Sobald man aufhört daran zu glauben, dass man den Körper kontrolliert/kontrollieren soll, kommen die Entzugserscheinungen in Form von Angst.
Angst
Warum werden Menschen wie Donald Trump so verehrt?
Ich denke, dass viele vor ihnen Angst haben.
Han ich Angst? Ja.
Ich möchte zuerst über die Traumatisierten sprechen.
Diese jene, die nicht über ihre Gefühle sprechen können oder wollen.
Donald Trump gibt ihnen wie eine Rechtfertigung nicht über ihre Gefühle zu sprechen, weil er ein wahrhaft furchteinflössender Mensch ist, vor dem ich mich nicht getrauen würde meine Gefühle zu zeigen.
Han ich Angst?
Ja.
Eine Theorie
Mein Vater war traumatisiert. Das heisst er hat gewisse schlimme Dinge erlebt, die in zornig, traurig und Angst gemacht haben. Wenn ich nun als Kind diese Gefühle fühlte und er dies bemerkte, war das ein Problem für ihn, weil es ihn an seine eigene Trauer, seine eigene Wut und seine eigene Angst erinnerte. Also hat er mir Angst gemacht. Deswegen habe ich heute so viel Angst. Wieso? Weil mir diese, meine eigenen Gefühle Angst machen.
Weil mein Vater mir immer Angst gemacht hat, hatte ich immer Angst vor meinem Vater. Durch die eigene Traumatisierung meiner Gefühle hatte ich auch Angst vor meinen eigenen Gefühlen. Also hatte ich immer Angst.
Wenn man immer Angst hat, wie soll man diese überhaupt noch erkennen?
Danke Z.
Poesie eines Traumatisierten
Ich hatte gelernt meinen Körper zu dominieren. Es gab keine Freiheit mehr. Hat er etwas gemacht, hat mir das sofort Angst gemacht. Ich nahm die Zügel sofort wieder in die Hand und habe auf dumme Logik gehört.
Han ich Angst? Ja.
Liebe Eltern, seid mir nicht böse..
Ich glaube, dass mir mein Vater, hinter dem Rücken meiner Mutter, immer wieder das Gefühl gegeben hat, dass mein Leben in seinen Händen ist und dass er dieses beenden kann. Es war subtil. Es machte mir Angst. Aber ich konnte meiner Mutter das nicht erklären, weil sie Angst selber nicht verstand. Also war die Angst nutzlos. Einmal fuhr ich mit meinem Vater nach Luzern. Wir sprachen über Suizid. Plötzlich beschleunigte er sein Fahrzeug und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung einer Mauer. Ich habe lange nicht darüber gesprochen (bzw. jetzt ist es das erste Mal), weil ich schon ein Teenager war und ich nicht schwach erscheinen möchte.
Anmerkung im nachhinein:
Wenn ich mich recht erinnere, kann es sogar sein, dass ich es meiner Mutter erzählt habe. Ja, ich glaube, dass ich es ihr erzählt habe..
Han ich Angst? Ja.
Warum Menschen töten
Weil sie sich nicht ihrer eigenen Angst stellen wollen, weil dies bedeuten würde, dass
12.07.1995
Ratko Mladić ging nach Potočari,1 und traf dorf auf zehntausende Geflüchtete (am Vorabend waren es ca. 25,0002), welche vor seinen Truppen von Srebrenica zum UNO-Stützpunkt nach Potočari geflohen waren.3
- indirekt zitiert aus https://en.m.wikipedia.org/wiki/Srebrenica_massacre , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 11.05 Uhr.
–> Von Wikipedia angegebene Quelle: «Krstic Judgement Part II. Findings of Fact» (PDF) (http://www.icty.org/x/cases/krstic/tjug/en/krs-tj010802e.pdf , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 11.25 Uhr). ICTY. 2 August 2001. pp. 10–18, 27, 32–92. ↩︎ - zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 11.05 Uhr.
–> Von Wikipedia angegebene Quelle für dieses Zitat: Matthias Fink: Srebrenica. Chronologie eines Völkermords. S. 381 und S. 392. ↩︎ - indirekt zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica , aufgerufen von mir am 12.07.2025 um ca. 11.05 Uhr.
