1Mutter
– Ich habe ANGST
Es VERLETZT mich, wenn mein Vater meine MUTTER MUTTER nennt.
– Empfinde ich WUT? Ja
Meine Mutter hat mir gestern erklärt warum sie in meiner Anwesenheit ihrem Ehemann ‚Dad‘ sagt: Weil es ja mein ‚Dad‘ sei.
Gemäss dieser Logik müsste ich meinem Vater in Anwesenheit meiner Mutter ‚Ehemann‘ sagen.
– Ich habe ANGST
Die Frage inwieweit es mich geprägt hat, dass..
- meine Mutter von der Positiv-Denken-Fraktion
..und..
- mein Vater von der «du bist Schuld/du bist der Fehler»-Fraktion
..kommt, finde ich spannend.
– Ich WILL es nicht wissen
| Ich | C | ArbeiterV |
| Ich | Mutter | Vater |
Wie sich ein Trauma wiederholt.
ArbeiterV und mein Vater wollen mich hinter dem Rücken meiner Mutter bzw. C beeinflussen und manipulieren. Ich getraue mich nicht meiner Mutter bzw. C zu von dieser versuchten Einflussnahme zu erzählen. Warum?
- Weil ich Angst vor Ablehnung habe
- Weil ich das Gefühl habe, dass es weder C noch meine Mutter überhaupt wissen wollen.
– Ich habe Angst
Wenn man seit Kindesbeinen immer vom Vater für dumm verkauft wird, dann löst das eine grosse Wut aus. Leider machte mir die seelische Gewalt meines Vaters dermassen Angst, dass diese Wut keinen Platz fand. Als Teenager und bis vor kurzem erlebte ich meine Wut immer wieder in der Form unkontrollierbarer heftiger Wut– und Gewaltausbrüche. Heute würde ich mir die Diagnose ‚Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung‘ geben. Warum? Weil ich immer am Grübeln bin, mich immer verunsichert fühle. Darf ich das? Darf ich wütend sein? Was ist Wut? Wut macht mir Angst. Ich habe Angst. Entweder habe ich Angst oder ich kann meine Wut nicht kontrollieren. Das nimmt mir jegliches Selbstbewusstsein. Ich habe Angst vor mir selbst. Ich bin ein seelischer Krüppel. Von meinem Vater unter den Augen meiner Mutter gemacht. Schande.
– Ich han Angst
Wie ich mein Aufwachsen erlebt habe
Mein Vater war emotional mir gegenüber immer grenzüberschreitend. Es gab viel seelische Gewalt, die ich nicht verstand und die mir Angst gemacht hat. Meine Mutter kommt aus einer Familie, in welcher man irgendwie daran glaubt, dass man immer positiv denken müsse. Dies wurde mir irgendwie von ihr eingeimpft. Meiner Meinung nach hat sie die Gewalt meines Vaters gegenüber mir nicht sehen wollen oder hat meiner Meinung nach überhaupt nicht adäquat darauf reagiert. Ich finde, dass solche Gewalt ein absolutes No-Go ist und demnach ein Scheidungs- und Trennungsgrund. Meiner Meinung nach gehört das Kindeswohl an erster Stelle. Obwohl der Missbrauch oft genug vor den Augen meiner Mutter passierte, hatte das für meinen Vater nie echte Konsequenzen. Am nächsten Tag war alles vergessen und wieder gut. Wie gesagt hat mir das Verhalten meines Vaters grosse Angst gemacht. Doch niemand scheint diese Angst gesehen oder darauf reagiert zu haben. Auch nicht Verwandte. Mit meiner Angst war ich einfach komplett alleine.






