- Ausreden
Nach meinen bisherigen Einträgen wirst du dir vielleicht denken können, wie meine Meinung ist. Möchtest du dein Leben mit Jammern verbringen? Ja, warum nicht? Kann man machen, aber ist das ein gutes Leben? Ich meine nein, ist es nicht. Du tust jetzt gerade das, an das du dich im Alter erinnern musst.
Mach irgendwas, egal was. Geh auf Weltreise mit Fahrrad, auf dem Helm eine Kamera, und die Videos lädst du auf YT hoch. Wenn du zurück bist, gehst du zu deinem Vater und sagst: „Du bist ein Versager, du hast nichts erlebt und keine Ahnung vom Leben.“
Zum Beispiel. Oder werde Diktator und regiere die Welt.
Ich weiß, egal, was ich vorschlage, du wirst sagen: Nee, das geht nicht, weil …
Die lustigste Ausrede, die ich je hörte, ist: „Aus Angst in irgendeiner Art davon abhängig zu werden.“ Von Heilern, Wahrsagern und Astrologen. Ischkannitmä!
Aber das ist normal, die meisten Menschen verbringen ihr Leben mit Ausreden. Ausreden sind Lügen, die man sich selbst erzählt. Hör ihnen zu, den normalen Menschen, sie erzählen sich Lügen.
Mit Jammern kann man nicht berühmt werden, sollte man meinen. Aber doch, es gibt einen:
“Abu Muhammad Ata as-Salimi. Ata sah aus wie ein vertrockneter Schlauch. Ata schien nicht von dieser Welt zu sein. 40 Jahre soll er auf seinem Lager gelegen haben, ohne dass er den Mut aufgebracht hätte, aufzustehen oder gar aus dem Haus zu gehen. In der Nacht betastete er seinen Leib aus Angst, in ein niedrigeres Wesen verwandelt worden zu sein. Wenn er erwachte, sagte er: „Weh dir, Ata, weh dir!“ Erwähnte zufällig jemand den Tod, pflegte Ata in Ohnmacht zu fallen. Atas Gebet war kaum mehr als ein Hilfeschrei: „Oh Gott, hab Erbarmen mit meiner Fremdlingschaft im Diesseits. Hab Erbarmen mit meiner Niederstreckung im Tod. Hab Erbarmen mit meinem Alleinsein im Grab. Hab Erbarmen mit meinem Stehen vor dir!“
- Mein Vater hat mir anfangs Mai ein Hausverbot für das Elternhaus gegeben.
- Meine sehr verehrten Damen und Herren
Ich bestehe zu 90% aus Angst.
- Bild 122

#122 - Han ich Angst: Ja.
Phase 1 2 3 4 5 Name Gesunde Psyche Gewisse Gefühle werden traumatisiert Depression Vertrauen wird aufgebaut Psyche repariert sich Beispiel Angst Ich habe Angst vor dem Vater. Ich habe immer Angst vor dem Vater. Ich fühle nichts mehr auch keine Angst. Ich beginne über Dinge zu sprechen, die mir Angst machen. Ich lerne einen Umgang mit dem Wissen, dass ich Angst habe, so dass mir die Angst keine Angst mehr macht. Effekt Ich bin mir der Angst bewusst und kann sie ausdrücken. Ich vergesse, dass ich Angst habe und verliere den bewussten Zugang zum Wissen, dass ich Angst habe. Psychotherapie. Ich bemerke, dass ich Angst habe. Die Angststörung (‚Angst‘ vor gewissen Gefühlen) ist geheilt. Meine Theorie am 11.5.2025 - Ich bin..
- nicht meine Gedanken
- nicht meinen Körper
Wer bist du?
Ich bin das, was zwischen dem Sandwich ist.
- Sehr geehrter Zurken (15)
Ich habe dir deine Benutzerrechte zurückgegeben…
- Empfinde ich Wut? Ja.
- Empfinde ich Truur? Ja.
- Bild 130

