Han ich Angst? Ja.

Das Leben ist ein Rätsel. Jeder Baum, jeder Stein, jeder Mensch, jedes Tier, jedes Staubkorn, jeder Sonnenstrahl, jeder Wassertropfen wurde extra für mein Rätsel erstellt. {Han ich Angst? Ja.} Wenn ich dieses Rätsel gelöst habe, darf ich gehen.

 

Vielleicht habe ich einfach Angst mir gewisse Gefühle einzugestehen und so habe ich halt fast immer Angst. Es wäre dann so wie ein Stau.

 

Ich leide

Das Leben ist für mich sehr anstrengend und mehrheitlich eher{Han ich Angst? Ja.} nicht lebenswert. Ich könnte Millionär sein und trotzdem würde ich mich innerlich geplagt fühlen.

Ich denke, dass das Leben für niemanden einfach einfach ist. Vielleicht ist es für alle ein bisschen dreckig. {Han ich Angst? Ja.} Aber, was bleibt mir anderes übrig als wie ein Getriebener eine Lösung zu suchen. Ich bin der Wurm, der unbedingt aufs andere Feld rüber will, obwohl er nicht weiss, dass es dort wirklich besser ist. Ich muss das akzeptieren.{Empfinde ich Truur? Ja.}

Heute habe ich mir eine eigene Diagnose gegeben: Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (F60.6, ICD-10)
–> Differentialdiagnose: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ (F60.31, ICD-10).

Mein Psychiater hat mir 2024 folgende Diagnose gegeben: Autismusspektrumsstörung
–> Differentialdiagnose: Schizotype Persönlichkeitsstörung

{Han ich Angst? Ja.}. Vielleicht empfinde ich tatsächlich anders als ein sogenannt neurotypischer Mensch. Diese Erkenntnis ist wie ein Trostpflaster. Mehr aber nicht, weil ich trotzdem leide.

Deswegen suche ich weiter nach einer Lösung: Es gibt viele Menschen, welche ich in meinem Umfeld sehe, welche ähnliche Verhaltensweisen wie ich an den Tag legen und auch dadurch zu leiden scheinen. Wie würde ich das beschreiben?

{Han ich Angst? Ja.}

Vielleicht ist das herausragendste Merkmal eine innere grosse Angst vor sich selber. Wie will ich damit umgehen?

  1. es erkennen und zwar im Moment
  2. mir gut zureden und mir zugestehen, dass diese Angst richtig ist und ich diese haben darf

Dies ist mein Plan und meine Hoffnung. Ich weiss, dass psychische Dinge manchmal Jahre und Jahrzehnte brauchen bis sie sich bessern. {Han ich Hoffnig? Ja.}{Han ich Angst? Ja.}.

PS: Vielleicht habe ich einfach Angst mir gewisse Gefühle einzugestehen und so habe ich halt fast immer Angst. Es wäre dann so wie ein Stau.

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Eine Theorie

Wie ist es möglich, dass Menschen nicht mehr ihr Haus verlassen?

Die Angst ist ein körperliches Gefühl. Das heisst sie gehört zum Körper und nicht zum Geist. Dass heisst, dass die Angst auf der Seite des Körpers ist.{Han ich Angst? Ja.} Die Angst ist sozusagen verbündet mit dem Körper. Der Körper bestimmt die Realität. {Han ich Angst? Ja.} Wenn der Geist beginnt die Angst zu bekämpfen, sobald sich diese meldet, bekommt die Angst mit der Zeit Angst vor dem Geist. Die Angst würde draussen eher aktiv sein müssen als drinnen. Da sie befürchtet vom Geist angegriffen zu werden und sie dies nicht will, rennt sie zum Körper und sagt diesem, dass er einfach zuhause bleiben soll.

 

Han ich Angst? Ja.

Theorien

Theorie 1:

Ich hatte als Kind Angst, dass mich mein Vater umbringt.

