Ich han Angst.

Ich bin nicht mehr der Jüngste. Und trotz dieser Lebenserfahrung ist das Leben hart für mich.

Natürlich lässt mich dieser Umstand sehr oft zweifeln.

Warum schaffe ich es nicht weniger Angst zu haben? Warum scheint alles so gottverdammt schwer?

Ich habe hierfür eine Theorie:

Ich bin gefühlstraumatisiert.

Vor ein paar Jahren erst habe ich damit begonnen meine eigenen Gefühle zu entdecken und zu benennen.

Da kam aber ein ganz böses Erwachen.

Vom Regen in die Traufe.

Ich hatte plötzlich immer Angst.

Es ist aber eine irrationale Angst.1

Wie kann ich mir das erklären, dass ich immer2 Angst habe, obwohl keine effektive Gefahr da ist?

Es sind die Konsequenzen der Gefühlstraumatisierung.

Gewisse Gefühle sind bei mir einfach traumatisiert. Das bedeutet, dass jedes Mal, wenn ein solches Gefühl an der Reihe ist, Angst aufkommt.

Ich habe jetzt also dieses Kind auf die Welt gebracht; die Angst.

Die anderen Kinder müssen noch warten.

Es braucht Zeit und Geduld.

  1. Dokumentation über LeidensgenossInnen: https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/panikattacken-und-angst-betroffene-erzaehlen?urn=urn:srf:video:508f497f-da07-4b67-8305-4c68617ab674 ↩︎
  2. fast immer. ↩︎