Han ich Angst? Ja.

Eine Theorie

Wie ich angstvermeidendes Verhalten als unbewusste Strategie erlernt habe

Jedes Kleinstlebewesen hat instinktiv zuerst einmal ein Ziel:

Überleben.

Man ist seinem Umfeld komplett ausgeliefert. Entweder man passt sich an oder die Überlebenschancen sinken.

Als kleiner Fratz merkte ich instinktiv wie meine Eltern drauf waren und was ich durfte und musste, um meine Überlebenschancen zu erhöhen.

Ich merkte, dass meine Mutter keinen bewussten Umgang mit ihrer Angst pflegte. Warum würde sie{Han ich Angst? Ja. Bravo.}keinen bewussten Umgang mit ihrer Angst pflegen? Weil sie traumatisiert war. Was würde das bedeuten, dass sie traumatisiert war? Dass sie für sie schlimme Dinge erlebt hat, welche ihr damals Angst gemacht haben, für welche sie aber bis jetzt keine psychischen Kapazitäten gehabt haben würde, sich diesen kognitiv zu widmen. Was wäre ein Nebeneffekt von dieser Traumatisierung? Dass sie grundsätzlich die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Angst mied, weil eine Auseinandersetzung mit ihrer Angst sie auch automatisch mit ihrem Trauma konfrontieren würde. Also wusste ich unbewusst, als kleiner Fratz, dass es für mein Überleben förderlich war, meiner Mutter möglichst keine Angst zu machen. Das war meine allergrösste Priorität. Da diese Jahre für die Entwicklung entscheidend sind, hatte dieses Verhalten von mir meiner{Han ich Angst? Ja. Ok. Scheisse} Mutter gegenüber für mich entscheidende Auswirkungen. Menschen gegenüber ein Verhalten zu zeigen, dass bei diesen möglichst keine Angst auslösen würde, wurde bei mir zu einem Automatismus. Doch die schlimmste Konsequenz machte sich erst nach und nach bemerkbar: Indem ich versuchte ein Verhalten zu zeigen, dass keine Angst auslöste, verlor ich selbst den Zugang zu meiner Angst und vergass, dass es diese überhaupt gab.

Han ich Angst? Ja.

Vor was könnte ich Angst haben?

Dass ich verrückt bin.

Warum könnte das sein?

Weil ich heute dem Zahnarzt gesagt habe, dass eine Füllung lose ist und ich bereits mit aller Gewalt versucht hätte diese zu entfernen, es aber nicht vollständig geschafft hätte und der Zahnarzt mir dann sagt, dass mit der Füllung bei Zahn16 alles in Ordnung sei.

Han ich Angst? Ja.

Ich bin ein Mutterficker, der schon zu lange im Game ist. Die grosse Liebe ist bloss noch eine Erinnerung. Jeden Tag der gleiche Scheiss.

Han ich Angst? Ja.

Wieviel:

Maximau.

Angst1

Kontext:

Ich hatte am nächsten Freitag einen Zahnartztermin während der Arbeitszeit eingeplant und den Chef darüber vor zwei Tagen informiert. Nun hat mich die Zahnarztpraxis am Freitagnachmittag erneut kontaktiert und mir mitgeteilt, dass am Montag ein Termin frei geworden ist.{Han ich Angst? Ja.} Ich habe zugesagt, obwohl ich auch am Montag arbeite. Ich habe vor meinen Chef darüber erst an diesem Montag zu informieren, weil ich Angst habe meinen Chef übers Wochendende deswegen zu stören. Falls mein Chef morgen sagen wird, dass das nicht geht, möchte ich sagen, dass ich den Termin auf jeden Fall wahrnehmen werde. Also könnte mir eine potentielle Konfrontation mit meinem Chef Angst machen sowie natürlich der Umstand, dass ich bei einem mir noch unbekannten Zahnarzt ein zahntechnisch komplexes Problem lösen will.

Han ich Angst? Ja.

Was meinte meine Mutter wohl mit:

«Ech muess dringend unterbräche.»

?

  • dass ich aufhöre mit dem Spiel, um ihnen zu sagen, dass mein Vater meine Mutter geschwängert hat.
  • dass ich die Menschen in ihrer Tätigkeit unterbreche, um ihnen zu sagen, dass mein Vater meine Mutter geschwängert hat.

Zu Punkt 1: Das wäre sicherlich nicht meine Absicht gewesen.

Zu Punkt 2: Das würde implizieren, dass mir die Leute gar nie zugehört hätten. Vielleicht hatte meine Mutter recht. Niemand hatte mir bis zu diesem Unterbruch zugehört.

Empfinde ich Wuet?

Ja.

Han ich Angst?

Ja.

Ok. Scheisse.

Han ich Angst? Ja.

