Ich han Angst

Ich habe mein ganzes Leben lang funktioniert (bis 2011). Jetzt habe ich eine Angststörung. Warum? Weil funktionieren in dem Sinne einfach war, als dass ich einfach versucht habe andere Leute zufriedenzustellen oder zu beeindrucken. Jetzt versuche ich meinen Körper nicht mehr zu dominieren, manipulieren und zu sabotieren. Sondern ich gebe ihm immer mehr Freiheiten und so sehe ich, zu was ich eigentlich bestimmt bin. Man könnte dies als Selbstverwirklichung bezeichnen, weil ich das Selbst verwirklichen lasse. Doch so bald ich nicht mehr weiss, dass das, was ich mache, im Sinne meiner Mitmenschen ist, kriege ich Angst. Diese Angst macht mir Angst, da ich:

  1. wegen angstvermeidendem Verhalten nie Angst hatte
  2. nie einen Umgang mit meiner Angst gelernt habe.

In meiner emotionalen Entwicklung bin ich auf der Stufe eines Kleinkindes, da ich mich erst seit wenigen Jahren mit meinen Gefühlen beschäftige.

{Ich han Angst.}

Ich han Angst

Stell dir vor du wurdest dein ganzes Leben lang von deinen Eltern gegaslighted. Es wurde dir immer gesagt, dass du das, was du bist und fühlst nicht bist und fühlen darfst. «Du musst nur positiv denken, dann kannst du alles erreichen.» «Wenn du daran genug glaubst, dass du nicht krank wirst, dann wirst du auch nicht krank.» Eigentlich hat mich nur meine Mutter gegaslighted. Mein Vater war einfach gemein.

damals

Angst? Ja? Bisch du da? Ja. Guet

Ich habe Angst davor Mist zu erzählen

Wenn man Angst hat und bemerkt, dass man Angst hat, dann kriegt man als angstgestörte/angsttraumatisierte Person noch mehr Angst. Das heisst man muss dann zum Beispiel doppelt so viel Angst aushalten. Also wieso sollte man dies tun und nicht einfach versuchen die Angst zu verdrängen, indem man zum Beispiel an etwas Positives denkt? Weil wir nur wirklich Selbstbewusstsein oder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit erfahren können, wenn wir im Einklang mit uns selbst sind. Deswegen lohnt es sich meiner Meinung nach einmal im übertragenen Sinn gemeint durch die Hölle zu gehen und dadurch die Angst vor der Angst oder anders gesagt die Traumatisierung loszuwerden.

Han ich Angst? Ja. Han ich Angst? Ja

Kann man Gefühle verstecken?

Jein.

Warum sollte man Gefühle überhaupt verstecken wollen?

Weil man traumatisiert ist. Das heisst, dass man bei gewissen Gefühlen schlechte Erfahrungen gemacht hat. So wurde man konditioniert die mit diesen schlechten Erfahrungen verbundenen Gefühle zu verdrängen.

Wie kann man Gefühle verdrängen?

Indem man nicht an sie denkt.

{Angst? Ja? Bisch du da? Ja. Guet. Das froit mich. Chanich irgendöppis für dich tue? Nei, isch guet merci. Bitte. Ich ha di gern. I ha di ou gärn.}

Ich habe Angst um Zahn 16

An einem spezifischen Ort (ev. dort wo eine Füllung mit dem Restzahn zusammenläuft) fühlt sich es sich sehr sensibel an. Es sind wohl so etwas wie Schmerzen. Letztes Jahr ging ich deswegen zu einem Zahnarzt, weil ich befürchtete, dass dort eine Füllung kaputtgegangen sein könnte. Der Zahnarzt befand jedoch keine kaputte Füllung.

Ich han Angst

Ich habe mich heute geweigert die Löhne zu bezahlen, weil mein Chef C bei mehreren betroffenen Langzeitkranken oder Langzeitverunfallten sich geweigert hat..

  • den betroffenen Mitarbeitern die Berufsbeiträge dieses Monates nicht mehr vom Lohn abzuziehen
  • bereits fälschlicherweise früher abgezogene Berufsbeiträge zurückzuerstatten.

Grob gesagt wäre die Regel, dass wenn jemand länger als 30 Tage arbeitsunfähig ist, man ihm keine weiteren Berufsbeiträge abziehen darf.

«Wenn meine Mutter so stark sein kann, dann kann ich es auch.»

Den neusten/letzten Beitrag habe ich zuletzt aktualisiert/veröffentlicht am 25.03.2026, 14:56 @ 14:56.

  • – Angst? JA? Wie geht es dir? Kann ich irgendetwas für dich tun?

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Ich han Angst

Ich habe das Gefühl, dass ich sterben werde, wenn ich Angst zeige/zulasse.

Wie konnte es so weit kommen?

