Angst? JA? Wie gads? NED SCHLECHT. Das froit mich

Opfer von Zwangsmassnahmen kriegen vom Kanton Zürich CHF 25’000.-1

Dies finde ich sehr gut.

Anscheinend gab es auch CHF 25’000.- vom Bund.2

Also kriegen die Opfer CHF 50’000.- Das ist schön. Es ist aber keine Entschädigung. Höchstens eine Anerkennung des Leids und der Schuld.

Das freut mich sehr. Bravo Bund und bravo Kanton Zürich!

Quellenverzeichnis:

  1. Indirekt zitiert aus: https://www.zentralplus.ch/news/zh-entschaedigung-fuer-zwangsmassnahmen-2825595 , abgerufen am 8.12.2025 um ca. 19.25 Uhr. ↩︎
  2. Indirekt zitiert aus: https://www.zentralplus.ch/news/zh-entschaedigung-fuer-zwangsmassnahmen-2825595 , abgerufen am 8.12.2025 um ca. 19.25 Uhr. ↩︎

 

 

 

Eine Theorie

Wenn man missbraucht wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man selbst auch missbraucht.

Wenn man den Missbrauch, welcher an einem begangen wird, erkennt und es schafft daraus herauszukommen, dann wird man auch selbst aufhören zu missbrauchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist eine generalisierte Angststörung?

"Seitdem ich ein Kind bin, habe ich Angst vor der Angst."

Wenn man Angst vor der Angst hat, dann vermeidet man es über Angst nachzudenken geschweige denn darüber zu sprechen.

Symptome von Angst sind unter anderem ein erhöhter Puls.

Oftmals geht man zu einem Arzt und versucht Hilfe zu bekommen die Symptome der Angst zu bekämpfen. Doch keine Behandlung wird zu einer wirklichen Verbesserung der Situation der Betroffenen führen.

Die Angst kommt so oft, dass man einen spezifischen Auslöser auschliessen kann. Sie kommt im Bus, bei der Arbeit, auf der Strasse. Immer dann, wenn man Angst hat Angst bekommen zu können.

Natürlich passiert das alles unbewusst, weil natürlich auch die Angst vor der Angst nur eine Angst ist, welche man verdrängt. Aber das System der ‚Angst vor der Angst‘ ist ein Konzept, welches Menschen, welche unter einer generalisierten Angststörung leiden, helfen kann zu verstehen, was ihr Problem ist.

 

Angst? JA? Wie gads dier? ES GEID. Chanich öppis für dich tue? NEI, ISCH SCHO GUET, DANKE. Bitte gern gscheh.

Gestern hatte ich gearbeitet. Heute habe ich frei und leide unter grossen Erschöpfung.

Das wird wohl auch heute nicht gross anders sein.

Wie fühlt sich für mich eigentlich ein Arb{Angst? JA? Wie geids?}eitstag an?

Sie gehen sehr schnell vorbei und es fühlt sich so an wie wenn ich auf Drogen wäre. Vielleicht so wie auf {Angst? JA? Geids? NERV NED MAMI.} Kokain? Item. Auf alle Fälle fühle ich wenig bis keine Gefühle.

Gestern Morgen war das aber anders. Es gab Phasen in denen ich Gefühle fühlen konnte (Angst). Ich konnte die Angst auch oft einem Grund zuordnen. Klar war es nicht lustig in diesen spezifischen Momenten Angst gehabt zu haben. Aber die Angst war spürbar. Sie wurde dadurch real. Sie wurde echt. Dadurch fühlte sie sich auch einordbar an.

Ich denke, dass dies eine gute Entwicklung ist. Die Arbeit {Angst? JA. Alles guet? NEI. Warum ned? HÖR UF SCHRIBBE. Grad.} ist kein Brett mehr. Ich fühle mich wie ein Mensch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann hatte ich meine letzte Panikattacke?

Am 13.9.2025 um 00.33 Uhr.

Han ich Angst? Ja. Das tuet mier Leid. Danke für dis Mitgefühl. Bitte gern gscheh. Ich han dich gern.

Es ist das Datum an welchem ich diesen verlinkten Post geschrieben habe.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass zwei meiner Zahnfüllungen lose geworden sind. Erstens weiss ich heute, dass diese Annahme falsch war und zweitens gehe ich davon aus, dass ich in diesem Moment einfach Angst hatte, aber ich dies nicht realisiert habe.

 

Angst? Ja.

Wie gads dier?