– Ich han Angst
Ich habe Angst davor ans Fest meiner Mutter zu gehen, weil dort auch mein Vater ist, vor dem ich Angst habe. Warum? Weil ich Angst davor habe, dass meine Mutter dann meine Angst mitbekommen könnte.
– Ich empfinde Manie
Angst? JA? Bisch du da? JA. Guet. Das froit mich.
Ich kann nicht in der freien Wildbahn mit meiner Mutter und meinem Vater zusammen sein. Warum nicht? Weil ich Angst vor meinem Vater habe.
Ich han Angst.
Vielleicht gilt es einfach einmal diese Angst ernst zu nehmen und nicht zu vergewaltigen.
– Ich han Angst
Auf der Suche nach der Urangst:
- Von der Mutter vernachlässigt zu werden
- Vom Vater umgebracht zu werden
Ich han Angst
Als Baby hatte ich Angst (vor etwas oder jemandem). Deswegen habe ich geschrien. Da meine Mutter und mein Vater angsttraumatisiert sind und waren, konnten sie meine Angst nicht sehen. Sie konnten mein Problem nicht erkennen. Deswegen konnten sie mir auch nicht helfen. Das habe ich irgendwann einmal begriffen. Also habe ich das Weinen eingestellt. Doch die Angst war immer noch da. Was macht man, wenn man eine negative Situation nicht ändern kann? Man akzeptiert sie. Also habe ich die Situation so akzeptiert wie sie ist. Jetzt war nur noch die Angst selbst das Problem. Also habe ich diese abgestellt. So habe ich den Zugang zu meiner Angst verloren.
Ohne Angstbewusstsein konnte ich gefährliche Situationen nicht richtig einschätzen bzw. analysieren. Mein Körper reagierte auf dem Niveau eines Tieres. Fight, Flight or Freeze. Kämpfen, Flüchten oder Erstarren. Ich hatte nicht die Fähigkeit auf Situationen adäquat bzw. erwachsen zu reagieren, weil ich immer noch keinen bewussten Zugang zu meiner Angst hatte. Jetzt versuche ich den Zugang zu meiner Angst zu enttraumatisieren. Ich mache das, indem ich über meine Angst nachdenke und über sie spreche. So erhoffe ich mir, dass sich unser Verhältnis normalisiert und sie mir helfen kann gefährliche Situationen zu erkennen und ich ihr helfen kann in gefährlichen Situationen vernünftig zu reagieren.

– Ich empfinde Truur
Ich denke, dass es normal ist, dass Kinder Todesangst davor haben vernachlässigt zu werden.
Früher durfte ich diese Angst nur in Anwesenheit von Besuch ausleben. Warum? Weil ich gespürt habe, dass ich dann in Sicherheit war. Sonst fühlte ich diese Sicherheit nicht. Mein Vater war unberechenbar und hat seelische Grenzen immer wieder überschritten. In seiner Anwesenheit einen spielerischen Umgang mit meiner Angst zu erlernen, wäre vielleicht wirklich lebensgefährlich gewesen. Warum? Weil er selbst nie Kind sein konnte und auch selbst nie einen Umgang mit Angst gelernt hatte. Meine Mutter
– Ich han Angst
Wenn ich so funtionieren würde wie mein Vater, dann wäre für mich Z vielleicht so etwas wie meine Mutter.
– Ich han Angst
Heute beim Psychiater:
Ich erzähle eine Geschichte. Der Psychiater muss gähnen. Ich kriege Angst. Ich unterbreche meine Geschichte. Ich sage meinem Psychiater, dass mir sein Gähnen Angst macht. Er fragt wieso. Ich sage, dass das Gähnen bei mir das Gefühl auslöst, dass ich nicht wichtig bzw. uninteressant sei – und dies würde die Angst bzw. Todesangst auslösen.
Ist es nicht krass, dass so eine unbedeutende Kleinigkeit bei mir Todesangst auslöst? Meine Theorie dazu:
Ich bin traumatisiert, weil meine Mutter damals, als ich ein Kleinkind war, meine Bedürfnisse nicht richtig lesen konnte und ich deswegen öfters der Todesangst verfiel. Da mir diese Todesangst aber wahrscheinlich nicht wirklich geholfen hat, habe ich diese verdrängt und versucht einen positiveren Eindruck zu hinterlassen. Nun versuche ich dieses Trauma aufzuarbeiten und interpretiere in jede Kleinigkeit eine Todesangst hinein. Heute konnte ich diese Todesangst meinem Psychiater kommunizieren. Und nun bemerke ich, dass das mir und der Beziehung zu meinem Psychiater nicht geschadet hat. Also lerne ich, dass es nicht mehr so gefährlich ist Angst zu zeigen wie damals als Kleinkind, wo mir diese Angst nichts genützt bzw. geschadet hat, weil es energieraubend ist zu weinen.