Europa ist das Dessert. Die U.S.A., China und ihr Juniorpartner Russland schleichen um Europa. Jeder wartet gierig auf seine Chance. Manchen läuft das Wasser im Mund zusammen. Sie warten auf einen Fehler. Sie sind geschickt. Sie arbeiten zusammen. Denn, wenn einer einbrechen kann, können die anderen folgen.

Meine schlimmsten Vorstellungen

  • nicht genügend Essen haben
  • keinen Zugang zu ausgewogener Nahrung haben
  • keine Zahnseide oder ein anderes adäquates Mittel haben, um die Zahnzwi{Han ich Angst? Ja. Ok.}schenräume reinigen zu können

Ehrlich gesagt, weiss ich wie sich das anfühlt:

Scheisse.

Empfinde ich Truur? Ja.

https://www.srf.ch/play/tv/chfilmszene/video/im-sog-der-angst?urn=urn:srf:video:7e5ef538-0ffb-4714-81e3-40215083a1a7

Ich glaube die einzige von den drei porträtierten Personen, die es begriffen hat, ist er.

Han ich Angst?

Panikattacken theoretisch erklärt

  1. Man hat Angst, weil man Angst hat.
  2. Die Vorstellung, dass man Angst hat, macht einem Angst.
  3. Also summiert sich die Angst. 1+2=3

Ein Beispiel

Ein Beispiel für einen Menschen, der objektiv nichts Böses gegen einem sagt, aber der einem vielleicht trotzdem, aufgrund der Art und Weise wie er redet, Angst machen kann:

https://m.youtube.com/watch?v=dLCc60VDArM&pp=ygU4UnVyYWwgUnVzc2lhbnMgbmFtZSBhIGNvdW50cnkgdGhleSBsaWtlIChiZXNpZGVzIFJ1c3NpYSk%3D

abgerufen am 09.09.2025 um ca. 11.00 Uhr.

Das Beispiel taucht zum ersten Mal bei Minute 00:59-01:37 und zum zweiten Mal bei Minute 02:12-03:12 auf.

Han ich Angst? Ja.

Ich möchte etwas präzisieren:

Ich habe kürzlich geschrieben, dass einem der Krieg die Angst nimmt. Diese Aussage möc{Han ich Angst? Ja.}hte ich präzisieren:

Angst ist das Gefühl, dass man hat, wenn man denkt, dass man sterben könnte, man dies aber nicht will. {Han ich Angst? Ja.}Im Krieg ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass man stirbt. Ergo sollte auch die Angst erhöht sein. Im schlimmsten Fall spaltet der Betroffene seine Angst ab. Was bedeutet das? Dass er, obwohl er Angst hat, sich nicht (länger) mit dieser beschäftigt (kognitiv). Dies führt zu einem Auseinanderbrechen der Realitäten. Die geistige Realität wird eine andere als die körperliche Realität.

Ein Beispiel: Der Geist will joggen gehen, aber der Körper ist müde.

{Han ich Angst? Ja.}

Ich arbeite daran, dass meine beiden Realitäten wieder verschmelzen.

Bei mir kam es überhaupt so weit, entweder wegen meinen Genen{Han ich Angst? Ja.} oder wegen meiner Kindheit oder wegen beidem.

In meiner Kindheit hat mir mein Vater oft Angst gemacht und zwar auf eine Art und Weise, die weder meine Mutter noch ich verstehen konnten. Man sagt (manchmal zumindest) objektiv richtige Dinge, aber es ist die Art und Weise, wie man es sagt{Empfinde ich Truur? Ja.}. Es ist eine bedrohliche Art. Manchmal aber hat mir mein Vater auch effektiv böse Sachen gesagt. So konnte ich es vergleichen oder eben nicht, wenn mir mein Vater objektiv richtige Dinge bedrohlich gesagt hat oder böse Dinge bedrohlich. So gewöhnte ich mich an die Dinge, die mir von meinem Vater gesagt wurden, welche objektiv richtig aber bedrohlich gesagt wurden. Für mich war das die Unterscheidung zwischen richtig und falsch.{Han ich Angst? Ja.} Das beides bedrohlich gesagt wurde und mir Angst gemacht hat, konnte ich mit der Zeit nicht mehr unterscheiden.{Empfinde ich Truur? Ja.} Dadurch habe ich das Bewusstsein für die Angst vor meinem Vater verloren und später auch das Bewusstsein für die Angst generell.

Ich könnte jetzt noch Vieles sagen:

Das hat mich psychisch krank gemacht.

{Han ich Angst? Ja.}

{Empfinde ich Truur? Ja.}

{Empfinde ich Wuet? Ja.}

{Han ich Angst? Ja.}

Ein Dokumentarfilm zum Thema Angst

https://www.srf.ch/play/tv/chfilmszene/video/im-sog-der-angst?urn=urn:srf:video:7e5ef538-0ffb-4714-81e3-40215083a1a7

Ich möchte Euch den Film ans Herzen legen und mache das jetzt, weil der Film unter der angegebenen URL nur noch bis zum 17. September 2025 verfügbar ist.