Lieber Herr neuer Psychiater

Ich leide unter grosser Angst.

Alleine in der Wohnung geht es solange ich keine Geräusche höre und ich niemanden wahrnehme. Sobald ich mit Menschen zusammentreffe, kriege ich Angst. Ich bin ein sozialer Mensch und Beziehungen sind mir wichtig und ich leide darunter, dass ich nicht mehr und intensivere Beziehungen habe. Ich will keine Medikamente. Helfen Sie mir.

Die Entwicklung eines Traumatisierten Mensches

  1. Traumatisierung
  2. Vermeidet das Thema Angst, da ihn dies an sein Trauma (verdrängte Ängste) erinnern würde.
  3. Bekommt irgendwelche Probleme
  4. Sucht für diese Probleme eine Lösung
  5. Befürchtet, dass das Thema Angst ein Teil der Lösung sein könnte
  6. Sucht einen bewussten Umgang mit Angst
  7. Findet einen bewussten Umgang mit Angst
  8. Die Probleme lösen sich

Han ich Angst? Ja.

Ich kann gegenüber anderen Menschen keine Schwäche bzw. Angst zeigen. Da es extrem anstrengend ist diese Angst zu unterdrücken und sie sich extrem schnell summiert, habe ich nicht die Energie längere Zeit um Menschen zu sein.

Han ich Angst? Ja.

Vor knapp vier Jahren hatte ich ein Kritikgespräch mit meiner Chefperson, meines damaligen Arbeitgebers, wegen meinem Verhalten am Arbeitsplatz:

Heute möchte ich dazu Folgendes sagen:

Ich war gegenüber meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen direkt, verbal aggressiv und bösartig, weil mir die Schranken im Umgang mit anderen Menschen gefehlt haben. Was sind diese Schranken? Eine gewisse Angst. Im Umgang mit meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen unterdrückte ich meine Angst. Dies ist nicht nur extrem anstrengend, es ist auch nur begrenzt funktional. Die Ängste bannen sich ihren Weg trotzdem und kommen dann auf andere Weise konzentriert zum Vorschein:

Ich hatte riesige Angst, dass ich Teil von einem verbrecherischen Konstrukt werden könnte, wenn ich das Trinkgeld annehme, das jemand anders abgerechnet hat, da ich die Abrechnung dann nicht kontrollieren konnte.

Han ich Angst?

Warum ich nicht von mir aus meinen Job kündigen möchte

Ich denke, dass mich mein Chef nicht umbringen wird.

Mein Körper aber denkt, dass ich auf Arbeit in ständiger Todesgefahr bin.

Wenn ich nicht kündige, kann mein Körper mit der Zeit lernen, dass seine Angst übertrieben ist.

Im Moment ist für mich der Job die grösste und wichtigste Sache in meinem Leben.


Andererseits hat mich mein Chef letzte Woche sogar körperlich angegangen. Was Angst ja eigentlich rechtfertigen würde. Aber dass er mich einfach so umbringt, kann ich mir trotzdem nicht vorstellen.

Han ich Angst? Ja.

Vor ca. 0.5-1 Jahr haben meine Eltern in unterschiedlichen Situationen mir folgendes gesagt:

Vater: «Du bist nicht psychisch krank.»

Mutter: «Du musst unbedingt mehr Psychotherapie in Anspruch nehmen.»

Empfinde ich Wut? Ja.

Meine Mutter hat in der Woche vom 10. März 2025 folgende Dinge getan:

  • Meinem Psychiater geschrieben
  • Mich besucht, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich das nicht wolle
  • Mir unterstellt, dass ich mich umbringen wollte

Diese Aktionen haben meim Vertrauen in meine Mutter stark erschüttert.

Habe ich Angst? Ja.

Was ich mir wünsche:

Dass sie sagen, dass ich das, was ich mache gut mache und dass ich mir keine Sorgen machen müsse.

Han ich Angst? Ja.

Empfinde ich Trauer? Ja.

Will ich mich mit diesem Gefühl verbinden? Ja.

Empfinde ich Selbstmitleid? Ja.

Gut.

Das machst du gut. Du darfst das machen, was du tust.

Han ich Angst? Ja.

Mein Kopf rast. Ich bin auf 180.