Leider konnte ich diese nicht artikulieren, wurde diese nicht gehört oder wurde diese nicht ernst genommen. Also hat sich diese Angst als nutzlos erwiesen. Ich habe begonnen die Symptome statt die Ursachen zu bekämpfen. Ich habe begonnen die Angst zu bekämpfen. Irgendwann war die Angst soweit verdrängt, dass ich sie nicht mehr finden konnte. Ich konnte sie nicht mehr mobben. Sie hat sich versteckt und verkleidet, weil sie Angst vor mir bekommen hatte.

Theorie 2:

Die Angst hat unbewusst mein Leben bestimmt.

Dadurch, dass ich meine Todesangst vor meinem Vater verdrängt habe, konnte ich diesen Umstand nie richtig verarbeiten bzw. das, was zu dieser Todesangst geführt hat nie richtig einordnen. Das Hirn hatte die Todesangst mit meinem Vater verknüpft plus mit allem, was ich mit ihm assoziere. Ihm war es immer wichtig, dass man gute Zähne und gutes Benehmen am Tisch hatte. Also verknüpfte meine Angst, nachdem mein Vater nicht mehr in meinem Leben präsent war, auch die Zähne mit Todesangst. Ich stand vor dem Spiegel und spürte Todesangst. Wie ich es gelernt hatte, versuchte ich die Symptome davon zu bekämpfen und versuchte somit meine Todesangst zu bekämpfen, indem ich meine Zähne solange reinigte bis die Todesangst nachliess. Ich wurde zu einem Sklaven meiner Angst und die Rationalität sowie der Realitätsbezug gingen längst verloren. Es ging nur noch darum meine Angst zu bekämpfen. So gab es Zeiten in denen ich nach jeder Mahlzeit Zahnseide benutzte. Mehrmals täglich Zahnseide benutzen ist meiner Meinung nach übertrieben und heute mache ich es nur noch einmal täglich.

Empfinde ich Truur? Ja.

Was von meiner Angst übrig blieb.

 

 

 

Ist angstvermeidendes Verhalten ein Problem?

Erstens, Angst ist ein Gefühl. Es gehört zu einem gesunden Menschen.

Zweitens, angstvermeidendes Verhalten ist dann ein Problem, wenn es zu negativen Konsequenzen führt wie zum Beispiel: Einsamkeit oder Jobverlust.

Grundsätzlich muss man aber in jedem Fall abwägen. Das heisst die Gefühle analysieren und aushalten und dann eine vernünftige und nachhaltige Lösung suchen.

 

Han ich Angst? Ja.

Ich höre mir gerade das Robin Rehmann Interview vom 9.5.16 mit Domenic an. Er spricht über die Krankheit der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Han ich Angst? Ja.

Darüber jetzt zu sprechen bzw. darüber zu schreiben macht mir Angst.

Das ist ok. Das darf dir Angst machen lieber Michel:

Han ich Angst? Ja.

Impulsives Verhalten kenne ich auch. Zum Beispiel Gewalt. Vor gut fünf Jahren habe ich zum letzten Mal jemanden geschlagen. Das ist ganz schlimm für mich. Ich möchte nicht, dass dies noch einmal passiert. Ich habe Angst vor mir selber.

Heute versuche ich einen Umgang mit meinen Gefühlen zu lernen. Dadurch erhoffe ich mir, dass ich dadurch dass ich die Gefühle wie zum Beispiel Angst, Wut oder Trauer zu erkennen versuche und diese dann zu benennen versuche, sozusagen damit sofort die Luft, welche diese Gefühle verursachen, versuche abzulassen, damit der Ballon nicht explodiert.

 

Han ich Angst? Ja.

Ich höre mir gerade das Robin Rehmann Interview mit Michèle vom 2.5.16 an. Sie spricht darüber, dass sie durch eine Adoption traumatisiert wurde: Ihr innigster Wunsch unmittelbar nach der Geburt wäre gewesen zur Mutter zu kommen, doch sie wäre dieser sofort weggenommen und fremdbetreut worden. Da das Gehirn aus Erfahrungen lernt, hätte sie gelernt, dass sie sich nie mehr so verletzlich zeigen dürfe, weil eben dann so etwas Schreckliches passieren würde.

