Han ich Angst? Nei.

Wenn einem der Vater sagt, dass man eine Pfeiffe ist, kann man auf zwei Arten reagieren:

  • Ich bin keine Pfeiffe – ich bin wunderbar.
  • Er hat natürlich recht, warum macht denn dieser Körper nicht, was von ihm verlangt wird?

Liste von Potentiell Traumatisierten Gefühlen

  • Angst
    • Angst vor meinem Vater angegriffen zu werden
    • Angst vor meiner Mutter verlassen zu werden
  • Trauer
    • Trauer, dass meine Mutter mich nicht mehr gesehen hat, wenn mein Vater da war
    • Trauer, dass mich mein Vater meist nicht gesehen hat
    • Trauer, dass mich mein Vater angriff
  • Wut
    • Wut, dass mich meine Mutter verraten hat
    • Wut, dass ich meinem Vater nicht mehr bedeutete
    • Wut, dass sich mein Vater nicht mehr für mich interessierte
  • Eifersucht
    • Eifersucht auf meinen Vater, weil er die Nr. 1 für meine Mutter ist und immer war

Han ich Angst? Ja.

Gefühle können traumatisiert werden. Bei mir war es vielleicht Angst und Trauer. Was passiert, wenn ein Gefühl traumatisiert ist? Und was bedeutet es überhaupt, wenn ein Gefühl traumatisiert ist?

Was es bedeutet, wenn ein Gefühl traumatisiert ist:

Gefühle sind körperlich. Sie existieren immer. Aber man kann sie ‚leugnen‘. Umgangssprachlich nennt man dies auch ‚Verdrängen‘. ‚Verdrängen‘ heisst nichts anderes als entweder nicht über ein traumatisiertes Gefühl nachzudenken oder nicht darüber zu sprechen. Denn, wenn der Geist ein traumatisiertes Gefühl benennen würde, würde im Hirn eine Verbindung zu diesem Gefühl passieren. Da das Gefühl aber traumatisiert ist, löst diese Verbindung sofort Angst aus. Die natürliche Reaktion ist dann, dass wir versuchen nicht weiter über das traumatisierte Gefühl nachzudenken, damit die Angst verschwindet.

Was für Konsequenzen kann so eine Traumatisierung auslösen?

Durch die Traumatisierung verlieren wir sozusagen die Freiheit zu denken und zu sagen, was wir wollen. Die Maschine Mensch gerät sozusagen in ein Ungleichgewicht. Dies ist natürlich frustrierend. Als Kompensation dafür suchen wir die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Da dies jedoch nicht natürlich ist, führt es zu einer Vergewaltigung des Körpers, welche uns langfristig schädigt, und dem Geist dadurch langfristig die Grundlage seiner Existenz entzieht. Wir alle sterben einmal. Dies (angstvermeidendes Verhalten) aber ist selbstzerstörerisch und führt zu einem Suizid auf Raten.

Empfinde ich Truur? Ja.

Als Kind gab es für meine Gefühle keinen Platz. Meine Mutter konnte sich nicht in mich hineinfühlen. Meine Gefühle vor meinem Vater zu zeigen war gefährlich. Also habe ich gelernt. Ich habe gelernt meine Gefühle zu verdrängen. Dank und durch Z habe ich es anfangs meiner Zwanzigerjahre geschafft den Zugang zu meiner Verletzlichkeit herzustellen. Doch es ist ein langer und beschwerlicher Weg. Die Angst vor meinen eigenen Gefühlen ist ein stetiger Begleiter.

Ich habe eine Gemeine Stechfliege verletzt

Heute Morgen hat mich eine ‚Gemeine Stechfliege‘ («Wadenstecher, Wadenbeißer bzw. die Gemeine Stechfliege, Stallfliege oder Brennfliege (Stomoxys calcitrans«1) gestochen. Ich habe sie dann verfolgt und mit den Händen geklatscht. Sie war nicht tot, sondern nur benommen. Ich habe ihr dann einen Flügel ausgerissen, so dass sie mich nicht mehr ‚anfliegen‘ kann. Dann habe ich sie in einen kleinen, offenen Mülleimer geworfen. Später sehe ich, wie sie aus dem Müll kommt. Sie springt auf den Boden und versucht immer wieder zu fliegen. Sie kann nur ein paar Centimeter springen, da sie nur noch einen Flügel hat.

  1. Direkt zitiert aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wadenstecher , abgerufen am 01.08.2025 um ca. 15.45 Uhr. ↩︎

Conversation w. Jackie 2

Hello Michel, 

I am doing fine, thank you. Just came back from a two weeks holiday in the region closes to  China-Russia border.

Yes, I have been to Switzerland for 7-8 times. This is the first trip I lost the eyes wide-open «amazing»  feeling for Switzerland, or
for a foreign Country. I worked three days first , and then the  4 days fishing /sight-seeing is like escaping , from the guesome of doing the  job,  taking care of family.    I feel Everywhere is just more or less the same:people work hard for a living. Life is just kind of leftover of work (or Job). There are rarelly people who have original ideas.    

