– Ich empfinde TRAUER

An was ich denke, wenn ich an meine Zeit mit meinem VATER DENKE:

  • – Mein VATER still
  • – Mein VATER wie er will, dass wir eine Freizeitaktivität seiner Wahl mit ihm ausüben
  • – Mein Vater wie er mich grundlos abwertet

Das Ganze wäre schon schlimm genug gewesen, wenn ich nur immer ihm zuliebe etwas für ihn hätte tun müssen. Aber das mit der Abwertung ist wirklich das Letzte. Ich hatte keinen Vater. Nur biologisch gesehen.

Ich konnte nie Kind sein. Schon als Kind musste ich für meinen VATER VERANTWORTUNG übernehmen oder anders gesagt; habe ich VERANTWORTUNG übernommen.

Deswegen ist es für mich keine Überraschung, dass ich heute unter einer ANGSTSTÖRUNG LEIDE. Weil ich mich bis heute nie der ANGST gestellt habe, die aufkommt, wenn ich mir vorstelle KIND zu sein.

– Empfinde ich TRAUER? Ja

  1. Vater wertet sein Kind ab.
  2. Kind hat Angst.
  3. Kind hat Angst wegen seiner Angst abgewertet zu werden.
  4. Kind versucht seine Angst zu verstecken.
  5. Kind verliert den Zugang zu seiner Angst und potentiell anderen Gefühlen wie zum Beispiel Trauer und Wut.
  6. Kind wird erwachsen.
  7. Mensch handelt wegen seinen Gefühlen, aber weiss nicht, was für Gefühle er hat.
  8. Deswegen weiss Mensch nicht warum er so handelt wie er handelt.
  9. Dies gibt dem Menschen das Gefühl nicht handlungsfähig zu sein. Der Mensch fühlt sich klein, ausgeliefert und verloren.
  10. Aber wahrscheinlich hat er auch Angst sich diese Gefühle einzugestehen.
  11. Also bleibt die Angst.
  12. Doch auch diese muss er sich zuerst eingestehen.
  13. Erst dann kann er den Weg zurückgehen um angstfrei Angst-, Wut-, Trauer– oder Schwächegefühle identifizieren zu können und dadurch ein gewisses Mass an Selbstwirksamkeit und damit verbunden Glück zu erfahren.