Was ist der Unterschied zwischen einer Generalisierten Angststörung und Phobien
{Han ich Angst? Ja. Ok, guet.}
Ein Beispiel
Ein Mensch leidet unter Höhenangst und ist sich dessen bewusst.
Dann hat er Angst, wenn er auf dem Eiffelturm oben ist.
Da es ja nicht prinzipiell unsicher ist, auf dem Eiffelturm zu sein, spreche ich in diesem Fall von einer Phobie (übertriebene Angst vor spezifischen Situationen).
Einem Menschen mit dieser Phobie plus zusätzlich einer generalisierten Angststörung, würde nun alleine schon die Vorstellung Angst machen, überhaupt auf den Eiffelturm zu gehen.
Weitere Gedanken
Deswegen erachte ich die generalisierte Angststörung als schlimmer als Phobien.
Wobei es natürlich schlimmer ist an einer generalisierten Angststörung plus Phobien zu leiden, als bloss an einer generalisierten Angststörung. Weil dann die irrationalen Ängste wenigstens nicht zusätzlich spezifisch sind.
Wenn man an einer generalisierten Angststörung leidet, wird man wahrscheinlich zuerst körperliche Symptome der Angst behandeln wollen. Sobald man merkt, dass einem Ärzte und körperliche Therapien nicht wirklich helfen, weil die Symptome psychosomatisch sind, {Han ich Angst? Ja. Michel-das-tuet-mier-Leid-für-dich. Danke. Bitte}
Wie man Angst NICHT erfolgreich verdrängt.
- Man wird sich seiner Angst bewusst.
- Man packt sie.
- Man steckt die Angst in eine Schublade.
- Man montiert ein Schloss an die Schublade.
- Man verlässt den Raum.
Han ich Angst? Ja.
Ein Mensch der keine Angst vor dem Tod hat, hat keine Angst.
Han ich Angst? Ja.
Was ist potentiell schlimmer?
- eine generalisierte Angststörung?
Oder
- Phobien?
Eine generalisierte Angststörung, weil bei einer Phobie, weiss man wenigstens hoffentlich, dass man Angst hat.
Nadia (11.9.2023)
Nadia leidet auch unter grossen Ängsten. Von ihrem Vater hat sie nie die bedingungslose Liebe erfahren, welche jeder Mensch verdient. Ihr Vater war ihr gegenüber immer wieder abwertend und gewalttätig. Unter so einem Menschen gross zu werden, verunmöglicht die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Warum? Weil man die ganze Zeit darauf bedacht ist dem Elternteil zu gefallen, damit man nicht wieder in die Schusslinie kommen kann, was aus Sicht eines Kindes lebensgefährlich ist.
Ich habe mit meinem Vater dasselbe erlebt und leide seither auch unter einer Angststörung. Eine Angststörung ist, wenn man jahrzehntelang die eigene Angst verdrängt hat, weil man sie mit akuter Lebensgefahr verbindet. Aber ein Leben ohne Angst ist erstens ein gefährliches und ungesundes Leben und zweitens ein sinnloses Leben, weil man grundsätzlich im Leben nur entweder:
- Gefühle haben kann.
Oder
- keine Gefühle haben kann.
Ein Leben ohne Angst ist also auch ein Leben ohne Gefühle und deswegen meiner Meinung nach sinnlos. Nadia und ich haben es geschafft über unsere Angst zu reden und die Angst in unser Leben zu lassen und haben dabei festgestellt, dass es nicht mehr (so) gefährlich ist, wie es früher war, als die Angst uns zur Zielscheibe unserer Väter hat werden lassen. {Empfinde ich Truur? Ja.} Deswegen sind wir bereit zu unserer Angst zu stehen.
Han ich Angst? Ja.
Angststörung heilen:
- Das Wort Angst benutzen.
- Sich fragen, ob man Angst hat.
- Falls die Antwort Ja ist, sich weiter befragen, ob in diesem Moment eine Todesgefahr vorherrscht.
- Bei Antwort:
- Ja: Den Körper machen lassen bzw. ihm Vertrauen, da er Experte ist bei Todesgefahr richtig zu handeln.
- Nein: Es sollte eine Entspannung eintreffen.
Han ich Angst? Ja.
Die, die rational denken können, sind für die Ukraine {Han ich Angst? Ja. Angst vor was? Vorem Tod. Wie chönti das jetzt passiere? Ich weiss es au ned.}.
Die, die fühlen können, sind gegen den Krieg.
Han ich Angst? Ja.