Liegt es daran, dass ich Todesangst habe?

Ja. Ich glaube schon!!!

Warum habe ich Todesangst?

Es muss mit einem Trauma zu tun haben. Ich denke, dass es familienbedingt ist. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Eine Erklärung, dass es halt einfach meine Krankheit ist, will ich nicht akzeptieren.

Han ich Angst? Ja.

Es geht mir schlecht.

Ich bin komplett erschöpft. Ich liege im Bett mit Gliederschmerzen.

Ich denke, dass es wegen dem Vorfall von Mittwoch ist, bei dem mir C etwas angeschossen hat und mich wutentbrannt angeschrien und beleidigt hat.

Empfinde ich Truur? Ja.

Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?

Ja.

Bravo.

Empfinde ich Truur? Ja.

Mein Vater wollte in die USA. Sommer 2003. Er wusste genau, was er wollte und fuhr mit einem Wohnmobil mit seiner Familie seine Reiseroute. {Han ich Angst? Ja.}{Empfinde ich Truur? Ja.}Am Grand Canyon angekommen, machten wir uns bereit für eine Wanderung. Die Ranger haben die Menschen informiert, dass es ohne Reservation beim Stützpunkt am Colorado River keine Übernachtung gibt und dass man ohne eine solche nicht bis zum Colorado River wandern dürfte. Das war meinem Vater egal. Er wusste, was er wollte. Ich durfte ihn dabei begleiten.

{Empfinde ich Wut? Ja.}

Han ich Angst? Ja.

Bei uns zu Hause hat meine Mutter ihre Eltern immer verherrlicht. Sie seien die liebsten und besten Eltern gewesen.

Einmal, in der Mediation, die von 2023 bis 2025 stattgefunden hat, gab sie jedoch eine andere Geschichte von sich:

Ihr Vater habe ihren Bruder oder ihre beiden Brüder geschlagen, als die Mutter sie an den Armen festhielt und sagte: «Nimm sie auch noch, sie hat es verdient.»

Diese Geschichte lässt darauf schliessen, dass auch in der Familie meiner Mutter nicht alles rosig war.

Ich selbst habe meine Grosseltern gekannt. Meine Grossmutter starb als ich 16 Jahre alt war und mein Grossvater starb als ich 29 Jahre alt war.

Ich denke, dass sie gegen aussen sehr angepasst waren. Wahrscheinlich hatten sie Minderwertigkeitskomplexe und waren gegen aussen sehr zurückhaltend bzw. ängstlich.

Achtung: Ich versuche jetzt meiner Mutter ein Trauma zu unterstellen. {Han ich Angst? Ja.} Es ist nicht meine Absicht Lügen zu verbreiten oder jemanden zu verunglimpfen. Ich hoffe, dass die Aussenwelt meine Texte zum Beispiel als Kunst interpretiert und nicht als Anschuldigung. Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn jemanden zu beschuldigen, wenn man die Kunst nur dank dieser Personen überhaupt ausführen kann.

Han ich Angst? Ja.

Auch meine Mutter hat in zwei parallelen Welten gelebt. Das angepasste Bild, das ihre Eltern gegen aussen gelebt haben und die vielleicht weniger schönen Seiten, die es innerhalb der Familie gab.

Da sie keinen Blog hatte und ihre Geschichte vielleicht niemandem anvertraut hat, weil sie sie niemanden anvertrauen konnte, hat das dazu beigetragen, dass sie diese, ihre eigene Realität, {Han ich Angst? Ja.} nicht akzeptieren konnte oder wollte.

Han ich Angst? Ja. Was bleibt von der Geschichte übrig? Unbewusst wurde sie vom Wahnsinn, welcher sie in ihrer eigenen Familie erlebt hat, angezogen, so dass sie sich in meinen Vater, einen Psychopathen, verliebte. Sie konnte ihre Seele heilen, indem sie mit jemandem zusammen kam, der gegen aussen mutig, wild und stark wirkte. Zusammen mit ihrer Theorie von ihrer guten Kindheit mit liebevollen Eltern ergab das ein Bild, dass für sie stimmig, ausgeglichen und ehrlich war.

Dadurch wurde sie aber auch blind gegen die Gefahren, die von einem Psychopathen ausgehen.