–> Von Wikipedia angegebene Quelle für dieses Zitat: Matthias Fink: Srebrenica. Chronologie eines Völkermords. S. 373. ↩︎
Wie die Welt funktioniert:
| Körper | Seele | Geist | ||
| Gedanke #1 | … | Gedanke #∞ |
Han ich Angst?
Ja.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Vor was hanich Angst?
Vorem Tod.
Wie könnte das passieren?
Ein Hirntumor links.
Das isch muetig vo dier.
F35-Kampfjets
Die entscheidende Frage für mich ist, ob die U.S.A. der Schweiz es ermöglicht, mit den gemäss Planung bald gekauften F-35-Kampfjets, sich gegen sie zu verteidigen.
Kommentar zu einer Aussage von Urs Loher in der Samstagsrundschau von SRF vom 5.7.25:
In Minute 12 sagt Urs Loher auf eine Frage von Nathalie Christen, dass die U.S.A. ein Interesse an einem starken Europa hat.1
- https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/samstagsrundschau-ruestungschef-urs-loher-zum-kampfjet-debakel?id=AUDI20250705_NR_0020#autoplay , abgerufen am 6.7.2025. ↩︎
Diese Aussage möchte ich kommentieren:
Erstens, wer ist die U.S.A.?
Zurzeit ist dies Herr Donald Trump.
Dieser ist meiner Meinung nach ein Populist und eher als ein Anti-Demokrat einzustufen.
Was zurzeit in den U.S.A. passiert, sind meiner Meinung nach Schritte in Richtung einer Diktatur.
Zweitens, hat Herr Donald Trump ein Interesse an einem starken Europa?
Ich glaube nicht. Er mag keine Demokratien und deswegen glaube ich, dass er autokratischen Regimes gegenüber freundlicher gesinnt ist, als demokratischen.
Deswegen glaube ich, dass Herr Donald Trump eine Gefahr für das demokratische Europa ist und wir uns unbedingt darauf vorbereiten müssen auch gegen US-Amerikaner kämpfen zu müssen.
Was dies in Bezug auf den F-35 Kampfjetkauf bedeutet, sollte klar sein: Ich bin dagegen.
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Han ich Angst? Ja.
Meine Mutter hat meinem Bruder einmal ein Bild eines sogenannten ‚Schweinehundes‘ geschenkt. Darauf abgebildet war der Kopf eines Hundes. Dieser trug eine Plastikmaske über der Schnauze, welche eine Schweinenase verkörperte. Ich weiss nicht genau warum meine Mutter meinem Bruder dieses Bild geschenkt hat. Vielleicht wollte sie ihm sagen, dass er seinen inneren Schweinehund überwinden kann. Wer weiss, vielleicht hatte mein Bruder ein Schweinehund in sich drin.
Han ich Angst? Ja.
Ich habe vorhin ein YT-Video gesehen, welches zeigt, wie ein russischer Drohnenschwarm, nacheinander, Drohne für Drohne, einen gepanzerten Personentranporter der ukrainischen Armee angreift. Die Schäden am Fahrzeug nehmen mit jedem Einschlag zu. Irgendwann kommt das Fahrzeug zum Stillstand. Die Hintertür geht auf und zwei Männer gehen langsam aus dem Fahrzeug. Im nächsten Moment fliegt eine Drohne durch die Hintertür und explodiert im inneren des Fahrzeugs heftig. Diese Explosion, im inneren des Fahrzeugs, hätte kein Mensch überleben können. Die zwei, die vorhin aus der Hintertür kamen, hat diese Explosion wahscheinlich zusätzlichen Schaden zugefügt. Dann fliegt die Kameradrohne, welche auch explosiv ist, kurz vor der Ladetüre auf den Boden und explodiert. Diese Explosion hat den zwei sicherlich auch geschadet. Vielleicht hat sie sie getötet. Vielleicht sofort. Vielleicht nicht unmittelbar. Und dann besteht ja rein theoretisch immer noch die Möglichkeit für weitere Drohnenangriffe. Heute habe ich mit zwei ukrainischen Männer gesprochen.
Die Aufgabe meines Lebens
Die Aufgabe meines Lebens ist es mein Trauma zu überwinden.
Mein Trauma ist es die Angst zu überwinden, dass ich umgebracht werde, wenn ich nicht das tue, was andere von mir verlangen.
