Stell dir einmal vor es gibt Menschen, die sich mit ihrem Geist oder Körper identifizieren.
Jahr: 2026
– Ich han Angst
Ich liebe meinen Geist und ich liebe meinen Körper.
– Han ich Angst? Ja
Ich habe das Gefühl, dass ich mir einen Döner nicht leisten kann.
– Ja, selbstverständlich hanich Angst
Die ‚Kai the Hitchhiker‘-Krankheit erklärt
Immer wenn Angst hochkommt diese verdrängen und sich immer wieder in gefährliche Situationen bringen damit man vielleicht eines Tages eine andere Entscheidung treffen kann.
– Angst? JA? Bisch du da? JA
Die erste missbräuchliche Situation habe ich überlebt. Jetzt bin ich wieder in einer missbräuchlichen Situation (Job). Meine ganze Aufmerksamkeit wird davon beansprucht. Ich habe keine Kapazitäten zurückzugehen.
– Ich han Angst
Kann ich meine Angst verdrängen? Ja. Das geht tiptop.

– Ich han Angst
Ich habe eine bestehende Autobahn. Diese heisst:
- Wenn ich Angst vor etwas habe, dann mache ich es gerade trotzdem. Ich überwinde die Angst. Ich bin der Chef der Angst.
Jetzt habe ich mir eine neue Autobahn gebaut. Sie heisst:
- Wenn ich Angst vor etwas habe, dann mache ich es nicht.
Ich weiss nie, welche Autobahn ich nehmen soll. Im Endeffekt bedeutet das, dass ich extrem labil bin.
– Empfinde ich Wut auf meinen Vater? Ja. Warum?
Weil er mir Vorwürfe gemacht hat, dass ich in meinem ehemaligen Kinderzimmer eine Sauordnung veranstaltet hätte.
– Empfinde ich ‚Wut auf C‘? Ja. Warum?
Vielleicht, weil ich das Gefühl habe, dass er mich gestern angelogen hat.
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Angst? JA? Bisch du da? JA
Ob ich arbeite oder nicht spielt gar keine Rolle. Ich bin ein Mensch.
– Ich han Angst
Angst vor was?
Langeweile.
– Ich han Angst
Meine liebe Mutter hat ihr ganzes Leben immer alles für alle gemacht. Und nur jetzt am Muttertag wünscht sie sich Dank dafür.
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist MiScheEL
Ich bin Mi. Ich bin die Verbindung zwischen Sche und EL. EL ist mein Körper. Ich bin ihm sehr dankbar. Warum? Weil er mich in ihm drin akzeptiert und wohnen lässt. Sche sind Gedanken, die falsch oder böse sind. Ich sehe es als meine Aufgabe nett zu Sche zu sein und ihm zuzuhören.
– Warum ich den Muttertag nicht feiern kann
Weil meine Mutter den destruktiven Umgang meines Vaters mit mir all die Jahre toleriert hat.
– Ich han Angst
Ich fühle mich unsicher.
– Ich han Angst
Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich gestern mindestens zwei Personen einen Rückruf versprochen und nicht eingehalten habe.
– Ich han Angst
Empfinde ich Wut, dass in der Wäscheküche immer noch die Heizung wärmt? Ja.
– Ich han Angst
Heute habe ich meinem Chef eine Mail ausgedruckt, welches eine Aufforderung war einem Link zu folgen und sich dann einzuloggen. Ich habe versucht mich einzuloggen, aber irgendwie ging es nicht. Also entschied ich mich einfach ihm die ausgedruckte Mail hinzulegen. Als er die ausgedruckte Mail sah, sagte er: «Ich will nie wieder so ein Zettel sehen. Hast du mich verstanden?» Diese Aussage macht mir Angst. Die Art und Weise wie er es sagte. Als ob es um Leben und Tod gehen würde. Ich möchte kündigen.
– Ich bin schockiert, weil eben gerade eine riesige Füllung herausgefallen ist
Die Füllung befand sich zwischen Zahn26 und Zahn27 und gehörte zu Zahn27.
– Ich han Angst
Was ist Enttraumatisierung? Man verwendet einen Begriff. Dieser Begriff ist mit Emotionen verbunden. Die Emotionen kommen hoch. Man lernt einen konstruktiven Umgang mit diesen Emotionen, so dass es nicht mehr nötig ist Angst vor ihnen zu haben.
– Beschisse
Han ich ‚Angst vor Martin‘? Ja.
– Ich han Angst
Warum denke ich eigentlich, dass ich unter einer Angststörung leide? Weil mir die Vorstellung Angst macht mich mit meinen Gefühlen zu beschäftigen.
Angst? JA? Bisch du da? Ja
Konfrontationstherapie (Expositionstherapie) ist das To-Go bei Angsterkrankungen. Bevor man aber damit beginnen kann, muss man herausfinden, was einem Angst macht. In dieser Phase bin ich jetzt.
– Ich han Angst
Gefühle managen, damit mich nicht die Emotionen managen. Han ich Angst vor mine Gfühl? Ja.
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– Han ich ‚Angst vor Manie‘? Ja
Chan ich irgendöppis für dich tue ‚Angst vor Manie‘? Ja, gang nachher wieder go schlafe. Ok.
– Ich han Angst
Zuerst habe ich die Angst überwunden. Dann habe ich Situationen gemieden, welche mir Angst gemacht haben. Dann habe ich die Angst entdeckt. Dann hatte ich Angst vor der Angst. Heute lebe ich.
Warum wertet(e) mich mein Vater immer ab?
Weil er Angst hatte. Und weil er Angst vor der Angst hatte. Denn dadurch, dass er mir mit dem Abwerten Angst machen konnte, konnte er überprüfen, ob ich Angst zeigen würde. Wenn ich keine Angst zeigen würde, beruhigte ihn das. Dies war nämlich eine Art Beweis, dass er seine Angst auch nicht zu zeigen brauchte. Dies beruhigte ihn.
Was ist eine Panikattacke?
Wenn man Angst kriegt, weil man Angst kriegt.
– Warum wertet(e) mich mein Vater immer ab?
Weil er Angst hatte. Und weil er Angst vor der Angst hatte. Denn dadurch, dass er mir mit dem Abwerten Angst machen konnte, konnte er überprüfen, ob ich Angst zeigen würde. Wenn ich keine Angst zeigen würde, beruhigte das ihn. Nämlich indem er sich vergewissern konnte, dass ich auch keine Angst zeigen würde, und er das deshalb auch können würde.
– Ich han Angst
Mein Job ist es den Trottel vom Dienst zu sein. Diesen Job kenne ich gut, denn ich habe ihn schon als Kind gespielt. Wie kompensiere ich das? Ab und zu raste ich aus. Das letzte Mal jemanden angegriffen habe ich vor sechs Jahren.
Vor was habe ich Angst? Ich habe Angst wieder auszurasten.
– Ich han Angst
Liebe ‚Angst davor am Muttertag neben meinem Vater zu sitzen‘
Willst du am Muttertag neben deinem Vater sitzen?
Nein.
Ich glaube, dass ich lernen muss meine Angst zu respektieren
Obwohl ich als Kind wahrscheinlich das Gegenteil lernen musste.
– Der Zyklus des Leids

