– Ich habe ANGST

Ein Event kann so lang anhaltend sein, dass man die durch den Event verursachte ANGST irgendwann nicht mehr versteht. Die gefühlte körperliche Angst wird zur neuen Realität an die man sich gewöhnt. Dann bleiben nur noch die Gedanken zur Angst (geistige Angst) und der Schluss liegt leider nahe diesen Gedanken die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich neu zu programmieren und die geistige Angst vollends zu löschen. Hiermit wären wir meiner Meinung nach bei einem Zustand psychischer Krankheit angelangt, weil der Geist nichts mehr von der körperlichen Angst weiss. Da nun Körper und Geist nicht mehr eins sind, versteht der Geist den Körper nicht (mehr). Mein GEIST verstand nicht, dass mein Körper durch die Angst vor meinem VATER blockiert war und dies frustrierte meinen Geist, was dazu führte, dass mein Geist seine Frustration an meinem Körper ausließ. Dieses ‚Mobbing‘ ängstigte meinen Körper zusätzlich. Ohne sich wieder bewusst mit seiner ANGST auseinanderzusetzen bleibt der Mensch für immer in seiner traumatischen körperlichen Angst gefangen, welche nun unter Umständen gänzlich durch den GEIST verursacht ist. Nachdem ich von meinem VATER zum OPFER gemacht wurde, machte ich mich weitere Jahrzehnte selbst zum Opfer. Das Opfer war der Körper und der GEIST der Täter.

Für alle, die es nicht wissen; so sieht ANGST aus.

– Ich empfinde TRAUER

An was ich denke, wenn ich an meine Zeit mit meinem VATER DENKE:

  • – Mein VATER still
  • – Mein VATER wie er will, dass wir eine Freizeitaktivität seiner Wahl mit ihm ausüben
  • – Mein Vater wie er mich grundlos abwertet

Das Ganze wäre schon schlimm genug gewesen, wenn ich nur immer ihm zuliebe etwas für ihn hätte tun müssen. Aber das mit der Abwertung ist wirklich das Letzte. Ich hatte keinen Vater. Nur biologisch gesehen.

Ich konnte nie Kind sein. Schon als Kind musste ich für meinen VATER VERANTWORTUNG übernehmen oder anders gesagt; habe ich VERANTWORTUNG übernommen.

Deswegen ist es für mich keine Überraschung, dass ich heute unter einer ANGSTSTÖRUNG LEIDE. Weil ich mich bis heute nie der ANGST gestellt habe, die aufkommt, wenn ich mir vorstelle KIND zu sein.

– Ich empfinde ERSCHÖPFUNG

Eine Theorie zur verdrängten WUT

Mein VATER hat ANGST vor seiner WUT. Dies habe ich als KIND bemerkt. Ich habe es von ihm gelernt. Ihm abgeschaut. Da wir in unserer Familie aber auch nicht über ANGST gesprochen haben und die ANGST die WUT überdeckt hat, habe ich gar nicht gewusst, dass ich ANGST vor meiner WUT hatte. Dadurch habe ich nicht nur keinen Umgang mit meiner WUT erlernt, sondern auch keinen Zugang dazu. Meine WUT war für mich eine komplette Blackbox. Da ich dieses GEFÜHL nicht erkennen konnte, konnte ich dafür auch kein Ventil oder konstruktiven Ausdruck finden. So summierte sich die WUT oder kam für mich jedenfalls jeweils komplett überraschend zum Ausdruck. So stand ich jeweils nach meinen Ausbrüchen einerseits vor Scherbenhaufen und andererseits konnte ich mir mein eigenes Handeln nicht erklären. Dieses Gefühl der OHNMACHT und der Selbstunwirksamkeit prägte und prägt mein Leben seither.

