Eine Theorie

Wenn man missbraucht wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man selbst auch missbraucht.

Wenn man den Missbrauch, welcher an einem begangen wird, erkennt und es schafft daraus herauszukommen, dann wird man auch selbst aufhören zu missbrauchen.

Was ist eine generalisierte Angststörung?

"Seitdem ich ein Kind bin, habe ich Angst vor der Angst."

Wenn man Angst vor der Angst hat, dann vermeidet man es über Angst nachzudenken geschweige denn darüber zu sprechen.

Symptome von Angst sind unter anderem ein erhöhter Puls.

Oftmals geht man zu einem Arzt und versucht Hilfe zu bekommen die Symptome der Angst zu bekämpfen. Doch keine Behandlung wird zu einer wirklichen Verbesserung der Situation der Betroffenen führen.

Die Angst kommt so oft, dass man einen spezifischen Auslöser auschliessen kann. Sie kommt im Bus, bei der Arbeit, auf der Strasse. Immer dann, wenn man Angst hat Angst bekommen zu können.

Natürlich passiert das alles unbewusst, weil natürlich auch die Angst vor der Angst nur eine Angst ist, welche man verdrängt. Aber das System der ‚Angst vor der Angst‘ ist ein Konzept, welches Menschen, welche unter einer generalisierten Angststörung leiden, helfen kann zu verstehen, was ihr Problem ist.

Angst? JA? Wie gads dier? ES GEID. Chanich öppis für dich tue? NEI, ISCH SCHO GUET, DANKE. Bitte gern gscheh.

Gestern hatte ich gearbeitet. Heute habe ich frei und leide unter grossen Erschöpfung.

Das wird wohl auch heute nicht gross anders sein.

Wie fühlt sich für mich eigentlich ein Arb{Angst? JA? Wie geids?}eitstag an?

Sie gehen sehr schnell vorbei und es fühlt sich so an wie wenn ich auf Drogen wäre. Vielleicht so wie auf {Angst? JA? Geids? NERV NED MAMI.} Kokain? Item. Auf alle Fälle fühle ich wenig bis keine Gefühle.

Gestern Morgen war das aber anders. Es gab Phasen in denen ich Gefühle fühlen konnte (Angst). Ich konnte die Angst auch oft einem Grund zuordnen. Klar war es nicht lustig in diesen spezifischen Momenten Angst gehabt zu haben. Aber die Angst war spürbar. Sie wurde dadurch real. Sie wurde echt. Dadurch fühlte sie sich auch einordbar an.

Ich denke, dass dies eine gute Entwicklung ist. Die Arbeit {Angst? JA. Alles guet? NEI. Warum ned? HÖR UF SCHRIBBE. Grad.} ist kein Brett mehr. Ich fühle mich wie ein Mensch.

R.I.P. Ludwig Minelli

Am 29.11.2025 ist Dignitasgründer Ludwig Minelli tot geworden.1 Die Dignitas ist eine Organisation, welche Menschen unter anderem geholfen hat tot zu werden. Ich bedanke mich bei ihm für seine Verdienste. Offen und ehrlich gesprochen bin ich aber skeptisch {Angst? Ja. Wie gahts? Ned guet. Das tuet mier Leid. Chanich öppis für dich tue? Nein. Ok. Guet.}, ob es moralisch gesehen richtig ist Menschen tot zu machen – unabhängig davon, was sie sagen und/oder behaupten zu wollen.

  1. Quelle: https://www.srf.ch/news/schweiz/93-jaehrig-verstorben-dignitas-gruender-ludwig-minelli-gestorben , abgerufen am 30.11.2025 um ca. 18.35 Uhr. ↩︎

Innerer Dialog

Gestern Abend hatte ich einen inneren Dialog. Geist/die Mutter hatte mit ihren Gefühlen/Kinder gesprochen und schliesslich auch mit Li (ihrem Mann). Was schliesslich passiert, obliegt Li.

Wann hatte ich meine letzte Panikattacke?

Am 13.9.2025 um 00.33 Uhr.

Han ich Angst? Ja. Das tuet mier Leid. Danke für dis Mitgefühl. Bitte gern gscheh. Ich han dich gern.

Es ist das Datum an welchem ich diesen verlinkten Post geschrieben habe.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass zwei meiner Zahnfüllungen lose geworden sind. Erstens weiss ich heute, dass diese Annahme falsch war und zweitens gehe ich davon aus, dass ich in diesem Moment einfach Angst hatte, aber ich dies nicht realisiert habe.

Angst? Ja.

Wie gads dier?

Ich lebe.

Ok.


Was ist eine Angststörung?

Wenn man sich möglichst wenig mit seiner Angst beschäftigt. Man geht dem Thema aus dem Weg, versucht sich eventuell darüber lustig zu machen.

Ein Beispiel:

Man hat Schmerzen. Diese Schmerzen lösen den Gedanken aus, dass man eine schlimme Krankheit hat. Nun versucht man alles zu unternehmen, um gegen diese potentielle schlimme Krankheit vorzugehen. Am nächsten Tag aber sind die Schmerzen wieder weg. Es gibt keine schlimme Krankheit. Was der Betroffene nicht realisiert, ist, dass er Angst hatte. Er hatte nicht Angst wegen der vermeintlich schlimmen Krankheit, sondern er hatte Angst. Punkt.

Angst? Ja. Wie gads dier? Es gad mer ned guet. Das tuet mier sehr Leid.

Ein weiteres Beispiel:

2020 habe ich einen Psychiater aufgesucht, weil ich dachte, dass ich pädophil sein könnte. {Han ich Angst? Ja. Ok. Guet. Denn simmer ja jetzt vollzählig.} Was ich damals nicht begriffen hatte, war, dass ich (damals) sehr grosse Angst davor hatte, dass ich pädophil sein könnte. {Han ich Angst? Ja. Guet.} Heute glaube ich nicht mehr, dass ich pädophil sein könnte. Ich habe Kinder sehr gerne, aber ich suche weder ihre Bekanntschaft, noch habe ich diesbezüglich sexuelle Fantasien. Ich mag Kinder genau so wie ich Tiere mag. {Han ich Angst? Ja. Das tuet mier Leid. Danke} Ich respektiere sie und freue mich über sie. Ich wünsche ihnen das Beste und wenn ich diesbezüglich etwas Gutes tun kann, dann will ich das machen.

"Der einzige Weg ist der mit der Angst. Ohne habe ich es versucht."

Michel am 29.11.2025