Ich han Angst. Chanich irgendöppis für dich tue? NEI, SCHRIB DIN TEXT KOLLEG.

Eine Theorie

Wenn man über längere Zeit in einer spezifischen, alltäglichen Situation Angst empfindet wie zum Beispiel Angst haben vor einer Person oder Angst haben Angst zu zeigen, dann gewöhnt man sich an die Angst. Aus irgendwelchen Gründen hat man nicht gekämpft und ist nicht geflohen. Also gewöhnt man sich an die Angst. Aber wenn die Angst normal wird, wie soll man dann überhaupt noch erkennen, dass man Angst hat, oder ob man Angst hat? Man kann es nicht. Auch im Weltall gewöhnt man sich irgendwann an die Schwerelosigkeit und dann merkt man es irgendwann gar nicht mehr, dass es eigentlich etwas Spezielles, Aussergewöhnliches ist. Ergo kann man ziemlich bald die Angst gar nicht mehr erkennen. Man verhält sich so, als ob es Angst gar nicht geben würde.

Ich habe Angst davor, dass ich vor 1M Angst haben könnte Angst zu zeigen

Wie schwer würde das Ereignis wiegen?
– 1: ein bisschen
– 2: schmerzhaft
– 3: potentiell fatal
Wie realistisch ist das Eintreten des Ereignis?
– 1: eher unwahrscheinlich
– 2: ca. 50/50
– 3: wahrscheinlich
Ergebnis: 1+3=-4-
Was kann ich dagegen machen bzw. wie kann ich diese Angst vermeiden?
–> Keinen Kontakt zu 1M.

Ich han Angst

Ich merke, dass X mir verdammt wichtig ist. Ich glaube, dass er mir wichtiger ist als meine Mutter. Bei meinem Vater wage ich nicht das zu beurteilen.

Ich habe unglaubliche Angst X zu verlieren.

Ich habe unglaubliche Angst X zu enttäuschen.

Ich fühle mich hilflos.

Angst? JA. Wie gahts? NED SCHLECHT. Chanich irgendöppis für dich tue? NEI, DANKE.

Ich han Angst. Schön bisch da. DANKE. Bitte, gern gscheh.

Ich glaube, dass meine Eltern traumatisiert sind oder es mindestens damals sicher noch waren:

Meine Mutter:

Sie dachte, dass sie liebevolle Eltern hatte, aber es war nur teilweise wahr.

Sie tat so, als ob mein Vater ihr perfekter Vater war, nur um mich dann in eine Situation zu bringen, in der sie feststellen musste, dass mein Vater gar nicht perfekt ist, sondern mir gegenüber emotionale Gewalt ausübte. Durch diese Handlungen konfrontierte sie sich mit ihrem eigenen Trauma.

Mein Vater:

War als Kind und Jugendlicher abhängig von einer alleinerziehenden, psychisch kranken Mutter. Er musste alles für sie machen, damit sie so weit funktionieren konnte, dass sie ihm das Lebensnotwendigste bereitstellen konnte.

Dieses Trauma holte ihn ein, wenn meine Mutter ihm am Esstisch, aus meiner Sicht intime Dinge über das, was ich am Tag gemacht hatte, erzählte. Mein Vater hatte Angst die Gunst seiner Frau zu verlieren und griff in seiner Verzweiflung zu emotionaler Gewalt gegen mich. Dies um seiner Frau seine Loyalität ihr gegenüber zu zeigen.

So wurde ich gleichzeitig von zwei Seiten missbraucht.

Und es wäre immer noch gleich, wenn ich nicht daran wäre, mich aus dieser Familie auszulösen.

Angst? Ja. Bisch du da? JA. Schön. :-D

Was ist eine Angststörung?
Meine Theorie:
Keinen bewussten Umgang mit (der) Angst.

Warum machen angstgestörte Menschen..

  1. so viele gefährliche Dinge?
  2. so viele angsteinflössende Dinge wie zum Beispiel einen Horrorfilm schauen?

Weil sie dann Angst haben und sie dann die Möglichkeit haben, sich diesem Gefühl anzunähern, es kennenzulernen, es auszuhalten, so dass sie schliesslich die Angst davor verlieren..

Ich empfinde Truur

«Wurde ca. 2008 von meinem Zahnarzt für Weisheitszahnentfernung zu ihm geschickt. Nachdem er ein Röntgenbild gemacht hatte, sagte er, dass ich Glück hätte, weil die KK den Fall bezahlen würde. Heute würde ich sagen, dass ich Pech hatte, weil beim Eingriff meine rechte Kiefermuskulatur nachhaltig geschädigt wurde. Kiefer knackst jeden Morgen und kauen geht hauptsächlich links + weitere Beschwerden. Ich würde nie in meinem Leben wieder dorthin gehen.»

Michel am 19.1.2025 auf Google Rezensionen.

Wie ein angstgestörter* Mensch Leben könnte

* Angststörung bedeutet einen unbewussten Umgang mit Angst + Angst vor dieser

Ein Mensch mit Angststörung schätzt Gefahren nicht ein, weil Gefahreneinschätzung eine Konfrontation mit seiner Angst voraussetzt.

Alles was ihm Angst macht, vermeidet er, auch die Angst. Das heisst auch, dass er es vermeidet Nein zu sagen, weil ihm die Vorstellung von Schwäche, die mit Nein sagen verbunden sein kann, auch Angst macht. Das kann zur Folge haben, dass er sich nicht in Kontrolle seines Lebens fühlt, weil er notorisch schlechte Entscheidungen fällt:

  • vermeidet eigentlich ungefährliche Situationen, weil er Angst hat vor der Angst. Zum Beispiel: Flugangst, Angst vor ÖV
  • bringt sich in grosse reale Gefahr, weil er Angst hat vor seiner Angst und deswegen einerseits nicht ängstlich wirken will, und andererseits diese bekämpfen bzw. dominieren will. Zum Beispiel: Alkoholkonsum, Extrembergsteigen

Rhetorische Frage: Kann dieses Vermeidungsverhalten bis zur Suizidierung führen?