– Ich han Angst

Ich war immer schon ambitiös. 2014 hatte ich dann ein Burnout. Dies nachdem ich von einer längeren Reise zurückkam. In dieser Zeit war ich einfach zu nichts fähig. Aber das ist und war nicht das Problem. Diese sogenannte Erschöpfungsdepression war für mich eine schöne Zeit. Endlich hatte ich mal Zeit nur für mich. Leider bemerke ich, dass viele in meinem Umfeld auch ein sehr leistungsorientiertes Leben leben. Vielleicht haben Sie auch Angst den Job zu verlieren. Und dann hätten sie Angst vor den finanziellen Folgen. Den damit verbundenen Abstieg. Weil mir das Angst macht, bin ich froh, dass ich in einer Wohnung lebe, bei der ich weiss, dass ich sie nie verlassen müsste. Einfach, weil sie so günstig ist, dass sie das Sozialamt auch bezahlen würde.

https://www.srf.ch/audio/rehmann/burnout-ich-habe-gearbeitet-und-dabei-das-leben-vergessen?id=AUDI20260420_NR_0006

– Ich han Angst

Stell dir vor ein Baby hat Angst. Es schreit. Es schreit. Und es schreit. Doch es nützt nichts. Niemand kommt. Irgendwann bekommt das Baby Angst vor der Angst. Warum? Weil schreien offenbar mehr Energie nimmt, als schliesslich etwas Positives dabei herauskommt. Das Baby entschliesst das Schreien zu beenden. Doch die Angst ist dadurch nicht weg. Sie wurde nur durch die Angst vor der Angst ersetzt. Eine Angst auf die das Baby keinen Zugriff mehr hat.

– Ich han Angst

Ein Leben mit Angst vor der körperlichen Angst ist unerträglich. Warum sollte man überhaupt Angst vor der körperlichen Angst haben?

Weil man als Kleinkind gelernt hat, dass es sehr unvorteilhaft ist zu viel zu schreien bzw. körperliche Angst zu haben.

Warum ist ein Leben mit Angst vor der körperlichen Angst unerträglich? Weil man immer körperliche Angst hat. Wie kann man die Angst vor der körperlichen Angst verlieren? Indem man die geistige Angst akzeptiert.

– Ich han Angst

Ich habe heute im Supermarkt getrocknet Mangostücke für CHF 1.79 an der Kasse bezahlt und dann liegen gelassen.

Warum rege ich mich überhaupt darüber auf?

Ich habe Angst, dass ich manisch werde. oder habe ich Angst vor dem morgigen Tag? Oder vor dem morgigen Arbeitstag?

– Ich han Angst

Mein Psychiater hat Angst, dass es zwischen mir und C ev. bald noch mehr eskaliert.

Ich habe ihm gesagt, dass ich da keine Angst hätte. Dass ich mir sicher sei, dass ich mich vernünftig verhalten werde. Vernünftig hiesse: Ohne Gewalt und Beleidigung.

Auf alle Fälle meinte er, dass es auch so aussehe, dass das Arbeitsverhältnis sich dem Ende nähert.

Ich nehme diese Aussage im Moment ziemlich indifferent entgegen.

– Ich han Angst

Heute beim Psychiater:

Ich erzähle eine Geschichte. Der Psychiater muss gähnen. Ich kriege Angst. Ich unterbreche meine Geschichte. Ich sage meinem Psychiater, dass mir sein Gähnen Angst macht. Er fragt wieso. Ich sage, dass das Gähnen bei mir das Gefühl auslöst, dass ich nicht wichtig bzw. uninteressant sei – und dies würde die Angst bzw. Todesangst auslösen.

Ist es nicht krass, dass so eine unbedeutende Kleinigkeit bei mir Todesangst auslöst? Meine Theorie dazu:

Ich bin traumatisiert, weil meine Mutter damals, als ich ein Kleinkind war, meine Bedürfnisse nicht richtig lesen konnte und ich deswegen öfters der Todesangst verfiel. Da mir diese Todesangst aber wahrscheinlich nicht wirklich geholfen hat, habe ich diese verdrängt und versucht einen positiveren Eindruck zu hinterlassen. Nun versuche ich dieses Trauma aufzuarbeiten und interpretiere in jede Kleinigkeit eine Todesangst hinein. Heute konnte ich diese Todesangst meinem Psychiater kommunizieren. Und nun bemerke ich, dass das mir und der Beziehung zu meinem Psychiater nicht geschadet hat. Also lerne ich, dass es nicht mehr so gefährlich ist Angst zu zeigen wie damals als Kleinkind, wo mir diese Angst nichts genützt bzw. geschadet hat, weil es energieraubend ist zu weinen.

