Ich habe Angst, dass mich mein Vater umbringt.
Dieses Gefühl ist traumatisiert.
Das heisst, dass ich es nicht fühlen kann.
Stattdessen wirkt es unbewusst generalisiert.
Das bedeutet, dass ich vor allen Menschen Angst habe, dass sie mich umbringen.
Chronik einer Begegnung
Ich habe Angst, dass mich mein Vater umbringt.
Dieses Gefühl ist traumatisiert.
Das heisst, dass ich es nicht fühlen kann.
Stattdessen wirkt es unbewusst generalisiert.
Das bedeutet, dass ich vor allen Menschen Angst habe, dass sie mich umbringen.
Ich liebte meinen Vater und meine Mutter. Wenn mein Vater nicht da war, hatte ich eine gute und schöne Beziehung zu meiner Mutter. Wenn mein Vater da war, musste ich verständnisvoll und rücksichtsvoll ihm gegenüber sein, weil er ja eine schwere Kindheit hatte. Dies hat mir meine Mutter jeweils gesagt. Mein Vater hat nie gesagt, dass er eine schwere Kindheit hatte. Aber wenn er da war, änderte sich jeweils die Sachlage: Meine Mutter ignorierte mich und schenkte meinem Vater ihre ganze Aufmerksamkeit. Von wie mich mein Vater behandelt hat: Unter jeder Sau. Für ihn war ich auch bloss ein Konkurrent um die Liebe meiner Mutter.
Heute leide ich unter einer Schizotypischen Persönlichkeitsstörung.
Empfinde ich Wut? Ja.
Warum meine Arbeitsstelle eine gute Therapiemöglichkeit ist:
Weil ich dort sehr gut lernen kann Angst zu haben.
Als Kind habe ich mindestens in Anwesenheit meines Vaters zu wenig positive Aufmerksamkeit bekommen. Weil ich Angst vor der negativen Aufmerksamkeit meines Vaters hatte, habe ich mich zurückgezogen und auch keine positive Aufmerksamkeit eingefordert. Ich wollte dies kompensieren, indem ich selbst Dinge erreichen würde, auf welche ich selbst stolz sein konnte. Zum Beispiel mit weniger Nahrung als die anderen auskommen.
Zu verstehen, dass wir nicht in der Lage sind eine Antwort auf diese Frage zu bekommen.