Der Gaslighting-Chauvinismus-Narzissmus–Missbrauchsteufelskreislauf
Irgendwo, eines Tages begann der Teufelskreis. Der Kreislauf pflanzt sich folgendermassen fort:
{Ich habe ANGST. Ok. Ich darf ANGST haben.}
Die Frau oder der Mann sind wegen dem Gaslighting-Chauvinismus-Narzissmus–Missbrauchsteufelskreislauf, welcher sie selbst erlebt haben, ‚psychisch krank‘ geworden und können sich deswegen nicht adäquat um ihre Kinder kümmern. Die Familie hat zwei Kinder. Ein Mädchen und ein Junge. Das Mädchen musste als kleines Kind ihre Angst vor Vernachlässigungverdrängen. Nun, als sie erwachsen wird, ist sie immer noch voll dabei ihre Ängste vor was auch immer zu verdrängen. Sie sieht einen stark und mutig wirkenden Mann, bei welchem sie sicher ist, dass sie mit ihm keine Angst haben muss. Der Junge sucht die Liebe und Anerkennung, welcher er von seiner Mutter nicht bekommen hat..
{Angst? Ja. Bisch du da? Ja. Guet. Chanich irgendöppis für dich tue? Nei, isch guet.}
..in einer romantischen Beziehung mit einer Frau. Doch insgeheim verspürt er auch einen riesengrossen Hass auf Frauen, weil er die Wut, welche durch die Vernachlässigung seiner Mutter entstanden ist, nie wirklich aufgearbeitet hat. Da er sein Kindheitstrauma nie wieder erleben will, versucht er alles zu kontrollieren. Er beginnt die Frau in einen goldenen Käfig einzusperren und wenn sie sich dagegen wehrt, kommt der verdrängte Hass auf und richtet sich gegen seine Frau.
{Wie geht es mir jetzt? Ich habe Angst. Ok. Das ist gut.}
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Ich freue mich enorm auf die Psychotherapie. Lass uns das probieren. Von nichts kommt nichts. Einfach wird es nicht. Aber es lohnt sich. Der Umstand, dass wir das zusammen machen, gibt mir mehr Hoffnung als alles andere.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Alleine in der Wohnung geht es solange ich keine Geräusche höre und ich niemanden wahrnehme. Sobald ich mit Menschen zusammentreffe, kriege ich Angst. Ich bin ein sozialer Mensch und Beziehungen sind mir wichtig und ich leide darunter, dass ich nicht mehr und intensivere Beziehungen habe. Ich will keine Medikamente. Helfen Sie mir.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Vor knapp vier Jahren hatte ich ein Kritikgespräch mit meiner Chefperson, meines damaligen Arbeitgebers, wegen meinem Verhalten am Arbeitsplatz:
Heute möchte ich dazu Folgendes sagen:
Ich war gegenüber meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen direkt, verbal aggressiv und bösartig, weil mir die Schranken im Umgang mit anderen Menschen gefehlt haben. Was sind diese Schranken? Eine gewisse Angst. Im Umgang mit meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen unterdrückte ich meine Angst. Dies ist nicht nur extrem anstrengend, es ist auch nur begrenzt funktional. Die Ängste bannen sich ihren Weg trotzdem und kommen dann auf andere Weise konzentriert zum Vorschein:
Ich hatte riesige Angst, dass ich Teil von einem verbrecherischen Konstrukt werden könnte, wenn ich das Trinkgeld annehme, das jemand anders abgerechnet hat, da ich die Abrechnung dann nicht kontrollieren konnte.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Ca. 2010/11: Nach einem langen Arbeitstag sowie einer Stunde in der Männerberatung wegen Gewaltvorfällen stand ich um ca. 20.00 Uhr an der Bushaltestelle und wartete auf den Bus. Ein anderer Bus kam und hielt. Ich war der einzige an der Bushaltestelle. Ich fühlte mich wie ausgestellt. Ich versuchte cool zu wirken, weil ich dachte, dass mich die Passagiere im Bus beobachten. Ich rechnete damit, dass der Bus sekündlich losfahren würde. Doch er blieb eine gefühlte Ewigkeit stehen. Nach und nach stieg mein Puls. Bis der Bus endlich losfuhr, raste mein Puls und war ich voller Angst.
Frühsommer 2019: Ich hatte soeben meine erste Stelle als Servicekraft begonnen, als es in der Küche mit anderen Mitarbeitern zu irgendeinem Konflikt oder einer Bemerkung kam, plötzlich ging es mir gar nicht mehr gut. Ich wollte sofort weg. Ich ging nach draussen hinter das Haus. Ich hatte das Gefühl flüchten zu müssen. Dort blieb ich ein paar Minuten, um mich wieder zu fangen, denn ich war voller Angst.
Ca. Sommer 2021: Ich war auf einem Spaziergang in der Nähe meiner Wohnung. Ich hing sehr intensiv meinen Gedanken nach. Irgendwann war ich auf neben einer vielbefahrenen Strasse und lief dieser entlang. Ich war in Gedanken komplett in meiner Welt und tat so, als ob ich immer noch alleine auf dem einsamen Feldweg von vorhin wäre. Die vielen Autos, die neben mir vorbei fuhren, ignorierte ich. Irgendwann stieg mein Puls und mir wurde fast übel. Ich war voller Angst.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Ein Orakel hat dem Vater von Michel Ödipus prophezeit, dass sein noch ungeborener Sohn ihm eines Tages seine Frau wegnehmen werde. Als das Kind auf die Welt kam, hat sein Vater alles dafür getan, um den Sohn loszuwerden, möglichst so, dass es seine Frau nicht bemerkte. Als Michel Ödipus erwachsen war und er bemerkte, dass sein Vater dafür verantwortlich ist, dass er von seiner Mutter nicht mehr Liebe bekommen konnte, schwor Michel Ödipus Rache. Er setzte sich zum Ziel seinem Vater die Frau wegzunehmen und ihn zu töten.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.
Als ich in meinem Leben zum ersten Mal erfahren habe, dass es so etwas wie die Versteuerung des Eigenmietwerts gibt, hat mich das mental komplett zerstört und mir jegliche Visionen geraubt. Ich glaubte, dass ich in einem System lebte, in dem es keine Freiheit geben würde. Einem System, das das Individuum unterdrückt und zwanghaft vom Staat bzw. der Gesellschaft abhängig macht.
Damals träumte ich davon in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen. Mir damit Wohneigentum zu kaufen. Die Hypotheken abzubezahlen und dann sogenannt fast frei zu sein. CHF 500 für die Krankenkasse, CHF 300 für Essen. Dann könnte ich mit CHF 800 monatlich leben. Das war mein Ziel.
Ich finde, dass dieses Ziel auch heute noch sehr verlockend ist.
Aber.
Ich glaube nicht, dass eine Unabhängigkeit von der Gesellschaft oder vom System ein richtiges Ziel ist. Wir leben immer in einer Gemeinschaft und auch wir sind Teil dieser Gemeinschaft. Auch wir beeinflussen die Gesellschaft mit unserem Handeln. Wir haben eine Verantwortung.
Die Idee von der Unabhängigkeit ist eine gute und richtige. Heute habe ich meine Unabhängigkeit zu einem gewissen Grad gefunden. Es ist die emotionale Unabhängigkeit und die genügt auch.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden. - Ich darf Wut empfinden.