Mein Job
Ich bin froh, dass ich Geld verdiene. Ich bin stolz darauf, dass ich meinen Lebensunterhalt selbstständig aufbringen kann.
Meine Arbeit besteht hauptsächlich darin die Buchhaltung zu machen, Löhne vorzubereiten und zu bezahlen, Telefone zu beantworten, sowie mich um administrative Dinge zu kümmern.
Das geht dann zum Beispiel so:
Ein Kunde ruft an und fragt, ob wir etwas, dass wir für übermorgen versprochen haben, schon morgen machen könnten. Da ich eine solche Entscheidung nicht selbständig treffen kann, teile ich dies dem Kunden mit, nehme den Sachverhalt auf und verspreche dem Kunden mich darum zu kümmern. Der Kunde fragt dann nach, ob wir ihm eine Rückmeldung geben und ich bejahe. Dann schreibe ich den Sachverhalt auf einen Zettel und lege den Zettel zum Arbeitsplatz meines Chefs (dieser ist ziemlich oft nicht dort). Dann kommt es vor, dass der Kunde manchmal ein oder zwei Tage später wieder anruft und fragt warum ich mich nicht wie versprochen gemeldet habe. Ich sage dem Kunden dann, dass ich den Chef per Zettel über sein Anliegen informiert hätte, und dass es dem Chef wohl nicht so wichtig gewesen sei.
Wie gesagt, es ist schon toll, dass ich mein Geld selbstständig verdiene.
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Russland Tag 1 (28)
Ukraine war im Vergleich zur Schweiz ein rückständiges Land. Aber es war kein zerfallenes Land. So wie Russland. Ich bemerkte diesen Unterschied gleich nach der Grenze. Zurken fuhr in Richtung Wolgograd. Es war mein Wunsch diese Stadt zu sehen und Zurken war damit einverstanden. In Wolgograd angekommen, suchte sich Zurken zuerst, ein bisschen ausserhalb der Stadt, einen Schlafplatz. Ich machte mich sogleich auf die Stadt zu erkunden. Es war für mich sehr eindrücklich und interessant. Als ich spät abends, als es schon dunkel war, durch die dunklen und leeren Strassen der Stadt zog, hatte ich ein mulmiges Gefühl.
Am nächsten Tag fuhren wir irgendwann los. Ich kann mich nicht genau daran erinnern. Wir gingen auf die östliche Seite der Wolga und fuhren nordwärts. Ich fand es sehr interessant. Gerade weil es in diesem abgelegenen Gebiet so wenig Zivilisation gab. In meiner Erinnerung mussten wir die richtigen Wege richtiggehend suchen.
Doch die Wege wurden trotz all unseren Bemühungen immer schlechter und es gab wenig Bevölkerung. Immer wieder fuhren wir wieder gegen Ost oder West nur um immer wieder eine Strasse zu finden, welche gegen Norden zeigte. Irgendwann, nach ein paar Tagen, gaben wir auf.
Mir gefielen diese Tage. Ich empfand sie als Abenteuer und dieses suchte ich ja schliesslich.
Trotz allem gibt es zu diesem Kapitel noch eine andere Geschichte. Ich weiss nicht mehr genau wann sie passierte. Aber ich glaube, dass sie auf der östlichen Seite der Wolga passierte. Ich hatte Angst. Die Menschen hier schienen mir so anders und ich hatte Angst, dass wir erstens beobachtet würden, und zweitens, dann, in der Nacht überfallen würden. Wir schliefen direkt an der Wolga. Doch ich wollte nicht im Auto schlafen und so nahm ich meinen Schlafsack und meine wichtigsten Dinge und Wertsachen mit und ging in den nahegelegenen Wald. Immer wollte ich das Auto noch im Blickfeld haben und verbrachte lange damit einen Lagerplatz zu finden. Es war eine kurze und erholungslose Nacht. An diesem Morgen hatte ich etwas erkannt: Ich muss es so nehmen wie es kommt. Ich muss mit den Wahrscheinlichkeiten eines Überfalls etc. leben. Weil ich ansonsten diese Reise nicht würde fortführen können.