#130 - Vorfall am Mittwoch
Ich bin am Telefonieren, K kommt herein und er bleibt einfach im Raum stehen. Ich schaue K nicht direkt an, befürchte jedoch, dass er mich anschaut und mir zuhört, wie ich telefoniere. Mir ist es unwohl und ich kriege viel Angst, tue aber so, als ob alles gut wäre.
- Han ich Angst? Ja.
- Sehr geehrter Zurken (14)
Ich danke dir für den regen aber kurzen Austausch zwischen uns auf dieser Webseite. Ich habe deine Benutzerrechte auf dieser Webseite gerade eingeschränkt, so dass du keinen Zugriff auf das Beitragswesen hast.
Dies, weil ich Angst habe, dass deine Meinung ein zu grosses Gewicht bekommt.
Falls du deine bisherigen Beiträge gelöscht haben willst, dann teile mir dies bitte per Email mit.
Herzlichen Dank für dein Engagement und den fruchtbaren und interessanten Austausch.
Nette Grüsse
Michel
- Zurken (13)
Ich bin einverstanden mit dir.
- Han ich Angst? Ja.
- Angst & Alkohol – der traumatisierte Mensch: eine Theorie
Durch traumatische Situationen verlieren wir den Zugang zu gewissen Gefühlen. Dies ist ein Selbstschutz, damit wir in extremen Situationen weiterhin rational denken können. Theoretisch möglich ist, dass wir mehrere Jahre in einer traumatischen Situation leben.
Im besten Fall sind wir irgendwann aus dieser traumatischen Situation raus, aber das Hirn hat noch immer den Zugang zum Gefühlsareal nicht wiederhergestellt.
Also verbleiben wir viel zu lange in uns ängstigenden Situationen und der Körper kompensiert das mit Alkoholkonsum.
- Die einen und die anderen
> Aus Angst in irgendeiner Art davon abhängig zu werden.
> Weil ich bei der Krankenkasse keine Zusatzversicherung abgeschlossen habe.Verzeih mir, wenn ich mich amüsiere. Genau so eine Antwort hatte ich erwartet. Du bist ja nicht der einzige mit einer Angststörung. Eine Freundin gab es zu: Im Grunde wollte sie ihre Ängste nicht loswerden. Ein Leben ohne Angst konnte sie sich nicht vorstellen. Ihr würde ja etwas sehr Wichtiges fehlen.
> wenn man als Kind vorgelebt bekommt, dass es Angst, Wut und Trauer nicht gibt?
Ging mir auch so. Meine Eltern haben mir sogar vorgelebt, dass es Sexualität nicht gibt. Zu meiner Zeit wurde auch in der Schule nicht darüber geredet.
Na und?
Sie mussten mir nicht zeigen, wie wichsen geht, das fand ich als 12-jähriger selbst heraus. Und alle anderen Gefühle hatte ich auch ohne dass die Eltern sie mir hätten vorleben müssen. Als ich 20 war, fand ich einen Freund, mit dem ich über alles reden konnte.
Es gibt 2 Gruppen von Menschen. Die erste sagt: Für alles, was ich bin und was mir passiert, sind Umstände und andere Menschen verantwortlich. Zu der gehörst du.
Die zweite sagt: Was ich bin und was mir im Leben passiert, hat mit mir zu tun, habe ich mir selbst ausgesucht oder so gewollt. Zu denen gehöre ich.
Nun sollte man meinen, die ersten haben es leichter, sie sind ja für nichts selbst verantwortlich. Ihnen müsste es gut gehen. Tatsächlich ist es umgekehrt. Die aus der ersten Gruppe jammern und klagen und sind unglücklich. Denen aus der zweiten Gruppe geht es gut. Seltsam, odr?
- Empfinde ich Trur? Ja.
- Lieber Zurken (12)
Was, wenn man als Kind vorgelebt bekommt, dass es Angst, Wut und Trauer nicht gibt?
Man würde keinen Umgang damit lernen.
Man wäre dann also ein Leben lang damit beschäftigt einen Umgang mit etwas zu finden, was es gar nicht gibt.
Vielleicht kann man es sich vorstellen wie ein blinder Fleck auf dem Auge. Etwas ist da, aber wir können es nicht sehen…
- Lieber Zurken (11)
Vielen Dank für deine Hilfestellung.
Aus zwei Gründen meide ich solch spirituellen Angebote:
- Aus Angst in irgendeiner Art davon abhängig zu werden.
- Weil ich bei der Krankenkasse keine Zusatzversicherung abgeschlossen habe.
- Heilen
So ist das also. Einer meiner besten Freunde lebte ähnlich wie du und hatte sich längst damit abgefunden. Er arbeitete ein Tag in der Woche bei mir als Taxifahrer. Mehr konnte er nicht. Sonst bekam er Sozialgeld.
Ich kann dir nur sagen, was ich tun würde an deiner Stelle. Keine Psychotherapie, das bringt nicht viel. Ich kenne eine Frau, die könnte dir sagen, was mit dir los ist und wie du da rauskommen kannst. Aber in der Schweiz gibt es auch solche Leute, du musst nicht so weit reisen. Findest du alles im Internet: Heiler, Medium, Astrologen, Wahrsager usw. Probiere so viele aus, bis du einen findest, bei dem du das Gefühl hast, ihm kannst du vertrauen, er oder sie hilft dir weiter. Funktioniert, ich habe bei meiner ein Seminar gemacht. War gut.
Du musst nicht an Wahrsagerei oder übersinnliche Kräfte glauben, probier es einfach aus, du hast nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen.
Meinen Freund hätte ich gern zu meiner Astrologin mitgenommen, aber er war streng wissenschaftsgläubig, er machte sich lustig über meine Esoterik.
- Zurken (10): Empfinde ich Wut? Ja
Ja. Das nenne ich Missbrauch. Statt mir ein Gefühl von Selbstvertrauen mitzugeben, hat er mein Urvertrauen zerstört. Vom Alter her bin ich schon erwachsen. Aber bin ich es auch sonst? Ich weiss es nicht. Es geht mir nicht darum mich von meinem Vater abzunabeln, sondern ein zufriedenes, selbsterfülltes Leben zu führen. Irgendwie scheint das nicht zu klappen. Ich fühle mich wie ein Versager. Mein Vater scheint also recht gehabt zu haben. Er war also nur ehrlich mit mir. Ich liege durchschnittlich täglich etwa 11 Stunden im Bett und fühle mich trotzdem meist abgeschlagen und müde. Einen Tag arbeiten, macht mich komplett fertig. Ich will hierfür eine Erklärung, bei der es eine Lösung gibt. Da scheint es mir am naheliegendsten, dass die Müdigkeit von einer Erschöpfung her kommt. Diese könnte daraus kommen, dass ich in ständiger Angst und Anspannung lebe. So wie ich seit Kindesbeinen lebe.

Lange konnte ich die Angst verdrängen und habe funktioniert. Doch irgendwann war die Flasche leer, ich bin abgewichst und fühle mich 20 Jahre älter als ich eigentlich bin.
Also, sag mir jetzt, was ich tun soll, denn ich bin abwechslungsweise wütend und konsterniert.

- Bild 127

#127 - Bild 126

#126 - Han ich Angst? Ja.
Das A für B ein Synomym für ‚Vater‘ verwendet, ist mir schon länger aufgefallen. Am Freitag ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass B für A ein Synonym für ‚Mutter‘ verwendet.
Wenn man das zu Ende denkt, dann bin ich ein Waisenkind.
Archivseiten 2025 - Seite 1