Han ich Angst? Ja.

  1. indirekt zitiert aus Minute 1:26-1:33 von https://m.youtube.com/watch?v=Uzrr_1Z8T70h , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 12.50 Uhr, Name des Videos: ‚Srebrenica: ein Marsch für die Erinnerung.‘, veröffentlicht auf YT am 10.07.2015. ↩︎

Empfinde ich Wut? Ja.

Mit ca. 21 Jahren hat mich mein Zahnarzt für die Weisheitszahnentfernung angemeldet. Ich war damals noch ein komplettes Opfer und wollte immer zeigen, dass ich stark und mutig bin. Ich konnte keine Schwäche zeigen und so habe ich natürlich eingewilligt.

Heute bereue ich jedoch, es getan zu haben. Auch bereue ich, dass mir mein Zahnarzt bei einem der vorderen Zähnen eine weisse Masse herausgespitzt hat, weil seither die Füllung schon mindestens zwei Mal herausgefallen ist und ich nun wesentlich weniger hübsch aussehe (es noch ein drittes Mal reparieren zu lassen, kotzt mich an).

Zu meinem Zahnarzt zu gehen, fühlte sich für mich an wie ein Lamm das zum Metzger geht. Immer hat er irgendetwas gefunden und sofort behandelt. Ich war komplett ahnungslos und habe mir neben Vorwürfen, immer auch noch Selbstvorwürfe gemacht: «Warum schaffe ich es nicht keine ‚Löcher‘ zu haben?» etc. Ich habe auch das Gefühl, dass der Zahnarzt jeweils nach Alkohol gestunken hat. Nie wurde ich für irgendetwas gefragt, höchstens überredet. Ok. Diese Aussage ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber ich fühlte mich auf jedenfall nicht ernst genommen und jeweils überrumpelt.

So, dann ging ich dann halt zum Weisheitszähneziehen.

Zuerst war ich überrascht, dass er es nicht selber machen wollte. Also musste ich wohl oder übel, jetzt nachdem ich eingewilligt hatte, zu einem anderen Typen gehen.

Dort angekommen, sagte dieser mir nach dem Röntgen, dass ich Glück hätte, da die Krankenversicherung den Eingriff bezahlen wird, da die Weisheitszähne extrem nahe beim Kiefer liegen. Wenn ich diese Zeilen schreibe, kommt bei mir eine unglaublich grosse Wut hervor. Das Schreiben fällt mir schwer.

Aber ich denke, dass das Schreiben hilft.

Also, das ‚Glück‘, das ich hatte, kann man wohl am ehesten mit dem Glück des ‚Hans im Glück‘ vergleichen. Also, wie ging die Geschichte weiter?

Sofort wurden mir Weisheitszähne gezogen. Wahrscheinlich auf einen Klacks zwei.

Ein paar Wochen oder Monate später, ging ich dann noch ein zweites Mal hin, für die zweite Entfernung.

So genau kann ich mich nicht mehr erinnern, da das alles schon ca. 18 Jahre zurückliegt.

Übrigens: Beim Schreiben dieses Textes fällt mir auf, dass meine Bauchmuskulatur extrem angespannt ist. Ist wohl ein Thema, dass eine körperliche Reaktion auslöst, wenn ich darüber schreibe.

Aber was waren die Nachwirkungen der zwei Operationen? Es geht mir nicht darum, genau zu beschreiben, was war, sondern den Weg zu heute, mit Bezug zu meinen heutigen Beschwerden, zu beschreiben.

Der Kiefer rechts knackt seither immer beim Kauen. Vor allem am Morgen.

Links wie rechts haben sich nach der Operation am Unterkiefer hinten unten und oben hügelförmige Knochenausbuchtungen gebildet.

Den Druckausgleich kann ich rechts viel schlechter ausführen als links. Grundsätzlich habe ich auch oft das Gefühl, dass sich im rechten Ohr ein Druck befindet, welcher nicht weggeht. Auch habe ich das Gefühl, dass ich auf diesem Ohr (rechts), grundsätzlich, schlechter hören kann und glaube, dass dies eine Konsequenz der Weisheitszahnentfernung ist.

Im Winter sind meine Zähne oben rechts oft kälter als die anderen, was ich als unangenehmes Gefühl empfinde. Diese Folge ist für mich logisch, weil es, beim hintersten Zahn oben rechts, es nach dem letzten Zahn steil bergauf geht und es nicht wie auf der linken Seite eine leicht abfallende Gewebeverbindung gibt, welche die Zähne mit Blut etc. versorgt.

