Gestern vor einem Jahr hat Zurken um 20.31 Uhr auf diesem Blog einen Post veröffentlicht. Daraus zitiere ich:
«> wenn man als Kind vorgelebt bekommt, dass es Angst, Wut und Trauer nicht gibt?
Ging mir auch so. Meine Eltern haben mir sogar vorgelebt, dass es Sexualität nicht gibt.«
«Sie mussten mir nicht zeigen, wie wichsen geht, das fand ich als 12-jähriger selbst heraus. Und alle anderen Gefühle hatte ich auch ohne dass die Eltern sie mir hätten vorleben müssen.«
Ja, die körperlichen Gefühle hatte ich auch ohne dass mir meine Eltern Angst, Wut und Trauer vorgelebt haben. Das stimmt schon. Aber fühlt sich Angst, Wut und Trauer wirklich gut an? Nein, oder? Was macht man dann? Man versucht diese ekligen Gefühle zu verdrängen bzw. zu vermeiden. Was passiert, wenn man Situationen meidet, welche zum Beispiel ängstigen? Die Angst kommt in einer anderen Situation wieder. Dann vermeidet man zukünftig auch diese Situation. Und so geht es immer weiter bis man ganz alleine ist.
Deswegen wäre es wichtig, wenn einem die Eltern einen positiven Umgang mit allen Gefühlen lehren würden. Einem nicht auslachen, wenn man Angst hat. Einem sagen würde, dass es ihnen Leid tut, dass ich Angst habe. Aber dass diese Angst eine wichtige Funktion hat und nach einer Weile wieder weggeht.
Lieber Zurken. Lebst du wohl noch? Ich mache mir Sorgen um dich.