Ich lebe.

Ok.


Was ist eine Angststörung?

Wenn man sich möglichst wenig mit seiner Angst beschäftigt. Man geht dem Thema aus dem Weg, versucht sich eventuell darüber lustig zu machen.

Ein Beispiel:

Man hat Schmerzen. Diese Schmerzen lösen den Gedanken aus, dass man eine schlimme Krankheit hat. Nun versucht man alles zu unternehmen, um gegen diese potentielle schlimme Krankheit vorzugehen. Am nächsten Tag aber sind die Schmerzen wieder weg. Es gibt keine schlimme Krankheit. Was der Betroffene nicht realisiert, ist, dass er Angst hatte. Er hatte nicht Angst wegen der vermeintlich schlimmen Krankheit, sondern er hatte Angst. Punkt.

Angst? Ja. Wie gads dier? Es gad mer ned guet. Das tuet mier sehr Leid.

Ein weiteres Beispiel:

2020 habe ich einen Psychiater aufgesucht, weil ich dachte, dass ich pädophil sein könnte. {Han ich Angst? Ja. Ok. Guet. Denn simmer ja jetzt vollzählig.} Was ich damals nicht begriffen hatte, war, dass ich (damals) sehr grosse Angst davor hatte, dass ich pädophil sein könnte. {Han ich Angst? Ja. Guet.} Heute glaube ich nicht mehr, dass ich pädophil sein könnte. Ich habe Kinder sehr gerne, aber ich suche weder ihre Bekanntschaft, noch habe ich diesbezüglich sexuelle Fantasien. Ich mag Kinder genau so wie ich Tiere mag. {Han ich Angst? Ja. Das tuet mier Leid. Danke} Ich respektiere sie und freue mich über sie. Ich wünsche ihnen das Beste und wenn ich diesbezüglich etwas Gutes tun kann, dann will ich das machen.

"Der einzige Weg ist der mit der Angst. Ohne habe ich es versucht."

Michel am 29.11.2025

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Eine Theorie

Ein Mensch ist angsttraumatisiert. Das heisst, dass er seine Angst zu verdrängen versucht, weil ihm die Angst Angst macht. Er wurde so konditioniert, dass es lebensgefährlich ist, Angst zu haben bzw. {Han ich Angst? Ja. Ok. Easy.} Angst zu zeigen. Das ist die Traumatisierung. Die Traumatisierung kann so schlimm sein, dass man meint, dass man die Angst fast gänzlich ausschalten müsse, weil sie einem dermassen Angst macht. Dann kann Alkohol sehr helfen, weil Alkohol die Ängste lindert. Nun haben wir einen Menschen, der deswegen in der Zwischenzeit Alkoholiker und Elternteil geworden ist. Angst zu haben ist ein völlig natürliches und gesundes Gefühl. Doch anhand des angstvermeidenden Verhaltens des Alkoholikerelternteils bemerkt das Kind, dass dies bei diesem Elternteil anders ist. Wahrscheinlich weisen sowieso beide Elternteile angstvermeidendes {Han ich Angst? Ja. Angst vor was? Angst vorem Tod. Ok. Guet.} Verhalten auf, da sie ja gewisse Gemeinsamkeiten als Paar aufweisen müssen. So wird das Kind unbewusst auf zwei verschiedene Arten traumatisiert:

  • Erstens wird es vernachlässigt von den Eltern, wenn es Ängste zeigt und dies kann für ein Kind lebensbedrohlich sein.
  • Zweitens lernt es aufgrund des Verhaltens der Eltern, dass Angst etwas Schlechtes, Böses ist, dass auf alle Fälle verhindert und vermieden werden muss (Angst als Tabu).

Han ich Angst? Ja. Scheisse. Das tuet mier Leid. Danke.

Meine Eltern haben meine Angst nie wahrgenommen. Dabei hatte ich immer Angst vor meinem Vater. Als ich erwachsen wurde, war ich ein seelischer Krüppel.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Angst traumatisiert ist..

..dann verdrängt man die Angst.

Wenn man sich der Angst bewusst wird, kann man erschrecken wieviel Angst man hat.

