Eine Angststörung ist eine irrationale Angst. Was wäre eine irrationale Angst? Angst vor der eigenen Angst zu haben. Also versuche ich mich bewusst mit meiner Angst zu befassen, damit ich die Angst davor verliere.
--------------------------------- - Ich darf Angst haben. - Ich darf Trauer empfinden.
Wenn man in einer Situation ist, in der man Angst hat (sich um sein Leben fürchtet), aber diese Angst nicht zeigen kann bzw. niemandem dies erzählen kann, lernt man unter Umständen gar nicht, was Angst ist.
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Ich musste mit einen Eltern zu Abend essen. Mein Vater war meistens still. Ich war still (ich wollte keine Aufmerksamkeit erregen). Mein Bruder war still. Meine Mutter hat dann erzählt, was bei ihr so am Tag passiert ist und anderes, was für die Partnerschaft von Relevanz war. Irgendwann kam sie auf uns Kinder zu sprechen. Sie erzählte Dinge über uns, die sie mitbekommen hatte oder die wir ihr erzählt haben. Dann stieg die Angst in mir. Bis zu diesem Zeitpunkt würde mein Vater noch wenig bis nichts gesagt haben. Manchmal blieb es dabei, aber manchmal begann er einen Monolog an mich zu richten. Dieser Monolog war immer abwertend, destruktiv und hatte meist gar keinen Bezug zu dem, was meine Mutter über uns gesagt hatte.
Irgendwann in meinen Teenageralter fuhr ich mit meinem Vater in seinem Auto nach Luzern. Er beschleunigte das Auto und drehte das Auto in Richtung einer frontalgelegenen Wand.
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Gefühle können traumatisiert werden. Bei mir war es vielleicht Angst und Trauer. Was passiert, wenn ein Gefühl traumatisiert ist? Und was bedeutet es überhaupt, wenn ein Gefühl traumatisiert ist?
Was es bedeutet, wenn ein Gefühl traumatisiert ist:
Gefühle sind körperlich. Sie existieren immer. Aber man kann sie ‚leugnen‘. Umgangssprachlich nennt man dies auch ‚Verdrängen‘. ‚Verdrängen‘ heisst nichts anderes als entweder nicht über ein traumatisiertes Gefühl nachzudenken oder nicht darüber zu sprechen. Denn, wenn der Geist ein traumatisiertes Gefühl benennen würde, würde im Hirn eine Verbindung zu diesem Gefühl passieren. Da das Gefühl aber traumatisiert ist, löst diese Verbindung sofort Angst aus. Die natürliche Reaktion ist dann, dass wir versuchen nicht weiter über das traumatisierte Gefühl nachzudenken, damit die Angst verschwindet.
Was für Konsequenzen kann so eine Traumatisierung auslösen?
Durch die Traumatisierung verlieren wir sozusagen die Freiheit zu denken und zu sagen, was wir wollen. Die Maschine Mensch gerät sozusagen in ein Ungleichgewicht. Dies ist natürlich frustrierend. Als Kompensation dafür suchen wir die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Da dies jedoch nicht natürlich ist, führt es zu einer Vergewaltigung des Körpers, welche uns langfristig schädigt, und dem Geist dadurch langfristig die Grundlage seiner Existenz entzieht. Wir alle sterben einmal. Dies (angstvermeidendes Verhalten) aber ist selbstzerstörerisch und führt zu einem Suizid auf Raten.
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Als Kind gab es für meine Gefühle keinen Platz. Meine Mutter konnte sich nicht in mich hineinfühlen. Meine Gefühle vor meinem Vater zu zeigen war gefährlich. Also habe ich gelernt. Ich habe gelernt meine Gefühle zu verdrängen. Dank und durch Z habe ich es anfangs meiner Zwanzigerjahre geschafft den Zugang zu meiner Verletzlichkeit herzustellen. Doch es ist ein langer und beschwerlicher Weg. Die Angst vor meinen eigenen Gefühlen ist ein stetiger Begleiter.
