauen. Also war ich das Problem. Aber damit ich damit umgehen konnte, habe ich meinen Körper zum Sündenbock gemacht. Dadurch habe ich Geist und Körper getrennt. Denn diese Trennung hat mir sozusagen wieder Sicherheit gegeben. «Es ist nicht alles verloren – ich kann den Körper noch anpassen.» «Es ist nicht meine Schuld – es ist die Schuld meines Körpers.» So konnte ich weiter daran glauben, dass ich die Gunst meines Vaters gewinnen könne.
Tatsächlich wurde ich dadurch psychisch krank und habe mich selber begonnen fertig zu machen. Mit diesem Problem der falschen oder bösen Glaubenssätze habe ich bis heute zu kämpfen.
Dabei wäre es eigentlich ganz einfach:
«Ich bin wunderbar.»
Was macht man, wenn man Angst hat?
Was ist, wenn man Angst vor der Angst hat?
Man geht immer dann weg oder kann nicht mehr klar denken (erstarren), wenn man Angst hat.
Logischerweise ist dies sehr unpraktisch. Man ist diesem Reflex zu 100% ausgeliefert. Wie kann man so ein selbstbestimmtes Leben führen? Man kann es nicht.
Mein Trauma:
Kann man Gefühle verstecken?
Jein.
Warum sollte man Gefühle überhaupt verstecken wollen?
Weil man traumatisiert ist. Das heisst, dass man bei gewissen Gefühlen schlechte Erfahrungen gemacht hat. So wurde man konditioniert die mit diesen schlechten Erfahrungen verbundenen Gefühle zu verdrängen.
Wie kann man Gefühle verdrängen?
Indem man nicht an sie denkt.
{Angst? Ja? Bisch du da? Ja. Guet. Das froit mich. Chanich irgendöppis für dich tue? Nei, isch guet merci. Bitte. Ich ha di gern. I ha di ou gärn.}
Mein Trauma:
Wenn ich Angst zeige, dann werde ich umgebracht.
Über etwas zu sprechen, sollte einem ja theoretisch keine Angst machen. Ausser:
Ein Trauma ist vergleichbar mit einer Sucht. Man ist süchtig danach ein oder mehrere traumatisierte Gefühle nicht zu fühlen. Hört man damit auf, kommen Entzugserscheinungen.
Das erste Gefühl, dass man enttraumatisieren muss, wenn man traumatisiert ist, ist Angst. Warum? Weil es das erste Gefühl ist, das man hat.
Eine Theorie
Wie ein Trauma entstehen bzw. weitergegeben werden kann:
Als Kind habe ich Angst bzw. bin wütend oder bin traurig. Da bei meinen Eltern diese Gefühle traumatisiert sind, können sie diese Gefühle bei mir nicht erkennen. Diese Erkenntnis löst bei mir Todesangst aus.
Warum könnte das so sein?
Weil mir mein Vater wahrscheinlichlich das Gefühl gegeben hat, dass er mich umbringen wird, sollte ich mich gegenüber meiner Mutter nicht seinen Vorstellungen nach verhalten.
Warum? Wegen Kindheitstraumatas.
Weil das Erste zwischen mir und meiner Mutter passiert ist, weil ich wütend war, weil mir das Zweite durch meinem Vater passiert ist.
Und jetzt hani de Salat.
Wird man auf einer Wanderung von einem Hund gebissen, hat man schreckliche Angst und schreckliche Schmerzen. Irgendwann ist die Wunde verheilt und man denkt darüber nach. Ein böser Hund hatte mich in diesem Moment gebissen. Das ist schrecklich. Es gibt böse Hunde. Aber nicht jeder Hund ist böse. Manchmal hat man einfach Pech.
Empfinde ich Truur? Ja.
Wenn man bei sich zuhause einen bösen Hund hat und dieser immer wieder zubeisst, die Familie aber nichts dagegen macht, dann spaltet man sich ab. Man generiert eine dritte Identität, welche unantastbar ist. Der Körper war nicht unantastbar, weil er gebissen wurde. Das Wissen des Geistes, dass der Hund derjenige ist, welcher böse ist, hat auch nichts genützt.
Diese dritte Identität ist eine Wunschrealität. Sie ist nicht kompatibel mit der Realität. In dieser Wunschrealität gibt es keine Hunde. Man hat auch keine Angst.
So durchs Leben zu gehen ist scheisse. Warum? Weil man immer die falschen Antworten auf Fragen und Probleme hat.
Wie kann man wieder zu Körper und Geist werden und die dritte Identität verlassen?
Man muss verstehen, dass man in der Familie einen bösen Hund hatte.
Ich wollte Liebe von meiner Mutter und bekam sie – aber nur wenn mein Vater nicht da war.
Empfinde ich Wut? Ja.
Wenn man Angst hat vor den eigenen Gefühlen. Aber da Angst auch ein Gefühl ist, man dies nicht wissen will.
Jeder Mensch hat Angst. Angst ist ein natürliches Gefühl, welches uns vor dem Tode schützt. ‚Angst‘-traumatisierte Menschen sind sich ihrer Angst nicht bewusst. Damit fehlt wie ein Ventil. Die Angstgedanken, sozusagen das Abfallprodukt der Angst, summieren sich und führen zu einer blockierenden Wirkung.
Han ich Angst?
Ja.
Angst vor was?
Ich han Angst vor mir selber.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Durch traumatische Situationen verlieren wir den Zugang zu gewissen Gefühlen. Dies ist ein Selbstschutz, damit wir in extremen Situationen weiterhin rational denken können. Theoretisch möglich ist, dass wir mehrere Jahre in einer traumatischen Situation leben.
Im besten Fall sind wir irgendwann aus dieser traumatischen Situation raus, aber das Hirn hat noch immer den Zugang zum Gefühlsareal nicht wiederhergestellt.
Also verbleiben wir viel zu lange in uns ängstigenden Situationen und der Körper kompensiert das mit Alkoholkonsum.
Bei einer Traumatisierung werden gewisse Gedanken, welche Gefühle auslösen, konsequent umgangen, was zu einem Gefühl der Gefühlslosigkeit führt.
Nach der Traumatisierung werden unbewusst Aktivitäten ausgeführt, welche die traumatisierten Gefühle auslösen.
Dadurch kann man erleben, dass man diese Gefühle relativ gefahrlos erleben kann und man sie guten Gewissens ‚enttraumatisieren‘ kann.
Vielleicht ist das auch das, was ich mit meinem Blog bezwecke. Gewisse Gefühle in einem relativ sicheren Rahmen enttraumatisieren.
Warum rauchen Menschen?
Hierfür gibt es selbstverständlich viele Erklärungen.
Eine könnte sein:
Das Gefühl sich selbst zu schaden, versetzt ihn wieder zurück in eine Situation, welche ihm auch geschadet hat, er aber verdrängt hat. Durch das Rauchen nähert er sich also einer für ihn traumatischen Situation an.
Ich weiss es nicht, aber vielleicht ist es ein grosser innerer Widerstand gegen gewisse Gefühle/Gedanken.
Ich hatte als Kind eine so unglaubliche Todesangst vor meinen Eltern, als dass ich es als notwendig empfand eine Fassade aufzubauen. Mit der Zeit habe ich geglaubt, dass ich diese Fassade bin und ab und zu (so wie am letzten Samstag) blitzt das wahre Ich wieder auf.