Dieses Bild hat ein Mädchen gemalt. Ich habe dieses Mädchen getroffen als ich vor ein paar Jahren im Chrigubeck in Burgdorf, Filiale ‚City‘, gearbeitet habe. Es war ca. Februar 2022 und das Mädchen kam in Begleitung zweier Erwachsener, die aus meiner Einschätzung nach wahrscheinlich ihre Grosseltern waren. Das Mädchen war extrem verhaltensauffällig. Es schien keine Scheu zu kennen. Es redete extrem laut, kam ungefragt auch hinter die Tresen und hat auch das Servicepersonal vom Tisch aus immer unangesprochen angesprochen. Sie schien unbedingt unsere Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Einmal verlangte sie nach Stiften und Papier. Ich gab ihr dies. In der Kinderecke zurückgelassen fand ich schliesslich diese Zeichnung. Ich habe mir lange überlegt, was diese bedeuten könnte. Heute möchte ich diese interpretieren:
Zuerst malte sie die Blume oben links {Han ich Angst? Ja.}{Empfinde ich Truur? Ja.}. Doch dann sah sie sie die Chance etwas zu zeichnen, was ein Ausdruck ihres Unbewussten sein sollte. Wie interpretiere ich das?

Sie verkörpert die Figur rechts. Eine Person, die traurig ist (Mundwinkel gegen unten), eine Person, die alles sieht (Auge), eine Person, die sich nicht wehren kann, weil sie keine Arme hat. Der Strahl zwischen ihren Beinen könnte man als einen Hinweis auf Inkontinenz deuten. Die Form des Dreiecks könnte bedeuten, dass sie gegen unten extrem viel Angriffsfläche hat und gegen oben davon wahrscheinlich recht viel verdrängt. Man könnte die Dreiecksform als auch eine Art Rock deuten, {Han ich Angst? Ja.} Empfinde ich Truur? Ja.} welcher es ihr verunmöglicht sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren.
{Han ich Angst? Ja.} Die Figur in der Mitte würde ich dann als grosser Penis interpretieren, welcher sich bedrohlich gegen sie richtet.
Naja, vielleicht ist es auch nur eine Kinderzeichnung und das Mädchen hatte ADHS. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das Kind zum Beispiel von ihrem Grossvater sexuell missbraucht wird.
Bild 204

Was ist eine generalisierte Angststörung?
Wenn man sich weigert eine Situation auf seine Todesgefahr hin zu überprüfen und dann deswegen als Strafe immer Angst hat.
..Eine Situation nicht auf seine Todesgefahr hin zu überprüfen, ist wie sein Angstbaby schreien zu lassen..
Han ich Angst? Ja. Vor was?
Dass mich jetzt grad öbber umbringe cho chönt.
Wie wahrschindli isch das?
Ned sehr.
Han ich Angst? Ja.
Ich bin traumatisiert. Vielleicht werde ich das Trauma eines Tages auflösen, vielleicht aber auch nie. Auf alle Fälle glaube ich, dass es ein Prozess ist. {Han ich Angst? Ja.} Was ist ein Trauma? Wenn man Todesängste hatte, aber nie darüber gesprochen hat. Was bewirkt dieses Trauma? Dass diesselben Todesängste auch in alltäglichen Situationen aufkommen. Wie kann man die Krankheit heilen? Man kann sich bewusst machen, dass man unter Todesängsten leidet, und dann konkret die verschiedenen Situationen anschauen {Han ich Angst? Ja.} und sie dann anhand der effektiven Todesgefahr beurteilen. Die Ängste gehen dadurch nicht weg, aber wenigstens verliert man dadurch die ‚Angst‘ vor der Angst, weil man weiss, was es ist.
Han ich Angst? Ja. Vor was?
Dass ich chönt umbracht werde, wenn ich mich hüt Abig fürs Tierwohl isetze.
Han ich Angst? Ja.
Heute Abend ist die SP-Versammlung der SP Lyssach.
Im letzten Frühling gab es auch so eine Art Versammlung, aber da wurde uns Essen serviert.
Mir wurde einfach ein Teller mit Schweinefleisch hingestellt.
{Han ich Angst? Ja. Empfinde ich Wuet? Han ich Angst? Ja.}
4) Nicht über meine Angst hinwegzugehen
Macht es mir Angst nicht über meine Angst hinwegzugehen?
Han ich Angst? Ja.
Zuerst habe ich gedacht, dass mir meine Eltern meine Angst gestohlen hätten.
Jetzt habe ich bemerkt, dass sie noch da ist.
Han ich Angst? Ja.
«1994 sagten Sie: «Angst passt nicht zu mir.»«1
«Manchmal erwachte ich mitten in der Nacht, schweissgebadet, wieder kamen Tränen.»2
«Und ich hatte Angst, plötzlich eine Herzattacke zu haben.»3
«Ich habe keine innerliche Angst mehr.»4
Ich bin froh, dass ich nicht der Einzige mit solchen Problemen bin. Ich wünsche Herr Sforza das Beste und bin ihm für seine Offenheit dankbar.