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Heute Morgen hat mich eine ‚Gemeine Stechfliege‘ («Wadenstecher, Wadenbeißer bzw. die Gemeine Stechfliege, Stallfliege oder Brennfliege (Stomoxys calcitrans«1) gestochen. Ich habe sie dann verfolgt und mit den Händen geklatscht. Sie war nicht tot, sondern nur benommen. Ich habe ihr dann einen Flügel ausgerissen, so dass sie mich nicht mehr ‚anfliegen‘ kann. Dann habe ich sie in einen kleinen, offenen Mülleimer geworfen. Später sehe ich, wie sie aus dem Müll kommt. Sie springt auf den Boden und versucht immer wieder zu fliegen. Sie kann nur ein paar Centimeter springen, da sie nur noch einen Flügel hat.
Direkt zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wadenstecher , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 15.45 Uhr. ↩︎
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I am doing fine, thank you. Just came back from a two weeks holiday in the region closes to China-Russia border.
Yes, I have been to Switzerland for 7-8 times. This is the first trip I lost the eyes wide-open «amazing» feeling for Switzerland, or for a foreign Country. I worked three days first , and then the 4 days fishing /sight-seeing is like escaping , from the guesome of doing the job, taking care of family. I feel Everywhere is just more or less the same:people work hard for a living. Life is just kind of leftover of work (or Job). There are rarelly people who have original ideas.
But in another way, I also think this trip very unique. After sorting out all kinds of regulation and information, tried different spot, and the last talk the train, combine bus, hiked for two hours, finally hooked two beautiful rainbow trout in crystal clear stream waters downdeep in a valley. I am really happy. This continul-exploring is just mimic of my way of lifestyle: un-expected , up and donws of emottion. Like Leonard cohen sings in his song «Hallelujar» «It is not a victory march, it is a cold and it‘s a broken Hallelujah.»
I hope you are doing good. My eyes are very sensitive to bright sunshsine, that is why I pick up Caruso’s 500 CHF pilot sunglasses.
I also kind of rushing to fishing whenever there is any spare time. Life is so short , I cant wait exploring so many rivers, esturaries, streams, lakes, flats . lochs for fishing.
No problem to publish my letters on your blog.
Yours
Jackie
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Man nehme einen Menschen. Desto jünger, desto besser. Man macht ihm effektive Todesangst. Aber jedesmal, wenn er seine Angst kommunizieren will, greift man ihn an. Die Biodrohne lernt dadurch, dass es irrational ist, über das, was passiert ist, zu reden und macht entweder das, was man ihr sagt, oder etwas komplett Irrationales. Die Biodrohne wird so zwar vielleicht unberechenbar, aber irgendwie doch steuerbar, weil man immer auf diesen ‚Berserkermodus-Knopf‘ drücken kann. Irgendwann ist dieses Verhalten programmiert und funktioniert auch ohne Operator (Autopilotmodus).
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Entweder habe ich eine genetische psychische Krankheit oder eine epigenetische. Epigenetisch heisst, dass mein Vater, weil er es konnte und die Kontrolle liebte, mir das Gefühl gegeben hat, dass er mich unter gewissen Umständen umbringt. Also wurde ich zu einem ‚Peoplepleaser‘ und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich dachte, dass ich umgebracht würde, würde ich den Menschen in meinem Umfeld nicht gefallen.
Ja, vielleicht habe ich mich auch manchmal gewehrt oder mich zurückgezogen, aber nur immer deswegen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich es nicht schaffe den Menschen zufriedenzustellen.
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Ein ganz normaler Arbeitstag. Je länger der Tag geht, desto mehr steigere ich mich in die Sachen hinein. Schliesslich bin ich auf 180 Grad. Ich weiss nicht mehr wo oben und unten ist. Mein Kopf dröhnt – mein Körper ist verspannt. Ich empfinde Wut. Ja, es ist nicht alles so gelaufen, wie es in der Firma hätte laufen sollen. Aber erstens ist es nicht meine Schuld, zweitens ist es nicht so schlimm, aber mein Körper dreht komplett durch. Morgen wieder ein Tag im Bett. Verdammt! Warum?????
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Zuerst war die Depression da. Schon als Kind. Diese hat mich jahrzehntelang begleitet. Irgendwann kam die Erschöpfung dazu. Heute bin ich fast immer erschöpft.