But in another way, I also think this trip very unique. After sorting out all kinds of regulation and information, tried different spot, and the last talk the train, combine bus, hiked for two hours, finally hooked two beautiful rainbow trout in crystal clear stream waters downdeep in a valley.  I am really happy. This  continul-exploring  is just mimic of my way of lifestyle:  un-expected , up and donws of emottion. Like Leonard cohen sings in his song «Hallelujar»   «It is not a victory march, it is a cold and it‘s a broken Hallelujah.»

I hope you are doing good.  My eyes are very sensitive to bright sunshsine, that is why I pick up Caruso’s 500 CHF pilot sunglasses.

I also kind of rushing  to fishing whenever there is any spare time. Life is  so short , I cant wait  exploring so many rivers, esturaries, streams, lakes, flats . lochs for fishing. 

No problem to publish my letters on your blog.

Yours 

Jackie 

Meine arme, ungeschützte Penisritze

Meine kleine Ritze, bei welcher der Urin austritt, schmerzt ein bisschen. Ich habe es vorhin beim Velofahren sehr stark bemerkt. Ich weiss nicht genau wieso. Ist es eine Infektion oder eine Überbeanspruchung der Eichel? Leider ist beides möglich:

  • Überbeanspruchung der Eichel: Dadurch, dass ich seit meiner Kindheit keine funktionierende Vorhaut habe, welche die Eichel schützen würde, leide ich oft unter der hohen Sensitivität der Eichel. Vor allem je nach Bewegung und Unterhose. Das letztere, die Unterhose, könnte auch eine Rolle des zweiten Grundes für meine Beschwerden spielen:
  • Infektion: Leider habe ich so gut wie keinen Druck oder ‚Spritz‘ (mehr) beim Urinlassen. Das bedeutet, dass ich den Resturin im Kanal jeweils physisch mit den Händen herausmassiere. Aber auch das funktioniert nur bedingt und so tropft es immer nach. Da ich, sagen wir mal, ca. zehn mal pro Tag Wasser lasse, heisst das, dass jeden Tag, ca. zehn Mal am Tag Urin in die Unterhosen oder das Pjyama gelangt. Unterhosen wechsle ich jeden Tag. Pjyamahosen nicht. Aufgrund der Urinansammlungen in den Pjyamahosen beginnen diese nach wenigen Tagen zu riechen. Dort ist wohl eine hohe Bakterienkonzentration. Meine Penisritze, welche ohne Vorhaut, komplett ungeschützt, in diesen betroffenen Textilstellen liegt, könnte meiner Meinung nach durch die Bakterien infisziert worden sein.

Anleitung zum Biodrohnenbau:

Man nehme einen Menschen. Desto jünger, desto besser. Man macht ihm effektive Todesangst. Aber jedesmal, wenn er seine Angst kommunizieren will, greift man ihn an. Die Biodrohne lernt dadurch, dass es irrational ist, über das, was passiert ist, zu reden und macht entweder das, was man ihr sagt, oder etwas komplett Irrationales. Die Biodrohne wird so zwar vielleicht unberechenbar, aber irgendwie doch steuerbar, weil man immer auf diesen ‚Berserkermodus-Knopf‘ drücken kann. Irgendwann ist dieses Verhalten programmiert und funktioniert auch ohne Operator (Autopilotmodus).

Han ich Angst? Ja. Ok. Scheisse.

Macron will einen Staat Palästina anerkennen.1 Ich finde dies interessant. Wenn Palästina ein eigenständiger, funktionierender Staat wäre, könnte dieser Staat Steuern erheben. Aus den Steuereinnahmen könnten sie militärische Ausgaben tätigen. Dadurch könnte eine militärische Macht aufgebaut werden, welche die israelische Besatzungsmacht vertreiben könnte. Doch, ich finde, dass

  1. indirekt zitiert aus https://www.srf.ch/news/international/nahost/krieg-im-nahen-osten-macron-will-palaestina-als-staat-anerkennen-warum-gerade-jetzt , abgerufen am 26.7.2025 um ca. 14.35 Uhr ↩︎

In meiner Erinnerung liebe ich dich

Liebe Z

Danke für die unheimlich tolle Zeit, die ich mit dier verbringen durfte. In meinem Hirn ist ein ganzes Areal nach dir benannt. Es ist das Sehnsuchtsareal oder so. Ich danke dir auch dafür, dass du seither immer für mich da warst. Zu wissen, das es dich gibt, freut mich ungemein. Falls du jemals meine Hilfe oder meine Aufmerksamkeit benötigst, möchte ich für dich da sein.

Auf deinem weiteren Lebensweg wünsche ich dir alles Gute.

Danke für alles

MiScheEL

Ein paar Gedanken

Ich habe mich diese Woche zum ersten Mal richtig mit den Jugoslawien-Kriegen der 1990er Jahre befasst.

Es ist schrecklich. Krieg kann jeden treffen. Krieg traumatisiert. Als traumatisierter Mensch kann man wiederum schreckliche Dinge tun.