Kind wird geboren. Kind hat Angst verlassen zu werden. Damit Kind die Sicherheit bekommt, dass es nicht verlassen wird, verdrängt es seine Angst verlassen zu werden (Trauma). Von nun an durchlebt der traumatisierte Mensch das Trauma immer wieder. Er verliebt sich. Kriegt Todesangst. Verdrängt die Angst und versucht dem Partner zu gefallen. Daraus entsteht ein Kind. Der Zyklus geht von vorne los.


Warum geht der Zyklus immer weiter?
Weil Traumatisierte das Trauma des Verlassenwerdens auf ihre Partner projezieren und deswegen zu beschäftigt sind ihren Partnern zu gefallen und dadurch das Kindeswohl vernachlässigen, was bei diesen Kindern dasselbe Trauma auslöst.
– Ich han Angst
Als mein Vater ausgerastet ist, als ich ca. drei Jahre alt war, weil ich für seinen Geschmack nicht schön genug ass, hätte ich Angst vor ihm haben können.
Ich hätte Angst vor ihm haben können, dass er..
- mich umbringt
- Oder
- mich verlässt
Das Erste ist nicht passiert und das Zweite wollte ich verhindern.

Wie? Indem ich meine Angst verdrängt habe und ihm gezeigt habe..

..dass alles gut ist.
Heute holt mich die Angst ein. Ich kann sie nicht länger verdrängen. Ich stelle fest, dass es egal ist, ob ich Angst habe oder nicht. Ich bleibe am Leben.
– Ich han Angst
Wenn ich so funtionieren würde wie mein Vater, dann wäre für mich Z vielleicht so etwas wie meine Mutter.
