Meine Mutter hat mir gestern erklärt warum sie in meiner Anwesenheit ihrem Ehemann ‚Dad‘ sagt: Weil es ja mein ‚Dad‘ sei.
Gemäss dieser Logik müsste ich meinem Vater in Anwesenheit meiner Mutter ‚Ehemann‘ sagen.
Ich habe Angst vor meinen Gedanken.
Ich darf Angst vor meinen Gedanken haben.
Meine Mutter hat mir gestern erklärt warum sie in meiner Anwesenheit ihrem Ehemann ‚Dad‘ sagt: Weil es ja mein ‚Dad‘ sei.
Gemäss dieser Logik müsste ich meinem Vater in Anwesenheit meiner Mutter ‚Ehemann‘ sagen.
Empfinde ich WUT? Ja.
Der Glaube, dass wir unseren Körper steuern können, beruht auf einem Trauma. Der Glaube dient dazu die Angst vor dem Nichbeeinflussbaren zu verdrängen.
Als Kind habe ich von meiner Grossmutter folgendes gehört, wenn ich nicht alles Essen auf dem Teller aufessen wollte: «Denk doch an die armen Kinder in Afrika, die nicht genügend zu essen haben.»
Über einen kurzen oder längeren Moment grosse Angst, so dass man ca. sechs Stunden braucht bis man von diesem ‚Trip‘ herunterkommt, nur um dann mindestens ca. 24 Stunden erschöpft zu sein.
Mein Vater war emotional mir gegenüber immer grenzüberschreitend. Es gab viel seelische Gewalt, die ich nicht verstand und die mir Angst gemacht hat. Meine Mutter kommt aus einer Familie, in welcher man irgendwie daran glaubt, dass man immer positiv denken müsse. Dies wurde mir irgendwie von ihr eingeimpft. Meiner Meinung nach hat sie die Gewalt meines Vaters gegenüber mir nicht sehen wollen oder hat meiner Meinung nach überhaupt nicht adäquat darauf reagiert. Ich finde, dass solche Gewalt ein absolutes No-Go ist und demnach ein Scheidungs- und Trennungsgrund. Meiner Meinung nach gehört das Kindeswohl an erster Stelle. Obwohl der Missbrauch oft genug vor den Augen meiner Mutter passierte, hatte das für meinen Vater nie echte Konsequenzen. Am nächsten Tag war alles vergessen und wieder gut. Wie gesagt hat mir das Verhalten meines Vaters grosse Angst gemacht. Doch niemand scheint diese Angst gesehen oder darauf reagiert zu haben. Auch nicht Verwandte. Mit meiner Angst war ich einfach komplett alleine.






Gestern Nacht hatte ich einen Albtraum. Ich kann mich an folgendes erinnern (wahrscheinlich, weil ich kurz danach aufgewacht bin):
Ein grosse grüne Schlange war oberhalb von mir. Sie kam herab und öffnete ihren riesigen Mund. Ich hatte grosse Angst von ihr gebissen zu werden. In meiner Verzweiflung steckte ich ihr einen Finger in den Mund um einem Angriff zuvorzukommen. Doch auch dabei hatte ich Angst, weil ich Angst hatte, dass sich der Finger zum Beispiel an Giftzähnen verletzen könnte.
Empfinde ich TRAUER wegen meinen ELTERN? Ja.
Wenn einem der Vater als Kind sagt, dass man ein Versager ist, dann macht einem dieser Gedanke extrem Angst, weil er mit der Gefahr verbunden ist vom Vater verlassen zu werden. Also ist von nun an dieser Gedanke traumatisiert. Nie wieder wollen wir diese Angst erleben und diese Angst ist mit dem Gedanken gekoppelt ein Versager zu sein. Aber hey, es ist nur ein Gedanke und Gefühle gehören zum Leben dazu.
Wenn man ein spezifisches Gefühl nicht auslebt, weil man Angst vor den Konsequenzen hat.
Meine Gedankenwelt besteht aus einem Engelchen und einem Teufelchen. Ich bin das Engelchen. Alles andere ist nicht unter meiner Kontrolle.
Je weniger Angst ich gezeigt habe, desto weniger wurde ich missbraucht. Je weniger Angst ich hatte, desto weniger habe ich den Missbrauch gespürt.

Mein Vater hat mich missbraucht.