– Warum habe ich eigentlich ANGST VOR MEINEN GEFÜHLEN?

Vielleicht, weil mir von den Eltern das Gefühl gegeben wurde, dass ich von ihnen verlassen würde, sollte ich zeigen, wie ich wirklich bin.

Die Hülle.
Die TRAUER dahinter.
Die ANGST.
Die LEERE hinter der Hülle.

– Ich empfinde Trauer

An einem solchen Tag im Sommer 2003..

An einem solchen Tag im Sommer 2003 wurde mir die Mission aufgetragen mit meinem Vater zu wandern. Es ging den Grand Canyon hinunter. Mehr wusste ich nicht. Ich war halt jung und uninformiert. Meine Aufgabe war es mit meinem Vater mitzugehen. Nachdem ich auf dem Nachuntenweg immer wieder Schilder gelesen hatte, dass es verboten sei ohne Übernachtungsreservation den Weg bis nach ganz unten anzutreten, begann ich mir ein klein bisschen Sorgen zu machen. Nach ein paar Stunden Wanderung gelangten wir schliesslich bis zu dem Punkt an dem Tageswanderungen (ohne Übernachtungsreservation im Camp am Fluss) erlaubt waren. Als mein Vater dort schnell weiterging, blühte es mir: Mein Vater wollte in einem Tag bis zum Fluss hinunter und am selben Tag wieder rauf. Urplötzlich waren wir alleine auf dem Wanderweg.

Einmal mehr wurde mir klar, dass es dabei nicht um mich ging, sondern um die Bedürfnisse meines Vaters. Wie mein ganzes bisheriges Leben wurde ich von meinen Eltern dazu benutzt meinen Vater zu begleiten. Niemand hat sich dabei für mich interessiert. Ausser wenn ich auf der Wanderung bei Temperaturen von 50 Grad krepiert wäre.

Das nenne ich Missbrauch. Ich hatte nie eine Wahl. Ich wurde nie gefragt. Ich war einfach der Trottel vom Dienst, der einfach mitkommen musste. Mein einziges Recht, welches ich besass, war das Existenzrecht.

Mein Vater war damals älter als ich es heute bin.