Ich han Angst

Ich habe eine Theorie

Wenn man viel Angst hat, schüttet der Körper viele entzündungsverursachende Stoffe aus, weil der Körper sich auf eine lebensbedrohliche Situation einstellt, bei der vielleicht ein Bein verletzt wird und es dann potentielle Erreger mit Entzündungen (Reaktion des Immunsystems) bekämpfen kann.

Wenn aber zum Beispiel Trauer traumatisiert ist, dann löst Trauer Angst aus und all die damit verbundenen entzündungsverursachenden Stoffe gelangen ins Blut und lösen dann sinnlose Entzündungen an den schwächsten Stellen im Körper aus. Dann hat man Arthrose.

Das ist echt gemein.

Was kann man dagegen machen?

Weniger Angst haben.

Wie kann man das anstellen?

Man kann die Angst enttraumatisieren, indem man über sie spricht. Dadurch sollte gemäss meiner Logik wenigstens die ‚Angst‘ vor der Angst verschwinden.

Ich han Angst

Mein Vater (und vielleicht auch meine Mutter) hat mir irgendwie beigebracht, dass ich sterbe, wenn ich Angst (Flucht) und Trauer (Weinen) zeige. Wobei es bei meinem Vater zusätzlich noch die Wut (Kampf) war.

Traumatisierte GefühleTraumatisierte Gefühle
Vor wem?Vater:Mutter:
Grundgefühl?Angst, Wut, TrauerAngst, Trauer
Codename?Angst1, Angst2, TrauerAngst1, Trauer
Mit dem Gefühl verbundene Handlungsweise?Flucht, Kampf, WeinenFlucht, Weinen

Dadurch, dass bei mir Angst, Wut und Trauer traumatisiert sind, kann ich die damit verbundenen Handlungsweisen (Flucht, Kampf sowie Weinen) überhaupt nicht kontrollieren. Diese Unkontrollierbarkeit macht mir Angst. Nun muss ich diese Handlungsweisen (Flucht, Kampf und Weinen) immer wieder erleben, um ein Gefühl der Kontrolle über sie zu erlangen und die damit verbundenen Grundgefühle dadurch zu enttraumatisieren.

Hierbei dienen mir folgende Gegebenheiten:

  • Schmerzen in der Hüfte (Weinen)
  • Zahnbeschwerden wegen Weisheitszahnentfernung (Weinen, Kampf)
  • Kontaktabruch Z (Weinen, Kampf)
  • Beziehung zu Eltern (Flucht, Weinen, Kampf)
  • Mein Job (Weinen, Flucht, Kampf)

Ich empfinde Truur. Das tuet mier Leid. DANKE!!! ;-(

Wie ich mich vielleicht als Kind gefühlt haben könnte

Vielleich sah ich es als meine Aufgabe an meinen Eltern zu bestätigen, dass alles was sie tun, cool sei.
Bis ich die Demütigung, die emotionale Vernachlässigung, das Nichtgesehen werden, die Empathielosigkeit, die emotionale Gewalt und die Ungerechtigkeit nicht länger ertragen konnte.
In diesem Moment endete meine…
Kindheit.

Ich han Angst. Das tuet mier Leid. ALLES GUET.

Vielleicht war Z das erste Mal, wo ich mich bedingungslos geliebt habe.

Meine Mutter hat mich auch bedingungslos geliebt, aber weil mich mein Vater emotional missbrauchte, konnte ich diese von ihr nicht akzeptieren. Weil er ihr mindestens so wichtig war wie ich ihr.

Empfinde ich Truur? Ja. Das tuet mier Leid. DANKE FÜR DIS MITGFÜHL. Bitte.

Ich han Angst. Das tuet mier Leid. DANKE. Bitte, gern gscheh :-).

  1. Ich habe Angst vor Frauen, weil ich befürchte sie ungerechtfertigt anzugreifen.
  2. Ich habe Angst vor Männer, weil ich befürchte, dass sie mich angreifen und ich mich nicht wehren kann.

Warum? Wegen Kindheitstraumatas.

Weil das Erste zwischen mir und meiner Mutter passiert ist, weil ich wütend war, weil mir das Zweite durch meinem Vater passiert ist.

Und jetzt hani de Salat.

Ich han Angst. Das tuet mer Leid.

Wie ein Narzisst denkt

So Körper du machst jetzt endlich das! Hopp Hopp!