Han ich Angst? Ja.

Quelle:

https://www.srf.ch/audio/rehmann/michele-26-spricht-ueber-ihre-adoption?id=c7893736-b16b-4909-825e-5ea590c39f93#autoplay , abgerufen am 22.09.2025 um ca. 14.30 Uhr.

 

Han ich Angst? Ja.

Im Winter wollten meine Eltern oftmals an einem Sonntag Skifahren gehen. Oftmals wollte ich nicht. Dann wurde ich solange bearbeitet bis ich mitkam. Ich wurde gegaslightet.

Empfinde ich Truur? Ja.

Empfinde ich Wuet? Ja.

Han ich Angst?

Ja.

 

 

Wie alles funktioniert

Han ich Angst? Ja.

Es gibt die Materie. Stein, Luft, Energie, Erde, Winde usw.

Es gibt Leben. Das Leben stirbt. Weil das Leben stirbt, wird es neu erschaffen.

Materie ändert sich.

Neues Leben entsteht aus ein paar wenigen Zellen. Diese wenigen Zellen können wenige Informationen (Gene) speichern. Das Leben muss lernen, wie die Materie funktioniert. Es funktioniert nach dem ‚Trial & Error‘ Prinzip. Manchmal stirbt man.

 

 

 

 

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Durch Spülanwendung von Produkten mit Chlorhexidin 2% sind meine freigelegten Zahnhälse braun geworden. Empfinde ich Truur? Ja.

Bald gehe ich in eine Dentalhygiene. Ich weiss nicht zu wem. Wahrscheinlich wird es jemand sein, den ich nicht kenne.

Das macht mir Angst.

Will ich, dass diese Person kosmetische Prozeduren durchführt?

Nein.

Ich will nicht, dass meine Zähne weisser gemacht werden, solange das keinen medizinischen Nutzen hat.

Wie kann ich dieser Person das sagen?

Einfach sagen.

Aber ich habe Angst, dass ich dann wieder von der Praxis ausgeschlossen werde.

Scheisse.

 

Empfinde ich Truur? Ja.

Heute war ich bei einem Amateurfussballverein und habe mir ein Spiel angeguckt. In der Pause ging ich ins Clubhäuschen und setzte mich an einen Tisch. Dann kam ein sechsjähriger Junge auf mich zu und sagte mir, dass er Versteckis spiele und sich hier verstecke {Han ich Angst? Ja}. Ich hatte sehr grosse Angst, denn ich fühlte mich unsicher, denn ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte.

Aber ich antwortete dem Kind und dieser war sehr redselig und erzählte mir, dass er Zuhause GTA5 spielen{Empfinde ich Truur? Ja.} würde, obwohl er erst sechs Jahre alt sei und man dafür 18 Jahre alt sein müsste. Dann begann er zu flüstern und sagte, dass dies ja nichts mache. Dann sah ihn sein Vater und zitierte ihn zu sich. Ich beobachtete den Vater und sah wie er später den Jungen und seinen grösseren Bruder unzimperlich anschrie. So was macht mich traurig. Empfinde ich Truur? Ja.

 

War ich ein verhaltensauffälliges Kind? Ja.

Im Kindergarten wurde ich öfters vor die Türe gestellt. Ich weiss bis heute nicht wieso.

In der ersten und zweiten Klasse hatte meine Lehrerin meiner Mutter im Elterngespräch irgendetwas Negatives gesagt. Das weiss ich, weil meine Mutter danach sehr traurig war. Ich wollte von ihr wissen, warum sie so traurig sei, aber sie wollte es mir nicht sagen.