Jetzt habe ich Angst, dass meine Mutter das liest und entweder-oder/oder-beides:
- beleidigt ist, weil sie denkt, dass ich denke, dass sie eine schlechte Mutter ist/war.
- denkt, dass mein Psychiater schlecht für mich ist bzw. er dafür verantwortlich sei, dass ich so ein schwieriger Sohn geworden bin.
Ich han Angst. Scheisse.
– Ich han Angst
Ich habe das Gefühl, dass die Empathiefähigkeit und das Einfühlungsvermögen meiner Mutter (mir gegenüber) ungefähr so (konzeptionell) ist, wie das von künstlicher Intelligenz.
– Ich han Angst
Mein Vater hat mir die Liebe meiner Mutter nicht gegönnt. Meine Mutter hat Angst vor meiner Vater.
So war es und so ist es.
– Ich empfinde Truur
Ich han Angst
Einmal wollte ich vielleicht als 12 jähriger aus dem Elternhaus fliehen. Da ich mich aber völlig perspektivlos fühlte, versteckte ich mich auf dem Dachstock. Ich wollte sehen wie meine Eltern auf meinen Abschiedsbrief reagierten. Meine Mutter lachte mich aus.
Ich han Angst
Ich habe gerade einen neuen Begriff gelernt:
Traumabonding
https://de.wikipedia.org/wiki/Traumabindung
Angst? Ja? Bisch du da? Ja.
Mein Hauptmissbraucher war mein Vater. Meine Nebenmissbraucherin war meine Mutter. Warum war sie nur Nebenmissbraucherin? Weil sie innerhalb der Familie keinen grösseren Einfluss hatte.
Empfinde ich Truur? Ja.
Empfinde ich Wuet uf mini Muetter? Ja.
Ich empfinde Truur
Die Regel in meiner Familie war: Man geht immer auf den Schwächsten
- Mein Vater auf mich
- Ich auf meinen Bruder
- Mutter schaut zu

Ich han Angst
Ich fühle mich von meiner Mutter verraten.
– Ich empfinde Truur
Das Gefühl ‚Liebe von meiner Mutter erfahren‘ ist traumatisiert durch das Gefühl der ‚Angst vor meinem Vater‘.

Ich han Angst
«Mein Vater bringt mich um, wenn ich seine Erwartungen nicht erfülle.»
Meine Mutter ist meine Schwester.
– Ich han Angst
Meine Mutter ist eine Rabenmutter.
Ich empfinde Truur
Ich frage meine Mutter:
Wer ist dir wichtiger: Dein Mann oder deine Kinder?
Sie antwortet:
Mein Mann.
Ich frage warum:
Die Kinder fliegen eines Tages aus, aber mit dem Mann bleibt man für immer.
Ich empfinde Truur
Mein Vater hat mich seit Kindesbeinen immer wieder angegriffen. Meine Mutter hat mich dagegen nicht effektiv verteidigt. Die Angriffe und die Ohnmacht haben bei mir Angst ausgelöst, aber die Angst verlassen zu werden war stärker, so dass ich nach Wegen gesucht habe die Angst zu verdrängen. Dies ist mir auch gelungen. So bin ich dann ins Leben gegangen. Als Mensch, welcher den Zugang zu seinen Gefühlen verloren hat. Als emotionaler Krüppel, weil ich als Kind bis heute von meinem Vater psychisch missbraucht wurde.
ICH HABE ANGST, DASS ICH UMGEBRACHT WERDE, WENN ICH DIE ERWARTUNGEN VON MENSCHEN NICHT ERFÜLLE
Warum könnte das so sein?
Weil mir mein Vater wahrscheinlichlich das Gefühl gegeben hat, dass er mich umbringen wird, sollte ich mich gegenüber meiner Mutter nicht seinen Vorstellungen nach verhalten.
Ich han Angst zübertriebe
Eine Theorie
Mein Vater hat mir das Gefühl gegeben, dass er mich umbringt, wenn ich seiner Frau nicht positive Vibes vermittle.

Lieber Regenschauer
Ich liebe meine Eltern und sie haben aus ihren Möglichkeiten meiner Meinung nach das Beste gemacht. Trotzdem muss ich heute für mich schauen und wenn nötig meinen bisherigen Werdegang kritisch analysieren und daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen..
Vater und Mutter waren traumatisiert. Mein Vater hat viele Gefühle nicht zeigen können. Zum Beispiel Wut, Trauer und Angst. Alles wurde immer überspielt. Ich als Kind habe dadurch unbewusst gelernt, dass es diese Gefühle gar nicht gibt. Vielleicht hatte ich auch Angst davor, was passieren würde, wenn mein Vater einmal diese Gefühle ausdrücken würde.
Heute bin ich erwachsen. Ich will keine Angst mehr vor meinen eigenen Gefühlen haben. Als Mensch mit einer Gewaltvergangenheit fällt mir dies aber schwer. Ich glaube, dass es wichtig ist Gefühle wie Angst, Trauer und Wut bewusst und häufig wahrzunehmen. Davon erhoffe ich mir, dass diese Gefühle dann zwar im Moment da sind, aber dann auch wieder weggehen. So ganz nach dem Motto: Lieber fünf Mal im Monat Regenschauer statt einmal ein zerstörerisches Gewitter.