Wie Gesprächstherapie funktioniert
Der Patient* kriegt eine Sprechstunde bei einem Therapeuten*. Der Therapeut* hält sich zurück, so dass der Patient* Raum erhält seine Gedanken zu äussern. Dadurch, dass der Patient* seine Gedanken äussert und diese nicht abgewertet werden, fällt es dem Patienten* einfacher diese zu akzeptieren und anzunehmen.
* Die weibliche und die nonbinäre Form sind mitgemeint.
Eine Theorie
Sche ist der Inhalt meiner Gedanken.
Ich bin die Form meiner Gedanken.
EL ist der Körper.
Han ich Angst? Ja.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.
Das isch guet so.
Ich bin stolz uf dich.
Ukraine Tag 3 (27)
Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Osten. Aus irgendeinem Grund machten wir einen Halt in Luhansk. Wir waren offenbar mitten in der Stadt, aber äusserlich glich es einem Dorf. Wir waren wirklich schon genau dort und ich bat Zurken ein paar Minuten in der Stadt verbringen zu dürfen. Doch Zurken kannte kein Pardon und wollte sofort weiterfahren.
Felix-Meier-zu-Gaza-2025-06-24.mp4
Han ich Angst? Ja.
Israel hat die Hisbola sehr geschwächt.
Israel hat die Hamas sehr geschwächt.
Israel hat Iran sehr geschwächt.
U.S.A. hat Iran sehr geschwächt.
Eine Theorie
Als Kind musste Sche EL zügeln. Es war für ELs Sicherheit notwendig. Ich habe mich dann daran gewöhnt.
Ich habe Angst vor einem Hirntumor. (links)
Warum?
Seit meiner Fussoperation 2018 haben sich die Beschwerden beim Bewegungsapparat rechts wie folgt entwickelt:
- Schneller Arbeitseinstieg 80% nach ca. 2 monatiger Arbeitsunfähigkeit
- Nach ca. 5-6 Monaten Jobwechsel Service 100%
- 10 Monate nach Operation erste Beschwerden (entzündetes Knie)
- Jobverlust mit längerer Arbeitslosigkeit
- Ca. 2 Jahre nach Operation Beginn neue Stelle Service&Verkauf ca. 50%
- Ca. 3 Jahre nach Operation Nebenjob Service ca. 20%. Ingesamt also ca. 60-70%
- Stellenverlust 5 Jahre nach OP und damit verbundener Wechsel ins Büro.
- Ich mache ca. 2’500 Schritte pro Tag und habe Beschwerden (Schmerzpunkt Hüfte und müdes Knie beginnend mit Patellasehne)
Nicht vergessen möchte ich die Beschwerden an den Händen (Sehnenscheidenentzündung oder so) vor allem rechts inkl. Krankschreibung 2023. Auch heute noch fühlt sich die rechte Hand oft schwach und anfällig an.
Auf Videos von mir selbst habe ich zudem bemerkt, dass meine Mimik in der rechten Gesichtshälfte weniger ausgeprägt ist/funktioniert als auf der linken Gesichtshälfte.
Habe kürzlich beim Gewichteheben bemerkt, dass mein rechter Arm weniger viel und weniger schnell Gewichte heben kann. Er ist also schwächer.
Allgemeine Abnahme des Spritzigkeitsgefühls bzw. ein Gefühl von weichen Beinen.
Theorie zum Rauchen und zum Alkoholkonsum
Abgesehen von einer körperlichen Abhängigkeit versuche ich mir Alkoholkonsum und das Inhalieren von irgendwelchen Stoffen folgendermassen zu erklären:
Das ‚Nuggeln‘ an einer Flasche, einem Glas, Becher oder einer Dose sowie das Trinken und Herunterschlucken erinnert uns unbewusst an unsere eigene Stillzeit, in der wir als Baby Muttermilch tranken und uns sicher und zufrieden fühlten.
Han ich Angst? Ja.
Morgen am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag.1 Ich möchte diese Tatsache damit würdigen, indem ich mich für alle geflüchteten Menschen einsetze. Ich selbst bezeichne mich als Flüchtling (Flucht aus der Zentralschweiz in den Kanton Bern).
- Info entnahm ich aus einem offiziellen IKEA-Flyer, welcher im IKEA-Restaurant in Lyssach am 19.06.2025 platziert war. ↩︎
Psychisch krank
Bin ich der Geist oder die Psyche?
Ich bin ich die Psyche.
Bin ich krank?
Nein.