Quellenverzeichnis:
- Direkt zitiert aus: https://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/ciriaco-sforza-im-bewegenden-interview-und-dann-kamen-die-traenen-einfach-so-id17686002.html , Frage von Journalist Andreas Böni an Ciriaco Sforza , abgerufen am 19.11.2025 um ca. 13.35 Uhr. ↩︎
- Direkt zitiert aus: https://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/ciriaco-sforza-im-bewegenden-interview-und-dann-kamen-die-traenen-einfach-so-id17686002.html , Antwort von Ciriaco Sforza auf Frage von Journalist Andreas Böni, abgerufen am 19.11.2025 um ca. 13.00 Uhr. ↩︎
- Direkt zitiert aus: https://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/ciriaco-sforza-im-bewegenden-interview-und-dann-kamen-die-traenen-einfach-so-id17686002.html , Antwort von Ciriaco Sforza auf Frage von Journalist Andreas Böni, abgerufen am 19.11.2025 um ca. 13.00 Uhr. ↩︎
- Direkt zitiert aus: https://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/ciriaco-sforza-im-bewegenden-interview-und-dann-kamen-die-traenen-einfach-so-id17686002.html , Antwort von Ciriaco Sforza auf Frage von Journalist Andreas Böni, abgerufen am 19.11.2025 um ca. 13.00 Uhr. ↩︎
Was ist eine generalisierte Angststörung?
- Wenn einem etwas Angst macht, dann beschäftigt man sich damit bis man eine Lösung gefunden hat oder das Problem gelöst hat.
- Wenn man unter einer Angststörung leidet, dann kommt es gar nie soweit. Warum? Weil man zum Beispiel von Kindesbeinen an gelernt hat, dass Angst etwas Schlechtes ist und statt zusammen mit der Angst ein Problem zu lösen{Han ich Angst? Ja.}{Han ich Angst? Ja. Vor was? Vom Lärm vo dusse.} bzw. diese dafür zu nutzen, passiert eine Abwehrreaktion gegen die Angst. Solange man die Angst aber nicht nutzen kann proaktiv damit Probleme zu lösen, kann man auch keine Probleme damit lösen. Die Probleme verursachen aber ständig neue Angst und so haben wir als Menschen mit einer generalisierten Angststörung {Han ich Angst? Ja. Vor was? Ich weiss es au ned.} ständig Angst vor der Angst und sind damit beschäftigt diese diffusen Ängste (der Angst vor der Angst) zu bekämpfen.
- Der erste Schritt zur Heilung ist meiner Meinung nach sich einzugestehen, dass man Angst hat. Angst ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Gefühle, welches uns dabei hilft im alltäglichen Leben{Han ich Angst? Ja. Angst vor was? Ich weiss es ned.} zu überleben. Also ist es auch keine Schwäche sich einzugestehen, dass man Angst hat.
- Menschen, welche traumatisiert sind haben aber auf einer konkreten Basis oft extrem Mühe zu erkennen, wann und in welchen Situationen sie Angst haben. Also muss man im zweiten Schritt lernen zu erkennen in welchen Situationen man Angst hat. {Han ich Angst? Ja. Vor was? Ich weiss es au ned.} Ich zum Beispiel habe jetzt gerade Angst und ich merke das daran, dass meine Bauchmuskulatur sich anspannt. Hierfür gibt es keinen guten Grund, denn ich liege gemütlich im Bett und schreibe diesen Beitrag. Aber heute bin ich fähig meine Angst zu erkennen. Es dauerte sehr lange und es braucht extrem viel Übung, eben deshalb weil es für gewisse Menschen wie mich per se angsteinflössend ist mich mit meiner Angst zu beschäftigen. {Han ich Angst? Ja. Scheisse.}
- Die weiteren Schritte, um für mich meine generalisierte Angststörung zu heilen, bin ich noch am Testen. Aber ich denke, dass ich grundsätzlich sagen kann, dass es mein Ziel ist einen Umgang mit meiner Angst zu finden. Oder anders gesagt: Die Angst zu akzeptieren und so gut es geht mit ihr zusammenzuarbeiten.
Han ich Angst? Ja.
Gestern Nacht lag ich um drei Uhr hellwach im Bett. Mein Geist war müde. Ich fühlte keine Gefühle. Ich schaute mir dann ca. 45 Minuten Musikvideos im Internet an.
Auch jetzt dreht mein Kopf noch leicht.
{Han ich Angst? Ja. Vor was?}
Kein Wunder, ich war auf einem Adrenalinrausch. Der Kater ist mühsam.
Han ich Angst? Ja.
Mein Chef hat mir heute wieder Bürogummi gesagt.
Han ich Angst? Ja.
Empfinde ich Wuet?
Ja.