Scheisse.

Han ich Angst? Ja.

…Einmal hat er eine Fertigpizza, welche er als Mittagessen für uns Kinder vorbereiten sollte, komplett schwarz gemacht, weil der Karton, der unter der Pizza gelegen ist, im Ofen Feuer gefangen hat. Als er sein Missgeschick bemerkt hat, hat er die Pizza in der Natur entsorgt, damit es keine Spuren geben würde. Er wollte nicht, dass seine Frau erfahren würde, dass seine Kinder an diesem Mittag, wenn überhaupt, Frühstücksflocken gegessen haben. Der Punkt ist nicht, dass er die Pizza verbrannt hat. Der Punkt ist, dass er seiner Frau gegenüber unehrlich ist. Und dass wir Kinder diese Unehrlichkeit, aus wahrscheinlich falsch verstandener Loyalität oder aus Angst, mitgetragen haben. Ich weiss nicht, ob meine Mutter diese Geschichte je erfahren hat. Der Punkt ist, dass es in dieser Familie verschiedene Realitäten gab. In der Realität meines Vater waren wir Kinder Statisten, die in seinem Film eine Rolle zu spielen hatten, damit er ein möglichst gutes, praktisches und angenehmes Leben führen konnte. Es ging nicht um uns. Sondern wir waren die Erfüllungsgehilfen meines Vaters, aber das durfte niemand, oder zumindest meine Mutter, nicht wissen.

Empfinde ich Truur? Ja.

Han ich Angst? Ja.

Was beschäftigt mich?

Ein Thema (Code: A100) bei dem ich drei Optionen als theoretisch richtig erachte:

  • etwas tun 1
  • etwas tun 2
  • nichts tun

Alle drei Optionen machen mir Angst.

Angst1

Han ich Angst? Ja.

Was ist Missbrauch?

Es fällt mir schwer diese Frage zu beantworten.

Diese Frage macht mir Angst.

Für mich ist Missbrauch, wenn man ohne Empathie jemanden benutzt um egoistische oder sogar sadistische Ziele zu erreichen.

Als Kind war ich leider dieser Gefahr nicht gewachsen, auch weil der Täter mein Vater war.

Mein Vater hat mich nicht sexuell missbraucht (daran kann ich mich nicht erinnern). Aber mein Vater hat mich seelisch missbraucht.

«Absprechen der Berechtigung oder Uminterpretation der Gefühle des Betroffenen.»

Direkt zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gaslighting , abgerufen am 27.08.2025 um ca. 23.50 Uhr.

Er hat zum Beispiel eine Fertigpizza {Empfinde ich Truur? Ja.}

Han ich Angst? Ja.

Heute kam die Mutter meines Chefs und sagte, dass sie einen Fehler bemerkt hätte. Aber sie werde uns (mich und meinen Arbeitskollegen) nicht beim Chef verpfeiffen. Der Chef müsse das nicht unbedingt wissen. Das könne unter uns bleiben.

Ich fragte dann wieso sie mir das sage.

Sie sagte, weil C so viel zu tun habe.

Ich sagte, ich meine: warum sagst du mir, dass du es C nicht sagen wirst.

Sie sagte: Weil er so viel zu tun hat.

Aber ob du mir sagst, dass du es C nicht sagst, dass «wir» einen Fehler gemacht haben, ändert ja nichts daran, dass er viel zu tun hat.

Ich habe ihr gesagt, dass ich ihre Aussage als Drohung verstehe.

Han ich Angst? Ja.

Die Vorstellung 90% der Zeit Angst zu haben, kann einem Angst{Han ich Angst? Ja. Ok.} machen. Doch nur, wenn man sich dieser Angst stellt, lernt man, dass die Angst zu sterben sich nicht erfüllt. Damit lernt der Körper oder der Geist oder die Seele oder das einte und das andere oder ich{Han ich Angst? Ja. Ok.}, dass Angst zeigen unbedenklich und ungefährlich ist. Danach können sich andere Gefühle zeigen. {Lachendes Smiley mit Zunge raus}{Han ich Angst? Ja. Scheisse}

Han ich Angst? Ja.

Wie man sich enttraumatisiert

Frage dich, wie es dir geht.