Nach diesen Erfahrungen ging ich ein paar Jahre nicht mehr zum Zahnarzt und danach hatte ich plötzlich extrem viele Löcher. Einfach mir selbst die Schuld zu geben. Aber ich hatte, grundsätzlich, meiner Meinung nach, immer eine sehr gute Zahnhygiene und so war mir diese plötzliche Häufung von Löchern zuerst ein Rätsel. Aber ich glaube, dass ich erst nach der Weisheitszahnentfernung Probleme mit Essensresten zwischen den Zähnen bekam, und dieses Problem überrumpelte mich mitte zwanzig völlig. Mein Zahnarzt war in der Zwischenzeit in Pension und ich ging nun zu seinem Nachfolger. Der sah sofort die Pendenzen und so flickte er wieder munter darauf los. Dies ist kein Vorwurf, aber, dass ich einfach komplett ahnungslos war und mich ausgeliefert fühlte, ist ein Ausdruck meines retrospektiv empfundenen Gefühlempfindens.

Man geht zum Zahnarzt. Der röngt. Sagt dann, was er vorhat, er macht es und dann kommt eine Rechnung.

Leider ist die Geschichte hier noch nicht zu Ende. Oder sollte ich besser sagen: Leidensgeschichte?

Mein Biss ist seit den Weisheitszahnentfernungnen nur noch einseitig. Das heisst, dass der Bissimpuls von links ausgeht und die rechte Kieferseite mehr oder weniger einfach mitschwingt.

Weiter habe ich das Gefühl, dass sich der ganze Unterkiefer sich ein bisschen nach vorne verschoben hat. Jedoch nicht gleichmässig und daraus entstanden ist eine neue Bisskonstellation. Das heisst, dass meine Zähne, seither, meiner Meinung nach, anders zusammenfallen und zwar so, dass sich zwei Eckzähne beim Kauen immer berühren. Über die Jahre hinweg erodierten die beiden so weit, dass sie nun fast aneinanderpassen. Leider ist dabei so viel Zahnmaterie verloren gegangen, dass sich schon bloss ein Schmerz einstellt, wenn ich mit der Zunge über den oberen linken Schneidezahn fahre.

Zum allem Unglück leide ich heute noch unter einem anderen Problem: Bei vielen Zähnen und bei einigen sehr ausgeprägt, habe ich freigelegte Zahnhälse. Diese sind sehr sensibel und verursachen regelmässig Schmerzen. Diese Schmerzen schränken mich unter anderem dadurch ein, dass ich auf gewisse Lebensmittel verzichte (vor allem säurehaltige Lebensmittel).

Auch habe ich sogenannte Zahnfleischtaschen, welche gemäss meiner letzten Zahnärztin über 5mm tief sind. Sie sind voller Eiter. Diesen kann ich mit den Fingern aus den Taschen drücken. Nach ca. sechs Stunden sind die Taschen aber wieder gut gefüllt.

Vorfall am 14.6.25 in Bern

Vor dem Loeb1 werde ich von einem jungen Mann angesprochen. Er fragt ob ich italienisch oder englisch spreche. Ich sage: «Englisch». Er fragt mich, ob ich ihm einen Job geben oder vermitteln könne. Ich verneine. Dann fragt er nach Geld. Ich lehne diese Anfrage ab. Dann ging ich.

  1. Grosses und bekanntes Warenhausgeschäft in der Stadt Bern ↩︎

Vorfall gestern Abend

Ich bin gestern Abend nach Bern gegangen.

War unter anderem ca. eine Stunde bei den zentral im Bahnhofsgebäude platzierten Bänken (Treffpunkt). Plötzlich kam eine ältere Frau (ca. 64 Jahre alt) und fragt mich ob ich nach links rutschen könne. Ich schüttle den Kopf. Dann hat sie angefangen mich in aller Lautstärke zu beleidigen. Ich sei doch sicher psychisch krank. Ich habe versucht sie zu ignorieren. Sah jedoch in meinem Blickfeld, dass sie vor mich hin ging, um mein Gesicht von vorne sehen zu können und sagte dann: «Ja, der ist 100% psychisch krank». «Der sehe so aus, wie er sich bald das Leben nehmen würde.» Die Aussagen trafen mich. Ich ging dann weg. Auf den Zug.

