Wie mich mein Vater traumatisiert haben könnte

Wenn man jemandem Angst macht, hat er Angst.

Wenn ich Angst habe, mir dann aber noch mehr Angst gemacht wird, dann beginne ich die Angst zu verdrängen.

Dann ist die Angst weg. Sie existiert nicht. Es gibt kein Problem. Es gibt keine Angst.

Immer, wenn mir etwas Angst macht, kriege ich Angst. Es ist ein Teufelskreis. Also gibt es nur drei Möglichkeiten: 1. Angstsituationen vermeiden oder das, was mir Angst macht, bekämpfen oder drittens die Angst betäuben.

Nein, es gibt noch eine vierte Variante. Nochmals durch die Höllengefühle gehen, die mir mein Vater als Kind zugefügt hat {Empfinde ich Truur? Ja.} und dann realisieren, dass mein Vater gar nicht mehr da ist und das andere Menschen nicht mein Vater sind.

So sieht man aus, wenn man Angst hat, dass der Vater erkennen könnte, dass man Angst vor ihm hat und man so gut es geht versucht diese zu verdrängen. Mein Vater hat mich 39 Jahre lang missbraucht.

Ein Trauma erklärt

Wird man auf einer Wanderung von einem Hund gebissen, hat man schreckliche Angst und schreckliche Schmerzen. Irgendwann ist die Wunde verheilt und man denkt darüber nach. Ein böser Hund hatte mich in diesem Moment gebissen. Das ist schrecklich. Es gibt böse Hunde. Aber nicht jeder Hund ist böse. Manchmal hat man einfach Pech.

Empfinde ich Truur? Ja.

Wenn man bei sich zuhause einen bösen Hund hat und dieser immer wieder zubeisst, die Familie aber nichts dagegen macht, dann spaltet man sich ab. Man generiert eine dritte Identität, welche unantastbar ist. Der Körper war nicht unantastbar, weil er gebissen wurde. Das Wissen des Geistes, dass der Hund derjenige ist, welcher böse ist, hat auch nichts genützt.

Diese dritte Identität ist eine Wunschrealität. Sie ist nicht kompatibel mit der Realität. In dieser Wunschrealität gibt es keine Hunde. Man hat auch keine Angst.

So durchs Leben zu gehen ist scheisse. Warum? Weil man immer die falschen Antworten auf Fragen und Probleme hat.

Wie kann man wieder zu Körper und Geist werden und die dritte Identität verlassen?

Man muss verstehen, dass man in der Familie einen bösen Hund hatte.