Fremd- und Eigendiagnosen

Physisch

Fremddiagnosen:
  • Borreliose (2025)1
Eigendiagnosen:
  • Multiple Sklerose (2025)

Psychisch

Fremddiagnosen:
  • AD(H)S (2008 oder so):
    • Geräuschempfindlichkeit
    • Impulsiv
    • Hohe Reizbarkeit
  • Dysthymie (2024):
    • öfters depressive Gefühle
  • Entweder/Oder (Differentialdiagnose (DD)) (2024):
    • Autismusspektrumsstörung (ASS):
      • Nach einer Abklärung wurde mir gesagt, dass ich nicht auf dem Spektrum bin, doch vielleicht bin ich es ja trotzdem.
    • DD: Schizotype Persönlichkeitsstörung:
      • Schwierigkeiten anderen Menschen zu vertrauen vs. grosses Bedürfnis nach Anerkennung und Zärtlichkeit
  • Mittel-schwere Depression (2014)
Eigendiagnosen:
  • Narzissmus
    • Ich denke, dass ich der Herr über meinen Körper bin.
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung:
    • Impulsivität und Unfähigkeit Ziele zu verfolgen
  • Posttraumatische Belastungsstörung:
    • Nicht belastbar
  • Angststörung:
    • Unfähigkeit mit gewissen Gefühlen/Gedanken umgehen zu können
  • Schlafstörungen

Kursiv: meine eigene Interpretation.

Fussnoten:
  1. Von meiner Mutter. ↩︎

Han ich Angst? Ja.

Die Geschichte meiner Familie:

Geschiedene FamilieVaterKalter VaterWenig Lob und Liebe von Vater und viele hohe ErwartungenMutterMittleres Kind
Substanzmissbrauch von MutterAngesehener VaterAbwesender vaterEin Bruder ist unzimperlich mit ihrVon ihr wird mehr Mithilfe im Haushalt erwartet als von ihren BrüdernBekommt zu wenig Aufmerksamkeit
MutterVaterMutterVater
Ihr Vater heiratet zuerst die Schwester ihrer Mutter. Dann als die Schwester stirbt, heiratet er ihre Mutter und zeugt sie. Sie wird in eine Familie geboren, wo die anderen, älteren, Kinder ihre Halbgeschwister sind. Ihre Mutter behandelt sie strenger als die anderen Kinder, um zu zeigen, dass sie ihre Tochter nicht bevorteilt. Bauern..Kommt aus einer Bauernfamilie, wo der Vater ein Trinker ist. Darf als einziges Kind aufs Gymnasium.Kommt aus einer kinderreichen Familie (10 Kinder+). Ländlicher Bauernhof.Vater stirbt tragisch bei Unfall, als er noch ein Kind ist. Ausbildung ist ihm nicht vergönnt. Missgunst von grossem Bruder, welcher nach Vaters Tod Hof alleine schmeissen muss.
Depressiv. Manisch. Suizidal.Kalt. Analytisch. Schwarzer Humor.Minderwertigkeitskomplexe.Minderwertigkeitskomplexe, angepasst.

Han ich Angst? Ja.

Was würde ich tun, wenn ich ein Kind hätte und dieses zu mir kommen würde und mir sagen würde, dass es Angst vor Vampiren hat?

Ich würde dem Kind sagen, dass es gut ist, dass es Angst hat. Weil diese Angst wie eine gute Fee ist, welche dich beschützen will.

Natürlich gibt es keine Vampire. Oder auf jeden Fall keine Fliegenden. Jetzt kriege ich selber Angst. Auch ich habe Angst vor Vampiren.

Han ich Angst? Ja.

Der Traumatisierte Mensch

Ein Aufsatz von einem Betroffenen

Der traumatisierte Mensch redet von Donald Trump, spricht über Gaza, redet über Fussball, Politik – hat zu allem eine Meinung.

Heute leben wir in einem Zeitalter der Individualisierung. Der traumatisierte Mensch weiss das und versucht mit dem Strom mitzuschwimmen. Er besucht Achtsamkeitskurse und beschäftigt sich mit Joga und Meditation.

Anscheinend geht es darum irgendetwas zu fühlen. Der Traumatisierte nimmt ein Fernglas oder eine Lupe – je nachdem – und schaut in sich hinein. War da nicht etwas? Hat sich da nicht etwas geregt? Er ist sich völlig sicher, dass er jetzt glücklich sein muss oder so.

Der traumatisierte Mensch geht in die Psychotherapie. Eine Stunde lang Smalltalk führen ohne Alkohol ist nicht einfach.

Irgendwann ist er bereit über seine Gefühle zu reden. Eine wahre Verbindung zwischen Körper und Geist entsteht. Es dauert nicht Jahre, aber Jahrzehnte, bis die Angst vor seinen eigenen Gefühlen nachlässt.

Eine Theorie

Ich liebte meinen Vater und meine Mutter. Wenn mein Vater nicht da war, hatte ich eine gute und schöne Beziehung zu meiner Mutter. Wenn mein Vater da war, musste ich verständnisvoll und rücksichtsvoll ihm gegenüber sein, weil er ja eine schwere Kindheit hatte. Dies hat mir meine Mutter jeweils gesagt. Mein Vater hat nie gesagt, dass er eine schwere Kindheit hatte. Aber wenn er da war, änderte sich jeweils die Sachlage: Meine Mutter ignorierte mich und schenkte meinem Vater ihre ganze Aufmerksamkeit. Von wie mich mein Vater behandelt hat: Unter jeder Sau. Für ihn war ich auch bloss ein Konkurrent um die Liebe meiner Mutter.

Heute leide ich unter einer Schizotypischen Persönlichkeitsstörung.

Empfinde ich Wut? Ja.