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Ein Narzisst hat gelernt, dass gewisse Gefühle nicht gezeigt werden dürfen. Dies, weil seine Gefühle in einer gewissen Phase traumatisiert wurden. Er ist somit nicht vollkommen und dementsprechend suchend. Er sucht die Gefühle im Aussen, bei welchen er gelernt hat, dass er sie im Innern verdrängen muss.
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Vater lieblos. Oft abwesend. Mutter, welche Angst vor ihrem Mann hat. Sich dieser Angst aber nicht bewusst ist und in der Abwesenheit ihres Mannes ein besonderes Verhältnis zu ihren Kindern aufbaut und diese in ihre innerste Gefühlswelt einweiht.
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Danke für die unheimlich tolle Zeit, die ich mit dier verbringen durfte. In meinem Hirn ist ein ganzes Areal nach dir benannt. Es ist das Sehnsuchtsareal oder so. Ich danke dir auch dafür, dass du seither immer für mich da warst. Zu wissen, das es dich gibt, freut mich ungemein. Falls du jemals meine Hilfe oder meine Aufmerksamkeit benötigst, möchte ich für dich da sein.
Auf deinem weiteren Lebensweg wünsche ich dir alles Gute.
Danke für alles
MiScheEL
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Ich habe mich diese Woche zum ersten Mal richtig mit den Jugoslawien-Kriegen der 1990er Jahre befasst.
Es ist schrecklich. Krieg kann jeden treffen. Krieg traumatisiert. Als traumatisierter Mensch kann man wiederum schreckliche Dinge tun.
Ich selbst habe als traumatisierter Mensch schreckliche Dinge gemacht. Ich hatte keine Empathie.
Was kann ich in der Zukunft machen, damit dieser Ort, unsere Welt, ein, ein klein bisschen, besserer Ort wird?
Ich kann jeden Tag wieder aufstehen und mich durch den Tag kämpfen. Einfach jeden Tag noch einen Tag leben. Mit all den Krisen und all den schlechten Gefühlen. Jeden Tag einen Tag mehr. Ich will mir meinen Gefühlen bewusst sein und so stark sein sie aushalten zu können. Darüber reden, aber mich nicht von ihnen leiten zu lassen. Dadurch, dass ich über sie rede, gebe ich ihnen den Platz, den sie benötigen. That’s it.
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Dass ich damals (2011-2014) insgesamt fünf Mal zu Prostituierten ging, tut mir Leid. Prostituition ist meiner Meinung nach ein Beruf, welcher gegen die Menschenwürde ist. Falls ich eine Tochter hätte, würde ich mir einen anderen Beruf für sie wünschen.
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2010 ging ich nach der Arbeit zu einem Kollegen, welcher damals in Zürich sein Geschäft hatte. Ich ging einfach vorbei ohne mich vorher anzumelden. Wir redeten ein paar Minuten. Irgendwie fühlte ich mich herausgefordert und ich wollte herausfinden, ob ich zu einer Prostituierten gehen könnte. Ich weiss nicht einmal mehr, wie ich auf das Thema kam, aber auf einmal hatte ich dieses Ziel vor Augen. Ich glaube, dass ich vorher noch nie darüber nachgedacht habe. Aber vielleicht brachte er mich irgendwie auf die Idee und dann wollte ich mir sofort beweisen, dass ich das könne oder so. Auf alle Fälle ging ich schnurstracks zur Langstrasse und hatte CHF 100 mit. In einem Nebenquartier sah ich eine verdächtige Frau. Ich habe sie angesprochen und es hat sich dann herausgestellt, dass sie tatsächlich eine Prostituierte war und sie bereit war. Sie hatte oben ihre Wohnung oder so. Es war keine ‚Wohnung-Wohnung‘. Es war genau so eingerichtet für Sex. Ich weiss nicht, ob sie die Wohnung alleine bezahlte oder wie das genau lief. Alles war perfekt vorbereitet und es war der perfekte Ort. Ich glaube, dass es tatsächlich so ein rotes Licht gab.
Ehrlich gesagt, fand ich das eine tolle Erfahrung und mir war die Frau sehr sympathisch. Sie kam aus Litauen und ich fragte nach ihrer Nummer. Sie gab mir sie. Ich glaube, dass ich ihr nach ein paar Jahren tatsächlich einmal geschrieben habe.
