Ich han Angst.

Der Sympathicus ist derjenige Teil des Organismus, welcher [Ich han Angst] für den Kampf, die Flucht und das Erstarren zuständig ist.

[Ich han Angst] Der Parasympathicus ist derjenige Teil, welcher für das Faule, die Erholung steht.

Beide sind aufeinander angewiesen.

Ich han Angst

Im US-Amerikanischen Film ‚Heat‘ von 1995 gibt es in Minute 61-63 einen Dialog zwischen zwei Parteien eines Ehepaares. Diesen würde ich folgendermassen interpretieren: Sie will wissen, was war (warum er abgehauen ist). Er sagt, dass er ihr die schrecklichen Dinge, welche er auf der Arbeit erlebt, grundsätzlich nicht erzählen will. Dann sagt sie:

Daraufhin sagt er:

Wie kann man das interpretieren? Anscheinend hat er das Gefühl, dass er seine ‚Angst‘ verliert, wenn er über seine Gefühle spricht – dass er seine ‚Angst‘ verliert, wenn er über sie spricht…

Aber was genau wäre das dann für eine Angst? Es wäre wohl die Angst vor der Angst. Aber ist es denn nicht etwas Gutes, wenn man die Angst vor der Angst verliert?

Quellenverzeichnis:

  1. Direkt zitiert aus https://en.wikiquote.org/wiki/Heat_(1995_film) , abgerufen am 14.12.2025 um ca. 12.40 Uhr. ↩︎
  2. Direkt zitiert aus https://en.wikiquote.org/wiki/Heat_(1995_film) , abgerufen am 14.12.2025 um ca. 12.40 Uhr. ↩︎

Angst? ANWESEND!

Mein Vater hätte viel Grund gehabt, um wegen seiner Kindheit und Jugend wütend zu sein. Bald hatte er mit meiner Mutter ein Kind. Ich wurde geboren und habe ihn kennengelernt. Wenn ich zurückdenke, dann kann ich mich nicht erinnern ihn je wütend gesehen zu haben. Oder war die psychische Gewalt mir gegenüber, der Zynismus mir gegenüber, die Abwertung mir gegenüber ein Ausdruck von Wut?

Aber was ist mit meiner Wut? Hatte ich jemals den Mut diese ihm gegenüber zu zeigen?

Das vielleicht erste und einzige Mal war vor ein paar Wochen als ich zusammen mit meinem Vater bei unserem Psychiater war und er davon erzählte wie er mit seinem Bruder darüber sprach mich abzutreiben.

Nach diesem Wutausbruch fühlte ich mich erleichtert.

Ich habe Angst vor meiner Wut. Und da Angst etwas Schlechtes ist, ist es besser für mich, wenn ich mich gar nie mit dieser Wut beschäftige.

Angst? JA? Wie gads? NED GUET. Das tuet mier Leid. Chanich dier irgendöppis helfe? NEI DANKE. ABER MERCI.

  1. Heute rief jemand an und wollte mit C reden. Er hätte schon am Mittwoch eine Mail geschrieben, welche noch nicht beantwortet worden sei. Ich versprach ihm bis Mittag einen Rückruf.
  2. Dann konfrontierte ich meinen Chef C damit. Dieser schien unmotiviert zu sein und äusserte eine konkret Aussage, welche mir seine Unmotiviertheit zeigte. Dann sagte er, dass wir ihm heute keine Antwort mehr geben würden. Am Montag werde er entscheiden.
  3. Um 11.55 Uhr wartete ich bis der Chef ging. Doch er ging nicht. Also schrieb ich mir die Nummer des potentiellen Kunden auf einen Zettel. Steckte diesen in die Hosentasche und verliess das Büro.
  4. Draussen wählte ich die Nummer des potentiellen Kunden und erläuterte, dass ich meinen Chef mit seinem Anliegen konfrontiert habe und dass er am Montag eine Entscheidung treffen wolle. Als der potentielle Kunde nachbohrte, offenbahrte ich ihm, dass mir mein Chef darüber eher unmotiviert erschien.
  5. Der potentielle Kunde sagte mir dann, dass er den Auftraggeber darüber informieren will.
  6. Angst? JA? Wie gahts? NED GUET. Das tuet mier Leid. Chanich irgendöppis für dich mache? NEI, ABER MERCI FÜRD NACHFRAGE. Bitte gern gscheh.

Innerer Dialog

Gestern Abend hatte ich einen inneren Dialog. Geist/die Mutter hatte mit ihren Gefühlen/Kinder gesprochen und schliesslich auch mit Li (ihrem Mann). Was schliesslich passiert, obliegt Li.