Was ein Narzisst meint

Wenn der Körper das nicht macht, dann sterbe ich. Aber über dieses Gefühl will ich nicht nachdenken, weil ich ansonsten die Büchse der Pandora öffne.

Wie ein Narzisst denkt, der sich in Heilung befindet und dadurch gesund wird (Enttraumatisierung)

Ich habe/bin GefühlX* und falls es ein schönes Gefühl ist dann freue ich mich darüber und falls es ein unangenehmes Gefühl ist, dann bemitleide {Ich han Angst. Das tuet mier Leid.} ich mich dafür. Zwei Beispiele:

  • «Ich habe Angst. Das tut mir Leid.»
  • «Ich bin glücklich. Das freut mich für mich.»

Kommentar

Das ganze ist ein Prozess. Es dauert sehr lange und es gibt immer wieder Hochs und Tiefs. Wenn man die Büchse der Pandora (Smiley mit Zunge raus) sozusagen öffnet, wird man als traumatisierte Person tatsächlich vor allem Angst empfinden. Dies ist extrem unangenehm. Die Erklärung hierfür liegt darin, dass bei einer traumatisierten Person meistens Grundgefühle wie zum Beispiel Trauer und Wut traumatisiert sind, das heisst, dass diese Gefühle Angst auslösen. Deshalb gilt es, nachdem man auf theoretische Art und Weise sich für seine Gefühle (’seine Gefühlsgedanken‘) geöffnet hat, zuerst einmal wahrscheinlich einfach einen Umgang mit seiner Angst zu finden. Dies alleine kann schon Jahre dauern. Aber jeder Narzisst weiss, welches Leid das dahinter steckt, nämlich Selbstzerstörung und Gefühllosigkeit. Deswegen sage ich jetzt, dass es sich lohnt durch das Tal der Tränen zu gehen und mit dem Körper durchs Leben zu gehen.

Viel Erfolg.

Und {Ich han Angst. Das tuet mier Leid.} denkt daran: Ihr seid nicht alleine.

Ich bin wüetig.

Ich wurde soeben gegaslighted (mir wurde gesagt, dass ich einen Chat Messenger benutzen soll, damit ich etwas deaktivieren kann). Im sogenannten Chat Messenger wurde mir dann gesagt, dass ich die Änderung einfach im Kundenportal vornehmen kann. Empfinde ich Wuet? Ja. Übrigens, so schnell wie dort geantwortet wurde, war das wohl eine KI-generierte Antwort. Auch darauf wurde ich nicht aufmerksam gemacht. Was sind die Konsequenzen davon? Dass irgendwelche Daten über mich gesammelt wurden und diese ins Ausland abgeflossen sind. Ich han Angst.

Nadia (11.9.2023)

Nadia leidet auch unter grossen Ängsten. Von ihrem Vater hat sie nie die bedingungslose Liebe erfahren, welche jeder Mensch verdient. Ihr Vater war ihr gegenüber immer wieder abwertend und gewalttätig. Unter so einem Menschen gross zu werden, verunmöglicht die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Warum? Weil man die ganze Zeit darauf bedacht ist dem Elternteil zu gefallen, damit man nicht wieder in die Schusslinie kommen kann, was aus Sicht eines Kindes lebensgefährlich ist.

Ich habe mit meinem Vater dasselbe erlebt und leide seither auch unter einer Angststörung. Eine Angststörung ist, wenn man jahrzehntelang die eigene Angst verdrängt hat, weil man sie mit akuter Lebensgefahr verbindet. Aber ein Leben ohne Angst ist erstens ein gefährliches und ungesundes Leben und zweitens ein sinnloses Leben, weil man grundsätzlich im Leben nur entweder:

  • Gefühle haben kann.

Oder

  • keine Gefühle haben kann.

Ein Leben ohne Angst ist also auch ein Leben ohne Gefühle und deswegen meiner Meinung nach sinnlos. Nadia und ich haben es geschafft über unsere Angst zu reden und die Angst in unser Leben zu lassen und haben dabei festgestellt, dass es nicht mehr (so) gefährlich ist, wie es früher war, als die Angst uns zur Zielscheibe unserer Väter hat werden lassen. {Empfinde ich Truur? Ja.} Deswegen sind wir bereit zu unserer Angst zu stehen.