Man könnte sich fragen {Han ich Angst? Ja. Ok. Easy.} warum man so viel Angst hat. Vor allem, wenn man bemerkt, dass man auch in Situationen Angst empfindet, welche nicht per se lebensgefährlich sind. Diese Frage stelle ich mir auch. Dies ist meine Antwort:

Natürlich ist es auch möglich, dass neben der Angst auch noch andere Gefühle traumatisiert sind. Wenn zum Beispiel die Wut und die Trauer traumatisiert sind, dann lösen diese Gefühle sofort Angst aus. {Han ich Angst? Ja. Scheisse. Empfinde ich Truur? Ja. Hanich Angst? Ja. Empfinde ich Truur? Ja. Han ich Angst? Ja.}

 

Han ich Angst? Ja. Ok.

--> Stimmt es, dass der Geist alles denken kann?

Ja.

--> Stimmt es, dass der Geist denken kann, dass der Körper unsterblich ist?

Ja.

--> Stimmt es, dass der Körper unsterblich ist?

Nein.

--> Stimmt es, dass ca. 80% der Hirnaktivitäten unbewusst ablaufen?

Ich glaube daran und im Buch mit dem Namen <Panikattacken und andere Angststörungen loswerden – Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panikattacken für immer zu besiegen>1 von Autor Klaus Bernhardt (2017) steht auf Seite 38-39 auch, dass das Unterbewusstsein 10,000-mal schneller ist als der bewusste Verstand.

--> Wäre es dann nicht möglich, dass der Körper Angst hat?

Doch.

--> Wäre es dann nicht möglich, dass diese Angst dem Körper helfen würde zu überleben?

Doch.

--> Wäre es möglich, dass der Geist gelernt hat nicht an Angst zu denken, weil der Körper früher dafür bestraft wurde bzw. dadurch in Lebensgefahr gebracht wurde?

Ja.

--> Wäre es möglich, dass man heute über Angst sprechen kann ohne dass man sich dadurch in Lebensgefahr bringt?

Ja.

--> Wäre es möglich, dass das Individuum nur sein optimales Potential ausschöpfen kann, wenn Körper und Geist eins sind?

Ja.

--> Wäre es dann nicht notwendig sich einzugestehen, dass es grundsätzlich möglich ist Angst zu haben?

Ja.


Fussnoten:

  1. Herausgeber: Ariston Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, (München, Deutschland), 18. Auflage. ↩︎

 

 

 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Generalisierten Angststörung und Phobien

{Han ich Angst? Ja. Ok, guet.}

Ein Beispiel

Ein Mensch leidet unter Höhenangst und ist sich dessen bewusst.

Dann hat er Angst, wenn er auf dem Eiffelturm oben ist.

Da es ja nicht prinzipiell unsicher ist, auf dem Eiffelturm zu sein, spreche ich in diesem Fall von einer Phobie (übertriebene Angst vor spezifischen Situationen).

Einem Menschen mit dieser Phobie plus zusätzlich einer generalisierten Angststörung, würde nun alleine schon die Vorstellung Angst machen, überhaupt auf den Eiffelturm zu gehen.


Weitere Gedanken

Deswegen erachte ich die generalisierte Angststörung als schlimmer als Phobien.

Wobei es natürlich schlimmer ist an einer generalisierten Angststörung plus Phobien zu leiden, als bloss an einer generalisierten Angststörung. Weil dann die irrationalen Ängste wenigstens nicht zusätzlich spezifisch sind.

Wenn man an einer generalisierten Angststörung leidet, wird man wahrscheinlich zuerst körperliche Symptome der Angst behandeln wollen. Sobald man merkt, dass einem Ärzte und körperliche Therapien nicht wirklich helfen, weil die Symptome psychosomatisch sind, {Han ich Angst? Ja. Michel-das-tuet-mier-Leid-für-dich. Danke. Bitte}

 

 

 

 

Nadia (11.9.2023)

Nadia leidet auch unter grossen Ängsten. Von ihrem Vater hat sie nie die bedingungslose Liebe erfahren, welche jeder Mensch verdient. Ihr Vater war ihr gegenüber immer wieder abwertend und gewalttätig. Unter so einem Menschen gross zu werden, verunmöglicht die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Warum? Weil man die ganze Zeit darauf bedacht ist dem Elternteil zu gefallen, damit man nicht wieder in die Schusslinie kommen kann, was aus Sicht eines Kindes lebensgefährlich ist.

Ich habe mit meinem Vater dasselbe erlebt und leide seither auch unter einer Angststörung. Eine Angststörung ist, wenn man jahrzehntelang die eigene Angst verdrängt hat, weil man sie mit akuter Lebensgefahr verbindet. Aber ein Leben ohne Angst ist erstens ein gefährliches und ungesundes Leben und zweitens ein sinnloses Leben, weil man grundsätzlich im Leben nur entweder:

  • Gefühle haben kann.