  • Entweder hat man mir als Kleinkind/Baby den Schoppen nicht gegeben, obwohl ich aus Angst vor dem Verhungern geschrien habe und dann habe ich aus Angst vor dem, mit dem Schreien verbundenen, Kräfteverbrauch damit aufgehört (ich habe sozusagen Angst vor der Angst bekommen und das dann internalisiert)(Variante 1)
  • Oder ich habe einfach über die Mimik und Gestik der Eltern gelernt, dass man Angst zu verbergen versucht und sozusagen Angst vor der Angst bekommen. (Variante 2)
  • Oder ich habe gelernt, dass man nicht über Angst spricht, weil meine Eltern das nie gemacht haben und sozusagen Angst vor der Angst bekommen. (Variante 3)
  • Variante 1 würde eine Zunahme einer körperlichen Angst erklären
  • Das Teuflischste, das ich mir vorstellen kann, ist dass man mich immer dann absichtlich vernachlässigt/angegriffen hat, wenn ich Angst hatte.

Wenn ich irgendwie zum Schluss gekommen wäre, das es besser ist meine Angst nicht zu zeigen, was ….

habe ich für Optionen?

Nicht mehr daran zu denken, dass ich Angst habe. Denn die Angst ist ein Gefühl und Gefühle kann man nicht sofort beeinflussen.

Aber nicht an Angst zu denken zaubert die Angst nicht weg, sondern nur die Angst vor der Angst.

Die Angst an sich ist kein Problem. Sie ist wie sie ist. Ich kann sie nicht beeinflussen.


Vielleicht war es auch einfach so:

Ich habe aus irgendwelchen Gründen immer das Wort Angst vermieden und mich dadurch nie mit meiner wahren körperlichen Angst verbunden. Nun habe ich Angst mich mit meiner wahren körperlichen Angst zu verbinden, da ich nicht weiss, wie es meiner wahren körperlichen Angst nach all den Jahren geht. Deswegen muss ich sie jetzt vielleicht einfach so oft besuchen bis ich mich daran gewöhnt habe, dass es ihr jetzt halt so gut oder so schlecht geht, wie es ihr halt geht.

– Ich han Angst vor Vorverurteilung

Wie heilt man eine Angststörung? Man macht Konfrontationstherapie und baut nach und nach angstvermeidendes Verhalten ab.

Leider ist es nicht ganz so einfach. Wieso? Weil ich Angst sehr gut verdrängen kann und wenn ich dann Bungeejumping gemacht habe, würde die Angst dann erst später, zum Beispiel in der Nacht, kommen und mir den Schlaf rauben.

Also, was ist die Heilung?

Sich der Angst in alltäglichen Situationen bewusst werden und die Angst als Ratgeber und Stimme miteinbeziehen. Dadurch sollten sich die durch Angst ausgelösten körperlichen Beschwerden wie zum Beispiel Schlaflosigkeit längerfristig mildern.

Ich han Angst

Wir haben einen Mitarbeiter, der schon einige Monate wegen eines körperlichen Leidens arbeitsunfähig ist.

Am Mittwoch bezahlen wir die Löhne.

Erst kürzlich habe ich erfahren, dass Berufsbeiträge bei solchen Absenzen, welche länger als 30 Tage dauern, nicht mehr abgezogen werden dürfen. Deswegen haben wir diesem Mitarbeiter den Berufsbeitrag für die Monate Oktober, November und Dezember 2025 und Januar 2026 jeweils fälschlicherweise vom Lohn abgezogen. Dies wollte ich im Lohnlauf vom Mittwoch korrigieren und ihm die bereits abgezogenen Berufbeiträge für die vier Monate wieder gutschreiben. Am Freitag hatte ich das so für den kommenden Mittwoch vorbereitet. Mein Chef hat davon mitbekommen und hat mich angewiesen diese Gutschrift wieder zu löschen. Ich habe dies dann gemacht. Doch nun bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich dahinter nicht stehen kann.

Deswegen stelle ich für nächste Woche folgenden Plan auf:

Ich bringe die Gutschrift wieder in die Lohnabrechnung hinein. Am Mittwoch lege ich die vorbereiteten Lohnabrechnungen dem Chef vor. Falls er wieder moniert, sage ich ihm, dass ich diese Gutschrift nicht ein zweites Mal herausnehmen werde und bereite mich indirekt darauf vor ab diesem Zeitpunkt die weiter anfallenden Arbeiten zu diesem Lohnlauf zu boykottieren.

Wenn meine Mutter so stark sein kann, dann kann ich es auch.

Ich han Angst vor Verurteilung

Nachdem ich am späten Dienstagnachmittag einen Termin bei einem neuen Psychiater hatte, lag ich am Mittwochmorgenfrüh total wach im Bett. Auf der Arbeit fühlte ich mich anders als sonst. Ich fühlte mich anders als sonst. So wie wenn ich meine Emotionen nicht verbergen könne. Ich hatte das Gefühl, dass die Kunden merken könnten, wenn ich sie innerlich auslachte, weil ich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht hatte. Nach der Arbeit ging ich trotz des schönen Wetters nach Hause, weil ich die ganze Umwelt nicht ertragen konnte. Dann hatte ich Angst vor Manie und es fühlte sich auch so an. Dann bin ich 32 Stunden im Bett geblieben und war total erschöpft und bin es jetzt immer noch.