Brüder
Weisst du warum Demuth und Selbstbewusstsein Brüder sind?
Weil beides impliziert, dass man nicht alles kontrollieren kann.
S-E-L-B-S-T-V-E-R-T-R-A-U-E-N
Selbst ist der Körper.
Ich vertraue meinem Körper.
Ich habe Selbstvertrauen.
Der kleine aber feine Unterschied:
Ich setze mir Ziele und wenn ich meine Ziele nicht erreiche, bin ich frustriert.
Ich gebe meinen Gedanken Raum und beobachte meinen Körper.
Why War Doesn’t Make Sense
If I support UKRAINE,
RUSSIA will lose.
If RUSSIA loses,
IRAN loses as well.
If IRAN loses,
ISRAEL will win.
If ISRAEL wins,
GAZA will lose.
Daniel Lampart
Habe gerade wieder einmal ein Interview mit Herr Daniel Lampart gehört.1 Ich möchte nicht sagen, dass ich politisch genau auf seiner Linie bin. Aber die Art und Weise wie er spricht, lässt bei mir irgendwie das Herz hüpfen. Vielleicht ist es die Betonung. Egal. Ich hörte ihm gerne zu. Und genau wie er unterstütze ich die Forderung nach acht Wochen Ferien für Lernende.!
- https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/daniel-lampart-sagen-die-gewerkschaften-ja-zu-den-eu-abkommen?id=AUDI20250616_NR_0031 , abgerufen am 16.06.2025 um ca. 17.45 Uhr. ↩︎
Vorfall gestern Abend
Ich bin gestern Abend nach Bern gegangen.
War unter anderem ca. eine Stunde bei den zentral im Bahnhofsgebäude platzierten Bänken (Treffpunkt). Plötzlich kam eine ältere Frau (ca. 64 Jahre alt) und fragt mich ob ich nach links rutschen könne. Ich schüttle den Kopf. Dann hat sie angefangen mich in aller Lautstärke zu beleidigen. Ich sei doch sicher psychisch krank. Ich habe versucht sie zu ignorieren. Sah jedoch in meinem Blickfeld, dass sie vor mich hin ging, um mein Gesicht von vorne sehen zu können und sagte dann: «Ja, der ist 100% psychisch krank». «Der sehe so aus, wie er sich bald das Leben nehmen würde.» Die Aussagen trafen mich. Ich ging dann weg. Auf den Zug.
Wenn ich ehrlich bin, hat mich der Vorfall schon ein bisschen belastet. Im Zug drin schaute ich dann in die Scheibe, um mein Spiegelbild sehen zu können.
Vasily Naryshkin
In der <20 Minuten> Gratiszeitung habe ich die Geschichte von Herrn Vasily Naryshkin durch mehrmalige Berichterstattung ein bisschen kennengelernt. Ich würde sie folgendermassen zusammmenfassen:
Ein junger Russe will in Russland dem Militärdienst entgehen und flieht hierfür in die Schweiz. Doch das reicht nicht für einen positiven Asylentscheid:
«Gestern lief die Frist ab, während der er nach Ablehnung seines Asylgesuches freiwillig das Land hätte verlassen können.»1
- Direktes Zitat aus der <20 Minuten> Zeitung vom 13. Juni 2025, Seite 6, Herausgeberin: TX Group AG. ↩︎
Ich finde es sehr brutal diesem jungen und sympathischen Menschen in diesem Land keine offizielle Chance zu geben. Dies macht mich betroffen, traurig und nachdenklich. In diesem Beitrag geht es um Vasily. Doch stellvertretend für ihn, könnte man viele Menschen nennen.
Es gibt viele Menschen, die gerne in der Schweiz leben würden.
Aber sie dürfen nicht.
Wieso?
Wenn alle Menschen sofort in die Schweiz kommen könnten, welche gerne hier leben möchten, würde sich die Schweiz wahrscheinlich von einer Sekunde auf die andere verdoppeln.
Empfinde ich Trauer?
Ja.
Ukraine Tag 2 (25)
Noch ein kleiner Nachtrag zum ersten Tag in der Ukraine. Wir sind mitten durch riesige Wälder gefahren. Ich liebe Wälder und die Wälder, welche es hier im Flachland der Schweiz gibt, sind so klein, dass ich mich wundere, dass es darin überhaupt Wild gibt. Klammer geschlossen.