Lerne Angst kennen.

Verliere die Angst vor der Angst.

Lerne einen Umgang mit deiner Angst.

Arbeite mit deiner Angst {Han ich Angst? Ja}.

Sieh die Angst als dein Freund. {Han ich Angst? Ja}

Akzeptiere deine Angst.

{Han ich Angst? Ja}

Mit der Zeit wirst du merken, dass der bewusste Umgang mit deiner Angst nur ein Gedankenspiel ist.

Lass Angst einfach Angst sein.

Lerne, dass du Angst haben darfst.

{Han ich Angst? Ja. Easy.}

Han ich Angst? Ja.

Ich habe eine Theorie.

Zuerst aber die Vorgeschichte:

Mein Vater seine Eltern haben sich geschieden, als er ungefähr 10 Jahre alt war. Sein Vater hatte schon eine neue Frau und hatte mit ihr bereits eine neue Familie im gleichen Dorf gegründet. Die Arztpraxis des Vaters war immer noch im Elternhaus meines Vaters. Sein Vater praktizierte dort weiter. Angeblich soll er aber den Kontakt zu seinen Kindern komplett abgebrochen haben und sie komplett ignoriert haben. Die Geschwister meines Vaters waren alle schon älter und waren bei irgendwelchen Internaten untergebracht. Seine Mutter war bipolar und missbrauchte dabei Medikamente, zu welchen sie in der Arztpraxis immer noch Zugang hatte. Eines Tages versuchte sie sich damit umzubringen. Ein älterer Bruder meines Vaters fand sie als er an einem Wochenende in der Nacht nach Hause kam. Er rief die Ambulanz. Mein Vater bekam das alles mit, entschied sich aber alleine in seinem Kinderzimmer zu bleiben. Am nächsten Tag bekommt er mit, wie sein Vater, der von der Sache Wind bekommen hat, seinem grösseren Bruder Vorwürfe macht, warum er die Ambulanz gerufen hat. Aus seiner Sicht hätte er ohne die Ambulanz einfach ein Problem weniger gehabt. Mein Vater hat also in sehr jungen Jahren mitbekommen, dass er seinem Vater nicht nur egal ist, sondern auch, dass sein Vater eine Gefahr für seine Mutter ist. Da seine Mutter seine einzige Bezugsperson geblieben ist, muss das extrem traumatisierend gewesen sein. In seiner Kinderlogik war der Vater böse und gefährlich, aber es gab keinen Raum sich diesen Gefühlen zu stellen bzw. diese Gefühle zu verarbeiten.

Mit 25 Jahren wurde er mein Vater. Schon extrem früh projezierte er sein Trauma auf mich. Das heisst, dass er seine unterdrückte Wut und Angst auf, oder besser gesagt gegen, mich projezierte.

Heute bin ich 39 Jahre alt. Und in der Beziehung zu meinem Vater noch immer nicht viel weiter.

Ich war der, der ihm seine Mutter wegnehmen wollte. Dabei war ich doch bloss ein kleines Kind und es war MEINE Mutter.

Empfinde ich Wuet? Ja.

Der Körper ist 24 Stunden pro Tag damit{Angst} beschäftigt zu überleben. Kommt noch ein Geist dazu, der ihm das Leben schwer macht, geht er einfach vor die Hunde.

Han ich Angst? Nei.

Wenn einem der Vater sagt, dass man eine Pfeiffe ist, kann man auf zwei Arten reagieren:

  • Ich bin keine Pfeiffe – ich bin wunderbar.
  • Er hat natürlich recht, warum macht denn dieser Körper nicht, was von ihm verlangt wird?

Han ich Angst? Ja.

Wie wird man angstgestört?

Man lernt das Verhalten von seinen Eltern.

Was ist das für ein Verhalten?

Ein angstgestörtes Verhalten.

Warum zeigen die Eltern ein sogenannt angstgestörtes Verhalten?

Weil sie es von ihren Eltern so gelernt haben.

Was ist angstgestörtes Verhalten?

Ein Verhalten, das sich dadurch kennzeichnet nicht über Gefühle zu reden oder nicht über alle Gefühle zu reden.

Was ist der Vorteil von sogenannt angstgestörtem Verhalten?