Ich selbst habe als traumatisierter Mensch schreckliche Dinge gemacht. Ich hatte keine Empathie.

Was kann ich in der Zukunft machen, damit dieser Ort, unsere Welt, ein, ein klein bisschen, besserer Ort wird?

Ich kann jeden Tag wieder aufstehen und mich durch den Tag kämpfen. Einfach jeden Tag noch einen Tag leben. Mit all den Krisen und all den schlechten Gefühlen. Jeden Tag einen Tag mehr. Ich will mir meinen Gefühlen bewusst sein und so stark sein sie aushalten zu können. Darüber reden, aber mich nicht von ihnen leiten zu lassen. Dadurch, dass ich über sie rede, gebe ich ihnen den Platz, den sie benötigen. That’s it.

Hoffnung

Habe im Robin Rehmann Interview1 vom 22.04.2024, ‚Ich habe eine Autismus-Spektrum-Störung‘, gelernt, dass die Autismus-Spektrums-Störung eine Entwicklungsverzögerung ist. Ergo, und das ist jetzt meine Interpretation von dieser Aussage, kann man es auswachsen. Auf meinen Fall bezogen schliesse ich daraus, dass ich nicht der Rest meines Lebens 90% der Zeit Angst haben muss, weil sich die Traumatisierung auswächst.

  1. zu finden unter https://srf.ch/rehmann ↩︎

Fünfter und letzter Streich

Zwei Jahre später in Pattaya, Thailand. Ich suchte eine Bar in der ich ein bestimmtes Fussballspiel schauen konnte. Alles war draussen und es war ein angenehm warmer Abend. Ich fand eine passende Bar, trank ein Bier und schaute das Spiel. Irgendwie war es so, dass man so wie an einer Bar stand. Neben mir stand eine Frau. Sie war nett und wir redeten ein bisschen. Sie war älter als ich. Ich mochte sie. Am Ende des Abends fragte sie mich, ob sie zu mir in mein Hotel kommen dürfe. Ich überlegte kurz. Warum nicht. Ich fand sie wirklich nett, lieb… toll. Es war schön mit ihr. Es war eine gute Erfahrung.

Han ich Angst?

Ja.

Bereue ich es?

Nein.

Warum nicht?

Weil ich hoffe, dass es auch für sie eine gute bzw. schöne Erfahrung war. Es fühlte sich nicht falsch an, so wie beim dritten Streich gegen Ende des Aktes.

Empfinde ich Trauer?

Ja.

Hatte ich Sex mit ihr?

Ja.

Habe ich sie dafür bezahlt?

Ja.

Vierter Streich

Ich war in China. Nach einem ganzen Tag Sehenswürdigkeiten anschauen, war ich durstig oder hungrig. Ich glaube durstig. Also ging ich in einen kleinen Shop in der Nähe meines Hotels. Es war ein kleiner Laden mit Getränken, Chips und solchen Sachen. Neben der Verkaufstheke war ein Sofa. Darauf lag eine Frau. Sie schlief. Sie hatte einen grossen Ausschnitt. Ich nahm ein Getränk (Cola?) und wollte bezahlen. Die ältere Frau an der Theke zeigte auf die schlafende Frau. Sie gestikulierte. Ich verstand, dass die Verkäuferin ihre Zuhälterin war. Wir verhandelten den Preis. Danach wurde die Frau geweckt und ich durfte hinter die Ladentheke kommen. Ich wurde in eine Halle geführt. Es war eklig. Es war eine kleine Fabrikhalle oder so und es war nur Beton und so. Irgendwie gab es so etwas wie Vorhänge. Diese Vorhänge ermöglichten ein Mindestmass an Privatsphäre. Naja.

Muss ich den Rest auch noch erzählen?

Es war nicht so schön, weil ich mich beobachtet fühlte, aber ich hatte den Akt durchgezogen.

Draussen trank ich mein Getränk (Cola?) und ging zurück ins Hotel.

Bin ich ein Arschloch?

Nein.

Viele Fragen

Zurken hat mich gefragt, ob ich beim nächsten Mal wieder mit ihm nach Pattaya, Thailand mitkommen wolle. Wegen den süssen Girls.

Das hat bei mir wieder einige grundsätzliche Fragen aufgeworfen, welche ich aber nicht direkt beantworten möchte.

Stattdessen möchte ich mich weiterhin meiner eigenen Vergangenheit stellen, um festzustellen, was mein damaliges Verhalten jetzt bei mir auslöst:

Han ich Angst? Ja.


Irgendwann war ich alleine in Kasachstan. In Europa war eine grosses Fussballturnier im Gange. Und so ging ich mitten in der Nacht in die Lobby, der extrem preiswerten Unterkunft, um dort fernzusehen. Dort war eine Frau, liegend, halb schlafend, auf dem Sofa. Ich begann fernzusehen. Irgendwann machte sie mir verständlich, dass ich für Geld mit ihr Sex haben könne. Ich war dem nicht abgeneigt und schliesslich fand das Tauschgeschäft in meinem Hotelzimmer statt.

Empfinde ich Trauer?

Ja.