* Angststörung bedeutet einen unbewussten Umgang mit Angst + Angst vor dieser
Ein Mensch mit Angststörung schätzt Gefahren nicht ein, weil Gefahreneinschätzung eine Konfrontation mit seiner Angst voraussetzt.
Alles was ihm Angst macht, vermeidet er, auch die Angst. Das heisst auch, dass er es vermeidet Nein zu sagen, weil ihm die Vorstellung von Schwäche, die mit Nein sagen verbunden sein kann, auch Angst macht. Das kann zur Folge haben, dass er sich nicht in Kontrolle seines Lebens fühlt, weil er notorisch schlechte Entscheidungen fällt:
- vermeidet eigentlich ungefährliche Situationen, weil er Angst hat vor der Angst. Zum Beispiel: Flugangst, Angst vor ÖV
- bringt sich in grosse reale Gefahr, weil er Angst hat vor seiner Angst und deswegen einerseits nicht ängstlich wirken will, und andererseits diese bekämpfen bzw. dominieren will. Zum Beispiel: Alkoholkonsum, Extrembergsteigen
Rhetorische Frage: Kann dieses Vermeidungsverhalten bis zur Suizidierung führen?