Empfinde ich Truur? Ja.

Diesen Sommer verbrachte ich ein paar Stunden zusammen mit Y und einer weiteren Person. Als Y etwas sagen wollte, sagte ich «chills mal». Dies bedeutet so viel wie entspann dich. Ich habe das zu ihr gesagt, nur weil sie etwas sagen wollte. In diesem Moment habe ich realisiert, dass ich etwas Falsches getan hatte. Ich bin ein schrecklicher Mensch.

Han ich Angst? Ja. Guet, dass dAngst uf minere Site isch.

Wie geht es mir? Schlecht.

Kannst du das erläutern?

Gestern morgen bin ich schon um fünf Uhr voller Angst aufgewacht. Um sechs Uhr bin ich aufgestanden und ging zur Arbeit. Es war wieder viel los und es war fordernd. Aber es ist nicht per se schlecht gelaufen. Nein, im Gegenteil, ich habe mich gut gefühlt und war den Anforderungen gewachsen. Trotzdem habe ich davon jetzt immer noch Nachwehen. Um 12 Uhr war mein Kopf voll(er Adrenalin) und dieser hat sich bis heute nicht geleert. Es fühlt sich einfach scheisse an. So als ob ich ein Roboter wäre und alle Handlungen fühlen sich leer und wie blosse Pflichtaufgaben an. Han ich Angst? Ja. Ich fühle nichts und dass schon über einen ganzen Tag. Ich habe das Gefühl, dass ich einfach Ruhe brauche. Ich habe Angst, dass wenn ich nach draussen gehe, dass die Angst dann wieder kommt und mein Kopf sich nie richtig von der Arbeit/Angst von gestern erholt. Ich liege im Bett und hoffe, dass mein Kopf zur Ruhe kommt und dass ich wieder Sinn empfinde.

Empfinde ich Truur? Ja.

Guet. Wenigstens das.

Han ich Angst? Ja.

Ich habe oft Schmerzen in der rechten Hüfte.

Mein rechter Arm wirkt immer kraftloser.

Empfinde ich Truur? Ja. Han ich Angst? Ja.

Mein rechter Kiefer läuft eher mit anstatt proaktiv zu arbeiten.

Mein rechtes Ohr kann zwar hören, aber eher nur passiv. Ich kann das sehr gut mit dem linken Ohr vergleichen. Es fühlt sich so an, dass ich beim rechten Ohr, dieses nicht ’spitzen‘ kann. Auch pfeift es oft leicht.

Empfinde ich Truur? Ja. Han ich Angst? Ja. Guet.

Empfinde ich Truur? Ja.

Wie mich mein Vater kontrolliert(e?)

Als Kind hat er mir {Han ich Angst? Ja}Angst gemacht, dass er mich umbringt. Diese Angst habe ich verdrängt.

Mein Vater hatte mich so programmiert und er konnte mich lenken, indem er mich provozierte und weil ich keine Schwäche zeigen konnte, weil ich Angst hatte, dass ich dann umgebracht werden würde, habe ich immer mit Gewalt reagiert.

Dann musste ich meine Familie und meine Mutter verlassen, weil ich gewalttätig war.

Han ich Angst? Ja.

Wie man sich enttraumatisiert

Frage dich, wie es dir geht.

Lerne Angst kennen.

Verliere die Angst vor der Angst.

Lerne einen Umgang mit deiner Angst.

Arbeite mit deiner Angst {Han ich Angst? Ja}.

Sieh die Angst als dein Freund. {Han ich Angst? Ja}

Akzeptiere deine Angst.

{Han ich Angst? Ja}

Mit der Zeit wirst du merken, dass der bewusste Umgang mit deiner Angst nur ein Gedankenspiel ist.

Lass Angst einfach Angst sein.

Lerne, dass du Angst haben darfst.

{Han ich Angst? Ja. Easy.}

Empfinde ich Truur? Ja.

Als Kind gab es für meine Gefühle keinen Platz. Meine Mutter konnte sich nicht in mich hineinfühlen. Meine Gefühle vor meinem Vater zu zeigen war gefährlich. Also habe ich gelernt. Ich habe gelernt meine Gefühle zu verdrängen. Dank und durch Z habe ich es anfangs meiner Zwanzigerjahre geschafft den Zugang zu meiner Verletzlichkeit herzustellen. Doch es ist ein langer und beschwerlicher Weg. Die Angst vor meinen eigenen Gefühlen ist ein stetiger Begleiter.

Han ich Angst? Ja.

Ich habe heute Nachmittag und gestern Abend einen Audiobeitrag von der Sendung ‚Echo der Zeit‘ von ‚SRF‘ (Anmerkung: «SRF ist ein Unternehmen der SRG»1) gehört. Darin geht es um ein Gespräch zwischen dem Schweizer Journalisten Fredy Gsteiger und Косачев, Константин (Konstantin Iossifowitsch Kossatschew). Letzerer «[..]ist ein russischer Politiker und seit 2021 stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrates von Russland.»2

«[..]Russia is always open for dialogue. We are very disappointed that European[..]»

Direkt zitiert aus Minute 0:47-0:57 von https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/konstantin-kosachev-einblick-in-die-sichtweise-des-kreml?partId=NJ35cZ7iWwQHe70YiJ3jAmYEzng , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.00 Uhr.

Mein Kommentar dazu:

Es freut mich zu hören, dass Ihr offen für Dialog seit. Es tut mir Leid, dass Ihr von den Europäern enttäuscht seid.

«[..]We are very grateful to the Swiss authorities who made it now[..]»

Direkt zitiert aus Minute 1:23-1:28 von https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/konstantin-kosachev-einblick-in-die-sichtweise-des-kreml?partId=NJ35cZ7iWwQHe70YiJ3jAmYEzng , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.00 Uhr.

Mein Kommentar dazu:

Mir macht es eher Angst, dass die Schweizer damit die internationalen Bemühungen vieler Länder untergräbt Russland aussenpolitisch zu isolieren, um damit den Druck auf Russland zu erhöhen den Krieg zu stoppen.

«[..]Western countries have undermined the negotiation process, which started between Russia and Ukrainians[..]»

Direkt zitiert aus Minute 1:31-1:39 von https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/konstantin-kosachev-einblick-in-die-sichtweise-des-kreml?partId=NJ35cZ7iWwQHe70YiJ3jAmYEzng , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.00 Uhr.

Mein Kommentar dazu:

Davon habe ich nichts gewusst. Bzw. davon höre ich zum ersten Mal.

«[..]Frankly speaking, I am very much surprised[..]»

Direkt zitiert aus Minute 2:15-2:19 von https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit/konstantin-kosachev-einblick-in-die-sichtweise-des-kreml?partId=NJ35cZ7iWwQHe70YiJ3jAmYEzng , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.00 Uhr.

Mein Kommentar dazu:

Keiner.

  1. Direkt zitiert aus https://www.srf.ch/unternehmen , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.40 Uhr. ↩︎
  2. Direkt zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Iossifowitsch_Kossatschew , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 17.30 Uhr. ↩︎

Han ich Angst? Ja.

  1. indirekt zitiert aus Minute 1:26-1:33 von https://m.youtube.com/watch?v=Uzrr_1Z8T70h , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 12.50 Uhr, Name des Videos: ‚Srebrenica: ein Marsch für die Erinnerung.‘, veröffentlicht auf YT am 10.07.2015. ↩︎