Empfinde ich Trauer?
Ja.
Nachtrag am 17.7.2025:
Ich glaube, dass es 2011 gewesen ist und nicht 2010. Aber 100% sicher bin ich mir nicht. 90%.
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Zwei Jahre später in Pattaya, Thailand. Ich suchte eine Bar in der ich ein bestimmtes Fussballspiel schauen konnte. Alles war draussen und es war ein angenehm warmer Abend. Ich fand eine passende Bar, trank ein Bier und schaute das Spiel. Irgendwie war es so, dass man so wie an einer Bar stand. Neben mir stand eine Frau. Sie war nett und wir redeten ein bisschen. Sie war älter als ich. Ich mochte sie. Am Ende des Abends fragte sie mich, ob sie zu mir in mein Hotel kommen dürfe. Ich überlegte kurz. Warum nicht. Ich fand sie wirklich nett, lieb… toll. Es war schön mit ihr. Es war eine gute Erfahrung.
Han ich Angst?
Ja.
Bereue ich es?
Nein.
Warum nicht?
Weil ich hoffe, dass es auch für sie eine gute bzw. schöne Erfahrung war. Es fühlte sich nicht falsch an, so wie beim dritten Streich gegen Ende des Aktes.
Empfinde ich Trauer?
Ja.
Hatte ich Sex mit ihr?
Ja.
Habe ich sie dafür bezahlt?
Ja.
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Ich war in China. Nach einem ganzen Tag Sehenswürdigkeiten anschauen, war ich durstig oder hungrig. Ich glaube durstig. Also ging ich in einen kleinen Shop in der Nähe meines Hotels. Es war ein kleiner Laden mit Getränken, Chips und solchen Sachen. Neben der Verkaufstheke war ein Sofa. Darauf lag eine Frau. Sie schlief. Sie hatte einen grossen Ausschnitt. Ich nahm ein Getränk (Cola?) und wollte bezahlen. Die ältere Frau an der Theke zeigte auf die schlafende Frau. Sie gestikulierte. Ich verstand, dass die Verkäuferin ihre Zuhälterin war. Wir verhandelten den Preis. Danach wurde die Frau geweckt und ich durfte hinter die Ladentheke kommen. Ich wurde in eine Halle geführt. Es war eklig. Es war eine kleine Fabrikhalle oder so und es war nur Beton und so. Irgendwie gab es so etwas wie Vorhänge. Diese Vorhänge ermöglichten ein Mindestmass an Privatsphäre. Naja.
Muss ich den Rest auch noch erzählen?
Es war nicht so schön, weil ich mich beobachtet fühlte, aber ich hatte den Akt durchgezogen.
Draussen trank ich mein Getränk (Cola?) und ging zurück ins Hotel.
Bin ich ein Arschloch?
Nein.
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Ich blieb mindestens noch eine Nacht in diesem Hotel. Das Zimmer war schimmlig und voller Kakerlaken. Als ich eines Abends um ca. 21.30 Uhr dem Boulevard richtung Hotel zurückging, sprach mich eine Frau an. Es war eine ältere Frau. Irgendwann verstand ich, was sie wollte. Sie wollte mir eine Prostituierte an die Hand geben. Ich handelte einen Preis mit ihr aus. Ich gab ihr das Geld. Sie sagte einer jungen Frau, dass sie mit mir gehen soll. Die Frau war wirklich jung. Auf jeden Fall viel jünger als ich. Wir haben nicht miteinander gesprochen. Auf dem Hotelbett ging es dann los. Ich fand es toll. Die junge Frau gefiel mir. Ihr gefiel das Ganze aber nicht. Sie fragte, ob ich schon fertig sei. War ich nicht. Ich wollte weitermachen, weil ich noch nicht fertig war. Sie musste also noch ein paar Minuten warten.
Was empfinde ich?
Empfinde ich Trauer?
Ja.
Empfinde ich Scham?
Ja.
Tut es mir Leid?
Ja.
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Zurken hat mich gefragt, ob ich beim nächsten Mal wieder mit ihm nach Pattaya, Thailand mitkommen wolle. Wegen den süssen Girls.
