SHORT VERSION
Phase 1
Michel lernt keinen Umgang mit Gefühlen.
Phase 2
Michel hat ein tiefes Selbstbewusstein, weil sein Geist und die Realität abweichen.
Phase 3
Michel ist am Tiefpunkt angelangt und holt sich Hilfe.
Phase 4
Michel findet über ‚Trial&Error‘ einen Weg seine Gefühle zu identifizieren.
Phase 5
Michel merkt, dass er nicht stirbt, wenn er über seine Gefühle spricht oder nachdenkt.
Phase 6
Michel bemerkt, dass er Angst hat.
Phase 7
Michel bemerkt, dass er fast immer Angst hat und die Angst irrational ist, da er objektiv keiner Todesgefahr ausgesetzt ist.
Phase 8
Michel bemerkt, dass er Angst vor seinen eigenen, gewissen Gefühlen hat. Sprich, dass er traumatisiert ist.
LONG VERSION
Inhaltsverzeichnis
- Trauma oder Traumata (Gefühle werden verdrängt)(Phase X)
- Eine Phase der scheinbaren Gefühlslosigkeit gepaart mit einem Gefühl der inneren Leere (Phase X)
- Kognitive Einsicht, was Gefühle sind und dass man selbst davon betroffen ist (Phase X)
- Das Konzept der Gefühle kognitiv annehmen (Phase X)
- Angst kennenlernen (Phase X)
- Herausfinden, was genau einem wann Angst macht
- Bemerken, dass man trotz Angst nicht stirbt
- Lernen mit der Angst zu arbeiten (Phase X)
- Die Angst situationsbedingt, wenn angezeigt, in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen
- Gefühle frei fühlen (Phase X)
Meine Biographie strukturiert nach diesen acht Kapitel
1. Trauma oder Traumata (Gefühle gehen verloren)
Am Beispiel der Angst:
Wenn man über längere Zeit in einer spezifischen, alltäglichen Situation Angst empfindet wie zum Beispiel Angst haben vor einer Person oder Angst haben Angst zu zeigen, dann gewöhnt man sich an die Angst. Aus irgendwelchen Gründen hat man nicht gekämpft und ist nicht geflohen. Also gewöhnt man sich an die Angst. Aber wenn die Angst normal wird, wie soll man dann überhaupt noch erkennen, dass man Angst hat, oder ob man Angst hat? Man kann es nicht. Auch im Weltall gewöhnt man sich irgendwann an die Schwerelosigkeit und dann merkt man es irgendwann gar nicht mehr, dass es eigentlich etwas Spezielles, Aussergewöhnliches ist. Ergo kann man ziemlich bald die Angst gar nicht mehr erkennen. Man verhält sich so, als ob es Angst gar nicht geben würde.
2. Eine Phase der scheinbaren Gefühlslosigkeit gepaart mit einem Gefühl der inneren Leere.
Wenn der Geist Kontakt zur Angst verloren hat, dann wird er vielleicht von oberflächlichen Zielen geblendet und verkennt dabei die Ängste, die der Körper dabei empfindet die Ziele zu erreichen.
Dies könnte man dann auch als einen Missbrauch des Körpers durch den Geist bezeichnen.
Der Körper aber wird dann aber ein grosses Bedürfnis haben abzuschalten und holt sich dann ‚in seiner Freizeit‘ Alkohol und Drogen, um entspannen zu können.
Dies jedoch widerspricht dem ambitiösen Geist.
Ein Beispiel aus meinem Leben:
Schon als Kind war ich depressiv. Ich kann mich an einen Moment erinnern, als{Han ich Angst? Ja.}{Empfinde ich Truur? Ja.} der Herbst begann, ich in der Eingangshalle der Primarschule stand und realisierte, dass die Zeit von der Herbstferien zu den Weihnachtsferien sehr lang ist (wahrscheinlich 4. Primarstufe). Es war schon in diesem Alter ein Müssen. Ein Kämpfen. Ein Durchhalten. Ein sich ständiges Zureden.{Han ich Angst? Ja.}
2006 sah ich Z zum ersten Mal. Ich war von ihr fasziniert. Aber es war nur ein erster Eindruck, welcher ich von ihr gewann.{Han ich Angst? Ja.} Erst 2008 sollten wir uns{Han ich Angst? Ja.} kennenlernen. Ich mimmte den harten Typen (ich konnte {Han ich Angst? Ja.}nur dieses Lied spielen). Und irgendwie wurden wir ein Paar. Zuerst hatte ich keine grossen Gefühle für sie. Doch nach ca. zwei Monaten Beziehung sass ich alleine zuhause am Pult und verspü{Han ich Angst? Ja.}rte sehr starke Gefühle für sie. Ich malte für sie ein Bild als Weihnachtsgeschenk und dabei wurde ich emotional und sentimental. Ich begann zu realisieren, wieviel {Han ich Angst? Ja.} sie mir bedeutet{Han ich Angst? Ja.}. Ich war verliebt. Doch es würde noch eine ganze Weile{Empfinde ich Truur? Ja.}{Han ich Angst? Ja.}dauern bis ich ihr dies zeigen konnte.
3. Kognitive Einsicht, was Gefühle sind und dass man selbst davon betroffen ist.
4. Das Konzept der Gefühle kognitiv annehmen
Angst haben ist nicht lustig. Angst ist ein Gefühl, dass etwas mit dem Körper macht. Es macht mit dem Körper, dass er sehr aufmerksam und angespannt ist.
In dieser Phase hat man schon längst bewiesen, dass man das Eine fühlen kann und etwas komplett Anderes denken kann. Trotzdem kam die Depression. Deswegen weiss ich jetzt, dass ich keine Angst vor meinen Gedanken haben muss, weil ich über den Körper sowieso keinen Einfluss habe.{Han ich Angst? Ja.} Deswegen weiss ich jetzt, dass Gedanken zu Angst nicht die Ursache meiner Angst sind, sondern höchstens die Symptome davon.
5. Einen Umgang mit der Angst finden.
5.1 Herausfinden, was genau einem wann Angst macht
Das bedeutet, dass man {Han ich Angst? Ja. Vor was? Dass ich jetzt umgebracht werden könnte. Wie wahrscheinlich ist das? Nicht sehr. Gut. Puh!} sich überlegt, ob und wie lebensgefährlich die Situation ist in der man sich gerade befindet. Das sollte die Nerven beruhigen und die Angst lindern und bei Todesgefahr handeln!
5.2 Bemerken, dass man trotz Angst nicht stirbt
Die Angst ist dann enttraumatisiert, wenn man in allen erdenklichen Lebenslagen an Angst gedacht und es dabei überlebt hat.
6. Lernen mit der Angst zu arbeiten
6.1 Die Angst situationsbedingt, wenn angezeigt, in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen
7. Gefühle frei fühlen
Man hat keine Angst mehr vor Gefühlen. Die Angst ist ein Gefühl wie jedes andere auch. Kein Gefühl macht einem mehr Angst, auch nicht die Angst. Kein Gefühl ist mehr traumatisiert – kein Gefühl macht einem mehr Angst.
Dieser Text wurde zuletzt bearbeitet am 25.1.26 von Michel.