Jetzt habe ich Angst, dass meine Mutter das liest und entweder-oder/oder-beides:

  • beleidigt ist, weil sie denkt, dass ich denke, dass sie eine schlechte Mutter ist/war.
  • denkt, dass mein Psychiater schlecht für mich ist bzw. er dafür verantwortlich sei, dass ich so ein schwieriger Sohn geworden bin.

Ich han Angst. Scheisse.

– Ich han Angst

Ich glaube, dass ich unter einer schweren psychischen Krankheit leide. Nämlich, dass ich das Wort Angst immer vermieden habe. Dadurch habe ich ein wesentliches Gefühl nicht in meine Entscheidungsfähigkeit miteinbezogen. Seit ungefähr zwei Jahren versuche ich das zu korrigieren. Doch es fällt mir unglaublich schwer. Warum? Weil mich dieses Wort so unheimlich überfordert. Noch immer habe ich diese ambivalenten Gefühle ihr gegenüber.

Ich empfinde Müedigkeit

Wie einem ein böser, liebloser, kalter oder/und fordernder Vater zerstören kann:

Als Kind versucht man alles um dem Vater zu gefallen. Ist alles nicht genug bzw. schenkt einem der Vater trotz grösster Anstrengung keine Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit, spaltet man Körper und Geist ab.

Wie kann man heilen und wieder eins werden?

Man sollte schauen, was ist und dann darauf stolz sein. Stolz sein, dass man am Leben ist, stolz sein, dass man schon so viele Tage überlebt hat. Jeder Tag, den wir überleben, ist ein kleines Wunder.

Das ist der wahre Erfolg. Ansonsten spielt es keine Rolle mehr, was der Vater sagt oder denkt. Wenn er mit mir oder dir nicht zufrieden ist, dann wird er höchstwahrscheinlich auch mit sich selbst nicht zufrieden sein. Dann kann man ihn bemitleiden. Aber immer schauen, was der Körper im Moment macht, denn unser Körper ist unser Schatz und er verdient unsere ganze Aufmerksamkeit und Liebe. Ein böser Vater spielt für mich als Erwachsener keine Rolle mehr. Ausser der böse Vater hat sich in unser Denken eingenistet.

– Han ich Angst? Ja

Vor was?

Vor Lohnentzug und Lohnabzug.

Beides hat mir C schon mehrmals angedroht.

Ich arbeite schon über 90% meiner Gesamtarbeitsdauer 45%, aber einen schriftlichen Vertrag habe ich nur über 40%.

Dies schürt bei mir die Angst, dass mir schliesslich die Beweise fehlen, falls es einmal tatsächlich zu einem Lohnabzug kommt.

Ich habe Angst, dass C dann argumentieren würde, dass ich mir die Löhne jeweils selber ausgezahlt habe, er mich aber zu 40% angestellt habe und ich mir deswegen ungerechtfertigterweise 45% ausgezahlt habe.

) Ich habe Angst, dass meine Veloklingel von Menschenhand beschädigt worden ist

Wie schwer würde das Ereignis wiegen?
– 1: ein bisschen
– 2: schmerzhaft
– 3: potentiell fatal
Wie realistisch ist das Eintreten des Ereignis?
– 1: eher unwahrscheinlich
– 2: ca. 50/50
– 3: wahrscheinlich
Ergebnis: 2+3=-5-

Schmerzhaft, weil es bedeuten könnte, dass es bereits bis zum letzten Arbeitstag am Arbeitsort passiert ist.

ll

– Han ich Angst vor ‚People-Pleasing‘? Ja

Warum?

Gute Frage.

Ein Beispiel:

Eine russischer Flüchtling in einem Zentralasiatischen Land sagte in etwa:

  • Wenn wir als Russisches Volk von den Nachbarländern nicht besser behandelt werden, dann muss man sich nicht wundern, wenn wir wütend werden und gegen diese in den Krieg ziehen.

Die Schuld für einen Krieg wird also nicht dem Agressor gegeben, sondern der passiven Partei, welche den Aggressor einfach nicht genügend ‚gepleast‘ hat.

Ich würde eher so argumentieren: Töten ist die schlimmste Form von Gewalt und unentschuldbar.