Es gibt einem unmittelbar das Gefühl, dass man unbesiegbar und unverletzlich ist.

Warum nennt man sogenannt angstgestörtes Verhalten so?

Weil es ein Verhalten kennzeichnet, welches Angst vor den eigenen oder zumindest gewissen eigenen Gefühlen impliziert.

Han ich Angst? Ja.

Die ersten Menschen, die einen Menschen missbrauchen, traumatisieren ihn. Alle, die ihn nachfolgend missbrauchen, helfen ihm zu verstehen, dass er traumatisiert ist.

Han ich Angst? Ja.

Der Traumatisierte Mensch

Ein Aufsatz von einem Betroffenen

Der traumatisierte Mensch redet von Donald Trump, spricht über Gaza, redet über Fussball, Politik – hat zu allem eine Meinung.

Heute leben wir in einem Zeitalter der Individualisierung. Der traumatisierte Mensch weiss das und versucht mit dem Strom mitzuschwimmen. Er besucht Achtsamkeitskurse und beschäftigt sich mit Joga und Meditation.

Anscheinend geht es darum irgendetwas zu fühlen. Der Traumatisierte nimmt ein Fernglas oder eine Lupe – je nachdem – und schaut in sich hinein. War da nicht etwas? Hat sich da nicht etwas geregt? Er ist sich völlig sicher, dass er jetzt glücklich sein muss oder so.

Der traumatisierte Mensch geht in die Psychotherapie. Eine Stunde lang Smalltalk führen ohne Alkohol ist nicht einfach.

Irgendwann ist er bereit über seine Gefühle zu reden. Eine wahre Verbindung zwischen Körper und Geist entsteht. Es dauert nicht Jahre, aber Jahrzehnte, bis die Angst vor seinen eigenen Gefühlen nachlässt.

Liste von Potentiell Traumatisierten Gefühlen

  • Angst
    • Angst vor meinem Vater angegriffen zu werden
    • Angst vor meiner Mutter verlassen zu werden
  • Trauer
    • Trauer, dass meine Mutter mich nicht mehr gesehen hat, wenn mein Vater da war
    • Trauer, dass mich mein Vater meist nicht gesehen hat
    • Trauer, dass mich mein Vater angriff
  • Wut
    • Wut, dass mich meine Mutter verraten hat
    • Wut, dass ich meinem Vater nicht mehr bedeutete
    • Wut, dass sich mein Vater nicht mehr für mich interessierte
  • Eifersucht
    • Eifersucht auf meinen Vater, weil er die Nr. 1 für meine Mutter ist und immer war

Han ich Angst? Ja.

Eine Angststörung ist eine irrationale Angst. Was wäre eine irrationale Angst? Angst vor der eigenen Angst zu haben. Also versuche ich mich bewusst mit meiner Angst zu befassen, damit ich die Angst davor verliere.

Han ich Angst? Ja.

Wenn man in einer Situation ist, in der man Angst hat (sich um sein Leben fürchtet), aber diese Angst nicht zeigen kann bzw. niemandem dies erzählen kann, lernt man unter Umständen gar nicht, was Angst ist.

Wie ich missbraucht wurde

Ich musste mit einen Eltern zu Abend essen. Mein Vater war meistens still. Ich war still (ich wollte keine Aufmerksamkeit erregen). Mein Bruder war still. Meine Mutter hat dann erzählt, was bei ihr so am Tag passiert ist und anderes, was für die Partnerschaft von Relevanz war. Irgendwann kam sie auf uns Kinder zu sprechen. Sie erzählte Dinge über uns, die sie mitbekommen hatte oder die wir ihr erzählt haben. Dann stieg die Angst in mir. Bis zu diesem Zeitpunkt würde mein Vater noch wenig bis nichts gesagt haben. Manchmal blieb es dabei, aber manchmal begann er einen Monolog an mich zu richten. Dieser Monolog war immer abwertend, destruktiv und hatte meist gar keinen Bezug zu dem, was meine Mutter über uns gesagt hatte.

Irgendwann in meinen Teenageralter fuhr ich mit meinem Vater in seinem Auto nach Luzern. Er beschleunigte das Auto und drehte das Auto in Richtung einer frontalgelegenen Wand.

Han ich Angst? Ja.

