..wenn man zuerst denkt, dass man keine Gefühle hat und dann merkt, dass man Angst vor ihnen hat.
Generalisierte Angststörung
Han ich Angst? Ja.
Eine Theorie
Ein Mensch ist angsttraumatisiert. Das heisst, dass er seine Angst zu verdrängen versucht, weil ihm die Angst Angst macht. Er wurde so konditioniert, dass es lebensgefährlich ist, Angst zu haben bzw. {Han ich Angst? Ja. Ok. Easy.} Angst zu zeigen. Das ist die Traumatisierung. Die Traumatisierung kann so schlimm sein, dass man meint, dass man die Angst fast gänzlich ausschalten müsse, weil sie einem dermassen Angst macht. Dann kann Alkohol sehr helfen, weil Alkohol die Ängste lindert. Nun haben wir einen Menschen, der deswegen in der Zwischenzeit Alkoholiker und Elternteil geworden ist. Angst zu haben ist ein völlig natürliches und gesundes Gefühl. Doch anhand des angstvermeidenden Verhaltens des Alkoholikerelternteils bemerkt das Kind, dass dies bei diesem Elternteil anders ist. Wahrscheinlich weisen sowieso beide Elternteile angstvermeidendes {Han ich Angst? Ja. Angst vor was? Angst vorem Tod. Ok. Guet.} Verhalten auf, da sie ja gewisse Gemeinsamkeiten als Paar aufweisen müssen. So wird das Kind unbewusst auf zwei verschiedene Arten traumatisiert:
- Erstens wird es vernachlässigt von den Eltern, wenn es Ängste zeigt und dies kann für ein Kind lebensbedrohlich sein.
- Zweitens lernt es aufgrund des Verhaltens der Eltern, dass Angst etwas Schlechtes, Böses ist, dass auf alle Fälle verhindert und vermieden werden muss (Angst als Tabu).
Han ich Angst? Ja. Scheisse. Das tuet mier Leid. Danke.
Meine Eltern haben meine Angst nie wahrgenommen. Dabei hatte ich immer Angst vor meinem Vater. Als ich erwachsen wurde, war ich ein seelischer Krüppel.
Was ist der Unterschied zwischen einer Generalisierten Angststörung und Phobien
{Han ich Angst? Ja. Ok, guet.}
Ein Beispiel
Ein Mensch leidet unter Höhenangst und ist sich dessen bewusst.
Dann hat er Angst, wenn er auf dem Eiffelturm oben ist.
Da es ja nicht prinzipiell unsicher ist, auf dem Eiffelturm zu sein, spreche ich in diesem Fall von einer Phobie (übertriebene Angst vor spezifischen Situationen).
Einem Menschen mit dieser Phobie plus zusätzlich einer generalisierten Angststörung, würde nun alleine schon die Vorstellung Angst machen, überhaupt auf den Eiffelturm zu gehen.
Weitere Gedanken
Deswegen erachte ich die generalisierte Angststörung als schlimmer als Phobien.
Wobei es natürlich schlimmer ist an einer generalisierten Angststörung plus Phobien zu leiden, als bloss an einer generalisierten Angststörung. Weil dann die irrationalen Ängste wenigstens nicht zusätzlich spezifisch sind.
Wenn man an einer generalisierten Angststörung leidet, wird man wahrscheinlich zuerst körperliche Symptome der Angst behandeln wollen. Sobald man merkt, dass einem Ärzte und körperliche Therapien nicht wirklich helfen, weil die Symptome psychosomatisch sind, {Han ich Angst? Ja. Michel-das-tuet-mier-Leid-für-dich. Danke. Bitte}
Han ich Angst? Ja.
Was ist eine generalisierte Angststörung?
Wenn man eine diffuse Angst verspürt.
Heilung:
Herausfinden, was einem Angst macht. Dann dies nicht (mehr) machen.
Han ich Angst? Ja.
Überlegungen zur fünften Phase (Ein langer Weg einen Umgang mit dieser zu finden) des Ablaufs und der Heilung einer ‚Generalisierten Angststörung‘
Angst haben ist nicht lustig. Angst ist ein Gefühl, dass etwas mit dem Körper macht. Es macht mit dem Körper, dass er sehr aufmerksam und angespannt ist.
In dieser Phase (5) hat man schon längst bewiesen, dass man das Eine fühlen kann und etwas komplett Anderes denken kann. Trotzdem kam die Depression. Deswegen weiss ich jetzt, dass ich keine Angst vor meinen Gedanken haben muss, weil ich über den Körper sowieso keinen Einfluss habe.{Han ich Angst? Ja.} Deswegen weiss ich jetzt, dass Gedanken zu Angst nicht die Ursache meiner Angst sind, sondern höchstens die Symptome davon.
Ablauf und Heilung einer ‚Generalisierten Angststörung‘
- Trauma oder Traumata (Angst wird verdrängt).
- Eine Phase der scheinbaren Angstlosigkeit gepaart mit einem Gefühl der inneren Leere.
- Depression.
- Kognitive Einsicht, was Angst ist und dass man selbst betroffen ist.
- Ein langer Weg einen Umgang mit dieser zu finden.