Wenn ich ehrlich bin, hat mich der Vorfall schon ein bisschen belastet. Im Zug drin schaute ich dann in die Scheibe, um mein Spiegelbild sehen zu können.

Ukraine Tag 2 (25)

«Ich mag keine Städte.»

Zurken, Reise 2012

Empfinde ich Trauer? Ja.

Die Nahrungsaufnahme betreffende Verhaltensstörung

Nachricht an B

Darm Alarmstufe 4/5

Meine Theorie

Jeder Mensch hat Angst. Angst ist ein natürliches Gefühl, welches uns vor dem Tode schützt. ‚Angst‘-traumatisierte Menschen sind sich ihrer Angst nicht bewusst. Damit fehlt wie ein Ventil. Die Angstgedanken, sozusagen das Abfallprodukt der Angst, summieren sich und führen zu einer blockierenden Wirkung.

Han ich Angst?

Ja.

Angst vor was?

Ich han Angst vor mir selber.

Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?

Ja.

Habe ich Angst? Ja.

Angst vor was? Angst vor potentiell gesundheitlichen Konsequenzen eines Zeckenbisses!

War vor ca. sieben Stunden im Wald und hatte vorhin die ganze Zeit, währenddem ich einen Film schaute, an einer spezifischen Stelle an meinem Hoden herumgespielt. Ich dachte mir nichts dabei, ausser das es sich dabei um einen entzündeten Pickel handeln könnte. Zum Glück schaute ich es mir vorhin an. Es war eine ganz kleine Zecke. Sie war zu klein für meine Zeckenkarte, so dass ich sie kurzerhand mit einem Zahnarztcarfer herausriss. Ich hatte keine Geduld für lange Scherereien.

Will ich mich mit der Angst vor gesundheitlichen Konsequenzen durch den Zeckenbiss verbinden?

Ja.

1x hin und zurück bitte

Wenn man etwas nicht zeigen darf, dann will man es verstecken.

Wenn man etwas verstecken will, dann will man es nicht zeigen.

Wenn man es nicht zeigen will, dann darf man es nicht fühlen.

Wenn man etwas nicht fühlen will, dann darf man nicht daran denken.

Wenn man an etwas nicht denken darf, dann darf man es nicht sagen.

Wenn man etwas sagt, dann darf man es denken.

Wenn man etwas denken darf, dann wird man es fühlen.

Wenn man es fühlt, dann zeigt man es.

Wenn man etwas zeigt, dann ist es.

Theorie.. ;-)

Eine Theorie:

Mein Vater hat mir schon seit Kindesbeinen immer wieder das Gefühl gegeben, dass ich komplett von seiner Laune abhängig bin. Dies so, dass ich seine Laune von meiner Überlebensfähigkeit abhängig machte. Bis jetzt konnte ich sehr gut kurze Phasen der Angst überbrücken. Überbrücken könnte man auch ignorieren nennen. Doch über die Jahre hat mein Leistungsvermögen immer abgenommen. Vielleicht weil das Fass der Angst irgendwann voll war. Seit ein paar Jahren gestehe ich mir kognitiv ein, dass ich Angst haben könnte.

#3

Schweinefarm 14.5.2025

Ich war gerade auf der Schweinefarm und habe ein Schwein gesehen mit einer riesigen Fleischschwulst unterhalb des Bauches. Das muss genau an der Stelle sein, wo sich der Penis des Schweins befindet. Also hat sich beim eingezogenen Penis vermutlich eine Infektion ergeben, welche das ganze Gewebe derart vergrösserte. Ich gehe nicht davon aus, dass es sich dabei um einen Tumor handelt. Erstens, weil sich die Schwulst genau beim Penis befindet und zweitens, weil ich solch ähnliche Schwulste auch bei anderen Schweinen an der genau gleichen Stelle gesehen habe.

Dies ist ein Bild des Schweines 7854 aufgenommen am 14.5.2025 um 13.00 Uhr.

Ich befinde mich in einem Zwist.

Bald kommt eine Person vom MWST-Amt. Mein Chef hat mir heute gesagt, dass wir immer alles abrechnen und ich das so sagen soll.

Vor ein paar Wochen oder Monaten hat er mir aber gesagt, dass wir alle Dinge, die wir direkt über das Pult bar verkaufen nicht in die MWST-Abrechnung nehmen sollen und hat gleich einige Verkaufbelege zerstört.

Ich denke, dass ich ehrlich sein sollte, auch wenn mich dies den Job kosten könnte.