Gefühle können traumatisiert werden. Bei mir war es vielleicht Angst und Trauer. Was passiert, wenn ein Gefühl traumatisiert ist? Und was bedeutet es überhaupt, wenn ein Gefühl traumatisiert ist?

Was es bedeutet, wenn ein Gefühl traumatisiert ist:

Gefühle sind körperlich. Sie existieren immer. Aber man kann sie ‚leugnen‘. Umgangssprachlich nennt man dies auch ‚Verdrängen‘. ‚Verdrängen‘ heisst nichts anderes als entweder nicht über ein traumatisiertes Gefühl nachzudenken oder nicht darüber zu sprechen. Denn, wenn der Geist ein traumatisiertes Gefühl benennen würde, würde im Hirn eine Verbindung zu diesem Gefühl passieren. Da das Gefühl aber traumatisiert ist, löst diese Verbindung sofort Angst aus. Die natürliche Reaktion ist dann, dass wir versuchen nicht weiter über das traumatisierte Gefühl nachzudenken, damit die Angst verschwindet.

Was für Konsequenzen kann so eine Traumatisierung auslösen?

Durch die Traumatisierung verlieren wir sozusagen die Freiheit zu denken und zu sagen, was wir wollen. Die Maschine Mensch gerät sozusagen in ein Ungleichgewicht. Dies ist natürlich frustrierend. Als Kompensation dafür suchen wir die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Da dies jedoch nicht natürlich ist, führt es zu einer Vergewaltigung des Körpers, welche uns langfristig schädigt, und dem Geist dadurch langfristig die Grundlage seiner Existenz entzieht. Wir alle sterben einmal. Dies (angstvermeidendes Verhalten) aber ist selbstzerstörerisch und führt zu einem Suizid auf Raten.

Empfinde ich Truur? Ja.

Als Kind gab es für meine Gefühle keinen Platz. Meine Mutter konnte sich nicht in mich hineinfühlen. Meine Gefühle vor meinem Vater zu zeigen war gefährlich. Also habe ich gelernt. Ich habe gelernt meine Gefühle zu verdrängen. Dank und durch Z habe ich es anfangs meiner Zwanzigerjahre geschafft den Zugang zu meiner Verletzlichkeit herzustellen. Doch es ist ein langer und beschwerlicher Weg. Die Angst vor meinen eigenen Gefühlen ist ein stetiger Begleiter.

Das Leid im Gaza ist für mich unvorstellbar

Aber auch hier in der Schweiz sehe ich Lebewesen, die leiden. Ich denke, dass sie leiden: Rindvieher haben viele Schmeissfliegen um ihre Augen. So wie es aussieht, trinken diese den Augensaft der Rindvieher. Wahrscheinlich würden Schmeissfliegen auch meinen Augensaft trinken. Ich aber habe Hände und kann mich gegen sie wehren. Ein weiteres Problem ist auch die Hygiene bei den Kühen. Deren Exkremente bieten einen guten Ort für die Schmeissfliegen ihre Eier zu legen. Da die Kühe mehr oder weniger viel Zeit in den immer gleichen Ställen und Weiden verbringen, können sie vor den optimalen Vermehrungsbedingungen der Schmeissfliegen auch gar nicht davon.

Meine arme, ungeschützte Penisritze

Meine kleine Ritze, bei welcher der Urin austritt, schmerzt ein bisschen. Ich habe es vorhin beim Velofahren sehr stark bemerkt. Ich weiss nicht genau wieso. Ist es eine Infektion oder eine Überbeanspruchung der Eichel? Leider ist beides möglich:

  • Überbeanspruchung der Eichel: Dadurch, dass ich seit meiner Kindheit keine funktionierende Vorhaut habe, welche die Eichel schützen würde, leide ich oft unter der hohen Sensitivität der Eichel. Vor allem je nach Bewegung und Unterhose. Das letztere, die Unterhose, könnte auch eine Rolle des zweiten Grundes für meine Beschwerden spielen:
  • Infektion: Leider habe ich so gut wie keinen Druck oder ‚Spritz‘ (mehr) beim Urinlassen. Das bedeutet, dass ich den Resturin im Kanal jeweils physisch mit den Händen herausmassiere. Aber auch das funktioniert nur bedingt und so tropft es immer nach. Da ich, sagen wir mal, ca. zehn mal pro Tag Wasser lasse, heisst das, dass jeden Tag, ca. zehn Mal am Tag Urin in die Unterhosen oder das Pjyama gelangt. Unterhosen wechsle ich jeden Tag. Pjyamahosen nicht. Aufgrund der Urinansammlungen in den Pjyamahosen beginnen diese nach wenigen Tagen zu riechen. Dort ist wohl eine hohe Bakterienkonzentration. Meine Penisritze, welche ohne Vorhaut, komplett ungeschützt, in diesen betroffenen Textilstellen liegt, könnte meiner Meinung nach durch die Bakterien infisziert worden sein.

Empfinde ich Angst? Ja.

Ende Juni verliess ein Mitarbeiter die Firma, für welche ich arbeite. Heute fragte ich meinen Chef, ob wir ihm nicht ein Arbeitzeugnis ausstellen sollten. Er sagte: Nein. Wenn er sich nicht explizit darum bemüht, dann gibt es keines.

Anleitung zum Biodrohnenbau:

Man nehme einen Menschen. Desto jünger, desto besser. Man macht ihm effektive Todesangst. Aber jedesmal, wenn er seine Angst kommunizieren will, greift man ihn an. Die Biodrohne lernt dadurch, dass es irrational ist, über das, was passiert ist, zu reden und macht entweder das, was man ihr sagt, oder etwas komplett Irrationales. Die Biodrohne wird so zwar vielleicht unberechenbar, aber irgendwie doch steuerbar, weil man immer auf diesen ‚Berserkermodus-Knopf‘ drücken kann. Irgendwann ist dieses Verhalten programmiert und funktioniert auch ohne Operator (Autopilotmodus).

Empfinde ich Truur? Ja.

Ein ganz normaler Arbeitstag. Je länger der Tag geht, desto mehr steigere ich mich in die Sachen hinein. Schliesslich bin ich auf 180 Grad. Ich weiss nicht mehr wo oben und unten ist. Mein Kopf dröhnt – mein Körper ist verspannt. Ich empfinde Wut. Ja, es ist nicht alles so gelaufen, wie es in der Firma hätte laufen sollen. Aber erstens ist es nicht meine Schuld, zweitens ist es nicht so schlimm, aber mein Körper dreht komplett durch. Morgen wieder ein Tag im Bett. Verdammt! Warum?????

Empfinde ich Truur? Ja.

Zuerst war die Depression da. Schon als Kind. Diese hat mich jahrzehntelang begleitet. Irgendwann kam die Erschöpfung dazu. Heute bin ich fast immer erschöpft.

Anleitung Narzissten machen:

Vater lieblos. Oft abwesend. Mutter, welche Angst vor ihrem Mann hat. Sich dieser Angst aber nicht bewusst ist und in der Abwesenheit ihres Mannes ein besonderes Verhältnis zu ihren Kindern aufbaut und diese in ihre innerste Gefühlswelt einweiht.

Han ich Angst? Ja. Ok. Scheisse.

Macron will einen Staat Palästina anerkennen.1 Ich finde dies interessant. Wenn Palästina ein eigenständiger, funktionierender Staat wäre, könnte dieser Staat Steuern erheben. Aus den Steuereinnahmen könnten sie militärische Ausgaben tätigen. Dadurch könnte eine militärische Macht aufgebaut werden, welche die israelische Besatzungsmacht vertreiben könnte. Doch, ich finde, dass

  1. indirekt zitiert aus https://www.srf.ch/news/international/nahost/krieg-im-nahen-osten-macron-will-palaestina-als-staat-anerkennen-warum-gerade-jetzt , abgerufen am 26.7.2025 um ca. 14.35 Uhr ↩︎

Han ich Angst? Ja.

Das, was ich sage oder schreibe, ist die Wahrheit. Wieso? Weil es eine Zusammenarbeit von Körper und Geist ist.

Han ich Angst? Ja

Wenn ich, wie heute passiert, eine Melone will, kriege ich im Coop, wie heute passiert, eine zweite geschenkt.

Wenn ich heute im Gazastreifen eine Melone will…

#2Klassengesellschaft