Ich han Angst

Ich kann jede/n Traumatisierte/n (Definition: ein Mensch, welcher Angst vor gewissen Gefühlen hat. Diese gewisse Gefühle umfassen auch immer die Angst selbst. So dass es für ihn überhaupt schwer ist festzustellen, dass er Angst vor gewissen Gefühlen hat.) verstehen, der seine Gefühle noch nicht enttraumatisiert hat. Warum? Weil man dann in schlimmen Fällen einfach immer Angst hat. Solche schlimmen Fälle sind Fälle bei denen viele Gefühle traumatisiert sind. Theoretisch kann auch das Gefühl von Glück traumatisiert sein und durch Angst überdeckt sein.

Meiner Meinung nach funktioniert {Ich han Angst.} die ‚Positiv-Denken-Methode‘ nicht. Das heisst, um ein erfülltes Leben leben zu können, muss man seine Gefühle wahrnehmen, anerkennen und zulassen. Im schlimmsten Fall muss man sich dann halt mit extremer Angst konfrontieren. Doch in der Konfrontation liegt auch die Heilung. Warum? Weil man heutzutage hoffentlich nicht mehr in Lebensgefahr gerät, nur weil man seine Gefühle {Ich han Angst.} zeigt. Falls dem so ist, rate ich das Umfeld zu verändern. {Ich han Angst}. Also, wie gelingt die Heilung? Eben, durch die Konfrontation mit seinen Gefühlen. Zuerst ist das dann immer die Angst, weil wir ja sozusagen Angst vor gewissen oder sogar allen anderen Gefühlen haben {Ich han Angst.}. Doch eben, im besten Fall, sind das irrationale Ängste, d.h. man wird nicht mehr in Lebensgefahr geraten nur weil man Angst zeigt oder ausdrückt. Dadurch dass man Angst zeigt und im besten Fall bemerkt, dass man dafür nicht umgebracht wird oder in einem Sinne vernachlässigt wird, welcher zum Tode führt, lernt man, dass es ungefährlich ist Angst zu zeigen. Diese Erkenntnis 1000x gelernt ist früher oder später extrem erleichternd. Nachdem die Angst sozusagen enttraumatisiert ist, kann man all die anderen Gefühle auch so enttraumatisieren. {Ich han Angst.}