– Ich habe Angst (Codename100)

  • 14) Habe ich Angst, dass mich ArbeiterV umbringt, wenn ich Schwäche zeige? Ja.
  • 13) Habe ich Angst, dass mich C umbringt, wenn ich Schwäche zeige? Ja.
  • 12) Habe ich Angst, dass mich mein Vater umbringt, wenn ich Schwäche zeige? Ja.
  • 11) Empfinde ich Wut auf meinen Chef? Ja.
  • 3) Habe ich Angst vor ArbeiterV? Ja.
  • 8) Habe ich ‚Angst, dass ArbeiterV mich umbringt‘? Ja.
  • 10) Empfinde ich Wut auf ArbeiterV? Ja.
  • 1) Will ich Valser-Wasser bestellen? Nein.
  • 2) Bin ich bereit ArbeiterV anzuzeigen? Ja.
  • 4) Ich habe Angst davor gegenüber C Schwäche zu zeigen.
  • 5) Habe ich ANGST, dass ARBEITERV mich schlägt? Ja.
  • 6) Ich habe ANGST davor mir HILFE zu holen.
  • 7) Ich werde von C und ARBEITERV GEMOBBT.
  • 9) Ich getraue mich nicht meinem CHEF zu sagen, dass ich ANGST VOR ARBEITERV habe.

  • 1) Ich darf kein Valser-Wasser bestellen wollen.
  • 2) Ich darf bereit sein ArbeiterV anzuzeigen.
  • 3) Ich darf Angst vor ArbeiterV haben.
  • 4) Ich darf Angst davor haben gegenüber C Schwäche zu zeigen.
  • 5) Ich darf Angst haben, dass ArbeiterV mich schlägt.
  • 6) Ich darf Angst davor haben Hilfe zu holen.
  • 7) Ich darf von C und ArbeiterV gemobbt werden.
  • 8) Ich darf Angst haben, dass ArbeiterV mich umbringt.
  • 9) Ich darf mich nicht getrauen meinen Chef zu sagen, dass ich Angst vor ArbeiterV habe.
  • 10) Ich darf WUT gegenüber ArbeiterV empfinden.
  • 11) Ich darf gegenüber meinem Chef WUT empfinden.
  • 12) Ich darf Angst davor haben von meinem Vater umgebracht zu werden, wenn ich Schwäche zeige.
  • 13) Ich darf Angst davor haben von C umgebracht zu werden, wenn ich Schwäche zeige.
  • 14) Ich darf Angst davor haben von ArbeiterV umgebracht zu werden, wenn ich Schwäche zeige.

– Ich empfinde Trauer

An einem solchen Tag im Sommer 2003..

An einem solchen Tag im Sommer 2003 wurde mir die Mission aufgetragen mit meinem Vater zu wandern. Es ging den Grand Canyon hinunter. Mehr wusste ich nicht. Ich war halt jung und uninformiert. Meine Aufgabe war es mit meinem Vater mitzugehen. Nachdem ich auf dem Nachuntenweg immer wieder Schilder gelesen hatte, dass es verboten sei ohne Übernachtungsreservation den Weg bis nach ganz unten anzutreten, begann ich mir ein klein bisschen Sorgen zu machen. Nach ein paar Stunden Wanderung gelangten wir schliesslich bis zu dem Punkt an dem Tageswanderungen (ohne Übernachtungsreservation im Camp am Fluss) erlaubt waren. Als mein Vater dort schnell weiterging, blühte es mir: Mein Vater wollte in einem Tag bis zum Fluss hinunter und am selben Tag wieder rauf. Urplötzlich waren wir alleine auf dem Wanderweg.

Einmal mehr wurde mir klar, dass es dabei nicht um mich ging, sondern um die Bedürfnisse meines Vaters. Wie mein ganzes bisheriges Leben wurde ich von meinen Eltern dazu benutzt meinen Vater zu begleiten. Niemand hat sich dabei für mich interessiert. Ausser wenn ich auf der Wanderung bei Temperaturen von 50 Grad krepiert wäre.

Das nenne ich Missbrauch. Ich hatte nie eine Wahl. Ich wurde nie gefragt. Ich war einfach der Trottel vom Dienst, der einfach mitkommen musste. Mein einziges Recht, welches ich besass, war das Existenzrecht.

Mein Vater war damals älter als ich es heute bin.

