– Der Zyklus des Leids

Kind wird geboren. Kind hat Angst verlassen zu werden. Damit Kind die Sicherheit bekommt, dass es nicht verlassen wird, verdrängt es seine Angst verlassen zu werden (Trauma). Von nun an durchlebt der traumatisierte Mensch das Trauma immer wieder. Er verliebt sich. Kriegt Todesangst. Verdrängt die Angst und versucht dem Partner zu gefallen. Daraus entsteht ein Kind. Der Zyklus geht von vorne los.

So schaut die Angst aus.
So schaut verdrängte Angst aus.

Warum geht der Zyklus immer weiter?

Weil Traumatisierte das Trauma des Verlassenwerdens auf ihre Partner projezieren und deswegen zu beschäftigt sind ihren Partnern zu gefallen und dadurch das Kindeswohl vernachlässigen, was bei diesen Kindern dasselbe Trauma auslöst.

– Ich han Angst

Als mein Vater ausgerastet ist, als ich ca. drei Jahre alt war, weil ich für seinen Geschmack nicht schön genug ass, hätte ich Angst vor ihm haben können.

Ich hätte Angst vor ihm haben können, dass er..

  • mich umbringt
  • Oder
  • mich verlässt

Das Erste ist nicht passiert und das Zweite wollte ich verhindern.

Wie? Indem ich meine Angst verdrängt habe und ihm gezeigt habe..

..dass alles gut ist.

Heute holt mich die Angst ein. Ich kann sie nicht länger verdrängen. Ich stelle fest, dass es egal ist, ob ich Angst habe oder nicht. Ich bleibe am Leben.

– Ich han Angst

Ok. Vor was? Ich weiss es au ned. Vellecht vor de Angst.

Was ist eine Angststörung?

Eine Angststörung ist, wenn man in Situationen Angst empfindet, welche nicht lebensgefährlich sind. Warum sollte man Angst in Situationen empfinden, welche nicht lebensgefährlich sind? Situationen können Gefühle auslösen und weil wir in der Vergangenheit für diese Gefühle zum Beispiel als abhängige Kleinkinder bestraft wurden, verbinden wir diese Gefühle mit Gefahr. Also haben wir Angst vor diesen Gefühlen und auch Angst vor Situationen, welche diese Gefühle auslösen könn(t)en.

– Ich han Angst

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma ist, wenn einem (gewisse) Dinge, Menschen, Situationen Angst machen, obwohl die Situation eigentlich gar nicht gefährlich ist, weil diese Dinge, Menschen, Situationen einem an etwas erinnern, das früher einmal gefährlich war.

Enttraumatisieren kann man die Gegenwart, indem man die traumatischen Erlebnisse bespricht. So dass die Gefühle von damals wieder hervorkommen. Man diese Gefühle in einer anderen Umgebung ein

– Ich han Angst

Wie ich als Kind von meinen Eltern missbraucht wurde:

Meine Mutter und mein Vater können meiner Meinung nach schlecht über gewisse Probleme/Gefühle reden.

Dann passiert folgendes:

  • Entweder erzählt meine Mutter meinem Vater von uns Kindern. Dieser richtet darauf sein Augenmerk auf mich/uns. Er beginnt einen Monolog. Der Monolog ist gespickt mit einem Scheininteresse bzw. rhetorischen Fragen. Antworten musste ich nie.
  • Oder mein Vater beginnt sein Augenmerk von sich aus auf mich/uns zu richten.

Meine Mutter schaut zu und hört sich das Ganze an. Irgendwann interveniert sie und kritisiert meinen Vater für die ausgeübte psychische Gewalt. Danach sprechen meine Eltern über Gefühle.

Und dann bin da ja auch noch ich.

– Ich han Angst

Es fällt mir schwer Probleme proaktiv anzusprechen,{Angst? JA? Bisch du da? JA. Guet, da bini aber froh. Chanich irgendöppis für dich mache? MMMMMHHHH? GUETI FRAG. NEI, ISCH GUET, JETZT GADS WIEDER. Cool.} weil ich es von meiner Mutter nie gelernt habe.

-Der Anonymius- (2)

– Ich han Angst

Ich glaube, dass mein Vater ab einem gewissen Alter Angst vor mir hatte. Wie hätte ich lernen können meine Angst vor meinem Vater auszudrücken, wenn er seine Angst vor mir nicht vor mir ausgedrückt hat?

– Ich han Angst

Ich war immer schon ambitiös. 2014 hatte ich dann ein Burnout. Dies nachdem ich von einer längeren Reise zurückkam. In dieser Zeit war ich einfach zu nichts fähig. Aber das ist und war nicht das Problem. Diese sogenannte Erschöpfungsdepression war für mich eine schöne Zeit. Endlich hatte ich mal Zeit nur für mich. Leider bemerke ich, dass viele in meinem Umfeld auch ein sehr leistungsorientiertes Leben leben. Vielleicht haben Sie auch Angst den Job zu verlieren. Und dann hätten sie Angst vor den finanziellen Folgen. Den damit verbundenen Abstieg. Weil mir das Angst macht, bin ich froh, dass ich in einer Wohnung lebe, bei der ich weiss, dass ich sie nie verlassen müsste. Einfach, weil sie so günstig ist, dass sie das Sozialamt auch bezahlen würde.

https://www.srf.ch/audio/rehmann/burnout-ich-habe-gearbeitet-und-dabei-das-leben-vergessen?id=AUDI20260420_NR_0006

– Ich fühle mich beschissen

Seitdem ich gestern Abend zum Abendbrot einen Dubaiberliner, ein Pistaziencroissant, ein Nuss-Nougatcroissant, ein Rüebli sowie drei frittierte Calamaresringe aus einem gekühlten Rabattprodukt gegessen habe, geht es mir schlecht. Mein Bauch fühlt sich gebläht an. Dass ich zusätzlich noch überhaupt schlecht geschlafen habe, hilft sicher auch nicht. Scheisse. Fühle mich fast wie krank inkl. Gliederschmerzen. Hilfe.

– Ich han Angst

Stell dir vor ein Baby hat Angst. Es schreit. Es schreit. Und es schreit. Doch es nützt nichts. Niemand kommt. Irgendwann bekommt das Baby Angst vor der Angst. Warum? Weil schreien offenbar mehr Energie nimmt, als schliesslich etwas Positives dabei herauskommt. Das Baby entschliesst das Schreien zu beenden. Doch die Angst ist dadurch nicht weg. Sie wurde nur durch die Angst vor der Angst ersetzt. Eine Angst auf die das Baby keinen Zugriff mehr hat.

– Ich han Angst

Ein Leben mit Angst vor der körperlichen Angst ist unerträglich. Warum sollte man überhaupt Angst vor der körperlichen Angst haben?

Weil man als Kleinkind gelernt hat, dass es sehr unvorteilhaft ist zu viel zu schreien bzw. körperliche Angst zu haben.

Warum ist ein Leben mit Angst vor der körperlichen Angst unerträglich? Weil man immer körperliche Angst hat. Wie kann man die Angst vor der körperlichen Angst verlieren? Indem man die geistige Angst akzeptiert.

– Ich han Angst

Ein Leben mit Angst vor der Angst ist unerträglich. Warum sollte man überhaupt Angst vor der Angst haben?

Weil man als Kleinkind gelernt hat, dass es sehr unvorteilhaft ist zu viel zu schreien bzw. Angst zu haben.

Warum ist ein Leben mit Angst vor der Angst unerträglich? Weil man immer Angst hat. Wie kann man die Angst vor der Angst verlieren? Indem man die Angst akzeptiert.