Die Strasse wurde grösser, mehr Verkehr. Es ging gegen Kiew zu. Ganz scheu, versuchte ich Zurken zu verstehen zu geben, dass ich mir gerne die Stadt Kiew anschauen würde. Die Antwort war kurz:
«Ich mag keine Städte.»
Zurken, Reise 2012
Ich fühlte mich nicht gesehen und nicht gehört. Ich hatte für meine Reise drei Monate eingeplant und wollte nicht schon in einer Woche die Hälfte absolviert haben.
Gegen Abend erreichten wir Kiew, welches ich nur von der Autobahn ein bisschen erahnen konnte. Wir fuhren einfach daran vorbei. Zurken suchte uns einen Schlafplatz auf der anderen Seite des Flusses. Seine Idee: Hinter einer Tankstelle in einem Agglo-Gebiet. Dann kamen plötzlich zwei Männer und verwickelten uns in ein Gespräch. In schlechtem Englisch stellten sie eine normale Frage. Doch schon bald wurde uns die ganze Sache unheimlich, denn die Männer schienen gar nicht an uns interessiert gewesen zu sein. Kurz bevor es zu einem Handgemenge zwischen mir und einem der Männer kam, rannte ich weg zur Vorderseite der Tankstelle. Dort standen ein paar junge ukrainische Männer (ca.18-22 Jahre alt). Ich sagte ihnen hastig und bestimmt, dass ich sofort ihre Hilfe brauchte. Sie folgten mir sofort und so rannten wir alle gemeinsam hinter die Tankstelle. Dort war Zurken wahrscheinlich auch in Bedrängnis geraten. Den Campingtisch wieder im Auto. Zurken und ich springen ins Auto und düsen davon…
Ich bin diesen hilfsbereiten jungen Ukrainer bis heute unendlich dankbar für ihre Hilfe. Ich denke, dass, ansonsten, die Sache zumindest für Zurken hätte böse enden können.
Lieber Zurken, hast du zu meiner Version noch etwas hinzuzufügen?
Liebe Grüsse
Ist der Dienstag, der Tag an dem sich die Ängste melden?
Letzten Dienstag hatte ich den Arzttermin wegen Tumorverdacht bei der Augenbraue vereinbart. Diesen Dienstag hatte ich mir die Hirntumortheorie ausgedacht. Montags ist der einzige Tag an dem ich ganztags arbeite.
Nachtrag: Habe gerade festgestellt, dass ich ja diesen Montag ja frei hatte.
Han ich Angst? Ja. Gut gemacht.
Ich denke, dass viel Menschen angstgestört sind (Angst vor gewissen eigenen Gefühlen haben, weil diese traumatisiert sind). Insbesonders ältere Menschen. Warum? Weil man früher weniger über Gefühle redete und die Gemeinheiten an der Menschheit ausgeprägter waren (Verdingkinder, Krieg in Europa, Stigmatisierung psychischer Phänomene, Ausgrenzung von Minderheiten wie Homosexuellen oder Fahrenden, sexuelle Missbräuche in der katholischen Kirche etc.).
Die Wahrscheinlichkeit, dass ältere Menschen Angst vor gewissen eigenen Gefühlen haben und sich dieser nicht bewusst sind, ist meiner Meinung nach gross.
Wenn jetzt also zum Beispiel ein ihnen fremder Mensch sich bei ihnen telefonisch meldet, würde ihnen das wohl wie jeder anderen Person Angst machen. Dann kommen aber sofort die Bewältigungsmechanismen zum Verdrängen der Angst zum Zug:
Bewusste:
- den Fehler bei sich suchen (zum Beispiel: Ach, ich habe wohl vergessen, dass Hans ja noch eine Tochter hat)
- Verleugnen (zum Beispiel: diese Frau am Apparat meint es bestimmt gut mit mir)
Unbewusste:
- Gehorchen: Wenn ich der Frau das Geld gebe, wird sich mich in Ruhe lassen und die Angst verschwindet.
Der Schlüssel zu den Gefühlen
Der Schlüssel zu den Gefühlen liegt darin seine Gedanken zu respektieren.
Empfinde ich Hass? Ja.
Will ich mich mit dem Gfühl verbinde?
Ja.