– Empfinde ich TRAUER? Ja

  1. Vater wertet sein Kind ab.
  2. Kind hat Angst.
  3. Kind hat Angst wegen seiner Angst abgewertet zu werden.
  4. Kind versucht seine Angst zu verstecken.
  5. Kind verliert den Zugang zu seiner Angst und potentiell anderen Gefühlen wie zum Beispiel Trauer und Wut.
  6. Kind wird erwachsen.
  7. Mensch handelt wegen seinen Gefühlen, aber weiss nicht, was für Gefühle er hat.
  8. Deswegen weiss Mensch nicht warum er so handelt wie er handelt.
  9. Dies gibt dem Menschen das Gefühl nicht handlungsfähig zu sein. Der Mensch fühlt sich klein, ausgeliefert und verloren.
  10. Aber wahrscheinlich hat er auch Angst sich diese Gefühle einzugestehen.
  11. Also bleibt die Angst.
  12. Doch auch diese muss er sich zuerst eingestehen.
  13. Erst dann kann er den Weg zurückgehen um angstfrei Angst-, Wut-, Trauer– oder Schwächegefühle identifizieren zu können und dadurch ein gewisses Mass an Selbstwirksamkeit und damit verbunden Glück zu erfahren.

– Ich WILL es nicht wissen

IchCArbeiterV
IchMutterVater

Wie sich ein Trauma wiederholt.

ArbeiterV und mein Vater wollen mich hinter dem Rücken meiner Mutter bzw. C beeinflussen und manipulieren. Ich getraue mich nicht meiner Mutter bzw. C zu von dieser versuchten Einflussnahme zu erzählen. Warum?

  1. Weil ich Angst vor Ablehnung habe
  2. Weil ich das Gefühl habe, dass es weder C noch meine Mutter überhaupt wissen wollen.

– Ich habe Angst

Wenn man seit Kindesbeinen immer vom Vater für dumm verkauft wird, dann löst das eine grosse Wut aus. Leider machte mir die seelische Gewalt meines Vaters dermassen Angst, dass diese Wut keinen Platz fand. Als Teenager und bis vor kurzem erlebte ich meine Wut immer wieder in der Form unkontrollierbarer heftiger Wut– und Gewaltausbrüche. Heute würde ich mir die Diagnose ‚Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung‘ geben. Warum? Weil ich immer am Grübeln bin, mich immer verunsichert fühle. Darf ich das? Darf ich wütend sein? Was ist Wut? Wut macht mir Angst. Ich habe Angst. Entweder habe ich Angst oder ich kann meine Wut nicht kontrollieren. Das nimmt mir jegliches Selbstbewusstsein. Ich habe Angst vor mir selbst. Ich bin ein seelischer Krüppel. Von meinem Vater unter den Augen meiner Mutter gemacht. Schande.

– Ich han Angst

Wie ich mein Aufwachsen erlebt habe

Mein Vater war emotional mir gegenüber immer grenzüberschreitend. Es gab viel seelische Gewalt, die ich nicht verstand und die mir Angst gemacht hat. Meine Mutter kommt aus einer Familie, in welcher man irgendwie daran glaubt, dass man immer positiv denken müsse. Dies wurde mir irgendwie von ihr eingeimpft. Meiner Meinung nach hat sie die Gewalt meines Vaters gegenüber mir nicht sehen wollen oder hat meiner Meinung nach überhaupt nicht adäquat darauf reagiert. Ich finde, dass solche Gewalt ein absolutes No-Go ist und demnach ein Scheidungs- und Trennungsgrund. Meiner Meinung nach gehört das Kindeswohl an erster Stelle. Obwohl der Missbrauch oft genug vor den Augen meiner Mutter passierte, hatte das für meinen Vater nie echte Konsequenzen. Am nächsten Tag war alles vergessen und wieder gut. Wie gesagt hat mir das Verhalten meines Vaters grosse Angst gemacht. Doch niemand scheint diese Angst gesehen oder darauf reagiert zu haben. Auch nicht Verwandte. Mit meiner Angst war ich einfach komplett alleine.