Das hat bei mir wieder einige grundsätzliche Fragen aufgeworfen, welche ich aber nicht direkt beantworten möchte.
Stattdessen möchte ich mich weiterhin meiner eigenen Vergangenheit stellen, um festzustellen, was mein damaliges Verhalten jetzt bei mir auslöst:
Han ich Angst? Ja.
Irgendwann war ich alleine in Kasachstan. In Europa war eine grosses Fussballturnier im Gange. Und so ging ich mitten in der Nacht in die Lobby, der extrem preiswerten Unterkunft, um dort fernzusehen. Dort war eine Frau, liegend, halb schlafend, auf dem Sofa. Ich begann fernzusehen. Irgendwann machte sie mir verständlich, dass ich für Geld mit ihr Sex haben könne. Ich war dem nicht abgeneigt und schliesslich fand das Tauschgeschäft in meinem Hotelzimmer statt.
Empfinde ich Trauer?
Ja.
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Mein Vater war traumatisiert. Das heisst er hat gewisse schlimme Dinge erlebt, die in zornig, traurig und Angst gemacht haben. Wenn ich nun als Kind diese Gefühle fühlte und er dies bemerkte, war das ein Problem für ihn, weil es ihn an seine eigene Trauer, seine eigene Wut und seine eigene Angst erinnerte. Also hat er mir Angst gemacht. Deswegen habe ich heute so viel Angst. Wieso? Weil mir diese, meine eigenen Gefühle Angst machen.
Weil mein Vater mir immer Angst gemacht hat, hatte ich immer Angst vor meinem Vater. Durch die eigene Traumatisierung meiner Gefühle hatte ich auch Angst vor meinen eigenen Gefühlen. Also hatte ich immer Angst.
Wenn man immer Angst hat, wie soll man diese überhaupt noch erkennen?
Danke Z.
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Ich hatte gelernt meinen Körper zu dominieren. Es gab keine Freiheit mehr. Hat er etwas gemacht, hat mir das sofort Angst gemacht. Ich nahm die Zügel sofort wieder in die Hand und habe auf dumme Logik gehört.
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Ich glaube, dass mir mein Vater, hinter dem Rücken meiner Mutter, immer wieder das Gefühl gegeben hat, dass mein Leben in seinen Händen ist und dass er dieses beenden kann. Es war subtil. Es machte mir Angst. Aber ich konnte meiner Mutter das nicht erklären, weil sie Angst selber nicht verstand. Also war die Angst nutzlos. Einmal fuhr ich mit meinem Vater nach Luzern. Wir sprachen über Suizid. Plötzlich beschleunigte er sein Fahrzeug und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung einer Mauer. Ich habe lange nicht darüber gesprochen (bzw. jetzt ist es das erste Mal), weil ich schon ein Teenager war und ich nicht schwach erscheinen möchte.
Anmerkung im nachhinein:
Wenn ich mich recht erinnere, kann es sogar sein, dass ich es meiner Mutter erzählt habe. Ja, ich glaube, dass ich es ihr erzählt habe..
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Was wäre, wenn ich vor etwas Angst habe und dann zu einer Person gehe und ihr sage, dass ich vor etwas Angst habe und diese Person mir dann sagt, dass ich keine Angst haben muss?
Entweder würde ich dieser Person glauben oder das zerstören, was mir Angst macht oder beides.
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Man kann Angst haben lernen. Man sollte es lernen. Denn wenn man es nicht lernt, könnte folgendes passieren:
Man hat Angst, aber man weiss es nicht. Es ist wie wenn man einen Gast hätte, aber nichts davon weiss. Man könnte dem Gast keinen Kaffee, Tee oder sonstwas anbieten. Man kann nicht adäquat mit dem Gast umgehen. Dadurch wird die Angst nicht gelebt. Sie fliesst nicht. Sie wird gestaut. Zum Beispiel wird sie in ein grosses Fass gepackt. Angst zu haben ist sehr ermüdend. Wenn man aber nicht weiss, dass man Angst hat, kann man deren Ursache auch nicht bekämpfen. So wird man immer müder. Bis das Fass voll ist und es einfach nicht mehr geht.
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