Von der dritten bis sechsten hatte ich sehr strenge, autoritäre Lehrer. Da hatte man einfach alleine an einem Einzelpult zu sitzen und das konnte ich ziemlich gut und war deswegen nur durchschnittlich auffällig. Vielleicht war noch auffällig, dass ich bei einem Pausenplatzkampf ‚Kind gegen Kind‘ meinem Mitschüler die Nase gebrochen habe. In meiner Primarschule war ich immer wieder gewalttätig gewesen, aber das tönt heute so hart, aber irgendwie war es schon so, dass ich immer mal wieder zugelangt hatte. Aber nie hatte irgendetwas davon Konsequenzen. In der Pause liebte ich es auch im Mittelpunkt der Schule zu stehen und kannte hierfür keine Schmerzen.

In der Sekundarschule war ich ein guter, braver und engagierter Schüler.

Ab dem ca. zweiten Gymijahr hatte ich starke Konzentrationsschwierigkeiten und spielte immer wieder den Clown. Ein paar Beispiele: Ich kiffte und trank Alkohol auch zwischen den Schulstunden (zum Beispiel bei Freistunden oder über den Mittag), ich legte mich einfach mitten in der Stunde auf den Boden und schlief, ich schnitt mir meine Haare während des Unterrichts mit einer Schere ab, ich prügelte einen Mitschüler mit der Faust in sein Gesicht. Ja, das sind so ein paar Anektoden.

Empfinde ich Truur? Ja.

 

 

 

 

– Habe ich Angst? Ja

Ein Beispiel für Gaslighting

 

 

 

NEIN zur Mietinitiative im Kanton Bern

Im Kanton Bern können wir am 28. September 2025 über eine sogenannte ‚Mietinitiative‘ abstimmen. Den Inhalt würde ich folgendermassen beschreiben: Zukünftig bräuchte es bei Weitervermietungen ein Formular, welches die Vormiete aufzeigt. Ich stimme nein, weil diese Vorschrift meiner Meinung nach ein unnötiger Eingriff in die Privatwirtschaft darstellt. Die Idee dahinter ist, dass bei Mieterwechsel dadurch die Vermieter mehr Angst haben die Mieten zu erhöhen, da die Neumieter dann diese Erhöhungen erkennen können. Naja, ich glaube hierbei an den freien Markt: Entweder passt einem die Miete, oder man schaut weiter. Was gestern war ist kalter Kaffee.

Gemäss einem Werbeflyer, der in meinem Briefkasten gelandet ist, gehört unter anderem die SVP sowie die FDP zur Nein-Fraktion. Gemäss spbern.ch , abgerufen am 20.09.2025 um ca. 10.05 Uhr, empfiehlt die SP ein Ja.

 

Han ich Angst? Ja.

Ich höre mir gerade..

https://www.srf.ch/audio/rehmann/wie-manuel-31-mit-angst-und-panikattacken-lebt?id=0ce4cb8f-d607-477d-bf06-17f987dfbcb9#autoplay

..an und möchte es zusammenfassen:

Manuel ging zu Rehmann, um ihm mitzuteilen, dass er Angst hat. Das fiel ihm merklich schwer, denn immer, wenn es ihm zu viel wurde, brachte er wieder das Thema Durchfall und körperliche Beschwerden aufs Parkett (43:37). Jetzt glaube ich auch, dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen kann. Körperliche Probleme sind körperlich und nicht geistig und die Seele ist Fake-News. Sein geistiges Problem ist, dass es ihm schwer fällt über seine Angst nachzudenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das dreckige Geschäft mit der Milch

  1. Ich trinke Milch.
  2. Ich esse fürs Leben gern Käse.
  3. Ich esse Fleisch.
  4. Für Rindvieher ist es nicht lustig als Grundlage für Milch- und Fleischwirtschaft zu dienen.
  5. Han ich Angst? Ja.
  6. Ich danke den Menschen, die mir meinen Fleisch-, Käse-, Joghurt- und Milchkonsum ermöglichen: Danke.
  7. Ich empfinde Mitleid mit den Tieren, die hierfür missbraucht und ausgenutzt werden. Also für alle.