– Es geht darum Gedanken zu enttraumatisieren

Wenn einem der Vater als Kind sagt, dass man ein Versager ist, dann macht einem dieser Gedanke extrem Angst, weil er mit der Gefahr verbunden ist vom Vater verlassen zu werden. Also ist von nun an dieser Gedanke traumatisiert. Nie wieder wollen wir diese Angst erleben und diese Angst ist mit dem Gedanken gekoppelt ein Versager zu sein. Aber hey, es ist nur ein Gedanke und Gefühle gehören zum Leben dazu.

– Ich empfinde Manie

Angst? JA? Bisch du da? JA. Guet. Das froit mich.

Ich kann nicht in der freien Wildbahn mit meiner Mutter und meinem Vater zusammen sein. Warum nicht? Weil ich Angst vor meinem Vater habe.

Ich han Angst.

Vielleicht gilt es einfach einmal diese Angst ernst zu nehmen und nicht zu vergewaltigen.

– Ich empfinde Manie

Eine Aussage von meinem Vater à la: «Es ist klar, dass man Schwierigkeiten hat sich in eine gute Position innerhalb der Klasse zu bringen, wenn man immer schlechte Noten schreibt» ist für mich extrem belastend. Warum? Erstens, weil die Aussage auf mich abzielt. Zweitens, weil der Psychologe bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von etwaigen schlechten Noten wusste.

Ich empfinde Truur.

Ich han Angst

Als Baby hatte ich Angst (vor etwas oder jemandem). Deswegen habe ich geschrien. Da meine Mutter und mein Vater angsttraumatisiert sind und waren, konnten sie meine Angst nicht sehen. Sie konnten mein Problem nicht erkennen. Deswegen konnten sie mir auch nicht helfen. Das habe ich irgendwann einmal begriffen. Also habe ich das Weinen eingestellt. Doch die Angst war immer noch da. Was macht man, wenn man eine negative Situation nicht ändern kann? Man akzeptiert sie. Also habe ich die Situation so akzeptiert wie sie ist. Jetzt war nur noch die Angst selbst das Problem. Also habe ich diese abgestellt. So habe ich den Zugang zu meiner Angst verloren.

Ohne Angstbewusstsein konnte ich gefährliche Situationen nicht richtig einschätzen bzw. analysieren. Mein Körper reagierte auf dem Niveau eines Tieres. Fight, Flight or Freeze. Kämpfen, Flüchten oder Erstarren. Ich hatte nicht die Fähigkeit auf Situationen adäquat bzw. erwachsen zu reagieren, weil ich immer noch keinen bewussten Zugang zu meiner Angst hatte. Jetzt versuche ich den Zugang zu meiner Angst zu enttraumatisieren. Ich mache das, indem ich über meine Angst nachdenke und über sie spreche. So erhoffe ich mir, dass sich unser Verhältnis normalisiert und sie mir helfen kann gefährliche Situationen zu erkennen und ich ihr helfen kann in gefährlichen Situationen vernünftig zu reagieren.

– Ich empfinde Truur

Ich denke, dass es normal ist, dass Kinder Todesangst davor haben vernachlässigt zu werden.

Früher durfte ich diese Angst nur in Anwesenheit von Besuch ausleben. Warum? Weil ich gespürt habe, dass ich dann in Sicherheit war. Sonst fühlte ich diese Sicherheit nicht. Mein Vater war unberechenbar und hat seelische Grenzen immer wieder überschritten. In seiner Anwesenheit einen spielerischen Umgang mit meiner Angst zu erlernen, wäre vielleicht wirklich lebensgefährlich gewesen. Warum? Weil er selbst nie Kind sein konnte und auch selbst nie einen Umgang mit Angst gelernt hatte. Meine Mutter

– Ich han Angst

Als mein Vater ausgerastet ist, als ich ca. drei Jahre alt war, weil ich für seinen Geschmack nicht schön genug ass, hätte ich Angst vor ihm haben können.

Ich hätte Angst vor ihm haben können, dass er..

  • mich umbringt
  • Oder
  • mich verlässt

Das Erste ist nicht passiert und das Zweite wollte ich verhindern.

Wie? Indem ich meine Angst verdrängt habe und ihm gezeigt habe..