Oder

  • keine Gefühle haben kann.

Ein Leben ohne Angst ist also auch ein Leben ohne Gefühle und deswegen meiner Meinung nach sinnlos. Nadia und ich haben es geschafft über unsere Angst zu reden und die Angst in unser Leben zu lassen und haben dabei festgestellt, dass es nicht mehr (so) gefährlich ist, wie es früher war, als die Angst uns zur Zielscheibe unserer Väter hat werden lassen. {Empfinde ich Truur? Ja.} Deswegen sind wir bereit zu unserer Angst zu stehen.

 

Han ich Angst? Ja.

Angststörung heilen:

  1. Das Wort Angst benutzen.
  2. Sich fragen, ob man Angst hat.
  3. Falls die Antwort Ja ist, sich weiter befragen, ob in diesem Moment eine Todesgefahr vorherrscht.
  4. Bei Antwort:
    • Ja: Den Körper machen lassen bzw. ihm Vertrauen, da er Experte ist bei Todesgefahr richtig zu handeln.
    • Nein: Es sollte eine Entspannung eintreffen.

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Dieses Bild hat ein Mädchen gemalt. Ich habe dieses Mädchen getroffen als ich vor ein paar Jahren im Chrigubeck in Burgdorf, Filiale ‚City‘, gearbeitet habe. Es war ca. Februar 2022 und das Mädchen kam in Begleitung zweier Erwachsener, die aus meiner Einschätzung nach wahrscheinlich ihre Grosseltern waren. Das Mädchen war extrem verhaltensauffällig. Es schien keine Scheu zu kennen. Es redete extrem laut, kam ungefragt auch hinter die Tresen und hat auch das Servicepersonal vom Tisch aus immer unangesprochen angesprochen. Sie schien unbedingt unsere Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Einmal verlangte sie nach Stiften und Papier. Ich gab ihr dies. In der Kinderecke zurückgelassen fand ich schliesslich diese Zeichnung. Ich habe mir lange überlegt, was diese bedeuten könnte. Heute möchte ich diese interpretieren:

Zuerst malte sie die Blume oben links {Han ich Angst? Ja.}{Empfinde ich Truur? Ja.}. Doch dann sah sie sie die Chance etwas zu zeichnen, was ein Ausdruck ihres Unbewussten sein sollte. Wie interpretiere ich das?

Sie verkörpert die Figur rechts. Eine Person, die traurig ist (Mundwinkel gegen unten), eine Person, die alles sieht (Auge), eine Person, die sich nicht wehren kann, weil sie keine Arme hat. Der Strahl zwischen ihren Beinen könnte man als einen Hinweis auf Inkontinenz deuten. Die Form des Dreiecks könnte bedeuten, dass sie gegen unten extrem viel Angriffsfläche hat und gegen oben davon wahrscheinlich recht viel verdrängt. Man könnte die Dreiecksform als auch eine Art Rock deuten, {Han ich Angst? Ja.} Empfinde ich Truur? Ja.} welcher es ihr verunmöglicht sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren.

{Han ich Angst? Ja.} Die Figur in der Mitte würde ich dann als grosser Penis interpretieren, welcher sich bedrohlich gegen sie richtet.

Naja, vielleicht ist es auch nur eine Kinderzeichnung und das Mädchen hatte ADHS. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das Kind zum Beispiel von ihrem Grossvater sexuell missbraucht wird.

 

 

 

 

 

Han ich Angst? Ja.

Ich bin traumatisiert. Vielleicht werde ich das Trauma eines Tages auflösen, vielleicht aber auch nie. Auf alle Fälle glaube ich, dass es ein Prozess ist. {Han ich Angst? Ja.} Was ist ein Trauma? Wenn man Todesängste hatte, aber nie darüber gesprochen hat. Was bewirkt dieses Trauma? Dass diesselben Todesängste auch in alltäglichen Situationen aufkommen. Wie kann man die Krankheit heilen? Man kann sich bewusst machen, dass man unter Todesängsten leidet, und dann konkret die verschiedenen Situationen anschauen {Han ich Angst? Ja.} und sie dann anhand der effektiven Todesgefahr beurteilen. Die Ängste gehen dadurch nicht weg, aber wenigstens verliert man dadurch die ‚Angst‘ vor der Angst, weil man weiss, was es ist.