 

Stalkingschutz im Kanton Zürich

Habe gerade eben im Radio auf SRF4 News gehört, dass der Kanton Zürich in einem Pilotprojekt etwas ausprobiert hat. Dieses etwas würde ich so beschreiben: Opfer von Stalking, sowie der Täter kriegen beide so etwas wie eine elektronische Fussfessel. Es geht hierbei aber nicht darum, dass diese Menschen gefesselt werden sollen, sondern es geht darum, dass man diese Menschen per GPS orten kann und sie diese Geräte nicht einfach ablegen können. Kommt der Täter per Zufall oder gewollt der andere{Han ich Angst? Ja.}n Person näher als zwei Kilometer Luftlinie, löst das bei der Polizei einen Alarm aus. Die Polizei versucht dann den Täter zu kontaktieren. Kann sie den Täter nicht kontaktieren oder ist dieser nicht kooperativ, kann sie eine Streife losschicken sowie das Stalkingopfer{Han ich Angst? Ja.} über die Situation informieren und gegebenenfalls das weitere Vorgehen besprechen.

Ich finde dies eine gute Sache und erhoffe mir, dass sich das Projekt auch in anderen Kantonen durchsetzt, damit dieses Konzept auch überregional angewandt werden kann.

Han ich Angst? Ja.

Quellenangabe:

https://www.srf.ch/audio/info-3/europarat-lobt-schweiz-fuer-fahrplan-zur-klimaneutralitaet?id=AUDI20250918_RS_0060 , abgerufen am 18.09.2025 um ca. 12.25 Uhr.

 

 

 

Empfinde ich Truur? Ja.

Ein Kind braucht Sicherheit.

Wie kann man einem Kind Sicherheit vermitteln? {Han ich Angst? Ja.}

Indem man ihm sagt, dass man es liebt.

Wenn man dem Kind nicht sagt, dass man es liebt, was könnte man dem Kind sonst noch sagen, um ihm Sicherheit zu vermitteln?

Zum Beispiel, dass es gute und schöne Zähne hat.

Wenn man dem Kind nicht sagt, dass es gute und schöne Zähne hat, was könnte man dem Kind sonst noch sagen, um ihm Sicherheit zu vermitteln?

Zum Beispiel, dass es nicht notwendig ist, nach jeder Mahlzeit Zahnseide zu verwenden.

 

 

 

 

– Habe ich Angst? Ja

Eine Theorie

Wie ich angstvermeidendes Verhalten als unbewusste Strategie erlernt habe

Jedes Kleinstlebewesen hat instinktiv zuerst einmal ein Ziel:

Überleben.

Man ist seinem Umfeld komplett ausgeliefert. Entweder man passt sich an oder die Überlebenschancen sinken.

Als kleiner Fratz merkte ich instinktiv wie meine Eltern drauf waren und was ich durfte und musste, um meine Überlebenschancen zu erhöhen.

Ich merkte, dass meine Mutter keinen bewussten Umgang mit ihrer Angst pflegte. Warum würde sie{Han ich Angst? Ja. Bravo.}keinen bewussten Umgang mit ihrer Angst pflegen? Weil sie traumatisiert war. Was würde das bedeuten, dass sie traumatisiert war? Dass sie für sie schlimme Dinge erlebt hat, welche ihr damals Angst gemacht haben, für welche sie aber bis jetzt keine psychischen Kapazitäten gehabt haben würde, sich diesen kognitiv zu widmen. Was wäre ein Nebeneffekt von dieser Traumatisierung? Dass sie grundsätzlich die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Angst mied, weil eine Auseinandersetzung mit ihrer Angst sie auch automatisch mit ihrem Trauma konfrontieren würde. Also wusste ich unbewusst, als kleiner Fratz, dass es für mein Überleben förderlich war, meiner Mutter möglichst keine Angst zu machen. Das war meine allergrösste Priorität. Da diese Jahre für die Entwicklung entscheidend sind, hatte dieses Verhalten von mir meiner{Han ich Angst? Ja. Ok. Scheisse} Mutter gegenüber für mich entscheidende Auswirkungen. Menschen gegenüber ein Verhalten zu zeigen, dass bei diesen möglichst keine Angst auslösen würde, wurde bei mir zu einem Automatismus. Doch die schlimmste Konsequenz machte sich erst nach und nach bemerkbar: Indem ich versuchte ein Verhalten zu zeigen, dass keine Angst auslöste, verlor ich selbst den Zugang zu meiner Angst und vergass, dass es diese überhaupt gab.