..dass alles gut ist.

Heute holt mich die Angst ein. Ich kann sie nicht länger verdrängen. Ich stelle fest, dass es egal ist, ob ich Angst habe oder nicht. Ich bleibe am Leben.

Ich han Angst

Ich habe gerade einen neuen Begriff gelernt:

Traumabonding

https://de.wikipedia.org/wiki/Traumabindung

Angst? Ja? Bisch du da? Ja.

Mein Hauptmissbraucher war mein Vater. Meine Nebenmissbraucherin war meine Mutter. Warum war sie nur Nebenmissbraucherin? Weil sie innerhalb der Familie keinen grösseren Einfluss hatte.

– Ich han Angst

Mein Vater war das Oberhaupt meiner Familie. Mein Vater hat mir nicht vermittelt, dass ich gut so bin, wie ich bin. Aus dieser Ablehnung habe ich, weil ich es nicht besser wusste, mich angefangen selbst abzulehnen. Weil mein Vater sozusagen mein Gott war, sah ich keinen anderen Weg als ihm zu glauben und ihm zu vertrauen. Also war ich das Problem. Aber damit ich damit umgehen konnte, habe ich meinen Körper zum Sündenbock gemacht. Dadurch habe ich Geist und Körper getrennt. Denn diese Trennung hat mir sozusagen wieder Sicherheit gegeben. «Es ist nicht alles verloren – ich kann den Körper noch anpassen.» «Es ist nicht meine Schuld – es ist die Schuld meines Körpers.» So konnte ich weiter daran glauben, dass ich die Gunst meines Vaters gewinnen könne.

Tatsächlich wurde ich dadurch psychisch krank und habe mich selber begonnen fertig zu machen. Mit diesem Problem der falschen oder bösen Glaubenssätze habe ich bis heute zu kämpfen.

Dabei wäre es eigentlich ganz einfach:

«Ich bin wunderbar.»

Ich empfinde Truur

Mein Vater hat mich seit Kindesbeinen immer wieder angegriffen. Meine Mutter hat mich dagegen nicht effektiv verteidigt. Die Angriffe und die Ohnmacht haben bei mir Angst ausgelöst, aber die Angst verlassen zu werden war stärker, so dass ich nach Wegen gesucht habe die Angst zu verdrängen. Dies ist mir auch gelungen. So bin ich dann ins Leben gegangen. Als Mensch, welcher den Zugang zu seinen Gefühlen verloren hat. Als emotionaler Krüppel, weil ich als Kind bis heute von meinem Vater psychisch missbraucht wurde.

Ich empfinde Truur

«Wenn meine Frau mir etwas über Michel erzählte, fühlte ich mich unter Druck mit Michel zu schimpfen, weil ich dachte, dass das von mir erwartet würde. Ich wollte meiner Frau damit zeigen, dass ich auf ihrer Seite stand.»
«Michel hatte sich ein schönes Leben aufgebaut. Sein Bruder gehorchte ihm auf Schritt und Tritt und auch meine Frau hat er manipuliert, so dass ich es als meine Aufgabe sah ihm eins auf den Deckel zu geben nachdem ich nach Hause kam.»

Ich empfinde Truur

Während über 20 Jahren sass ich neben einem Löwen. Er hat nicht laut gebrüllt, aber er hat mich immer wieder angegriffen. Nichts und niemand hat das verhindert. Also war es mein oberstes Ziel von ihm in Ruhe gelassen zu werden. Wie konnte ich das erreichen? Indem ich sozusagen unsichtbar wurde. Ich habe ein Gesicht aufgesetzt, dass keine Emotionen und keine Schwäche verraten hat. Wie habe ich das geschafft? Indem ich nicht mehr an meine Gefühle gedacht habe. Man könnte sagen, dass ich den Umgang mit Gefühlen nie gelernt habe oder man könnte auch sagen, dass ich ihn erfolgreich verlernt habe. Es war meine Überlebensstrategie. Doch heute bin ich selbst ein Löwe.

Ein Bild aus der Zeit in der ich dem Löwen gefolgt bin.

Lieber Regenschauer