Empfinde ich Truur? JA.

Als meine Mutter mir den Glauben an das Christkind zerstörte

Ich habe mir viele wunderbare Geschenke gewünscht. Am heiligen Abend habe ich alle Geschenke bekommen, die ich wollte. Doch noch immer gab es ein Geschenk für mich. Es war eine Sortierablage für Stifte. Das hatte ich mir nicht gewünscht – es war mir klar, dass mir das meine Mutter gekauft hatte.


Eigentlich verstehe ich bis heute nicht, was der Zweck sein sollte Kinder zu belügen.

Empfinde ich Wuet? JA.

 

 

Ich han Angst. Das tuet mier Leid. DANKE. Service.

Was ist der Unterschied und was sind Gemeinsamkeiten von sexuellem und emotionalem Missbrauch?

Unterschied:

Beim sexuellen Missbrauch wird die körperliche Intimsphäre einer abhängigen Person verletzt.

Gemeinsamkeiten:

Es wird die Intimsphäre einer abhängigen Person verletzt.

Was heisst das genau, dass die ‚Intimsphäre einer abhängigen Person verletzt wird‘?

Der Missbrauchte hat Wünsche, Ziele und einen Willen. Der Missbrauchte {Ich han Angst. Das tuet mier Leid liebe Michel. Du bisch ned elei. Ich bin für dich da. Chan ich irgendöppis für dich mache? NEI ISCH GUET. DANKE. Bitte gern gscheh.} ist aber in der Zielerreichung von dem Missbraucher abhängig oder denkt das zumindest. Zum Beispiel ein Kind. Der Missbraucher hat aber kein Interesse dem Missbrauchten zu helfen seine Ziele zu erreichen. {Ich han Angst. Das tuet mier Leid. DANKE. Gern gscheh.} Stattdessen tut er nur so und biegt dann auf halbem Weg ab in eine Richtung, in die er selbst gehen will.

Im schlimmsten Fall verliert der Missbrauchte dadurch seine Fähigkeit Wünsche und Ziele formulieren zu können.

  • Der Missbrauchte denkt, dass er anderen gefallen muss, um überleben zu können.

{Ich han Angst. Das tuet mier Leid. MERCI. Bitte. Chan ich irgendöppis für dich tue. NEI, DANKE.}

  • Der Missbrauchte denkt, dass er niemandem vertrauen kann.

 

 

 

 

 

 

Ich han Angst

Das Trauma meines Vaters

Seine Mutter wollte sich umbringen. Doch sie überlebte. Doch sein abwesender Vater bedauerte, dass der Suizidversuch nicht geklappt hatte. Dies bekam mein Vater mit. Und so war es für meinen Vater einfacher den Sündenbock für den Fastsuizid seiner Mutter bei seinem Vater zu suchen. Es war für ihn einfacher den Vater, für die Gefahr seine Bezugsperson verlieren zu können, verantwortlich zu machen. In seiner unbewussten Optik ist mein Vater immer Kind geblieben und als sein männlicher Sohn bin ich von ihm viel zu schnell als sein unbewusster Vater angesehen worden, welcher ihm seine Mutter wegnehmen will. So lebte ich in meiner Familie in ständiger Angst vor meinem Vater, aber dies durfte meine Mutter nicht mitkriegen, weil ich, genau wie mein Vater damals von seiner Mutter, von dieser abhängig war und ihr deswegen gefallen musste. Das Bild der perfekten Familie gefiel ihr einfach zu gut, als dass sie irgendetwas Anderes hätte hören wollen. So genoss ich das Essen, meine Spielzeuge, meine Freunde, mein Bett, mein Zimmer. Der Preis dafür war die Fassade der Angstlosigkeit, die ich installierte. Ich war seit meiner Kindheit ein Schauspieler und meine Mutter würde sich heute noch wünschen, wenn ich diese Dinge nicht ausdrücken würde. Es ist verdammt schmerzhaft. Aber ich kann und will in dieser Familienlüge nicht länger mitmachen. Ich habe dir Mama genügend vorgespielt. Jetzt musst du mit der Realität klarkommen, denn ich bin nicht mehr von dir abhängig.