 

 

– Habe ich Angst? Ja

 

 

 

 

Habe ich Angst? Ja. Maximal

 

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja

Was meinte meine Mutter wohl mit:

«Ech muess dringend unterbräche.»

?

  • dass ich aufhöre mit dem Spiel, um ihnen zu sagen, dass mein Vater meine Mutter geschwängert hat.
  • dass ich die Menschen in ihrer Tätigkeit unterbreche, um ihnen zu sagen, dass mein Vater meine Mutter geschwängert hat.

Zu Punkt 1: Das wäre sicherlich nicht meine Absicht gewesen.

Zu Punkt 2: Das würde implizieren, dass mir die Leute gar nie zugehört hätten. Vielleicht hatte meine Mutter recht. Niemand hatte mir bis zu diesem Unterbruch zugehört.

Empfinde ich Wuet?

Ja.

Han ich Angst?

Ja.

Ok. Scheisse.

 

 

 

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Ich möchte etwas präzisieren:

Ich habe kürzlich geschrieben, dass einem der Krieg die Angst nimmt. Diese Aussage möc{Han ich Angst? Ja.}hte ich präzisieren:

Angst ist das Gefühl, dass man hat, wenn man denkt, dass man sterben könnte, man dies aber nicht will. {Han ich Angst? Ja.}Im Krieg ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass man stirbt. Ergo sollte auch die Angst erhöht sein. Im schlimmsten Fall spaltet der Betroffene seine Angst ab. Was bedeutet das? Dass er, obwohl er Angst hat, sich nicht (länger) mit dieser beschäftigt (kognitiv). Dies führt zu einem Auseinanderbrechen der Realitäten. Die geistige Realität wird eine andere als die körperliche Realität.

Ein Beispiel: Der Geist will joggen gehen, aber der Körper ist müde.

{Han ich Angst? Ja.}

Ich arbeite daran, dass meine beiden Realitäten wieder verschmelzen.

Bei mir kam es überhaupt so weit, entweder wegen meinen Genen{Han ich Angst? Ja.} oder wegen meiner Kindheit oder wegen beidem.

In meiner Kindheit hat mir mein Vater oft Angst gemacht und zwar auf eine Art und Weise, die weder meine Mutter noch ich verstehen konnten. Man sagt (manchmal zumindest) objektiv richtige Dinge, aber es ist die Art und Weise, wie man es sagt{Empfinde ich Truur? Ja.}. Es ist eine bedrohliche Art. Manchmal aber hat mir mein Vater auch effektiv böse Sachen gesagt. So konnte ich es vergleichen oder eben nicht, wenn mir mein Vater objektiv richtige Dinge bedrohlich gesagt hat oder böse Dinge bedrohlich. So gewöhnte ich mich an die Dinge, die mir von meinem Vater gesagt wurden, welche objektiv richtig aber bedrohlich gesagt wurden. Für mich war das die Unterscheidung zwischen richtig und falsch.{Han ich Angst? Ja.} Das beides bedrohlich gesagt wurde und mir Angst gemacht hat, konnte ich mit der Zeit nicht mehr unterscheiden.{Empfinde ich Truur? Ja.} Dadurch habe ich das Bewusstsein für die Angst vor meinem Vater verloren und später auch das Bewusstsein für die Angst generell.

Ich könnte jetzt noch Vieles sagen:

Das hat mich psychisch krank gemacht.

{Han ich Angst? Ja.}

{Empfinde ich Truur? Ja.}

{Empfinde ich Wuet? Ja.}

{Han ich Angst? Ja.}

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Herr neuer Psychiater

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Entwicklung eines Traumatisierten Mensches

 

 

 

Habe ich Angst? Ja